Vom Schwersten und Letzten
Letztes Geschehen nach der Bibel
Abschrift des Buches von W. J. Pasedag (1975)
Morgenland Verlag - Bieselsberg
Die Schrift ist antiquarisch noch erhältlich
siehe weitere Abschriften
Inhaltsverzeichnis
Letztes Geschehen nach der Bibel
F. Vom Schwersten und Letzten
Das Letzte, was auf uns, die Gemeinde Jesu; Israel und die Welt zukommt, dürfte das Schwerste und Bitterste sein, was es je gegeben hat. Unsere Vorstellungen reichen nicht aus - Gott sei dafür gedankt, - alle kommenden Schrecken und Nöte zu erfassen. Die Bibel verschweigt uns da nicht. Mt 24:21 sagt: "Denn was dann geschieht, wird furchtbarer sein als alles, was jemals seit Beginn der Welt geschehen ist und auch niemals wieder geschehen wird.." Doch dieses Ende führt zum gottbestimmten Ziel, letztlich siegt Gottes große Liebe!
Im neutestamentlichen Griechisch bedeutet telos = Ende, oder nach Prof. Dr. Schirlitz deutlicher: "Das Ende dessen, was in den letzten Zeiten zur Durchführung der Gottesherrschaft geschehen soll." Leider gibt es Endzeit-Bücher, die der Tendenz nahezu erliegen:
- Es wird so schnell nicht kommen
- es kann so schlimm nicht sein,
- vor allem werden wir vorher entrückt.
Solche Oberflächlichkeit macht die "Lehre von den letzten Dingen" zur Leere. Statt uns der vorherrschenden Meinung auszuliefern, sollten wir unsere Bibel immer wieder neu befragen. Es wäre undankbar, die heutige Endzeit-Literatur zu verachten, sie tut einen wichtigen Dienst, wenn trotz der Versicherung, man könne dasBuch "unbedenklich weitergeben, es wurde verantwortlich ausgewählt", 1Thes 5:21 nicht übersehen wird: "Prüfet (selbst) aber alles, was das Gute behaltet." Das möchte ich besonders auch den Lesern meiner Bücher zurufen!
Möge niemand die letzte Gelegenheit versäumen. Wir dürfen Gott vertrauen, dass Er uns gerade in der Endzeit wunderbar führen wird, Ps 4:4. Ein solches Wunderwirken durfte der Verfasser mit seiner schwangeren Frau 1942 im Rachen des Löwen, der Stadt der "Reichsparteitage" erfahren. Wir wohnten im 3. Stock eines Hauses im Westen, gegenüber dem Krankenkaus. Als ich eines Nachts von einer Bibelstunde nach Hause kam, gab es Fliegeralarm. In wenigen Minuten war der rote Hahn sowohl auf unserem, wie auch auf den anderen Häusern. Als dem einzigen Haus in der Straße setzte die Feuerwehr dem Brand des Dachstuhls ein Ende. Nun standen wir in unserer Wohnung bis zu den Waden im Wasser. So mussten wir uns ein anderes Lager suchen, das wir in der Nähe bei einer Jüdin fanden, die den Hitlerkrieg überlebte. Das erst war eine Gebetsgemeinschaft, in der und uns das ungesuchte aber genau passende Gotteswort tröstete, das bis heute seine Wahrheit bestätigte: "Du hast uns geläutert, wie man. Silber läutert, hast schweren Druck auf uns gelegt. Du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen. Wir sind in Feuer und Wasser gekommen. Aber Du hast uns herausgeführt zu überströmender Erquickung." Ps 66:10-12.
Welche Freude, dass wir bald völlig verwandelt und Ihm gleichgemacht, dem Herrn begegnen dürfen, [[1Jo 3:2].]
I. Über die letzten Tage
Es gibt viele letzte Dinge oder Angelegenheiten, denn wir finden den Begriff eschatos, wie schon erwähnt, nicht weniger als 32 mal im Neuen Testamen. Doch es gibt nur E i n e n Letzten, der über allem von Gott vorangestellt wurde, und zu dem sich schon Hiob mit den Worten bekannte.: "Ich weiß, dass mein Erlöser (Goel) lebt, und als der Letzte wird ER über dem Staube sich erheben", Hi 19:25. Christus ist darum der Einige, der sagen kann:
- "Ich b i n der Erste und der Letzte", Offb 1:17
- "Ich w e i ß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten", Offb 2:19.
- "Ich h a b e vieles gegen dich", Offb 2:20
- "Ich g e b e dir Zeit zur Umsinnung", Offb 2:21.
Christus allein ist es, der alles genau kennt und dementsprechend lenkt. Wer Gewissheit über das Letzte und die letzten Tage haben will, der muss sich an Sein Wort halten. Aber wichtiger als das Wissen. um das Letzte ist die Stellung, die wir in den letzten Tagen einnehmen. Haben wir Frieden mit Gott?
Die letzte Gelegenheit
Wieviel Zeit zur Umsinnung ist noch vorhanden? Als ein junger Mann einen Seelsorger fragte, wieviel Zeit er noch zur Umkehr habe, sagte dieser: Es genügt, wenn Sie vor ihrem letzten Stündchen den Herrn finden. Das war doch eine vernünftige Antwort, dachte sich der Fragende. Aber von Tag zu Tag wurde es ihm unheimlicher. Wusste er denn, wann sein letztes Stündlein schlägt? Gottes Ruf heute kann deine letzte Gelegenheit zur Umkehr und Heimkehr sein. Eine solche letzte Gelegenheit zeigt uns Apg 24. Es war eine Gnadenstunde, die Gott dem Felix und der Drusilla schenkte. "Felix" heißt der Glückliche. Es ging ihm wie dem bekannten Direktor des Burgtheaters in Wien, auf dessen Grabstein zu lesen ist:
- Wenn ihr mich möglichst spät begrabt,
- lasst dies an meinem Grabstein lesen:
- Er hat zeitlebens Glück gehabt,
- doch glücklich ist er nie gewesen.
So muss es auch mit diesem Felix gewesen sein, der Christus nicht fand, obwohl der Apostel Paulus sich um ihn mühte. Dieser Felix suchte Paulus zu erpressen (Apg 24:26), was umso schwerer wiegt, weil Felix "in Betreff des Weges (ein Ausdruck der ersten Christen über die Wahrheit von Christus, Joh 14:6) genaue Kenntnis hatte". In Spr 16:20 heißt es: Wer auf das Wort achtet findet Glück." Und was war mit Felix? Als ein Sklave im Gefolge der Kaiserinmutter Antonia (nach der die Kaserne am Tempelplatz Jerusalems benannt war) schenkte diese ihm und seinem Bruder Pallas die Freiheit. Felix verstand sich hochzuarbeiten und wird, wie der Geschichtsschreiber S u e t on (75-150) ihn nennt, "Der Mann dreier Königinnen". Von diesem war die zweite eine Enkelin des M a r k A n t o n i u s und der K l e o p a t r a. Seine dritte und letzte Frau war die Drusilla von der Apg 24:24. Sie war neben Berenike und Marianne die 3. Tochter Herodes Agrippa I. (10 v. - 44 n.Chr.) Diesen nennt Apg 12:1 als Mörder des Apostels Jakobus, der als erster Märtyrer aus dem Kreis der Zwölf starb. Drusilla bedeutet "die Taubenetzte". Sie war, fast noch ein Kind, mit Antiochus von Syrien verlobt, wurde dann aber mit 15 Jahren die Gattin des Königs Aziz von Emesa. Zwei Jahre später von diesem getrennt, wurde Drusilla schließlich die Frau des Felix, der 52 n. Chr. sein Amt als Statthalter im Heiligen Land antrat. Und nun hörten sie beide aus dem Munde des Paulus von den "letzten Dingen", denn der Apostel sprach mit großer Eindringlichkeit "über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und das kommende Gericht". Felix aber antwortete mit Furcht erfüllt: "Für jetzt gehe hin; wenn ich gelegene Zeit habe, werde ich dich rufen lassen'!" Dazu kam es nie mehr - die letzte Gelegenheit war verpasst. Felix wurde 8 Jahre später wegen einer Verschwörung gegen Nero hingerichtet; Drusilla, die ihren Gatten um 19 Jahre überlebte, nahm am 23. August 79 bei dem Untergang von Pompeji und Herkulanum ein schreckliches Ende.
Wer nur augenblickliche Angst vor der Zukunft und der kommenden Abrechnung hat, reagiert völlig falsch. Denn wer vor dem Gott der Liebe flüchtet, läuft dem Gott des Gerichts in die Arme. Gott sucht Sünder, denn für die hat ER Seinen Sohn dahingegeben, Jes 1:18, Joh 3:16. Zwei Dinge verschlimmern die heutige Situation: Die Sünde wird nicht mehr ernst genommen - sie existiert überhaupt nicht mehr, da alles erlaubt ist und jedes Verbrechen entschuldigt wird; und es gibt zu viele Selbstgerechte.
Vom "alten Fritz" dem bekannten Preußenkönig, wird berichtet, dass er einmal das Zuchthaus in Spandau aufsuchte, um dessen Insassen zu inspizieren. Und sehe da, in jeder Zelle saß ein "Unschuldiger", dein vom Schicksal verfolgter "guter Mensch". Nur einer bekannte sich zu seiner Tat und fand seine Strafe angemessen und gerecht. Da verfügte König Friedrich kurzerhand. "Schmeißt ihn raus, diesen Lump, denn er verdirbt mir noch die ganze feine Gesellschaft!"
Was wir brauchen, ist Sündenbewusstsein, um Sündenvergebung erlangen zu können, deren jeder reumütige Sünder gewiss sein darf, 1Jo 1:9.
Gewissheit über die letzte Zeit
Wir sind, so möchte man sagen, in dem vielbändigen Werk der Geschichte eindeutig zum "Z" angelangt. Dieser letzte Buchstabe unseres Alphabets bezeugt in siebenfacher weise, dass wir in der letzten Zeit leben:
a) Zeugnis in der Schrift
Unsere Gedanken und Wege sind nicht gleich mit denen des Herrn, Jes 44:8. Deshalb kann es nur dann Gewissheit über die letzte Zeit geben, wenn wir uns in allem an die Schrift halten. Obwohl es weder eine unfehlbare Auslegung noch ein Ausschöpfen ihre Inhalts gibt, wollen und können wir keinen anderen Maßstab anlegen. Die Schrift ist und bleibt Gottes untrügliches Wort, das nicht gebrochen werden kann, Joh 10:36; Mt 24:35.
Schon die ersten Blätter der Bibel berichten vom Ende. Wir stimmen hier Irenäus (+ 202) zu, welcher lehrte: "1Mo 2:1 ist sowohl eine Erzählung des ehedem Geschehenen, wie auch eine Prophetie des Zukünftigen. 1Mo 3 zeigt, dass der Mensch der Verführung zum Ungehorsam erlegen ist und dafür den Tod erntete. Dieser Tod ist zu allen Menschen durchgedrungen, Röm 5:12. Der Hebräerbrief (Hebr 9:27) belehrt und darüber, dass der Tod nicht das Letzte ist, sondern dass ihm das Gericht folgt. Dieses Gericht wird Christus zum Sieg führen, Mt 12:20. Derselbe, der die Welt geschaffen hat, ist auch für uns gestorben und von den Toten auferweckt. Darum wird Christus alle Menschen richten. Er wird aber auch zur Erquickung führen, das verkünden Petrus und Paulus, Apg 3:20; Apg 17:31.
Schon der Erzvater verkündete seinen Söhnen, was am Ende der Tage geschehen wird, 1Mo 49:1. Das wurde von allen Propheten derart ergänzt, dass wir in keiner Hinsicht im Dunkeln zu tappen brauchen, Ps 119:105; 2Petr 1:19. Was wir an den meisten Endzeitbüchern bedauern, ist, dass sie zuviel Tradition und eigene Meinung bringen und zu spärlich Gottes Wort enthalten. Das Neue Testament schließlich, das aus 238 Kapiteln besteht, weist uns darin nicht weniger als 318 mal (den 318 Knechten Abrahams vergleichbar) auf die Wiederkunft Christi hin.
b) Zusicherung des Geistes
Die Schrift darf nicht nach eigenem Ermessen ausgelegt werden, 2Petr 1:20. Der Geist, durch den sie geschrieben wurde, muss uns auch die Deutung schenken. V. 21. Ohne diesen Heiligen Geist fehlt das Siege, 2Kor 1:20-22; Eph 1:13.
Die Schrifdtgelehrtenkonnten durch die Propheten Auskunft geben über Jesu Geburtsort, Mt 2:4-6. Durch den Zahlenwert des Wortes Bethlehem ist aber auch der Zeithinweis auf 490 Jahre von Dan 9 gegeben. ES bedarf also mehr als nur der Neugierde eines Herodes, um in die Geheimnisse der Schrift einzudringen. Der greise Simoan in Jerusalem hatte mehr. "Er war fromm und gottesfüchtig; wartend auf Israels Errettung und vom Geiste Gottes erfüllt. Der hatte ihm die Gewissheit gegeben, er werde noch vor seinem Tod den von Gott verheißenen Retter mit eigenen Augen sehen. Er folgte einer Eingebung des Heiligen Geistes und ging in den Tempel." Hier durfte er das Jesuskind auf seine Arme nehmen und Gott loben: "Herr, Du hast Dein Versprechen gehalten! Nun kann ich in Frieden sterben, denn ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass Du Dein rettendes Werk vor aller Welt begonnen hast." In einem hilflosen Säugling, wie doch unzählige zum Tempel getragen wurden, sah Simeon den Anfang der Rettung. Das macht die Erleuchtung des Heiligen Geistes!
Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit, der die Zurechtweisung annimmt, 2Tim 1:7. Nicht Zuchtlosigkeit in der Welt, sondern in der Gemeinde verhindert die Vollmacht. Deshalb ermahnt Paulus in Eph 4:30. "Beleidigt durch euer Verhalten nicht den heiligen Geist, den Gott euch gegeben hat. Denn er bürgt euch dafür, dass der Tag der Befreiung für euch kommen wird."
Niemand von uns weiß, ob er zu den Überlebenden gehört, die Pauli "wir" in 1Thes 4:15 meint. Aber jeder, der ein Eigentum Jesu Christi ist, hat die Gewissheit, dabei sein zu dürfen "denn die Toten in Christo werden auferstehen zuerst"! Nach der Zusicherung des Herrn erlebt dieselbe Generation (das meint ein halbes Menschenalter, also 35-50 Jahre), welche bei der Staatsgründung Israels, als das Grünen des wieder eingepflanzten Feigenbaumes 1948 dabei war, auch alle angesagten Zeichen des Endes, Mt 24:32-34.
c) Zubereitung Israels
Die in ihrer Heimat wieder angesiedelten und zu einem Staat zusammengebrachten Juden sind der deutlichste Beweis des Endes. Vor Israels Staatsgründung wäre das Kommen des Herrn zu Seiner Gemeinde nicht möglich gewesen, denn die Schrift hat vorhergesagt, dass die Glieder Israels "nicht ohne uns vollendet werden", Hebr 11:40. Kein Bräutigam geht allein zur Trauung auf das Standesamt und lässt seine Braut hinterherkommen.
Wir stehen mitten in der Zubereitung Israels für das Kommen des Messias. Ps 149:4 sagt: "Jahweh ist Seinem Volke freundlich gesinnt; Er schmückt die Gedemütigten mit Heil", oder nach dem Grundtext: Er macht die Gedemütigten herrlich in Jesus (Jeschuah)!
Die Zubereitung umfasst alles, wovon die Propheten geschrieben haben, Apg 3:23+24. Die schwerste Zeit Israels wird von 1979 bis 1986 sein. Weshalb?
Als am 2. August 1492 über 300 000 Juden aus Spanien vertrieben wurden, hatte Gott schon eine weitere Hilfe für sie in Aussicht, denn am nächsten Tag, dem 3. August, stach Kolumbus zur Entdeckung Amerikas in See. R a b b i Abraham F a r r i s o l (1451-1525), Verfasser der ersten hebräischen Geographie mit wissenschaftlichen Angaben über Amerika, hatte auch die Hammerschläge Luthers vom 31. Okt 1517 nicht überhört. Er sah in diesen Ereignissen, Vertreibung und Reformation, "die Wehen der kommenden ' Erlösung". Der junge Luther hatte 1523 über die Juden als "Blutsfreunde, Vettern und Brüder unseres Herrn" geschrieben: "Wenn die Apostel, die auch Juden waren, also hätten mit uns Heiden gehandelt, wie wir Heiden mit den Juden, es wären nie Christen unter den Heiden geworden. Haben sie denn mit uns Heiden so brüderlich gehandelt, so sollen wir wiederum brüderlich mit den Juden handeln, ob wir etliche bekehren möchten. " Rabbi Abraham war darüber so war darüber so begeistert, dass er 1524 über Luther schrieb: "Zuerst dachten wir, der Mann, den die Sterne vordeuten, wäre der Messias, Sohn des Josephs, doch nun erweist es sich, dass er der Mann ist, von dem alle sprechen,der edel ist in all seinen Unterfangen." Wie sehr sich Luther später als Judenhasser entpuppte, konnte dieser Rabbi ja nicht ahnen.
Die Reformation war dennoch wirklich eine Vorbereitung der Endzeit. Der jüdische Kalender, der 246 Jahre zu rück ist, führt uns von 1517 zu 1763. Es ist das Jahr, in dem die Tiere von Dan 7 als die Endzeitmächte einsetzen. England als die Löwin, der 1763 als zwei Flügel Canada und Indien angegliedert werden, darf als die bestimmende Großmacht 1917 Jerusalem erobern. Von hier führen uns die "bestimmten" 70 Jahre (Sach 1:12) zum 70. Jubeljahr als dem wirklichen Freijahr und Heimholerjahr Gottes.
Von 1793 an lässt sich die Zeit Israels bereits klar übersehen. Die der Löwin zugeteilten 216 (6 x 6 x 6) Jahre gehen bis 1979. Von da an hören die Großmächte auf selbstständig zu sein, und auch Israel wird für 7 Jahre dem antichristlichen reich angeschlossen. 1979 bis 1986 werden die 2 x 3 1/2 Jahre der Verführung und Gewalt sein. Dann folgt 1987 das herrliche 70. Jubeljahr und anschließend noch 7 Jahre des Tempelbaus, denn 1994 sind 600 Jahre seit Adam abgelaufen.
Doch wir erfahren durch Dan 7 noch mehr:
Daniel erhielt das Gesicht im 1. Jahr Belsazars, das war 542 v. Chrs. und 7 Zeiten (7 x 360 = 2520 Jahre) fürehen uns von dort zu 1979 n. Chrs. als den Anfang der anderen 7 Zeiten (nämlich 7 x 360 Tage), den Jahren des Antichrsits. Die 4 Tiere, die Daniel sah, sind:
- England als die Löwin, Zw. 216
- Russland als der Bör, Zw. 6
- USA al der Panterh, Zw. 290
- die UNO als 4. Tier, Zw. 29 = zusammen 541
Auch Israel, nämlich JiSsRaEL = 10-300-200-1-30= ergibt 541.
Das zeigt, dass auch die Großmächte eine Aufgabe an Israel haben. Daniel un dSacharja erhielten beide ihre Gesichte in der Nacht. Sacharaja hat die Namenszahl 242 und empfng seine 8 Gesicht im Jahre 519 v.Chr. von wo uns 2485 Jahre zu 1967 n. Chr. führen. Diese Zeit sind 7 x 355 Jahre, denn nicht nur das Hebr. Wort für Jahr (schanah) ergibt die Zahl 355, das israelititsche Jahr hat auch genau so viel Tage. Es bedarf keiner großen gedanksprünge, um zu erkennen, das die ERes0pölution der UNO vom Jahre 1967 Anfang, Ursache und Dauer dieser Nachtzeit für Israel anzeigt. Denn die für das Volk Gottes schrecklichen Nachtwachen Aberd, Mitternach und Hanenschrei sind 242 Monate, die vom Juli 1967 bis August 1987 laufen. Die dann noch folgenden 7 Jahre oder 84 Monate sind als der "Morgen" Israels feierliche Vorbereitung für das Sabbatjahrtausend.
d) Zeichen des Endes
Es gib so viele Zeichen der Endzeit, dass wir sie gar nicht alle aufzählen können; und dennoch werden uns täglich neue bekannt. Sie alle aber sind in unserer Bibel, als dem untrüglichen Wort Gottes, vorhergesagte.
Der Däne S k o v g a a r d schrieb 1919 das Buch "Zeichen und Zeiten"; als er es 1947 unter dem Titel "De sidste Tider og det sidste Maal" (Die letzten Zeiten. und das letzte Ziel) neu herausgab, konnte er von dem alten Buch nur 5 Seiten verwenden. Nicht weil das Alte ungültig war, sondern weil sich so viel Neues angestaut hatte.
Die von der Schrift genannten Zeichen sind keine Selbstverständlichkeiten und liegen nicht auf der Seite menschlicher Spekulation. Vieles kommt so ganz anders als selbst die gescheitesten Leute meinen. So berichtet der bereits genannte Skovgaard, dass ein Abgeordneter des englischen Parlaments über das am Ende des 2. Weltkriegs unter 400 Millionen Kubikmeter Schutt liegende Deutschland meinte. "Das deutsche Volk lebt zwischen Ruinen und Erdlöchern; und so weit ich sehen kann, werden sie, solange sie leben, so wohnen müssen." Wir sehen eben nicht viel über den Tag hinaus.
Es seien nur 7 Zeichen genannt, die uns die Gewissheit verleihen in den letzten Tatgen zu sein:
A b f a l l - 2Thes 2:3
Der Tag des Herrn kommt nicht, und auch der Antichrist kann nicht kommen, bevor die Menschen von der Gottesfurcht, dem Christusglauben und dem Wirken des Heiligen Geistes abgefallen sind. Wenn es auch nie "christliche Staaten" gegeben hat, so war im Abendland doch immerhin eine Gottesbewusstsein und demgemäß auch eine moralische Verantwortung anzutreffen. Wenn heute auf den Kanzeln Mitglieder der Kommunistischen Partei als Pfarrer stehen, und wenn der Inhalt der Predigt "Gott ist tot" lautet, dann ist die Fäulnis bis in den innersten Kern vorgedrungen.
Doch auch den (noch) Gläubigen gilt: "Achtet darauf, liebe Brüder, dass keiner von euch ein widerspenstiges, ungehorsames Herz habe und sich von Gott, der das Leben schenkt, abwendet. Ermutigt einander vielmehr jeden Tag, solange noch das "Heute" gilt", Hebr 3:12.13.
A n g s t - Lk 21:25.26
"In der Welt habt ihr Angst", diese Christuswort gilt seit dem Sündenfall. Aber in Joh 16:33 steckt mehr als Angst, nämlich Einengung, Trübsal oder Drangsal (tlipsis). Die Gemeinde wird ja heute auch, ebenso wie das Volk Israel, von der ganzen Welt bedrängt. Dennoch geht es den "Ungläubigen" nicht besser. Der leichtfertige Optimismus wird durch Wirtschaftskrisen, Geldentwertung, Arbeitslosigkeit, Zunahme des Terrorismus, Vormarsch de Kommunismus, Seuchen, und die nur denkbar grausamste Kriegsführung schließlich zur Raserei werden.
S p ö t t e r - 2Petr 3:3
Niemand wird es heute mehr verwehrt, öffentlich über Gott und Christus zu spotten. Im Gegenteil, jeder nur denkbare Spott wird mit staatlichen Geldern sogar subventioniert. Ein Pfarrer, der heute noch die Geschichte von Adam und eva, Jungfrauengeburt und Auferstehung glaubt, ist in den Augen seiner Kollegen ein unverbesserlicher Narr. Theater, Kino, Fernsehen und Illustrierte machen sich über biblische Wahrheiten lustig. Die Schauspielerin B. R. frage in einer Fernsehschau., ob das Wirken des Heiligen Geistes so etwas ähnliches wie "Blähungen" sei! Eine Schülerzeitung des Gymnasiums Augustinum, die sich "Fötus" nennt, erklärte: "Herr Jesus, wenn es ihnen einfallen sollte, wiederzukommen, knüpfen wir sie an der nächsten Autobahnbrücke auf!" Das Gericht wird nicht ausbleiben!
L a s t e r k a t a l o g - 2Tim 3:1-5
Die Worte, die Paulus vor 1900 Jahren schrieb, machen einen Kommentar überflüssig. "Denke daran: Wenn das Ende dieser Weltzeit vor der Tür steht, wird es schwere Zeiten geben. dann werden die Menschen selbstsüchtig, geldgierig, prahlerisch und eingebildet sein. Sie werden ihre Mitmenschen beleidigen und ihren Eltern nicht gehorchen. Es wird nichts Heiliges für sie geben, sie werden undankbar sein, lieblos und unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht und gewalttätig, Menschen die das Gute hassen, die untreu und unzuverlässig sind, aber aufgeblasen vor stolz. solche Menschen lieben das Vergnügen mehr als Gott." Die Verleugnung der Kraft Gotte, von der Paulus ebenfalls spricht, haben wir ganz deutlich in der "Entmythologisierung", die einen ohnmächtigen Gott keine Wunder mehr zutraut, 2Tim 4:4.
E r s c h ö p f u n g - Lk 21:11
Zu dem Furchtbaren und Schreckenerregenden (phobetron), von dem der Herr spricht, gehört auch die Tatsache, dass die Erde trotz Kunstdünger ihren Ertrag nicht mehr gibt. Ökologen stellen fest, dass viele Tierarten aussterben. ebenso, dass Wasser, Luft und Erde schon derart verseucht sind, dass das Leben auf dieser Erde nicht mehr lange möglich sein wird. Auch unsere Industrie ist in NÖten, Kohle, Öl und andere Energiespender werden in wenigen Jahren aufgebraucht sein.
Wie F. Schaeffer in seinem Buch "Das programmierte Ende" (S. 6) mitteilt, habe ein Mann in Kalifornien an der Küste einen Grabstein für die Weltmeere gesetzt, auf dem geschrieben steht: "Gestorben 1979 n. Chr. Der Herr hat's gegeben; der Mensch hat's genommen. Der Name des Menschen sei verflucht." Hiob hat sich aber anderer Worte bedient und endete mit einem Lobpreis Hi 1:21.
D ä m o n i e - Offb 16:14
Geister und Dämonen tun Zeichen und gehen aus zu den Beherrschern der ganzen Oekumene. HIerzu gehören alle Einbrüche des Irrationalen wie Ufos (unbekannte Flugobjekte), Psi-Forschung, Parapsychologie oder das Verbiegen von Metallen, wie sie Uri Geller im Fernsehen durchführte und dazu erklärt: "Meine Kräfte kommen aus dem All".
Allein in der Bundesrepublik und der Schweiz gibt es über 3 Millionen praktizierende Okkultischen, wobei Kartenleger, Handleser und Ausüber von Psychometrie (Messung psychischer Vorgänge) nicht mit gezählt sind. Wer sich nicht durch Christus lösen und bewahren lässt, läuft Gefahr, auch ungewollt in die Anbetung und Zustimmung des Satanismus zu verfallen.
F r i e d e n s g e f a s e l -1Thes 5:3
Das menschliche Herz sehnt sich nach Frieden, was leicht zu einer Kapitulation vor den Widerständen führt. Wer hätte es nicht lieber bequem? Krieg ist schlimm, aber Niederlage ist noch schlimmer; das zeigt Vietnam ganz deutlich. Auch eine Weltmacht wie Amerika musste lernen, dass lässige Kriege nicht zu gewinnen sind.
Gottes Wort geht scharf mit den falschen Friedensaposteln ins Gericht. "Sie heilen die schwären und den Bruch Meines Volkes, indem sie rufen: Friede, Friede, und es ist kein friede." "Sie narren euch nur! Nicht aus dem Munde Jahwehs, sondern ihres Herzens Betrug verkündigen sie, wenn sie zu denen, die Jahweh verachten sagen: Der Ewige hat geredet, Friede wird mit euch sein! Jedem, der in seines Herzens Starrheit wandelt, sagen sie: Nichts Böses kommt über euch! Wer aber stand in des Ewigen Rat und hörte Sein Wort? Siehe, der Wetterwind des Ewigen (Jahwehs) bricht grimmig los und drohender Sturm fährt auf das Haupt der Frevler herab. Der Zorn Jahwes wird nicht umkehren, bis Er das Trachten Seines Herzens vollbracht hat. Des werdet ihr am Ende der Tage innewerden." Jer 6:14 und Jer 23:17-10.
Neben diesen 7 Unheilszeichen des Endes können wir aber auch das letzte große Heilszeichen stellen: "Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel." Mt 24:30. Jesus Christus kommt als Sieger mit seiner Gemeinde, die kurz zuvor Ihm entgegengerückt wurde.
e) Zahlen von Gott gegeben
In 2Mo 20:11 ist zu lesen: "Denn in 6 Tagen machte Jahweh Himmel und Erde und das Meer, und alles, was darinnen ist."
Auch das Reich, das Gott Seinem Sohne gibt, wird in 6 Tagen bereitet, nur mit dem Unterschied, dass hier 1 Tag 1000 Jahre bedeutet, was wir aus Ps 90:4 und 2Petr 3:8 klar ersehen. Hebr 4:9 weist uns darauf hin, dass alles für das Sabbatjahr bereitet wird.
Diese Wahrheit von den 6000 Jahren wurde sowohl von den J u d e n erkannt, (Adboda zara 9a) und Rabbi E l i a s (Sanhedrin 11), wie auch von christlichen Schreibern, siehe B a r n a b a s b r i e f (Kap 15), I r e n ä u s (HäresienV 28),, L a t a n t i u s (7. Buch der göttlichen Unterweisung), H i e r o n y m u s (Psalmi 89 ad Cypr.), L u t h e r , M i c h a e l H a h n (Stroh "Lehre" S. 511). und anderen. Durch Gottes Wort ist uns nun auch die Mitte dieser 6000 Jahre mit der Tempelweihe chronologisch genau gegeben:
- 1Mo 5 + 1Mo 11 nennen - 2083 Jahre
- 2Mo 12:40 u Gal 3:17 - 430 Jahre
- 1Kö 6:1 und 1Kö 6:38 - 487 Jahre
- ergeben zusammen 3000 Jahre
Die Einweihung des Tempels durch Salomo, der ein Abbild Christi ist, war nach dem Ergebnis der Geschichtsforscher Jackson, Hales, Oppert und Zunz im Jahre 1007 v. Chr. folglich sind, mit Berücksichtigung des Jahres Null 1994 n. Chr. die 6000 Jahre seit Adam abgelaufen.
assen wir aber noch eine andere Darstellung der Geschichte durch das Wort Gottes zu uns sprechen: Dan 2. Dort finden wir das berühmte Standbild im Traum Nebukadnezars, das ihm 504 v. Chr. von Gott gegeben wurde, Dan 2:1.
Für Babel als Haupt gelten 70 Jahre, Dan 2:36-38; Jer 25:11. Das ist von 604-34 v. Chr. Dann folgt, einer normalen Menschenproportion entsprechend, 8 mal die Länge des Hauptes (also 560 Jahre) für den Körper, was von 534 v. Chr. zu 27 n. Chr. führt. Es war die Zeit der 3 Weltreiche Medien-Persien, Griechenland und rom. 27 n. Chr. ist genau das Jahr in welchem der Herr mit der Botschaft auftrat: Die Zeit ist erfüllt, Mk 1:15, Gal 4:4. Dennoch war die Zeit noch nicht abgelaufen, weil Gott einen Aufschub von 3 1/2 Zeiten gibt, damit sich auch der Körper des Christus bilden kann, Dan 12:7; Eph 4:15.16. Die Zeit des Körpers im Standbild war 560 Jahre, und 3 1/2 mal 560 = 1960 Jahre. Diese gehen von 27 n. Chr. bis 1987, denn dann wird der Stein vom Himmel das alte Bild zerschlagen haben.
Dies 1960 Jahre sind nach Mi 5:2 und Offb 12:2 sowohl die Zeit der "Schwangerschaft" (eine Schwangerschaft wir damit 280 Tagen berechnet, und 1960 = 7 x 280), wie auch die Zeit der Wüstenwanderung, die auf der Sinaihalbinsel einst 40 Jahre umfasste, in der "Wüste der Völker", nun 40 Jubeljahre (40 x 49 = 1960) beträgt, Hes 20:35. Zur Zeit der Taufe Jesu (27 n. Chr.) war das 30. Jubeljahr und 1987 wird das 70. sein. Nach Hes 39:9 wird dann 7 Jahre das Land gereinigt und nach Hes 40:4f. auch der Tempel gebaut, was uns wieder zu 1994 führt.
f) Zeitabschnitte der Bibel
Eine der bekanntesten und doch verkanntesten Zeitabschnitte der Schrift sind die 70 Jahrwochen von Dan 9. Es gibt, man sollte das nicht vergessen, weil GottesWort unausschöpflich ist, auch selbst bei Berechnungen verschiedene Auslegungsmöglichkeiten. So enden die meisten mit 483 Jahren bis Christus, und heben die letzte Jahrwoche bis zum Antichristen auf. Das entspricht der Erklärung die Dr. LaHay in dem bemerkenswerten Buch "Der Anfang vom Ende" (S. 23 f) gibt: "Das Kommen unseres Herrn wird also in zwei Abschnitten stattfinden, zwischen denen 7 Jahre liegen. Dies 7 Jahre sind die Erfüllung von Daniels 70. Woche, oder die Zeit von 'Jakobs Not. Wir meinen, dass sich unser lieber Bruder hier irrt. Niemand weiß, wann der Herr kommt, die Jahrwochen dagegen lassen sich genau berechnen. Dass zwischen Parusie und Epiphanie 7 Jahre liegen, wurde oft behauptet, aber von niemand bewiesen. ES ist nicht unmöglich, doch es gibt keine einzige Bibelstelle dafür. Sicherlich stehen dem Antichristen nach der Schrift zweimal 3 1/2 Jahre zu Verfügung, doch diese haben nichts mit den 490 Jahren für den Messias gemeinsam.
In Dan 9:26 ist deutlich zu lesen: "Und n a c h den 62 (+ 7, also 69) Wochen, wird der Messias ausgerottet werden. Christus stirbt nach 3 1/2 jährigem Heilswirken, also mitten in der Woche. Das hatte auch der bekannte Guinness erkannt, wenn er schrieb: "Aber die Weissagung sagt, dass der Messias 'ausgerottet' werden soll v o r dem ende der 70 Wochen (oder 490 Jahre), wenn die 69. v o r ü b e r, und die 70. noch nicht abgelaufen sein würde; das heißt, im Laufe der 70. Woche.("Licht für die letzten Tage" S. 42).
Die 490 Jahre fingen 457 v. Chr. an und endeten 3 n. Chr. Unser Erlöser trat im Jahre 27 n .Chr. Seinen Dienst mit der Taufe an, und wurden zu Passah 31 ans Fluchholz gebracht. Seit der Himmelfahrt wirkte der Herr nochmals 3 1/2 Jahre als der Erhöhte für Israel, wobei Er im Jahr 34 Saul von Tarsus aus seiner Verblendung herausriss. Damit waren die 90 Jahre oder 20 "Wochen" (eigentlich Siebener) abgeschlossen. Das Abtun aller Ungerechtigkeit dagegen dauert 70 Jubeljahre, was auch "Siebener" sind, nämlich 10 x 7 x 7 x 7 = 5430 Jahre, von der Einnahme des Landes (1444 v. Chr.) bis zum "Morgen" im Jahre 1987 n. Chr.
g) Züchtigung als letzte Wegbereitung
In seinem ersten "Miktam" (Bergungslied) beteuert David: "Jahweh, der mich beraten hat, preise ich auch in den Nächten, da mich meine Nieren züchtigen (oder mahnen). Ps 16:7. Die Psalmen schildern zwar Davids persönliche Erlebnisse, sie sind aber zugleich auch ein prophetischer Ausblick auf die letzte Zeit Israels, siehe Apg 2:30. Die Nacht, in der Israel, wie einst David, gezüchtigt wird, steht unter der Herrschaft des Mondes (Abzeichen der Araber) und der Sterne (Sowjetstern), deren sich der Böse, als Beherrscher der Finsternis, im Kampf gegen den Stern Davids bedient.
Alle Leiden Israels sind vorgebildet. So heißt es zum Beispiel in Sach 14:5 von einem Ereignis, das wir für1986 erwarten: "Und ihr werdet fliehen ... wie ihr vorzeiten flohet, zur Zeit Usias". Mit Usias Tod 759 v. Chr. (6 Jahre vor der Gründung Roms) begann Jes 6:10 gemäß die Verstockung Israels, die bis 1985 dauert, und damit 56 Jubeljahre, oder 7 x 392 = 2744 Jahre umfasst. Dies Zahl 392 ist auch die Gesamtzahl aller durch Nebukadnezar fortgeführten Tempelknechte, die wieder ins Land zurückkamen, Neh 7:6+60, Esr 2:58. Weil der Herr versprochen hat: "Gleichwie Ich über sie gewacht haben , auszureuten zu zerreißen, abzubrechen, zu verderben und zu plagen, ebenso will Ich über sie wachen, zu bauen und zu pflanzen spricht Jahweh" (Jer 32:28), deshalb haben wir mit den Fortführungen Israels nach Babel auch eine Vergleichsmöglichkeit seiner Festigung und Pflanzung im Land der Väter am Ende der Tage.
Nach genau 2555 (7 x 365) Jahren von den Wegführungen Israels wiederholten sich die Angriffe und Kriege der Araber, die Israel aber nicht zerstörten, sondern jedesmal zu ihrer eigenen Vernichtung ausgeschlagen wären, wenn die Großmächte nicht Einhalt geboten hätten. Darum werden diese Großmächte, und vor allem Russland, die Israels Sieg vereitelten, ihre Strafe in einem 3. Weltkrieg erfahren. Und das ist der Verlauf der Geschichte:
- 1. Wegführung Israels 606 v. Chr. - 7 Zeiten - 1. Krieg Israels 1948
- 2. Wegführung Israels 598 v. Chr. - 7 Zeiten - 2. Krieg Israels 1956
- 3. Wegführung Israels 587 v. Chr. - 7 Zeiten - 3. Krieg Israels 1967
- 4. Wegführung Israels 581 v. Chr. - 7 Zeiten - 4. Krieg Israels 1973
Ebenso ist auch die Nachtzeit Israel den 4 Nachtwachen von Mk 13:35 entsprechend, genau bemessen. Die letzten schweren Züchtigungen Israels sind in 3Mo 26:19.21.24 u. 29 vorhergesagt. Das viermalige "siebenmal mehr" kennzeichnet die 4 x 7 oder nicht ganz 28 Jahre von 1967 bis 1994. Die letzte achtwache ist keine Leidenszeit mehr, denn die Trübsal wird abgekürzt, Mt 24:22. Obwohl noch zur Nacht gehörend, werden die 7 Jahre von 1987 bis 1994 als "Morgen" bezeichnet. Die Erde wird von allen Kriegsresten gesäubert (Hes 39:9+12) und, analog dem Tempelbau Salomos, das durch Hesekiel geschilderte Heiligtum in 7 Jahren gebaut, 1Kö 6:38.
Dass die große Wende für Israel im Sabbatjahr 1986/87 zu erwarten ist, sehen wir aus Joh 5:5-8. Der 38 Jahre Krankliegende wird am Sabbat, im Haus der Barmherzigkeit, durch den Herrn geheilt - es ist die Zeit von der Staatsgründung 1948 bis Ende 1986.
Noch eine kleine Zeit, und alles ist überwunden! Wir leden mit Isrel und freuen uns auch über ihre baldige Errettung mit den Worten Petri: "Ihr Geliebten, lasset euch die Hitze, so euch (zur letzten Ausreife) begegnet, nicht befremden, als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freut euch, dass ihr mit Christo leidet, auf dass ihr auch zur Zeit der Enthüllung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget ... Denn es ist Zeit, dass anfange das Gericht an dem Hause Gottes!" 1Petr 4:12-17. "Denn Ich will euch aus den Nationen holen, und euch aus allen Landen versammeln, und wieder in euer Land führen. Und will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet." Hes 36:24.25.
II. Die letzten Gotteszeugen
Zeuge zu sein bedeutete in der urchristlichen Gemeindezeit sein Leben für Christus hinzugeben, also Märtyrer zu sein, denn Zeuge heißt im Bibelgrundtext "martys". Im letzten Buch der Bibel, die ja eine Enthüllung Jesu Christ in der Endzeit ist, lesen wir Offb 1:5 "Gnade sei mit euch ... von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge". In Vers 9 bezeugt Johannes, dass er des Zeugnisses Jesu wegen auf die Insel Patmos verbannt war. Erst ein solches Wort, hinter dem der Einsatz der ganzen Persönlichkeit steht, kann als glaubhaft und beachtenswert abgenommen werden.
Wir wollen uns 7 Zeugen der letzten Zeit ansehen:
1. Jesus Christus
Er ist ja, wie wir bereits z ur Kenntnis nahmen, d e r Zeuge. In Ps 62 finden wir einen Lobgesang Davids für Jedutun, das heißt, für den Zeugen. Es ist darum nicht verwunderlich, dass dieser Psalm vier mal von "Jeschuah", nämlich Jesu7s, spricht. Dass Jesus auch der l e t z t e Zeuge ist, stellt Offb 1:8 heraus: "Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende - der Erste und der Letzte." Zu beachten ist, dass es wörtlich genommen so heißt: "Alpha und O" das bedeutet zahlenmäßig 1-30-500-1 + 800, und das ist 1332 oder 2 x 666. Wir wissen alle, welche Rolle die Zahl 666 in der Endzeit spielt, aus Offb 13:18 - und nun die Zusicherung, dass Jesus nicht nur dieser Sache gewachsen ist, sondern sie geradezu doppelt aufwiegt. "in Christo sein", wovon das Neue Testament 196 mal spricht, be deutet darum, alles antichristliche "Weit zu überwinden", siehe Röm 8:37, weil Christus gerade in dieser bösen Zeit in und mit uns ist. "Denn so du durchs Wasser gehst, will Ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht sollen ersäufen; und so du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flammen sollen dich nicht versengen." Jes 42:2. Das bedeutet nicht, dass es keine Märtyrer mehr geben wird (gerade dadurch wäre das Zeugnis dahin), sondern dass weder die braune noch die rote Flut, oder ein noch so heißes Atomfeuer, die auf dem Felsen Christus erbaute Gemeinde ins Wanken bringt, Mt 16:18. Auch der letzte Beherrscher Babels wird wie Nebukadnezar erkennen müssen, dass bei denen, die er in den Hochofen wirft, der "Sohn der Götter" ist, weshalb sie wieder unversehrt aus dem Feuer herauskommen - die Auferstehung der Gläubigen! Dan 3:25.
3. Die Gemeinde
Die Gemeinde Jesu ist nach 1Kor 12:12 (Elbf.) "der Christus'", und gemäß Eph 1:22.23 der Körper, dessen Haupt unser Herr und Erlöser ist. Das zeigt mehr als nur eine enge Verbindung an, die Christus mit den Seinen eingegangen ist. Er weist auf das Geheimnis hin: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit, Kol 1:27. Das gilt auf Erden und im Himmel, wobei wir die Ausauferstandenen nicht vergessen dürfen, die dem Herrn bereits entgegen gegangen sind, so wie es die Entrückungsschar noch tun wird, Phil 3:10-12.
Wenn immer wieder gefragt wird, ob die Gemeinde noch in die antichristliche Zeit kommt, so können wir nur sagen: Christus tritt dem Antichristen nicht nur mit Seinem Volke Israel, oder der Braut, sondern auch Selbst, nämlich in Seinen Gliedern, gegenüber. Auch Offb 12:10: "Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden, und die Vollacht Seines Christus", ist nicht ohne die Gemeinde zu denken. Es ist für mich darum immer wieder bedrückend, dass es so viele Gemeindeglieder gibt, die gar nicht schnell genug entrückt werden können, obwohl sie für ihren Wunsch auch nicht e i n e überzeugende Schriftstelle haben, und deshalb in das Grab sinken. Damit sei nicht bezweifelt, dass es Bibelstellen für eine Frühentrückung gibt, wie Mk 13:33-37; Röm 13:11, 1Thes 5:7-10, Hebr 10:35.
Auch hier sollten die einzelnen Glieder lernen: "So Ich will, dass er bleibe, bis Ich komme, was geht es dich an?" Joh 21:22. Der Christus , nämlich Haupt und Glieder, werden trotz der beglückenden Tatsache der Entrückung bis zuletzt Zeugen sein.
4. Israel
Dass Israel selbst in der Zeit seines Ungehorsams ein Zeuge ist, bezeugt Gott selbst, siehe Jes 43:10. Gottlob sind sie nicht alle, aber größtenteils, wie es 2 Verse vorher heißt, ein blindes Volk mit tauben Ohren, denn was vom Fleisch geboren wird, ist Fleisch. Aber dessen ungeachtet sind sie immer, ob in guten oder bösen Tagen, ein Zeuge der Treue Gottes. Des Menschen Untreue hebt Gottes Treue nicht auf (Röm 3:3), bedingt aber manches Leid. Israel ist voller Striemen, denn kein Volk der Erde hat so gelitten - doch gerade das ist der Beweis für die Vaterschaft Gottes, Hebr 12:6; 2Mo 4:22.
Allah gibt seinen Anbetern dreckiges Öl - Jahweh aber wird über Sein Volk Seinen Heiligen geist ausgießen! Joe 3:1-5. Die Apostel zu Pfingsten und Paulus zu Damaskus sind bereits die ersten Kronzeugen für diese Tatsache.
4. Moses und Elia
Diese beiden sind in Offb 11:3 mit den "zwei Zeugen" gemeint, was auch durch ihre Handlungen deutlich wird. In Jak 5:17 ist sogar die Zeit angegeben. Das Wiederkommen von Moses und Elia wird im letzten Buch des Alten Testaments (nach christlicher Einteilung) Mal 3:22-24 deutlich verheißen.
Moses. und Elia waren auch mit dem Herrn auf dem Verklärungsberg und sprachen mit ihm über den Ausgang in Jerusalem Mt 17:3-5.
Schon T h e o d o r H e r z l fand 1895, während seines Urlaubs, in der Badekabine den Spruch:
- "O Gott schick. uns den Moses wieder,
- damit er seine Stammesbrüder
- hinführe ins Gelobte Land.
- Ist dann die ganze Judensippe
- erst drinnen in des Meeres Mitte,
- dann Her, o mach die Klappe zu,
- und alle Menschen haben Ruh!"
Auf Hitlers letztem Parteitag (1939) wurde dieser Spottvers von Zehntausenden gegrölt -. der Herr aber ließ nicht die Juden, sondern die ganze Nazisippschaft untergehen, und Eichmann sogar in Jerusalem, Ps 122:3-5.
Moses und Elia werden vom Antichristen zwar getötet, stehen aber, wie einst Lazarus, vom Herrn am 4. Tag gerufen, wieder auf, um dann sichtbar gen Himmel zu fahren. Ich nehme an, dass dies im April 1983 geschehen wird, weil es die Schrift für die Mitte der 7 antichristlichen Jahre festlegt, Offb 11:1-13 Hab 3:2.
5. Die Engel
Dass die Engelwelt ein bedeutender Zeuge sein wird, sobald die Menschen zum Schweigen gebracht wurden, ist aus vielen Bibelstellen, besonders aber aus dem letzten Buch ersichtlich. Nach Mt 24:31 haben sie die Auserwählten zu sammeln, nach Offb 13:39 sind sie aber auch Schnitter, siehe Offb 14. Die bedeutendste Rolle spielen Gabriel und Michael dabei, Dan 10:13; Dan 12:1; Offb 12:7. Engel sind vor den Menschen erschaffen und haben die ganze Weltgeschichte wie ein Schauspiel verfolgt, 1Kor 4:9; 1Petr 1:12. Sie haben sowohl einen Dienst an den Heiligen, wie auch als Gerichtsvollstrecker, Hebr 1:14; Offb 1:1]], Offb 7:1, Offb 8:1; Offb 10:1, Offb 16:1, Offb 20:1.
Welche gewichtigen Zeugen sie sind, ersieht man aus Lk 12:8, wo es heißt: "Jeder, der irgend Mich vor dem Menschen bekennen wird, den wird auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen." vor allem ist immer zwischen Engeln Gottes und denen Satans zu unterscheiden, Offb 12:7b, selbst wenn Letzter sich als Engel des Lichts, als Religionsförderer (siehe Mohammed und "Gabriel") und Krankenheiler ausgeben, 2Kor 11:14.
6. Himmel und Erde
Was hat sich doch schon alles im Himmel und unter dem Himmel abgespielt - wieviel Liebe und Freude (Lk 15:10; 1Tim 3:16) aber auch wieviel unsagbares Elend, Gräuel, Hass und Leid, Hi 1:6; 1Mo 4:10; Jes 24:20. Der Hammel hat den Sohn freigegeben und die Erde Sein kostbares Blut, wie das des Abel, getrunken - sie werden deshalb zu Zeugen aufgerufen, bevor sie vergehen, wie es im Lied Moses 5Mo 32:1 und Jes 1:2 zu lesen ist. Vielmehr als die Schandtaten der Menschen werden Himmel und Erde aber die Ehre, Weisheit, Liebe und Herrlichkeit Gottes und seines Christus bezeugen, Ps 19:2; Röm 1:20.
7. Die Priesterältesten und Thronwesen im Himmel
Wie das Heiligtum auf Erden eine Nachbildung des Himmlischen ist (2Mo 25:40; Hebr 8:5; Hebr 9:23), so waren auch die 24 Priesterordnungen des Tempels, wie auch die 24 Sängergruppen in 1Chr 24 und 25 keine Erfindung Davids. sondern eine Nachbildung himmlischer Gegebenheiten, Offb 5:8+14 Gottes Wort legt Wert darauf, uns vor dem Ablauf der ganzen Endzeitereignisse die wunderbare Ordnung des Himmels mit ihren 4 Vertretern der ganzen Schöpfung und den Priesterältesten zu zeigen. Ihr Ziel ist, alles zur Anbetung zu ermuntern, Phil 2:9-11.
Das jauchzende Zeugnis aller Gläubigen wird sein:
Gott hat Sich durch Christus mit uns versöhnt, 2Kor 5:18-20; 1Jo 2:2.
Christus hat uns mit Seinem kostbaren Blut erlöst, Kol 1:14, Eph 1:7.
Christus hat uns errettet und vom Tode erweckt, 2Kor 5:21; Kol 3:1. Christus hat uns entrückt und verwandelt, 1Thes 4:17; 1Kor 15:22f.
Christus hat und gekrönt, 2Tim 2:5; Offb 5:10.
Christus hat Sich in uns verherrlicht, 1Jo 3:2; Kol 3:4.
Und immer wieder erkling es: ER hat's getan! Ps 22:32.
"Und sie sprachen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ward, zu empfangen Macht und Reichtum und Weisheit und Kraft und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis." Offb 5:12.
III. Die letzten Gerichte
"Die Töchter Judas seinen fröhlich um Deiner Gericht willen" (Ps 48:12) ist sicherlich ein Wort, das uns nur schwer eingeht. Wer aber beachtet, dass Gottes Gerichte keine Hinrichtung, sonder ein Aufrichten zum Ziel haben, versteht auch Jes 26:9: "Wo Dein Gericht im Lande geht, lernen die Bewohner der Erde Gerechtigkeit". Zumindest sollte uns klar werden, dass diese Gerichte sowohl eine gerechte wie auch heilsame Sache sind. Dann verwundert uns auch nicht mehr das dreifache "Halleluja" über Gottes Gerichte in Offb 19:1-4. Mehr als interessant ist, dass Halleluja hebräisch aus den Ziffern 6-30-30-6-10-5 besteht, und griechisch mit den Zahlen 1-60-8-30-70-400-10-1 geschrieben wird. Das sind 86 und 580, was zusammen 666 ergibt. Das Halleluja der Gläubigen wiegt alle Not des Antichristentums auf.
Vergangene Gerichte
Dass Gottes Gerichte Erbarmungen sind, das kann der Mensch - nicht einmal der fromme - recht fassen. Das größte Gericht auf dieser erde war bisher die Sintflut, so wie das letzte Gericht äonisches Feuer für die teuflische Trinität (falscher Prophet, Antichrist und Satan) sein wird. Es ist geradezu unverantwortlich, wenn wir in 1Mo 6:6 zu lesen bekommen: "D gereute es Gott, dass Er den Menschen gemacht hatte", denn Gott ist nicht ein Mensch, dass Ihm etwas gereuen müsste, 4Mo 23:19; 1Sam 15:29. Die hebräischen Worte : "waji nachäm Jahweh Ki-asah et-ha Adam" bedeuten: Und es erbarmte Sich Jahweh des Adam (Menschen), den Er gemacht hatte. Mehr als 100 mal wird nachäm als Erbarmen und trösten in der Schrift übersetzt - und da sollte es bei Seinen Gerichten anders sein?
Nach dem großen Wassergericht im Jahre 2350 v.Chr. kam die Spaltung der Erde. Es war, wie wir durch 1Mo 10:25 erfahren, bei Tode Pelegs, 339 Jahre nach der Sintflut. Der Name Peleg 80-30-3 ergibt die Zahl 113, und 3 x 113 = 339. Weiter ist beachtenswert, dass es vom Tod Pelegs, 2011 v. Chr. bis 1986 n. Chr. genau 3996 oder 6 x 666 Jahre sind. Das mag Zufall nennen, wer will, ich glaube liebe an Gottes Führung.
1986 bestätigt
Wenn das Jahr 1986 für das letzte große Gericht dieses Zeitalters feststeht, haben wir viel an Klarheit gewonnen. Da Israel seit Staatsgründung 1951, 1958, 1965 und 1972 seine Sabbatjahre feierte wird 1987 als 70 Jubeljahr die Heilszeit einleiten. Damit wird deutlich, dass der Kampf von Harmagedon kurz zuvor, nämlich 1986 sein wird. Das stimmt mit den 42 Monaten von Offb 13:5 überein, die vom Tode der 2 Zeugen, das ist April 1983, bis September 1986 laufen. Da diese 42 Monate gleich 1260 Tagen, nach Dan 12:11+12, auf 1290 und 1335 erweitert werden, reicht diese Zeit bis Oktober und November 1986.
Die Zahl 391
Wir sollten nicht übersehen, dass die Namen Moses (Zw 345) u nd Elia (46) zusammen die Zahl 391 ergeben. Es ist dieselbe Zahl die uns Offb 9:15 durch "Jahr, Monat und Tag" (360-30-1) als prophetische Gesetzmäßigkeit bekannt gibt. Vom Beginn des Verstockungsgerichtes über Israel beim Tode Usias (759 v. Chr.) bis zum Auftreten der beiden Zeugen (Herbst 1979 n. Chr.) sind es 2737 oder 7 x 391 Jahre.
Wenn Moses und Elia Frühjahr 1983 vom Tode auferstehen und selbst für die Feinde sichtbar gen Himmel fahren, geschieht zur selben stunde ein großes Erdbeben in Jerusalem Offb 11:13. Wir halten es für dasselbe, das Sach 14:4 nennt. Der Ölberg spaltet sich, damit die gläubige Schar Israels sich verbergen kann und von Gott 42 Monate (bis 1986) ernährt wird, wie es ja schon einmal durchs Manna geschah, Offb 12:14. Das erinnert uns an den Tod des Herrn, wo ebenfalls die Erde bebte und die Felsen zerrissen wurden, Mt 27:52. Jesus heißt hebräisch Jeschuah, mit den Ziffern 10-300-6-70-5, was auch 391 ergibt. Auffallend ist nun, dass es von der Berufung Abrahams (1924 v. Chr.) bis Golgatha, das meint bis zur Kreuzigung Jesu im Jahre 31 n. Chr. 5 x 391 = 1955 Jahre sind, die selben 5 x 391 Jahre aber auch von der Kreuzigung bis 1986 reichen.
Die Zeit von 391 Jahren ist auch dadurch erprobt, dass sie sich in der Geschichte der Türkei bisher wie folgt abzeichnete:
Von 1326, dem Beginn des Osmanenreiches bis 1717, der türkischen Niederlage bei Belgrad, sind es 391 Jahre.
Von 1449, dem Jahr, das sich Byzanz den Türken unterwirft, bis zum türkischen Verlust Ägyptens 1840 sind es 391 Jahre.
Von Dienstag, den 21. Mai 1453, an dem die Türken Konstantinopel eroberten, bis zum 21 März 1844, dem Duldungserlass der Türkei. sind es 391 Jahre.
Sicherlich haben wir in der Endzeit nur mit 391 Tagen zu rechnen, die nach Offb 9:12 f. die Zeit der 6. Posaune als dem 2. Wehe sein wird. Es ist ein Gericht, in dem 2000 Millionen Dämonen die Menschen quälen und der dritte Teil der Menschen durch Feuer, Rauch und Schwefel getötet wird.
7 große Gerichte
In dem Versuch, die Gerichte seit Christi Tod und Auferstehung einzuteilen, finden wir 3 Gruppen und insgesamt 7 Gerichte:
A Läuterungsgerichte
I. Selbstgericht: 1Kor 11:31; 2Kor 13:5; Kol 3:16, 1Tim 4:16; Hebr 3:13
II. Reinigung vor dem Bäma des Christus; 2Kor 5:10; 1Kor 3:11-15.
III. Darstellung vor dem Bäma Gottes, des Vaters: [[Röm 14:10[[.
B Strafgerichte
I. die 3 Gerichtskreise: Siegel, Posaunen, Zrnschalen
- 1. Siegel
- a) 4 Reiter, Offb 6:1-8
- b) Verfolgung, Offb 6:9-11
- c) Gottes Zorn wird offenbar, Offb 6:12-17
- 2. Posaunen
- a) Feuergerichte, Offb 8:6-11
- b) Verfinstesrung, Offb 8:12.13
- c) die 3 Wehe, Offb 8:13; Offb 9:21; Offb 11:14f
- 3. Zornschalen
- a) Drüse, Offb 16:2
- b) blutiges Meer, Offb 16:3
- c) blutige Ströme, Offb 16:4-7
- d) Sonnenbrand, Offb 16:8.9
- e) Verfinsterung, Offb 16:10.11
- f) Harmagedon, Offb 16:12-16
- g) Erdbeben und Versenkung Babels, Offb 16:17f.
II. Völkergericht zu Anfang der 1000 Jahre, Mt 25
III. Satans Gericht am Ende der 1000 Jahre, Offb 20:7-19
C Endgericht vor dem großen weißen Thron, Offb 20:11-15.
Die Läuterungsgerichte stellen heraus, dass es für jeden, der an Christus glaubt, keine Verdammung gibt, Joh 3:18-36; Joh 5:24; Röm 8:1 sowie 1Kor 11:32.
Die Strafgerichte kommen nach Herausforderung Gottes durch Steigerung der Sünde, Vergehen an den Gläubigen und Ausreifung des Bösen. Es wird deutlich, dass die Siegel sogenannte "Viertelgerichte" sind, die Posaunen bereits den dritten Teil umfassen. Die Zornschalen aber den vollen Grimm Gottes erweisen, Offb 14:10. Man hat die erste Strafgerichtsgruppe wohl etwas zu romantisch mit einer Konzertfolge verglichen, wobei die Siegel das Präludium, die Posaunen das Intermezzo und die Grimmesschalen das Finale bilden. Erschütternd ist, dass die schweren Gerichte der beiden Weltkriege nicht einmal als apokalyptisches erkannt werden. Dabei merkt man nicht, dass mit der Deutung: "Wahnsinn der Staatsmänner" (Wilhelm II., Hitler) jeder persönliche Verantwortung und das Erwachen zur Buße leichtfertig abgeschoben wird. Das Schlimme an unserer Zeit ist, dass es keine Sünde und keine Sühne mehr gibt, Offb 9:20. Selbst ein Terrorist, der mehrere Menschenleben auf dem Gewissen hat, wird reich belohnt, wenn er genügend Geiseln hat; doch selbst noch als Gefangener geht er straffrei aus, wenn er zum Denunzianten ("Kronzeugen") wird.
Die Siegel-, Posaunen- und Schalen-Gerichte können aber auch durch den technischen vergleich mit einer Trägerrakete verständlich werden. Sie sind 3 Treibsätzen mit immer stärker werdender Schubkraft ähnlich, wobei das 7. Siegel aus 7 Posaunen und die 7. Posaune aus den Grimmesschalen besteht. Erst die 7. Zornschale erreicht das Ziel: Die Zerschlagung alles dessen, was Babel als Kultur, System und Weltstadt bedeutete, Offb 16:17. Da die 7. Zornschale in die Luft ausgegossen wird, hat sie alle irdische Schwerkraft bereits überwunden und endet im Reiche Gottes, Offb 19:6.
Wir nehmen die Zeitenfolge für die 3 Gerichtsgruppen wie folgt an: Die 6 Siegel, beginnend mit dem Welteroberungsreich des weißen Reiters, der den 1. Weltkrieg auslöst, bis zum Sturz des Bolschewismus und erstem Auftreten des Antichristen, sind die Jahre von 1914 bis 1977. Die Engelposaunen dürften dann etwas von 1978 bis 1985 ertönen. Die Plangen könnten die letzte halbe Zeit des Antichristen oder auch 7 Monate des Jahres 1986 umfassen.
Wenn dem so ist, wäre bei den genannten GErichten von Offb 6-16 nicht allein die "Schubkraft" ständig gesteigert, sondern auch die dafür benötigte Zeit reduziert: Die 6 ersten Siegel dauern 9 x 7 Jahre, das 7. Siegel mit den Posaunen 1-6 noch 7 Jahre, die 7. Posaune, dagegen "nur" 7 Monate. Wir behaupten nicht, dass alles nur so verstanden werden dürfe, sondern, dass es etwa so ablaufen könnte.
"Pluralistisch"
Natürlich hat man die letzte Zeit mit ihren Gerichten sehr verschieden gedeutet. Eine ganz andere Darstellung haben wir in dem sonst schönen, und leicht verständlichen "Bibel-Panorama! (Telos-Buch 1974). Hier ist die Endzeit das 6. Zeitalter und wird von der Kreuzigung bis zur Entrückung mit "Gnade" überschrieben, heißt aber von da bis zum Völkergericht (Mt 25) "Trübsal). Dass dann nach amerikanischer Regie alles von Offb 6-19 in nur 7 Jahren ablaufen soll, ist keine Überraschung mehr für den, der diese Bücher kennt. Bedauerlich erscheint mir, dass man die bereits vorliegende und für die Gemeinde und Israel sich immer mehr steigernde Trübsal nicht bemerkt. Noch trauriger, wenn nicht bestürzend, ist die Annahme, dass der große Abfall, (der schon jetzt fast nicht mehr zu überbieten ist), erst mit der Entrückung der Gemeinde anfangen soll. - Kein blindes Dogma, aber blinde Blindenführer, Mt 15:14.
Auch über das Endgericht gibt es viele falsche Vorstellungen. Manche dnken, dass dort nur mit Verdammnis zu rechen sei. J o s e f K a u s e m a n n vom Missionswerk Heukelbach schreibt aber hier richtig: "Wenn von vorherein feststünde, dass niemand von denen, die dort erscheinen müssen, im Buch des Lebens sünde, so wäre es ja unnütz, dass dieses Buch geöffnet würde."
Ganz unnütz wäre es aber auch, erspähen zu wollen, wie viele dann noch gerettet werden. Der Herr sssagt auf diese Frage: "Ringet danach, durch die enge Pforte einzugehen!" Lk 13:23. Spekuliere nicht auf die letzte Gelegenheit, sondern komme h e u t e zu Christus, denn Er ist auch heute bereits der Eingang ins Leben!
Der größte Trost bezüglich der schweren Gerichte ist die Tatsache, dass niemand anders als das Lamm, das für die Sünde der Welt gelitten hat, die Siegel öffnet und die Durchführung dieser Gottesgerichte überwacht. Jesus Christus hat es Selbst gesagt, Er verdammt niemand, er zu Ihm kommt (Joh 8:11; Joh 6:37), weil Er ja auch als Erlöser auf unsere Erde kam, Joh 3:17; Joh 12:47. Das ist jedoch auf keinen Fall ein Grund, dem alleinigen Erretter gegenüber gleichgültig zu sein, Lk 19:27.
IV. Die letzten Zornträger
Wir alle hatten Gottes Zorn verdient. Deshalb schreibt Paulus: "In der Vergangenheit wart ihr tot. Denn ihr wart Gott ungehorsam und habt gesündigt. Ihr habt dem Herrscher dieser Welt gehorcht, der sein Reich zwischen Himmel und Erde hat. Die Menschen, die sich Gott nicht unterordnen, stehen noch jetzt in seiner Gewalt. Wir alle haben früher wie sie gelebt und uns von unseren selbstsüchtigen Wünschen leiten lassen. Wir haben getan, was unsere Triebe und unser Eigenwille verlangten. Denn wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen Menschen. Aber Gott, der reich ist an Erbarmen, hat uns die ganze Fülle Seiner Liebe geschenkt." Eph 2:1-4. Welch ein Trostwort, dieses "wir w a r e n "! In dem gleichen Sinne lesen wir da über Juda: "Der Herr ist. zornig g e w e s e n über eure Väter" Sach 1:2. Nicht weniger beglückend ist auch Jes 54:8 "In Zorneszucken barg Ich Mein Antlitz, ein Nu vor dir; in ewiger Treue lieb Ich dich!" Gottes Zorntage sind kurz und auf das genaueste abgezählt, weshalb Jes 61:2 vom "Jahr des Heils" und dem "Tag der Rache" spricht.
In Dan 8, dem Kapitel, das von der Zeit des letzten Zornes spricht, lesen wir: "Ich hörte einen Heiligen reden; und ein Heiliger sprach zu dem wunderbaren Zähler der da redete: Wie lange soll doch währen ... dass beide, das Heiligtum und das Heer zertreten werde?" Dan 8:13. Der Heilige der da redet, weil Er allein das Recht zu reden hat, ist Christus, der uns außerdem zu Heiligen macht Joh 17:19. Wenn ein Heiliger Ihm als den wunderbaren Zähler (hebr palmoni) fragt, wie lange alles dauert, so ist ihm klar, dass nur Christus diese Zeit weiß. Die Antwort ist eine doppelte: 2300 Tage (und Jahre) und 216 Jahre. Die eine Zahl steht in Dan 8:14 und die andere ist die Summe des Wortes palmoni, mit den Ziffern 80-30-40-6-50-10, was zusammen 216 oder 6 x 6 x 6 ergibt.
Die 2300 Tage (abend-Morgen) sind in der Endzeit 6 Jahre (zu 365 Tagen) und 110 Tage. Es könnte die Zeit vom 7. September 1980 bis 24.Dezember 1986 (Vorabend des Chanukkafetes) sein.
Mit den 216 Jahren sind unzweifelhaft die Jahre der geflügelten Löwin in Dan 7:4 im Einklang, wie arjeh (1--200-10-5) dieselbe Zahl ergibt. Es ist wie in "Enthüllte Endzeit" (S. 63 f) erklärt wird, die Zeit Englands von der Einverleibung Kanadas und Indiens bis zur Herrschaft des Antichristen, das meint von 1764-1979.
7 besondere Zornträger
1. Satan
Dieses Wort hat die Zahl 359 (300-9-50) was 1 mehr ist als Messias (358), weil gerade das Vergehen Satans war, das er sich über Chridtus erhob. In 1Chr 21:1 lesen wir: "Und der Satan stand wider Israel und reizte David"; dieselbe Geschichte beginnt aber in 2Sam 24:1 mit den Worten: "Und der Zorn Jahwehs ergrimmte über Israel und er reizte David ..." Weil Gottes Zorn nur kurz ist, deshalb ist auch die Herrschaft Satans bald beendet.
2. Alle Heuchler
Nichts ist so widerlich wie ein Heuchler; er gehört. zu denen, die die Wahrheit durch fromme Lüge in Verruf bringen. "Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten." Röm 1:18. Die falschen Anbeter, nämlich die des Tieres, sind es, die Gottes u neingeschränkten Zorn zu spüren bekommen, Offb 14:9-11.
3. Der Stamm Dan
Die Erwähnung dieses Volksstammes mag viele verwundern, denn schließlich gehört er zum auserwählten Volk. Doch hören wir seine Geschichte. Der Erzvater war selbst gegenüber seiner geliebten Rahel einmal sehr zornig; es war, als sie trotzig einen Sohn von ihm forderte, da Gott ihr, im Gegensatz zu ihrer Schwester Lea, den Kindersegen versagt hatte, 1Mo 30:2. Da griff sie zu einem damals zwar legitimen, aber doch fraglichem Mittel. Ihre Magd Bilha musste für sie gebären." Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn. Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhört und mir einen Sohn gegeben. Darum hieß sie ihn Dan." 1Mo 30:5.6
10 Verfehlungen des Stammes Dan
a) Der untergeschobene Sohn
Rahels eigenwilliges Handeln wird schließlich noch als gottgewollter Weg ausgelegt. Der Name soll es verbürgen: Gott hat meine Sache gerichtet. So wird einmal der Antichrist alle Eigenmächtigkeiten als Gottes Wille ausgeben. Eigenwille ist Götzendienst - so wie Rahel ihres Vaters Götzen stahl, 1Sam 15:23, 1Mo 31:19.
b) Der erste Lästerer
Wenn, wie 3Mo 24:10f berichtet, aus Dan der erste Lästerer kommt, ist nach dem Gesetz der Entsprechung auch der letzte Lästerer aus Dan, Mt 20:16.
c) Vernachlässigung des Erbteils.
Gott hatte Dan das 7. Los mit einem Gebiet bis nach Jaffa zugewiesen, aber die Daniten nahmen es nicht in Besitz, Jos 19:40-74a.
d) Eroberung auf eigene Faust
Der Stamm Dan zog "hinauf", eroberte die ihm nicht zugewiesene Stadt Leschem und nannte sie "Dan", Jos 19:47.
e) Dem befohlenden Kampf ausgewichen
Der sonst kriegslustige Stamm Dan hilft den bedrängten Brüdern nicht im Kampf, sondern weilt auf Schiffen. Er macht Eroberungen im Mittelmeerraum, Ri 5:17. Aus Odysseus war einer Danaer.
f) Der erste götzendienerische Stamm. Die eigenmächtigen Eroberungen führten dahin, dass der Stamm Dan sich einen eigenen Götzen erwählte, Ri 18:13-31.
g) Der zuchtlose Richter
Der Vater Jakob hatte geweissagt: "Dan wird Richter sein", 1Mo 49:16. Das wurde mit Simson (kleine Sonne) Wirklichkeit. Seine Liebe zu den Frauen der Philister verdarb sein Leben. Er ist in vielem ein Abbild des Antichristen, Ri 13-16.
Simson stellt aber auch das ungläubige Israel der Endzeit dar. Röm 11:25 spricht von der Teilblindheit (eigentl. Verhärtung) Israels. Wer immer wieder auf die verfluchten Juden hinweist, sollte doch auch 5Mo 27:18 bedenken: "Verflucht ist, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!" Wieviel mehr sind dann noch die verflucht, welche das Unrecht der Palästinenser, der modernen Philister, trotz Sach 2:12 unterstützen. Man hat Israel auch alle Verheißungen "abgeschoren" - aber die Haare sind wieder gewachsen, und Simson fühlt sich wieder stark. Die Feinde Israels bereiten ihrem, dem Völkermeer entstiegenen Gott Dagon, ein Fest, und Israel soll selbstverständlich aufspielen. Dagon bedeutet "Wachstum" und hat dieselbe Zahl 63 wie Abbadon " Verderber" (Siehe auch Apllo-Raketen, Offb 9:11). Von dieser internationalen Party - es könnte eine UNO_Versammlung mit Arafat sein - berichtet nun Ri 16:26: "Simson aber sprach zu dem Knaben, der ihn bei der Hand leitete: Lass mich, dass ich die Säulen taste, auf welchen das Haus steht, da ich mich dranlehne." Das ist der 466. Vers des Richterbuches. Der Knabe, der das heutige Israel leitet, ist Herzl politischer Zionismus die beiden Säulen, auf denen das jetzige Gefüge ruht, sind die Großmächte von Ost und West, oder mit Dan 8 gesprochen, Widder und Ziegenbock, nämlich "Meder und Perser", wie auch "Jawan". In Zahlen ausgedrückt ist das 54+6+340+66 = 466. "Simson aber rief Jahweh an", mit diesen Worten ist das Ende der Schmach und des ungläubigen Israel gekommen. Es findet wieder seinen Lebensbaum (dieser hat die Zahl 233), denn 466 = 2 x 233. Ost und West aber brechen zusammen; der 3. Weltkrieg verschüttet alle Herrlichkeit dieser Welt.
h) Das goldene Kalb in Dan
Als sich 10 Stämme bei Salomos Tod (978 v.Chr.) von Juda trennten, führte Jerobeam in Bethel und Dan den Kälberdienst, wie einst in der Wüste ein, 1Kö 12:19. Das Nordreich Israel aber bestand nur 256 = 16 X 16 Jahre.
i) Daniten bei der Kreuzigung Jesu Unser Heiland wurde von der syrischen Kohorte misshandelt, Mt 27:27-31. Dieses Syrien wird in 5Mo 33:22 Basan genannt. Deshalb ist Dan ein junger Löwe, herausspringend von Basan. Auch Ps 22 bezeugt: "Starke von Basan haben mich umringt ... gleich reißenden und brüllenden Löwen", Ps 22:13.14.
k) Aus Dan kommt der Antichrist
"Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege, und eine Otter auf dem Pfad", so wussste es Jakob und deshalb der Aufschrei: "Herr, ich warte auf Dein Heil (wörtlich deinen Jesus, bebr. Jeschuah), 1Mo 49:17.18.
4. Hitler
Steht Hitler überhaupt in der Bibel? Sein Name nicht. Auch P e t e r B a m m (eigentlich Dr. med. Curt Emmrich 1897-1974) hat in seinem Lebensrückblic "Eines Menschen Zeit" seitenlang über Hitler geschrieben, ohne diesen Massenmörder aus Prinzip auch nur ein einziges Mal bei Namen zu nennen. Es wäre sehr seltsam, wenn die Schrift über den bisher größten Judenmörder nichts vermeldetet. Sein Name ergibt hebräisch geschrieben, mit den Ziffern 1-4-30-80 + 5-9-30-200, also 359, denselben Zw wie Satan!
Bereits 1956 war mir bewusst, dass Hitler ein Verbrecher war, und ich fand ihn durch die Menge-Übersetzung auch in der Bibel. Dort lesen wir in Pred 4:13-16: "Ein armer, aber weiser Jüngling ist mehr wert als ein alter, aber törichter König, der keine Warnung mehr annimmt. Denn aus dem Gefängnis gelangte er auf den Thron, obgleich er unter der Regierung jenes in Armut geboren war. Ich sah alle Lebenden, die unter der Sonne wandelten, die Partei des Jünglings ergreifen, des zweiten, der an jenes Stelle treten sollte. Endlos war die Menge aller derer, die ihn sich zum Führer erkoren hatten. Gleichwohl freuten die Späteren sich seiner nicht mehr. So war denn auch das Eitelkeit und ein Haschen nach Wind." Wir werden im nächsten Kapitel (das letzte Weltreich) mehr über ihn hören.
In Sach 8:13 steht das hochbedeutsame und doch so eigenartige Wort: "Wie ihr vom Haus Juda und vom Hause Israel seid ein Fluch gewesen unter den Nationen, so will ich euch erlösen, dass ihr sollt ein Segen sein." Nicht nur K a r l M a r x, sondern auch Stalin und Hitler waren jüdischer Abstammung! Das schmerzt uns zu schreiben, aber um der Wahrheit willen muss es heraus - sogar die ganze führende Nazischicht war mit jüdischen Blut verbunden. Diese fast. unglaubliche Überraschung ist keine abwegig Vermutung, sondern durch viele Hinweise gedeckt. In seinem Buch "A d o l f H i t l e r - Begründer Israels" (Marva, Genf 1974) schriebt Kardel (S. 7): "A d o l f H i t l e r, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Enkel des Juden Frankenberge". Keine Wahrscheinlichkeit ist, dass Hitler von seiner jüdischen Herkunft wusste, was auch sein Rechtsanwalt in der Kampfzeit, H a n s F r a n k , angesichts des Galgens vor dem Nürnberger Militärtribunal bestätigte. Tatsache ist auch, dass der jüdische Rechtsanwalt und Notar Frankenberger in Linz 14 Jahre für A l o i s S c h i c k e l g r u b e r, später Hitler, Alimente zahlte. Allerdings wurde auch Dr. Hans Franks Vater als Jude von der Bamberger Anwaltskammer ausgeschlossen - ein peinliches Versehen!
Hitlers geistiger Ziehvater in Antisemitismus, J o s e f L a n z, Herausgeber der "Ostara"-Hefte, hatte eine jüdische Mutter (geb. Hopfenreich), und war mit der Jüdin Liebenfels verheiratet. Ebenso war auch Hitlers Mentor und eigentlicher Parteigründer, G o t t f r i e d F e d e r, durchaus nicht "rasserein". Hitler Freundin und spätere Fra, E v a B r a u n, war ebenso von jüdischer Beimischung wie sein Freund, Dr. E r n s t H a n f s t a e n g l, genannt Putzi. Einwandfreier Vollljude war auch A d o l f E i c h m a n n. Teiljüdischer Abstammung waren der stramme R e i n h a r d H e y d r i c h, dessen Vater anfänglich noch B r u n o S ü ß hieß, wie auch H i m m l e r , der von Heydrich behauptete, er haben den Juden in sich überwunden. G o e b b e l s stammte, obwohl er katholisch war, von spanisch-holländischen Juden ab.
D i e t r i c h B r o n d e r schrieb 1964 das Buch "Bevor Hitler kam", in dem es S. 204 heißt. "Selbst jüdischer Abkunft, bzw. mit jüdischen Familien verwandt waren: der Führer und Reichskanzler A d o l f H i t l e r; seine Stellvertreter, die Reichsminister R u d o l f H e s s und Reichsmarschall H e r m a n n G ö r i n g; die Reichsleiter der NSDAP G r e g o r S t r a s s e r, Dr. J o s e f G o e b b e l s, A l f r e d R o s e n b e r g, H a n s F r a n k, und H e i n r i c h H i m m l e r; die Reichsminister von R i b b e n t r o p, J o r d an und W i l h e l m K u. be,; die hohen SS-Führer R e i n h a r d H ey d r i c h, E r i c h von dem B a c h - Z e l ew s k i. und von K e u d e l II." Auf der weitergehenden Liste steht auch Generalfeldmarschall Milch. Wie bei ihm, mussten natürlich auch die SA- und SS-Führer, P f e f f e r von S a lo o m o n und L e o p o l d von M i l d e n s t e i n, "arische" Namen sein.
G e r h a rd K e s s l e r schrieb sogar noch 1935, also bereits im "Dritten reich", über "jüdische Namen": "Hess, Stammesname eines Zugewanderten; Rosenberg, aus dem ostdeutsch-slaviichen Kolonialraum; Frank, Stammesname eines Zugewanderten; Ley, Abschleifungsform von Levy..."
Das Hitler sich nicht nur im jüdischen Selbsthass übte, sondern auch Christi Stelle einnehmen wollte, geht aus einer Rede vom 18. Dez. 1926 hervor. "Christus war der größte Vorkämpfer im Kampf gegen den jüdischen Weltfeind. Das Werk , das Christus angefangen, aber nicht beenden konnte, werde ich zu Ende führen."
5. Gog von Magog
Wenn wir auch die Person und ihren Namen noch nicht kennen, denn Gog ist ein Titel (wie Zar, aus Cäsar und hebr. SsaR ? Fürst, siehe Sarah = Fürstin), so wissen wir von diesem Gog doch, dass es sich bei ihm um den Chef sowohl des Warschauer Paktes wie auch der Sowjetunion handelt. Lenin, Stalin und Chruschtschow waren seine Vorläufer. Zur gleichen Zeit, da England die Balfour-Erklärung abgab und Jerusalem eroberte, stieg auch der bolschewistische Bär aus dem Blutmeer der russischen Revolution. Gott hatte bisher viel Geduld mit den marxistischen Mördern, und Auch der listige Bär war trotz seiner gewaltigen Stärke bisher äußerst misstrauisch und vorsichtig. Er holte sich bei Polen und dem Hitler-Pakt anfangend, mit Ungarn und der Tschechoslowakei nur die Stücke, die seinen Pelz nicht versengten. Da Blut gierig macht, wird das viel-Fleisch-fressende Ungeheuer auch auf die Berge Israels kommen, obwohl dort keineswegs Milch und Honig fließt. Dann aber erfüllt sich: "Und sein wird's an jenem Tag, dem Tag, da Gog herankommt auf den Boden Israels, ist der Spruch Gottes, des Herrn, da steigt mein Grimm empor in Meinem Angesicht, und - in Meinem Eifer, im Brand Meines Zornes, rede Ich's - an jenem Tage wird ein gewaltiges Beben kommen über Israels Boden!" Hes 38:18.19.
6. Der Antichrist
Wird Satan als Gottes Zorn bezeichnet, so ist der Antichrist, mit seiner jüdischen Mutter und seinem Vater aus Dan, die menschliche Verkörperung dieses Zorns. Er hat bereits so viele Vorläufer, dass sie kaum zu zählen sind, was ebenfalls die Mitternachtsstunde bestätigt, 1Jo 2:18. Hildegard von Bingen, die 1179 (also genau 800 Jahre vor dem Auftreten des Antichristen) mit 82 Jahren starb, schreib über ihn: "Er ist die schlimmste Bestie. Die Menschen, die ihn nicht anerkennen, tötet er. Könige, Herzöge, Fürsten. und Reiche wird er sich verbinden (heute würde man Präsidenten, Generäle, Minister und Kapitalisten sagen) und sich den Erdkreis mit Teufelslist unterwerfen. Seine Macht erstreckt sich bis auf den Ursprung der Winde, so dass er scheinbar die Luft in Bewegung bringt, Feuer vom Himmel ruft, Blitze, Donner und Hagel herniederfahren lässt ... Sehr viele gewinnt er dadurch, dass er sie auffordert frei nach ihrem Willen zu handeln. Er spricht: Wer sich zu mir bekehrt, dessen Sünden werden getilgt und er wird mit mir leben in Ewigkeit." An die Stelle von Sündenvergebung ist heute der Begriff Psychotherapie getreten!
Als Ergänzung des Antichristen ist natürlich auch der falsche Prophet zu nennen. Er bereitet seinem "Herrn" den Weg und teilt schließlich auch sein Schicksal, Offb 19:20. Wie Napoleon sein Waterloo erlebte, Kaiser Wilhelm II. sein Verdun, und Hitler sein Stalingrad, so wird der Antichrist sein Harmagedon erleben.
7. Der Tod
Der letzte Feind, und deshalb auch der letzte Zornträger Gottes, ist nicht Satan oder der Antichrist und auch weder Gog noch ein Engel, sondern der Allesbegehrer Tod, 1Kor 15:26. Es ist eine arge Verkennung, ihn als Freund Hein z u bezeichnen, denn er versucht die Menschen von Christus, dem Leben , zu trennen, was ihm bis zum tage des Gerichts allerdings nur mit den Ungläubigen gelingt, Röm 8:38.39. Und gerade dieser hartnäckige Feind wird "verschlungen in den Sieg"! 1Kor 15:55.
V. Das letzte Weltreich
- "Wir stolzen Menscheninder sind eitel arme Sünder,
- und wissen gar nicht viel.
- Wir spinnen Luftgespinste, und suchen viele Künste,
- und Kommen weiter nur vom Ziel."
Das ist auch oft der Grund, weshalb das prophetische Wort für viele immer noch so verwirrend ist. Anlass genug, sich mit M a t t h i a s C l a u d i u s (1740-1815) unter dem "wir" zu beugen. Auch über das letzte Weltreich bestehen. unter denen, die das prophetische Wort lieben, beträchtliche Meinungs-Unterschiede. Einige sehen darin das Papsttum, viele das "wiedererstandene" Römische Reich, die meisten aber die EWG, als die angeblichen 10 Hörner des 4. Tieres von Dan 7. Interessant und beachtlich wäre es natürlich, wenn das noch ausstehende 10. Mitglied Israel würde, obwohl sich Griechenland schon anmeldete.
Man kann noch so deutlich darauf hinweisen, dass Dan 7 auf keinen Fall eine Wiederholung von Dan 2 ist, und deshalb auch nicht mit Babel beginnt, wie es Coccejus (1603-1690) Graf Gelesnoff (1877-1921) und A. E. Knoch (1874-1965) getan haben, die "fromme" Trägheit bleibt dennoch eisern dabei.
Rom kann nicht das letzte Weltreich sein, von dem gesagt wird. "Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist nicht und wird wiederkommen aus dem Abgrund", Offb 17:8. Zur Zeit des Johannes hat dieses Reich also nicht bestanden, sondern sollte wiederkehren - Rom aber war seit der Zeit Jesajas einmal stärkere, mal schwächere Macht im Völkerkampf Dass Rom auch bis zum Ende ein Bestandteil der Weltpolitik bleibt, wird uns in Dan 2:41 zugesichert: "Doch wird von des Eisens Art darin bleiben". Das päpstliche wie auch das heidnische Rom, und darum wie auch die in. Rom geschlossenen Verträge der EWG, spielen im Kampf gegen Jerusalem zwar eine nicht unbedeutende Rolle, aber sie sind nicht das antichristliche Weltreich.
Eine Übersicht
Damit der Leser folgen kann, möchten wir zuerst eine Gegenüberstellung des Standbildes und der Tiere bei Daniel geben.
Dan 2 zeigt uns:
- im goldenen Haupt das babylonische Reich
- in der silbernen Brust Medien und Persien
- im kupfernen Bauch die mazedonisch-griechische Macht
- in den eisernen Beinen das zuerst einige, dann in West und Ost aufgeteilte römische Weltreich.
- Die Zehen aus Eisen und ton sind die von Israel und Rom durchsetzten Nationalstaaten in der Endzeit.
Dan 7 zeigt uns
dass 216 Jahre vor dem Antichristen eine neue Weltmacht aufkommt, der aber in rascher Folge sich 3 andere anschließen:
- das Britische Commonwealth, der Löwe mit Flügeln,
- das bolschewistische Russland, der gefräßige rote Bär,
- der behende (geflügelte) und weltweite (vierköpfige) amerikanische Panther,
- sowie das unbeschreibliche Völkergremium UNO, uneinige Vereinte Nationen.
Damit ist der Lauf der ganzen Geschichte von Nebukadnezar (mit dem die Zeit der Nationen für Juda beginnt) bis zum Antichristen in wenigen Bildern, Worten und Zahlen, mit nur einer Ausnahme, treffend dargestellt. Dies Lücke wird in Dan 8 ausgefüllt.
Auf der Suche
Es ist nun eine eigenartige Sache mit Dan 8 in Dan 8:15 ist es der präexistente Herr Jesus selbst, der Gabriel befiehlt: "Lege diesem (Daniel) das Gesicht aus, das er's verstehe!" Wir trauen es Gabriel zu, dass er dies auch fertigbrachte. Dennoch heißt es zum Schluss: "Und niemand war, der Mir's auslegte", Dan 8:27. Gerade dieser Tatbestand macht den Schluss des sonst so trefflichen J a k o b K r o e k e r unmöglich: "Wenn der Engel Gabriel hier darauf hinweist, dass es sich im Gesicht um die 'Endzeit' und um den 'Endtermin" des Zornes handelt, so sind die Begriffe vom Ende nur relativ zu fassen. In diesem 'Ende' handelt es sich wie aus dem ganzen Gesicht hervorgeht, nicht um das Ende der Geschichte." Da kann man nur "schade" sagen! Daniel hatte gut die Erklärung über Persien und Griechenland mit dem kleinen Horn (Antiochus Epiphanes) verstanden, aber er wusste, dass sie nur Typen für das endgeschehen waren. Dan 8 barg das Geheimnis des Endes: "Begreife, du Menschensohn, denn dieses Gesicht gehört in die Zeit des Endes". "Aber du sollst das Gesicht heimlich halten, denn es ist noch eine lange Zeit dahin", nämlich 2300 Jahre!, Dan 8:14.17+26. Daniel musste sich damit abfinden: "Gehe hin, Daniel; denn es ist verborgen und versiegelt, bis auf die letzte Zeit", Dan 12:9.
Die Erklärungsversuche blieben, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, bis auf den heutigen Tag kläglich. Außer Persien und Griechenland ist in Theologischen Büchern nichts zu finden.
Um das Jahr 1920 kam ein Schweizer Bauer auf den Gedanken, Dan 8 müsse für unsere Zeit geschrieben sein. Der Widder sei Deutschland-Türkei und der Ziegebock Amerikas Präsident Wilson, der die Erde nicht berührte, weil seine Truppen per Schiff kamen. Deutschland wurde besiegt und die Türkei verlor Jerusalem. Aber die USA zerbrach nicht in 4 Teile.
Trotz dieses nicht beachteten "Schönheitsfehlers" mehrten sich die Auslegungen bezüglich USA = Ziegenbock. Anstelle der Schiffe kamen nun Flugzeuge und Raketen ins Gespräch, und der Gegner Widder war nicht mehr Deutschland-Türkei, sonder Russland-China oder auch Japan-China. Die Amerikaner haben Japan ja auch tatsächlich durch 2 Atombomben zu Boden geschlagen.
Daniel 8 sagt sehr viel
Dan 8 gibt zuerst eine Einführung durch Angabe von Zeit und Ort der Weissagung, beides ist wichtig. Daniel hatte das Gesicht 1 Jahr vor der Eroberung Babels, 540 v. Chr. In der Sommerresidenz Susa wurde er an den Ulai versetzt.
In den Versen Dan 8:3-14 werden dem Prophheten die nächsten 400 Jahre Atlertumsgeschichte gezeigt. In Dan 8:15-25 folgt dem symbolischen Bild vom unterschiedlich gehörnten Widder und dem einhörnigen Ziegenbock die Auslegung: "Der Widder sind die Herrscher von Medien und Persien, der Ziegenbock ist der Herrscher von Jawan (Griechenland), das große Horn ist sein erster (und einziger) König (Führer). Dass dieses Horn zerbrauch und dafür 4 ansehnliche HÖrner aufkamen, bedeutet, das 4 Mächte dieses reich übernehmen. Am Ende ihrer Herrschaft, wenn die Abtrünnigen überhand nehmen, ersteht unter ihnen ein winziges Horn, das, mächtig an Kraft, erstaunliche Verwüstung anrichtet. "
Die Geschichte ist so verlaufen. Babylonien wurde durch die Perser besiegt, die ihre Herrschaft von Ägypten bis Indien ausbreiteten. Dann kam Alexander mit seinem 12-jährigen Weltreich, das durch seinen frühen Tod mit 33 Jahren in die 4 Diadochenreiche zerfiel. Das dadurch entstanden Seleukidenreich (Syrien), das mit den Ptolemäern (Ägyptern) rivalisierte, brachte jenen Prototyp des Antichristen, Antiochus Epiphanes, hervor. Er verwüstete das Heiligtum Israels in Jerusalem 2300 Tage, wie es Dan 8:14 voraussagte.
Schon allein das eine, mit "Griechenland" übersetzte Wort "Jawan" erzählt Bände, wenn man beachtet, worauf uns D i e t e r B r a u n, der Herausgeber des "Morgenland", aufmerksam machte: Der Ziegenbock in Dan 8 zeigt Anfang und ende der gegen den Osten kämpfenden Weltmacht Europa/Amerika. Das hebräische Wort Jawan hat 3 Buchstaben; das kleinste und längste Zeichen des Alphabets (mit den Zahlen 10 und 50), und dazwischen das Pfahlzeichen Waw mit der Zahl 6. Der erste Darsteller Europas ist der kleine Anfang unter Alexander, der 10 Jahre Krieg führte (vom Granikos 334 bis zum Indus 325 v. Chr.) Den Abschluss des gegen den Osten kämpfenden Westen bildet sowohl Hitler, der 6 Jahre Krieg führte (von Warschau 1939 bis Berlin 1945, und 6 Millionen Juden umbrachte), wie auch die USA, durch den 3. Buchstaben und die längste Ausdehnung nach Westen dargestellt; Amerika, das seine 50 Bundesstaaten 1950 (Koreakrieg) zum ersten mal gegen den Osten führte und den Abschluss im 3. Weltkrieg bildet. Soviel steckt allein schon in dem kleinen Wörtchen Jawan, wenn man seine Zeichensprache beachtet. Aus alledem ist zu lernen: "Das Ende hat seine (von Gott) bestimmte Zeit", Dan 8:19. Weiterhin ist alles, was Persien und Griechenland betrifft, eine sehr genaue und oftmals bis ins Einzelne gehende Vorschattung der Enderfüllung in unseren Tagen. Sobald Russland sich anschickt, Israel zu überfallen, beginnt die Zeit des letzten Zorns (Dan 8:19; Hes 38:17-19), der dann in den Plagen von Offb 16 und dem Untergang des letzten Babel (Offb 17 und Offb 18) endet.
Die Übertragung auf unsere Zeit
Wir leben in einer Zeit, in welcher der Antichrist bereits geboren ist, was dadurch unterstrichen wird, dass auch Syrien und Ägypten, die rivalisierenden Mächte zur Rechten und Linken Israels, vorhanden sind. Da der Antichrist als das kleine Horn von Dan 8 erst nach der Vierteilung des Ziegenbocks auftritt, muss diese Enderfüllung bereits stattgefunden haben. Wenn der Antichrist demnächst offenbar wird, sind wir ja bereits bei Dan 8:9 und Dan 8:22-25.
Drei Dinge erscheinen mir erforderlich, um in dieser Endzeit den tieferen Sinn von Dan 8 zu erfassen: Abkehr von der irreführenden Tradition, die heute noch Daniel so auslegt, wie Hiiplyt im Jahre 203 n. Chr.
Hinkehr zum Grundtext unter Ablehnung aller zersetzenden Bibelkritik, die Beachtung des ganzen Wortes, also auch der genannten und in den Buchstaben verborgenen Zahlen, als die doppelte Bestätigung der Botschaft Gottes.
Zwei Blöcke
Israel steht zwischen zwei Blöcken: Deutschland / Amerika auf der einen. und Russland / Araber auf der anderen Seite. Diese beiden Fronten, mit Jerusalem in der Mitte, kennzeichnen nicht nur die machtpolitischen, sondern auch die geistigen Kämpfe unserer Tage. Uns Kenntnis über den verlauf und Ausgang dieser gewaltigen Auseindersetzungen zu geben, das ist die Lücke, die Dan 8 zu schließen hat.
Im Winter 1968 hielt Pfarrer P. Bürki in den Kirchen Sigriswil und Merlingen (Schweiz) zwei Predigten, die sich mit Dan 8 beschäftigten. Interessant ist, dass Pfarrer Bürki dieses Kapitel in Verbindung mit einer Erfüllung von Hes 38. und der Öffnung des 6. Siegels sieht, wir in wir ihm voll und ganz zustimmen. Er sagte dabei wörtlich: "Nach meiner Erkenntnis müssen wir heute im zweigehörten Widder das marxistisch-leninistische Russland sehen. Im Ziegenbock dagegen spiegelt sich die westliche Staatengruppe wieder, unter Anführung der Vereinigten Staaten." Er sprach weiterhin über die "politische Zweiteilung der Welt. Zwei Supermächte stehen einander gegenüber, das kapitalistische gegen das kommunistische Weltsystem."
Auch von dem Architekten A r t h u r M u h l (ebenfalls ein Schweizer) ist seit Jahren USA als Ziegenbock und Russland China als Widder gedeutet worden.
Wir sehen hier wertvollen Ansätze, die aber des Ausgleichs und der Ergänzung bedürfen. Unsere heutige Lage ist die Folge des Zweiten Weltkriegs, der durch Hitler ausgelöst wurde. Seitdem ist die Welt, ob Sieger oder Besiegte, aufgeteilt in Rechts und Links, Ost und West, kapitalistisch-sozialistisch, nationalistisch-marxistisch.
Alexander als Schattenbild
Ohne Frage stellt der Ziegenbock in Dan 8 den Westen und der Widder den Osten dar. Es ist auch ganz eindeutig, dass der Widder aus 2 Mächten besteht, die Israel in der Endzeit bekämpfen, denn Dan 8 schildert ja die Bedrohung des Heiligtums durch beide, den Ziegenbock und den Widder. Dass Russland und die Araber Feinde Israels sind, muss nicht weiter beweisen werden, wird aber dennoch durch Ps 120:5 bestätigt. Den ersten Kampf des Westens gegen Russland führte nicht Amerika, sondern Deutschland. Zuerst unter Wilhelm II. dann unter Hitler, heute sind ein Teil der Deutschen verbündete der Amerikaner, die in diesem Kampf das Schlusslicht bilden. Vielleicht ist es sogar Präsident Ford, denn Ziegenbock (tragos = 300-100-1-3-70-200) ergibt ebenso 674 wie Ford (500-70-100-4) mit griechischen Buchstaben geschrieben.
"Der Ziegenbock ist der König von Jawan" erklärte der Engel Gabriel, und damit war Alexander d. Gr. ein Schattenbild. Auf wen?
Es muss ein Mann sein,
- der ein neues Reich schuf, das nach Dan 2:39 das "dritte Reich ist,
- diesem Reich als einziger Herrscher vorstand,
- 12 Jahre über sein Volk herrschte,
- einen großen und verbitterten Krieg gegen den Osten führte, von Sieg zu Sieg schritt,
- dessen Macht zerbrach, da er am höchsten stand,
- dessen Teich in 4 Teile geteilt wurde.
Das Buch Daniel nennt auch Zeitabschnitte, von denen 2 für uns bedeutsam sind, in Dan 4:20 7 Zeiten und 2300 Jahre in Dan 8:14. Da Dan 8:1 mit dem Jahre 540 beginnt, führen uns 7 Zeiten (dem Wort schanah entsprechend 7 x 355), das sind 2485 Jahre, zum Jahr 1945 n., Chr. Alexander ist 356 v. Chr. geboren und die genannten 2300 Jahre bringen uns von her ebenfalls zu 1945 n. Chr. Es ist das Jahr, in dem Hitler als das große Horn zerbrach und das 3. Reich "nach den 4 Winden des Himmels" aufgeteilt wurde:
- im Osten Russland (Sowjetzone, DDR)
- im Westen Frankreich
- im Norden England
- im Süden Amerika
DDR und BRD wurden 1973 (dem Jahr des Jon-Kippur-Krieges) in die UNO aufgenommen aus welcher der Antichrist kommt, Dan 8:9-12.
Bestätigung durch Worte, Namen und Zahlen
Die in Dan 8 gemeinten Länder in der Endzeit sind durch ihre Namen und Zahlen deutlich zu erkennen.
M e d i e n (Madai) bedeutet Reich der Mitte, was nicht nur China, sondern vor allem der Islam ist, denn die Mitte der Erde ist Jerusalem, und dort wiederum der Tempelplatz, den der Islam seit Suleiman be sitzt, der 656 zur Regierung kam. Aber auch Susan, wo Daniel weilte, hat die Zahl 656 (300-6-300-50).
P e r s i e n (Paras) heißt Zerstörung, und ist ein Hinweis auf jene Macht, welche die Weltrevolution betreibt.
G r i e c h e n l a n d (Jawan) bedeutet Jugend und kennzeichnet den Mann, der bei der flamme von Olympia 1936 in Berlin ausrief: "Ich rufe die Jugend der Welt!" Alexander war in Issos 22 Jahre, Hitler als Reichskanzler 44, mit 22 Jahren aber bereits ein fanatischer Judenhasser in Wien.
Es sollte nicht übersehen werden, dass die in Dan 8 verwendeten Staatssymbole Widder und Ziegenbock, Opfertiere sind, die im Tempel zu Jerusalem ihr Leben hingeben mussten. Man beachte dazu aber auch Hebr 10:8.
Der Widder ist zum ersten mal in der Bibel 1Mo 15:9 und 1Mo 22:13 zu finden. Gott verheißt den Nachkommen Abrahams aus der Isaaklinie das Land vom Strom Ägyptens (nahar, Nil) bis zum Euphrat, obwohl Er Abraham selbst keinen Fußbereit gab, Apg 7:5. Wann wird Israel dieses Gebiet bekommen? Wenn der Widder zerteilt ist, der sich mit seinen beiden Hörnern (Mohammed und Marx) im Dorngestrüpp des Fluches verfing (1Mo 3:18), und an Stelle Isaaks geopfert wird, Jes 43:4. Wie der Widder zwei sichelförmige Hörner besitzt, so haben der Islam und der Bolschewismus je eine Sichel zum Symbol. Meder und Perser (madai u. paras) ergeben zusammen 54+6+340 = 400 und erinnern an die 400 Mann Esaus, der auch Edom (der Rote) heißt, die Jakob feindlich entgegen zogen, 1Mo 33:1.
Den ersten Ziegenbock der Schrift finden wir in 1Mo 37:31. Sein Blut fließt für das des Joseph. Hitler wollte das "Weltjudentum" vernichten, betrieb damit aber nur den Untergang seines eigenen Reiches. Die NSDAP, zu deren Programm die Vernichtung der Juden gehörte, entstand am 24. Februar 1920. Der Ziegenbock Jawan hat die Zahl 66 (10-6-50), und kennzeichnet damit die Jahre bis 1986.
Hitler hielt sich für den wiederverkörperten Alexander, siehe Hitlerbiograph J o a c h i m F e s t . Nach dem "Spiegel" (Nr. 38/73) erklärte Hitler: "Wenn man uns nach unseren Vorfahren fragt, müssen wir immer auf die Griechen hinweisen." Tatsächlich hatte Hitler mit Alexander viel gemeinsam, was nicht sehr bekannt ist.
Hitler = Alexanders Abziehbild
Im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erschien 1973 ein Buch des Wiener Geschichtrsforschers F r i t z S c h a c h e r m e y r "Alexander der Große", von dem gesagt wird, es stimme "maliziös mit dem Hitlererlebnis" überein. Der Nestor europäischer Althistorie, Schachermeyr, schreibt: Alexander habe Menschen wie "schädliche Insekten" behandelt, verdienstvolle Generäle ließ er "liquidieren". Ausgerechnet in S u s a mussten 90 Stabsoffiziere und Tausende Soldaten ausgewählte Perserinnen heiraten, "kaum anders, als wenn ein Züchter Hengste mit Stuten verschiedener Pferderassen kreuzt" - dasselbe tat Hitlers "Lebensborn" um "dem Führer ein Kind zu schenken". "Völlig abnorm", so behauptet Schachermeyr, sei Alexander "mehr ein Dämon als ein sterblicher" gewesen - trifft das nicht alles auch für Hitler zu?
Als Alexander 356 geboren wurde, brannte in derselben Nacht eines der 7 Weltwunder, der Tempel von Ephesus; als Hitler 2300 Jahre später starb, brannte nicht nur die Reichskanzlei und Berlin, sondern das ganze Reich, wie einst die Synagogen zu Luthers Geburtstag 1938. Neuere Forschungen haben ergeben, dass Alexander an der Ermordung seines Vaters beteiligt war, und auch Hitlers Vaterhass ist bekannt. Griechenlands großer König war kein Grieche, sondern ein Mazedonier sowie Hitler kein Deutscher, sondern Österreicher war. Alexander brachte seinen besten Freund, Kampfgefährten und Lebensretter Kleitos um, Hitler tat dasselbe mit Röm. Kallisthenes wurde in Ketten gelegt und später "beseitigt", weil er den neuen Gruß nicht mitmachte - wieviele kamen wegen des verweigerten "Heil Hitler" ins Kz! Beide, Alexander und Hitler lebten in dem Bewusstsein, einen göttlichen Auftrag in der Geschichte zu er füllen. In "Mein Kampf" ist z u lesen: "So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln; indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn."
Wir lesen in Dan 8:5, dass der Ziegenbock des Westens "über die ganze Erde kommt" und doch "das Land" (Erez Israel) nicht berührte. Tatsächlich löste Hitlers Angriff einen Weltkrieg aus. Seine Heere standen vor El Alamein (Ägypten), vor Moskau und an der Wolga. Deutsche Soldatenstiefel zertraten den Widder (Gebiete der Araber und der Russen) - bis das große Horn zerbrach.
Als Alexander, weil später Hitler, im Blitzkrieg von Sieg zu Sieg eilte, wurde er nur vor Tyrus 7 Monate aufgehalten. Flavius Josephus berichtet in seinem Werk "Altertümer" (Antiq. XI, 8) kurz zusammengefasst Folgendes: Von Tyrus aus forderte Alexander den Hohenpriester Jaddua, auf, Steuergelder nicht mehr an Persien zu entrichten, sondern an ihn, und sofort auch Hilfstruppen und Proviant zu entsenden. Ben-Jaddua weigerte sich mit Hinweis auf den abgelegten Treueid. Das brachte Alexander so in Raserei, dass er (wie auch Hitler) beschloss, mit den Juden vor aller Welt blutige Abrechnung zu halten - doch es kam anders. Alexander zog mit seinen Truppen Jerusalem entgegen. Doch der Hohepriester hatte in der nacht zuvor von Gott einen Traum erhalten. Er enthielt die Weisung, die Tore der Stadt weit zu öffnen und mit der Rolle Daniels in der Hand, an der Spitze aller Priester, Alexander entgegen zu gehen. Alexander brauste daher, schon wurde Jerusalem in der gleißenden Sonne sichtbar - da öffneten sich die Tore. Ein feierlicher Zug weiß gekleideter Priester an der Spitze, in himmelblauer Gewandung, der Mann der an seiner Stirn die Goldplatte mit der Inschrift "Kodesch la-Jahweh" trägt, zieht ihm entgegen. Da geschieht's, Alexander steigt vom Pferd und sinkt in die Knie. Sein Feldherr Parmenion sagt verwundert: Alle Welt fällt vor dir in den Staub, und hier ist es umgekehrt! Alexander erwidert: Ich verneigte mich nicht vor Menschen, sondern vor dem Gott, dessen Namen dieser Hohepriester trögt. Zu Dios in Mazedonien sah ich diesen Zug im Traum, ihren Anführer in derselben Kleidung, und er zeigte mir schriftlich, dass ich nach Vorhersage ihres Gottes Herr der Welt würde. Und ich erinnere mich nicht nur des Bildes, sondern auch der Mahnung, diese Männer und die Stadt zu schonen. Tatsächlich erklärte Ben-Jaddua nach der feierlichen Begrüßung Alexanders diesem das Kapitel 8 aus dem Propheten Daniel!
Auch Hitler wollte, wie wir durch Rommel wissen, das Judenland in die Zange nehmen. Auf der einen Seite das Afrikacorps und auf der anderen die Kaukasusarmee, die den Elbrus bereits erstiegen hatte und ca. 21300 km vor Susa stand. Aber auch Hitler durfte das Land nicht berühren. In dem Buch von Kardel "Adolf Hitler - Begründer Israels" heißt es (S. 256): "Wie andere Heilsverkünder, so gehört - aus deutscher Sicht auch A d o l f H i t l e r zu den großen Gescheiterten der Weltgeschichte. Mit dem Unterschied, dass die Millionen an Toten, die auf das Konto seiner Glaubenskämpfe geht, nicht in Jahrhunderten, sondern in wenigen Jahren erreicht war. Drei Jahre nach A d o l f H i t l e r s Verscheiden holten am 14. Mai 1948 britische Soldaten die englische flagge vom Fahnenmast des Regierungsgebäudes in Jerusalem herunter. Um Mitternacht legte der britische Hochkommissar das Palästinamandat nieder. Um 2 Uhr in der Nacht anerkannte der Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, H a r r y T r u m a n n, als erster den neuen Staat Israel." Bedeutsam ist, dass auch die Stadt Jerusalem 1967 genau 2300 Jahre nach Alexanders Sieg bei Issos in den Besitz Israels kam.
Vom letzten Kampf zum letzten Reich
Was wir heute erleben, ist Dan 8:23 gemäß "die letzte Zeit ihrer Herrschaft", nämlich jener 4 Großmächte England, Frankreich, USA und Russland, von denen schließlich nur die beiden letzteren ausschlaggebend sind. Alexanders Einigungsversuch war ebenso ein Fehlschlag wie der Hitlers. Nach jeweils 12 Jahren und etlichen Tagen (336-323 v. Chr. und 1933-1945 n.Chr.) war die ganze Herrlichkeit vorbei, was übrig blieb waren Diadochenkämpfe, in denen wir bereits 30 Jahre stehen. Unter Alexander nahm Europa seinen Anfang, unter Hitlers Anstoß ging es zugrunde, denn auch diese "letzte Zeit", die den 3. Weltkrieg andeutet, ist bald vorbei. Aus diesem Krieg, und durch das Überhandnehmen der Frevler, wird der Antichrist emporkommen. Dabei ist nicht zu übersehen, dass uns 2300 Jahre von Alexanders Tod (323 v. Chr.) zu 1977, dem ersten Auftreten des Antichristen, führen. Alexander wurde mit 20 Jahren König, und auch dieses "Tier aus dem Abgrund" ist dann gerade 20 Jahre alt.
Was in Dan 8 ein West-Ost-Debakel ist, wird in Dan 11 zum Nord-Süd-Kampf, zwischen denen der Gürtel des Hungeräquators verläuft. Der Norden wird von den Russen (Marxisten) beherrscht, siehe Nordkorea, Nordvietnam; der Süden ist natürlich von den Amerikanern "unterdrückt" und muss von diesen "Kapitalisten" und "Kolonialisten" befreit werden, siehe Vietnam, Kambodscha, Laos.
Wie einst Ptolemäer (Süden / Ägypten) und Seleukiden (Norden / Syrien), so stehen sich heute Amerikaner und Russen genau in diesen Ländern gegenüber, was Dan 11:5ff darlegt. In Vers 6 haben wir sogar die Bemühungen Nassers mit seiner in die Brüche gegangenen V.A.R.
Der Wissenschaft ist gegenüber dem erhabenen Anfang der Bibel nichts besseres eingefallen, als die ganze Welt durch einen "Urknall" entstehen zu lassen. Aber nicht einmal Europa verdankt sein Entstehen einem solchen Knall. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass der 3. Weltkrieg der Schlussknall Europas ist.
O weh Assur!
Das Reich, das war, nicht ist, und entstehen wird, kann nur Assur sein. Alle anderen Reiche des Anfangs der Geschichte sind wiedererstanden; nicht nur Israel, sonder auch Ägypten, Persien (ran) Babel (Irak), Griechenland, Tyrus / Sidon als Libanon, Syrien, Ammon / Moab als Jordanien, Edom (Saudiarabien), Libyen (Put) Äthiopien (Abessinien, Kusch), und wer nur zu nennen ist, nur nicht Assur. Dieses Assur kann auch nicht vor dem Antichristen vorhanden sein, weil es ebenso wie die Welthauptstadt Babel, erst durch ihn errichtet wird, Dan 4:27. Die Könige Assurs waren eine Zeitlang auch die Beherrscher Babels.
Wir sehen das letzte Weltreich durch die Schrift folgendermaßen begründet: Die kommende Weltregierung ist nicht ohne die UNO möglich. Das ist durch Dan 7:8 zu erkennen. Wie der Völkerbund den Hitler-Krieg nicht verhindern konnte, so wird es der UNO mit dem 3. Weltkrieg gehen. Sie wird aber nach dem Untergang der Großmächte die alleinige Militärmacht sein und aus dieser Vollmacht die Weltregierung mit 10 wie-Königen ins Leben rufen. Aus ihnen bricht dann das 11. Horn (dasselbe wie in Dan 8:9) der Antichrist hervor. Er wird zuerst 3 Hörner beseitigen (Dan 7:8 und schließlich das alleinige Haupt sein.
Erst in Offb 13:1-3 sehen wir das letzte Weltreich Assur, wie es durch das Attentat auf den Antichristen und seine Wiedergenesung (Auferstehung!) in den letzten 42 Monaten (wir nehmen an, dass es von 1983-1985 sein wird) Gestalt annimmt, Offb 13:5. Es setzt sich aus den Restbeständen des englischen Empire (Löwenmaul),m dem russischen Ostblock (Bärenfüße) und den amerikanischen Westgebieten, zu denen auch Westeuropa gehört (Pantherleib), zusammen, wozu aus dem UNO-Konsortium die organisatorische Verwaltung (Hörner) übernommen wird. Geographisch ist es der von Syrien und Babel im Bund mit Israel erweiterte Großraum Eurasiens. Die Entwicklung könnte etwa so verlaufen: Zuerst wird, wie anzunehmen ist, der aus Syrien kommende Antichrist (der Mann und das Haupt von Damaskus, 1Mo 15:2; Jes 7:8) Syrien mit dem Irak vereinen. Wegen des nordsyrisichen Tabka-Staudammes und der Nutzung des Euphratwassers hatte sich die Waffenbrüderschaft von 1973 Anfang 1975 in starke Feindschaft verwandelt. Der irakische Minister für Bewässerungsangelegenheiten, Talabani, machte Syrien den Vorwurf, es wolle den Irak austrocknen, wodurch 3 Millionen Bauern des Euphrattales und die Reisanbauflächen gefährdet seien.
Aber gerade solche und weitere Schwierigkeiten wird der Antichrist, zur Freude aller, in den Griff bekommen. Ein Groß-Syrien, in dem auch Israel einbezogen ist, weil es mit dem Antichristen einen Bund macht (Jes 8:12; Jes 28:15-18; Dan 9:27) ist der Anfang Assurs. Der Rest wird durch Blitzkriege (kürzer und gewaltiger als die Hitlers) eingenommen Offb 13:4.
Klarer Schriftbeweis
Noch 4 wichtige Bibelstellen, die uns bezeugen, dass das letzte Weltreich Assur heißt.
"Israel wird große Taten verrichten. Von Jakob wird der Herrscher ausgehen. Der Völker erstes ist Amaleki, aber sein Ende fällt dem Untergang anheim. Fest dein Wohnsitz Kain, und auf Felsen gebaut dein Nest; und doch ist Kain dem Untergang geweiht; wie lange noch, so führt Assur dich in Gefangenschaft! Wehe! Wer wird am Leben bleiben, wenn Gott dieses eintreten lässt?" 4Mo 24:18-23.
"Wehe über Assur, der die Rute Meines Zornes ist und Meinen Grimm als Peitsche in der Hand hat! Gegen eine gottlose Völkerschaft sende Ich ihn." "Doch wenn der Herr Sein ganzes Werk auf dem Berge Zion. und in Jerusalem zum Abschluss gebracht hat, wird Er auch mit der Frucht des hochmütigen Sinnes des Herrschers von Assur und mit dem hochfahrenden Trotz seiner Augen Abrechnung halten." Jes 10:5+12; vergl. Dan 7:8+20.
"Wenn Ephraim seine Krankheit und Juda seine Wunde fühlt, dann wendet sich Ephraim an Assur und das Reich Juda an den König Jareb, der aber vermag nicht gesund zu machen und die eiternde Wunde nicht zu heilen." Hos 5:13. Da es in der Geschichte bisher keinen Assyrerkönig Jareb (Raufbold!) gegeben hat, bleibt dies für Israels Zukunft, kurz vor ihrer Bekehrung zum Herrn, siehe Hos 5:15 bis Hos 6:3.
"Wenn Assur in unser Land einrückt und unsere Paläste betritt, so werden wir 7 Heerführer und 8 fürstliche Männer dawider auftreten lassen; die werden das Land Assur mit dem Schwert abweiden und das Land Nimrods mit der blanken Klinge. Denn Er wird uns von Assur er retten, wenn er unser Land überfällt und unser Gebiet betritt (beim letzten Kampf in Harmagedon). Dann wird der Überrest Jakobs unter den Nationen inmitten zahlreicher Völker wie der Tau vom Herrn sein, wie Regenschauer auf Wiesengras." Mi 5:4.5
Auch über dem letzten Weltreich ist Gottes allmächtige Hand, wie es das "es wurde ihm gegeben" in Offb 13:5+7 bezeugt; siehe auch Jes 31:8; Jes 49:16; Zeph 2:11-13. Ein Stück dieser Allmacht in aller scheinbaren Ohnmacht wird schon durch die Geschichte Abrahams deutlich. Er lebte im Zwiestromland (Mesopotamien), wo das erste Weltreich nach der Sintflut entstand. Dann wanderte er durch das von Feinden besetzte Kanaan und durch Ägypten - und Gott war mit ihm.
Als man 1912 Abraham dumm-fröhlich für eine Märchengestalt hielt, wurde Ur in Chaldäa , die Geburtststätte Abrahams ausgegraben, dazu die Geierstele Eannatums von Lagasch, als das erste Siegesdenkmal der Welt, das gut zu dem ersten Siegeslied der Nachkommen Kains passt, 1Mo 4:23f. Den Schlüssel zur Keilschrift, die uns alle diese Dinge verrät, hatte G e o r g F r i e d r i c h G r o t e f e n d (1775-1853) bereits 110 Jahre früher in Göttingen vorgelegt. Zum 200. Geburtstag Grötefends ist es die neueste Erkenntnis aus der "Welt des alten Orients", die uns Prof. H a r t m u t S c h m ö c k e l als "der wohl beste Kenner" vorgelegt, "dass auch Henoch, der Siebente der biblischen Urväter, gleichsam eigentlich ein Sumerer ist". Aus dem Buch der Bücher wissen wir, dass Sumer, Akkad, Lagasch, Mari, oder wie die ganze Allianz auch heißen mag, in den ersten Krieg, den uns die Bibel berichtet (1Mo 14:1-3+11-16) von Abraham geschlagen wurde. Weil Got mit ihm war. Und so wird es auch in dem letzten Krieg sein - Henoch aber wurde entrückt 1Mo 5:24; Hebr 11:5. Das sollten sich alle Feinde Israels und vor allem die den Himmel stürmenden Länder Syrien, Irak und Iran besonders gut merken. Das neubabylonische Reich bestand nur 70 Jahre, dass aber das aufkommende Weltreich bereits nach 7 Jahren zerfallen wird, ist ebenfalls kein Märchen.
VI. Der letzte Tempel
Empörung oder Liebe, aber in beiden Fällen Anbetung, das ist Lauf und Ziel der Weltgeachichte. Bei der Empörung gegen Gott ist es die Anbetung Satans - in der Liebe aber die Anbetung des Vaters in Christo. Das alles ist in zwei Worten verankert, von denen eines im Alte und das andere im Neuen Testament steht: Die Verheißung "Es kommt der Herr zu Seinem Tempel" (Mal 3:1) und dass Begehren Satans "Wenn du mich anbetest" (Mt 4:9). Diese beiden Worte sind auch die Pole im Glaubenskrieg des Endes. Sie sind durch 7 x 13 = 91 Verse voneinander getrennt, und das ist ausgerechnet die Dreieckszahl von 13, die Liebe oder Empörung andeutet. Des Herrn Tempel, das sind sowohl Seine Anbeter (Offb 11:1; Joh 2:21; Joh 4:24) wie auch der Ort, da Christus Sein Leben opferte, das heilige Haus im geheiligten Bezirk Jerusalem, Morija - Zion - Golgatha. Und gerade dort will sich auch der Antichrist als Gott in den Tempel setzen, 2Thes. 2:4.
Vom Altar zum Tempel
Der Herr Jesus stellte einmal die nicht leichte Frage: "Was ist größer, das Opfer oder der Altar?" Mt 23:19. Um ehrlich zu sein, mein Verstand würde mir sofort sagen: das Opfer! Einen Altar kann man notfalls entbehren, aber was wäre ein Altar ohne Opfer? Das ist aus der Menschensicht ab gemessen. Christus aber öffnet uns die Augen dafür, dass Er sowohl das Opfer wie auch der Altar ist, denn beides gehört zusammen. Es wird aber auch klar, dass der Altar das Opfer heiligt, Joh 17:19; Hebr 10:10; Hebr 13:10-15. Wir können zwar Opfer, aber niemals Altar sein. So wie Christus größer ist, so ist auch der Altar größer, denn Er ist der Altar, auf den wir uns als Opfer legen, Röm 12:1; 1Petr 2:5. Christus ist nicht nur Selbst gerecht und heilig, Er macht auch gerecht und heilig, Röm 3:26.
Das erste Opfer, das gebracht wurde, sehen wir in 1Mo 3:21: Tiere, die zur Bedeckung des Menschen geschlachtet wurden. Das war, wie wir wohl annehmen dürfen, im 76. Jahr Adams, oder 3931 v. Chr. Den ersten Altar sehen wir (obwohl er nicht ausdrücklich erwähnt wird) in 1Mo 4:3-5. Abel opfert im Glauben auf den verheißenen Erlöser, der somit für ihn zum Altar wird; Kain, der ein unblutiges Dankopfer bringt, bereitet alles auf der Grundlage seiner eigenen Verdienste aus. Wenn Abel damals 37 Jahre alt war (was auch seine Namenszahl ist), dann könnte dieses Ereignis etwa im 113. Lebensjahr Adams gewesen sein, also um 3894 v. Chr.
Bis wirklich der erste Altar in der Schrift genannt wird, vergingen über eineinhalb Jahrtausende. "Noah baute dem Herrn einen Altar", heißt es in 1Mo 8:20. Das war unmittelbar nach der Sintflut, im Jahre 2350 v. Chr. Nach weiteren 426 Jahren (1924 v. Chr.) opferte Abraham auf einem Altar in Sichem, wie uns 1Mo 12:7 berichtet. Nochmals 426 + 3 Jahre bringen uns zum Auszug Israels aus Ägyptern, der den Bibelangaben gemäß 1494 v. Chr. war. Am Sinai wird die Anweisung zum ersten Heiligtum, der Stiftshütte, gegeben, 2Mo 25:8. Der Opferaltar war das dem Mose vor dem Auszug von Gott zugesicherte Zeichen, siehe 2Mo 3:12+18; 2Mo 5:3; 2Mo 8:23.
Zweimal 487 Jahre
Es dauerte 487 Jahre vom Auszug aus Ägypten ab, bis in Jerusalem das erste Steingebäude, der Tempel Salomos, aufgerichtet wurde, was 1Kö 6:1+38 und 1Kö 8:10-19 bestätigt. Denn 1494 war der Auszug und 1007 fand die Einweihung des Tempels statt.
Es ist ganz gewiss kein Zufall, sondern göttliche Zielsetzung, dass nach genau weiteren 487 zum zweitenmal ein Tempel, diesmal durch Serubabel, entstand, Sach 4:9. Die Grundsteinlegung war am 24. Kislew (12. Dez.) 520 v. Chr., Hag 2:19; die Vollendung und Einweihung jedoch gerade 70 Jahre nach Zerstörung des Salomonischen Tempels, am 12. März 515 v. Chr., Esr 6:15; Jer 25:11, Jer 26:18.
Waren es beim Auszug bis zum Serubabel-Tempel 974 Jahre, so ist interessant, dass 2 x 974 (oder 4 x 487) die Zahl 1948 ergibt - das Jahr, indem nach christlicher Zeitrechnung der Staat Israel erstand. 1948/49 v o r Chr. aber war der Auszug Abrahams aus Ur in Chaldäa!
Der Heiligtumsweg Hesekiels
Wie wir vom Sündenfall bis zum ersten Tempel, den Opfernden entsprechend 7 bedeutende Namen haben, nämlich Adam, Abel, Noah, Abraham Moses, Aaron (den ersten Hohenpriester) und Salomo, so haben wir idie 487 Jahre von Salomo ab auch 7 ganz bedeutende Ereignisse. Sie sind aber alle nu r mit einer Person verknüpft, dem Propheten Hesekiel. Sein Name bedeutet: den Gott stärkt. Gerade er brauchte diese Stärkung für seinen schweren Lebensweg. Die von der Schrift geschilderten 50 Lebensjahre des Hesekiel sind zugleich aber auch eine Vorausdarstellung des Leidensweges Israels vom 69 zum 70. Jubeljahr, das heißt von 1938 bis 1987. Von besonderer Tragik ist dabei das 36. Jahr - 1973 und sein großer Versöhnungstag.
Hesekiel war vom Stamm Levi, und darum von Geburt zum Priester bestimmt, aber als er seinen Dienst hätte antreten sollen, kam er in die babylonische Gefangenschaft. Da ein Priester in einem einzigen Jahr 1273 Pflichtopfer zu bringen hat, die im Gesetz vorgeschrieben sind, diktierte ihm Gott anstelle der verhinderten Opfer ein Buch mit 1273 Versen. In diesem Buch steht 46 mal "es geschah", das ist eine Zahl, die wir nur in Joh 2:20 finden, wo die Schrift vom 46-jährigen Tempelbau. Dieser Tempel des Herodes ging ebenso am 9. Av (70 n. Chr.) in Flammen auf, wie der Tempel Salomos an eben diesem Tag 586 v. Chr., und 1986 wird es auch mit dem neunen Tempel so sein. Im Heiligtum ist alles genau abgemessen. Und nun zu Hesekiels Weg:
1) Als Hesekiel geboren wurden, schrieb man das Jahr 623 v. Chr. Es war das wundervolle Jahr, in dem man im Tempel das Gesestzbuch fand. NIemals inder Geschichte Israels wurde so richtig Passah gefeiert wie damals, 2Kö 22:8-16. Bedeutungsvoll ist, dass es von 623 v. Chr. bis zum 1. Zionistenkongress 1897 n. Chr. genau 7 Zeiten in Bebeljahren (7 x 360 = 2520 Jahre) sind.
2) Als Hesekiel 14 Jahre wurde, kam bereits das erste große Unglück. der Fromme König Josia wurde 609 v. Chr. im Kampf gegen Pharao Necho von Ägypten bei Megiddo (Symbol für Harmagedon) verwundet, worauf er in Jerusalem starb, 2Kö 23:29.
3) Nur 3 Jahre nach Josias Tod, Hesekiel war ein blühender Jüngling von 17 Jahren, kehrte schwerstes Leid in Israel ein. Nebukadnezar legte 606 v. Chr. König Jojakim in Ketten und führte ihn mit vielen Juden in die Gefangenschaft nach Babel, darunter auch Daniel, 2Kö 24:3; Dan 1:2. "Auch brachte Nebukadnezar etliche Gefäße des Hauses des Herrn gen Babel und tat sie in seinen Tempel." 2Chr 36:7. So wurde das Heiligtum Gottes geschändet. Mit diesem Jahre 606 v. Chr. beginnt die Zeit der Nationen über Juda Lk 21:24. Das führt uns bei 7 x 360 (2520) Jahren zum 1. Weltkrieg 1914 und bei 7 x 365 (2555) Jahren zur Staatsgründung Israels 1948 n. Chr..
4) 597 v. Chr. war das schon genannte Jahr in dem der 25-jährige Hesekiel selbst in Gefangenschaft nach Babel kam. Es sind genau 666 Jahre bis zur Zerstörung des Tempels, im Sommer 70 n. Chr. 2Kö 24:12.
5) Im 30. Lebensjahr (593 v. Chr.) bekommt Hesekiel den Auftrag zu schreiben, verbunden mit einer wunderbaren Begegnung mit dem Herrn in seiner trübseligen Gefangenschaft, Hes 1:1-3+26. Diese war notwendig für die schwere Aufgabe, die er hatte, und die gräulichen Dinge, die er über sein Volk sehen musste, wie z. B. Russlands Zug auf die Berge Israels, Hes 38 und Hes 39.
6) 587 v. Chr., Hesekiel war jetzt 36 Jahre alt, brach das herzergreifende Unglück herein. Am 15. Januar begann Nebukadnezar mit der Belagerung Jerusalems. Hesekiel hatte, obwohl rund 1000 km von Jerusalem entfernt, dies durch die Aufstellung eines siedenden Topfes mit auserlesenen Fleischstücken und Knochen darzustellen, wobei er ausrief: "So spricht Gott Jahweh: Wehe, Stadt des Blutes, Topf, voll mit Schmutz darin!" Hes 24:6. Aber mehr als das. "Es erging das Wort Jahwes an mich: Menschensohn! Siehe, Ich, nehme dir deiner Augen Lust im Gottesschlag; doch du sollst nicht klagen noch weinen, nicht sollen dir Tränen kommen. Das Seufzen hemme, Totentrauer halte nicht, deinen Kopfbund binde dir um und deine Schuhe tue an deine Füße, verhülle den Lippenbart nicht und Trauerbrot der Leute iss nicht. So redete ich am Morgen zum Volk, am Abend aber starb mein Weib, und ich tat am Morgen, wie mir befohlen. Da sprach zu mir das Volk: Willst du uns nicht sagen, was das soll, dass du so tust? Und ich sprach zu ihnen. Das Wort Jahwehs ist an mich ergangen: Sprich zum Hause Israel, so spricht Gott, der Herr. Siehe, Ich schände Mein Heiligtum, eures Trotzes Stolz, eurer Augen Lust und der Seele Liebling, denn eure Söhne und Töchter, die ihr zurückgelassen habt, werden durchs Schwert fallen." Hes 24:15-21. Das Fürchterliche überstieg jede Vorstellung. Die söhne und Oberste des Königs Zedekia wurden 586 v. Chr. vor seinen Augen abgeschlachtet, dann stach man ihnen die Augen aus. Der herrliche Tempel Salomos und seine Paläste gingen in Flammen auf; Jerusalem wurde geschleift, Jer 52:9-15.
7) Vierzehn Jahre später (es ist 573 v. Chr.) muss Nebukadnezar unverrichteter Dinge von Tyrus abziehen. Der Prophet aber feiert seinen 50. Geburtstag. Als schönste Geschenk erhält er am 10. Nisan (28. April) die Gesichte vom zukünftigen Tempel, Hes 40-48.
Aber auch die jetzt noch Gefangenen dürfen wieder einen Tempel bauen. Den entscheidenen Befehl dazu gab König Arthasasta, den wir für einen Sohn der Esther halten, Esr 7:7. Und es ist kein Zufall, sondern durch des Propheten 50. Geburtstag angedeutet, dass es von Arthasastas Regierungsbeginn 464 v. Chr. als Israels 20. Jubeljahr genau ein Jobel von Jobeln, das heißt 50 Jubeljahre bis 1987 sind.
Die 2560 Jahre, das ist 20x 64 oder 5 x 8 x 8 x 8 Jahre von 573 v. Chr. bis 1987 n. Chr. heißen Vollendungszeit, was damit übereinstimmt, dass dann der Bau des von Hesekiel gesehenen Tempels beginnt. Wenn man 7 Jahre daran baut, wie es bei Salomo war, ist dieser Tempel 1994 vollendet, dann sind aber auch gerade 6000 Jahre seit Adam um, so wie die Tempelweihe unter Salomo genau 2000 Jahre nach Adam war.
Interessant ist, dass uns 7 x 360 = 2520 Jahre von Hesekiels 50. Geburtstag 573 v. Chr. zum Teilungsbeschluss der UNO (29. Nov. 1947) und zur Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 führen. Unser Jahr hat aber 365 Tage, und 7 x 365 = 2555 Jahre b ringen uns von 573 v. Chr. zu 1981 n. Chr. Es ist der Höhepunkt unter dem Antichristen, in dem am Tempel der großen Trübsal gebaut wird. Diese große Trübsal dauert an, bis Israels Verstockungszeit beendet ist. Das werden 8 x 7 x 7 x 7 = 2744 Jahre sein, sie bringt Neuanfang (8) und Wiederherstellung (343) Apg 3:21. Durch Jes 6:1+10 wissen wir, dass die Verstockung Israels bei Usias Tod begann, das war 759 v. Chr. oder 6 Jahre vor der Gründung Roms. 2744 Jahre weiter versetzen uns in das Jahr 1986 n. Chr., dem letzten Sabbatjahr von dem 70. Jubeljahr.
7 Opfer- und Weihestätten
Weil der letzte Tempel die Vollendung seiner voraufgehenden ist, seien alle 7 aufgezählt.
Das e r s t e von Gott verordnete und nach himmlischen Vorlagen errichtete Heiligtum war die Stiftshütte, die Israel in der Wüste erbaute.
Das Z w e i t e Heiligtum war der von David vorbereitete und von seinem Sohn, dem König Salomo, erbaute wundervolle Tempel in Jerusalem. Seine Einweihung 1007 v. Chr. war nicht allein 300 Jahre nach Adam, sondern auch 1000 Jahre vor der Geburt des Herrn Jesu.
Der d r i t t e Tempel wurde von Serubabel mit Unterstützung der Propheten Sacharja und Haggai erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte, wie Hag 2:18 berichtet, im 2. Jahr des Königs Darius, am 12. Dez. 520. Es war nach jüdischem Kalender der 24. Tag des 9. Monats. Als der Herr Jesus auf dem Tempelweihfest zu Jerusalem war, zählte man ebenfalls den 24. Tag des 9. Monats, Joh 10:22. Und als Jerusalem 1917 von General Allenby am 9. Dez 1917 erobert wurde, war es bei den Juden wiederum der 24. Tag des 9. Monats.
Von der Grundsteinlegung 520 v. Chr. bis Golgatha sind's 19 x 29 = 551 Jahre.
Von 520 v. Chr. bis 1917 aber vergingen 84 x 29 = 2436 Jahre. Sie erinnern uns an die Prophetin Hanna, die nach 84-jähriger Witwenschaft nimmer vom Tempel kam und auf die Erlösung Jerusalems wartete, Lk 2:36-38. Bis zu dieser Vollerlösung für Jerusalem sind es eben von 1917 noch genau 70 Jahre, die uns zu 1987, dem 70. Jobel führen, Jer 29:10-14.
Wenn orthodoxe Juden vom 3. Tempel sprechen, dann ist weder die Stiftshütte noch das Bauwerk des Herodes mitgezählt, denn sie verstehen darunter den Tempel, den wir als den fünften anführen.
Der v i e r t e Tempel, den der Herr Jesus betrat, um ihn z u reinigen, wurde von dem Massenmörder Herodes angefangen, der 4 v. Chr. starb. Es war genau 666 Jahre nach der Eroberung Jerusalems unter König Jojachin, (597 v. Chr.) als des Herodes Gebäude im Jahre 70 n. Chr. in Flammen aufging.
Unter dem Antichristen wird der f ü n f t e Tempel begonnen, in dem er sich schließlich als Gott verherrlichen lässt, 2Thes 2:4. Das Moody-Bibelinstitut gab 1973 ein Buch mit dem Titel heraus: "Satan im Heiligtum", in dem T h o m a M c C a ll und Z o l a L e v it diesem Gebäude den trefflichen Namen "Tempel der großen Trübsal" gaben. An ihm erfüllt sich dasselbe geschehen wie am Tempel des Herodes, er ist eine Mördergrube und Räuberhöhle (Mt 21:14, aus dem Wort Höhle, griech. spelaion kommt das Wort Spelunke), von der "nicht ein Stein auf dem anderen bleibt, der nicht zerbrochen werde", Mt 24:2.
Der s e c h s t e Tempel ist der, den Hesekiel von Hes 40 an beschreibt welcher mit Abschluss des 6. Jahrtausends (1994 n. Chr.) vollendet ist. Dieser ist der Tempel des Tausendjährigen Reiches und als das Bethaus aller Völker (Jes 56:7; Mk 11:17) die Erfüllung von Ps 29:2 und Ps 110:3.
Das s i e b e n t e und damit vollendete Heiligtum ist Gott selbst und unser Herr und Heiland Jesus Christus. Schon unter Moses gab der Herr die Anweisung: Sie wollen Mir ein Heiligtum machten, dass Ich i n ihnen wohne! 2Mo 25:8. In Jes 8:13 lesen wir. "Heiligt Jahweh Zebaoth ... so wird ER ein Heiligtum sein". Offb 21:22 beschließt diese Betrachtung mit den Worten: "Und ich sah keinen Tempel, denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel und das Lamm." Es ist wie mit dem ersten Befehl: "Es werde Licht!" (1Mo 1:3). Denn so wie Gott und Christus den wesenhaften Tempel darstellen, so ist auch Christus das wahrhaftige Licht, "das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen" (Joh 1:4+9), weshalb wir auch in Offb 21:23 lesen: "Und die Stadt bedarf keiner sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm." Erst wenn einmal keine Nacht mehr sein wird (Offb 21:25) und Gott alles in allen sein wird (1Kor 15:28) ist das Herrlichkeitsziel erreicht.
Fragen um den nächsten Tempel
Wie wir bereits wissen, ist der nächste Tempel jener, der durch den Antichristen geschändet wird. Dieses Thema hat seit den Tagen der Apostel viele Fragen aufgeworfen. Unter anderem:
Ist dieser Tempel, von dem Paulus an die Thessalonicher schreibt die Gemeinde? Wir sagen nein!
Wie man des öfteren durch "Vergeistigung" die Person des Antichristen infrage stellte, so auch den. zukünftigen Tempel. Wohl ist Christus die Wohnung Gottes und die Gemeinde wie auch jeder Gläubige ein Tempel des Heiligen Geistes, Joh 2:21; 1Kor 3:16; 1Kor 6:19; Eph 2:21. Das griech. Substantiv naos wird aber nicht nur für einen geistlichen Tempel, sondern auch für den Himmel (Offb 11:196) wie auch für das Steingebäude in Jerusalem verwendet., Lk 1:9. Nach Joh 5:43 werden die jüdischen Schriftforscher den Antichristen annehmen; etwa weil er das Haupt einer abgefallenen Christenheit ist? Nein, sondern nur, weil er ihnen das Land erweitert, Frieden bringt, und weil er ihnen den ersehnten Tempel baut! Ein in der Gemeinde thronender Antichrist ist undenkbar. Da macht der Heilige Geist nicht mit; doch eine Organisation ohne Heiligen Geist ist keine Gemeinde.
Ist dieser Tempel der auf Morija stehende Felsendom? Wir sagen nein!
Zwar ist die Annahme richtig, dass das zukünftige Gebäude auf dem Platz stehen muss, wo Abraham seinen Isaak opfern wollte und auch der Tempel Salomos stand. Aber der Felsendom ist eine Moschee, und damit ein Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte, den Gottes Wort niemals Tempel Gottes (naon tou theou) nennt, wie es 2Thes 2:46 und Offb 11:2 geschieht. Es muss ein dem Herrn (Jahweh) und nicht Allah geweihtes Gotteshaus sein, wie es der herodianische Tempel auch war, denn hierfür bürgt auch der andere griech. Ausdruck "hieron" (Heiligtum), das einst unser Herr (Mk 11:15), die Jünger (Apg 3:1) und Paulus (Apg 22:17) als die Weihestätte betraten. Nur ein dem wahren Gott geweihtes Haus an heiligem Ort kann entweiht werden, aber kein Götzentempel, denn Allah sagt selbst im Koran, dass er keinen Sohn habe, was auch mit arabischer Schnörkelschrift im Felsendom zu lesen ist. Mt 24:2+15; Dan 9:26.27
Kann dieser Tempel jetzt schon gebaut oder vorbereitet werden? Wir sagen nein!
Im März 1973 schrieb Pastor G. D o l a m a n im "Botschafter des kommenden Königs": "Während der Zeit des Sechstagekrieges hat man viel Gerüchte und falsche Berichte über den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem gehört; Ja selbst, dass in Amerika schon Steine für diesen Zweck behauen worden sind. Alles dies ist unwahr." Dasselbe bestätigte bereits ein Jahr zuvor, am 21. März 1972 die Israelische Tageszeitung "Maariv" mit den gleichen Worten. Übrigens hat Israel selbst Steine genug. Solange die beiden großen Moscheen, Felsendom und Aksamoschee, auf dem Tempelplatz stehen, kann kein Tempel gebaut werden, und es ist müßig, jetzt schon Priester dafür zu weihen. denn bis jetzt kann nur abgerissen, aber nicht aufgebaut werden. Dazu ist das Geschehen unter Kaiser J u l i a n A p o s t a t a eine Parallele. Um Christus zu widerlegen, gab er 363 den Juden einen Befehl, ihren Tempel wieder aufzubauen. Um eingutes Fundament zu legen, rissen sie die noch stehenden Überreste bis zum letzten Stein ab, dann aber beendete ein Erdbeben, bei dem Feuer aus der Erde schoss, ihr mit Eifer betriebenes Vorhaben. Bedeutungsvoll erscheint mir jedoch, dass jetzt die Stufen des Huldatores freigelegt sind, auf denen Jesus und die Jünger zum Tempel emporstiegen.
Wie werden die Moscheen des Tempelplatzes verschwinden?
Wir wissen, dass ein Christ 1969 bereits den Versuch machte, die Aksamoschee in Brand zu stecken, wobei dann die alte hölzerne Kanzel zerstört wurde. Das war kein erfolgreicher Weg. Wir nehmen an, dass der 3. Weltkrieg das besorgen wird, möglicherweise aber auch ein Erdbeben, wie es die frommen Juden sich wünschen. Eigentlich hätte Israel die Aufgabe, alles Unheilige im Lande abzureißen, und fortzuräumen, 5Mo 7:1-6. Aber das würde eine unvorstellbare Wut der Moslems und Katholiken auslösen.
Wer wird den künftigen Tempel bauen? Der Antichrist!
Sach 6:12 spricht vom zukünftigen Zemach (Spross), der den Tempel des Herrn bauen wird. Der Antichrist wird dieses Wort auf sich beziehen, um damit allen Juden den beweis zu liefern, dass er der Messias ist. Nur wenn er diesen Tempel baut, ist er für sie, wie 2Jo 1:7 sagt, "der Verführer und Anstatt-Christus". oder Messias. Das werden sie aber erst erkennen, wenn er in der Mitte der 7 Jahre (wir meinen 1983) den Bund bricht und den Tempel schändet. Dann gehen den vErführten die Augen auf. Der Wahn, einen Tempel ohne Gottes Auftrag zu bauen (siehe Jer 7:3) zerplatzt dann wie eine Seifenblase. Die Juden werden dann wirkliche Gotteskämpfer.
VII. Das bleibende Letzte
Wert hat nur, was bleibend ist. Das Bleibende aber kann nur von d e m Bleibenden, nämlich Gott und Seinem Christus, kommen. Wir sind glücklich darüber, dass es bald heißen wird: "Es sind die Reiche dieser Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und Er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit", Offb 11:15.
Die Reiche dieser Welt haben alle keinen bestand, denn sie sind ohne Gottesliebe, mit dem Schwert, und allzu oft mit Gewalt, Intrige und viel Egoismus und Ruhmsucht gegründet und verteidigt worden. Sie sind allesamt, selbst wenn sie sich um das Recht bemühten, durch menschliche Unzulänglichkeit und Sünde ungerecht, wie der Mammon auch, Lk 16:9-11. Darum steht auch über den idealsten Absichten und bestgemeinten Bemühungen:
- "Alles vergeht - DU (Gott) aber bleibst,
- und wen DU ins Buch des Lebens schreibst!"
Das Reich Gottes allein ist auf das Herzblut Jesu gegründet, das zur Tilgung unserer Sünden und Vergebung unserer Schuld vergossen wurde. Nur Liebe bringt Vollendung. Und wir freuen uns, dass durch den Glauben an Christus unsere Namen im Himmel angeschrieben sind, Lk 10:20.
Viele Menschen sind deshalb so unglücklich, weil sie undankbar sind. Sie versuchen dann ihre innere Öde und ihren Jammer dadurch vergessen zu machen, indem sie Reben- oder Gerstentrunk als Sorgenbrecher erwählen und im Vergnügen neuen Schwung oder Ablenkung suchen. Der Apostel Paulus, der ganz gewiss ein Menschenkenner war, weiß einen besseren Rat: "Betrinkt euch nicht, denn der Wein macht haltlos. Lasst euch lieber vom Geist Gottes erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobliedern, wie sie der Geist euch eingibt. Singet und danket dem Herrn von ganzem Herzen. Dankt Gott dem Vater zu jeder Zeit und für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus." "Wo Gott Seine Herrschaft aufrichtet, geht es nicht um Essen. und Trinken, sondern. um ein Leben, das Gott gefällt, um den frieden mit Gott und um die Freude, die der Heilige Geist schenkt. Wer Christus auf diese Weise dient, findet die Zustimmung Gottes und die der Menschen dazu", Eph 5:18-20; Röm 14:17f. Das ist der Weg zu bleibendem Glück.
Erst wenn wir Gott für Seine große Liebe danken, kehrt selbst im Leid die Freude in unser Leben ein. Freude aber ist die Kraft, die mit der Liebe im Bund alles leidige Müssen und Sollen in Können und wollen verwandelt. Gottesfurcht ist der Anfang des Heilsweges und wahre Weisheit dazu, Ps 111:10; Spr 1:7 und Spr 9:10. Dadurch kehren Lob, Dank, Freude, Vertrauen, Hoffnung und Liebe in unser Leben ein, als die immer stärker treibenden und bleibenden Heilsgüter.
"Nun aber b l e i b e t Glaube (Vertrauen und Treue zugleich), Hoffnung (Heilserwartung), Liebe (das Gotteswesen), dies drei; die größte aber von diesen ist die Liebe. O t t o D i b e l i us hat 1Kor 13 für die Gegenwart einmal in folgende Worte gefasst: "Wenn ich für die heiligste Sache der Welt die beste und wirksamste Propaganda triebe und hätte der Liebe nicht, dann wäre ich ein tönend Erz und eine klingende Schelle (ich gliche einer Glocke ohne Herz, ich gäbe nur gellenden Schall). Und wenn ich alle meine körperlichen Kräfte durch Übersunden ruinieren würde und hätte der Liebe nicht, dann wäre es nichts nütze. Wenn ich das gerechteste Gesetz über den 'Lastenausgleich' erlassen könnte und die beste soziale Wirtschaftsordnung einführte, und es wäre keine Liebe dabei, so wäre die Mühe vergebens. Wenn die Völker endlich Frieden machten und würfen alle Maschinengewehre und Panzer und Atombomben in den Ozean, wo sie hingehören, und es käme keine Liebe in die Menschen, dann wäre das alles nichts. Und wenn wir uns keine Sorgen mehr zu machen brauchten um unser Alter und um die Zukunft unserer Kinder, um die Miete für den nächsten Monat und um die Kohlen für den Winter; wenn wir frei durch die ganze Welt reisen könnten, und es stände uns alles zur Verfügung, was Menschengeist geschaffen und erfunden hat, und Gott gäbe uns keine Liebe ins Herz, es wäre kein Segen in unserem Leben."
Wie sehr liebst du Gott?
Der talentierte italienische Maler D o m e n i c o F e t i (1589-1624), dessen naturalistische Genrebilder noch heute in der Dresdener Galerie bewundert werden, wurde besonders durch das Bild vom Gekreuzigten berühmt, das sich in der Münchener Pinakothek befindet. Als junger Künstler hatte Feti den Auftrag, für die Düsseldorfer Hieronymuskirche ein Altarbild zu malen. Nebenei war er aber immer wieder auf der Suche nach geeigneten Modellen für seine anderen Bilder. Eines Tages entdeckte er am Stadtrand eine Zigeunergruppe, und an deren Lagerfeuer ein tanzendes Mädchen. Er bestellte das bildhübsche Zigeunermädschen Pepita in sein Atelier. Sie war Anregung und Modell für sein Bild "Spanische Tänzerin". Pepita sah das angefangene Christusbild und wusste nicht, über was sie sich mehr wundern sollte, über die Dornenkrone oder das Kreuz, denn sie hatte in ihrem Leben noch nie etwas über Jesus gehört. Nur unwillig gab der nicht gerade fromme Maler während seiner Arbeit Auskunft. Schließlich verbot Feti ihr das Fragen, denn dazu habe er sie nicht bestellt. Als sie das nächste mal Modell stand, wagte sie aber doch die Frage: "Was hat dieser Mann denn verbrochen?" doch der Maler konnte nur Gutes vom Heiland berichten, der, soviel wusste er ja doch, unschuldig für uns starb. Beide Bilder, der Gekreuzigte und die Spanische Tänzerin, wurden gleichzeitig fertig; Pepita erhielt Lohn und Belohnung, weil die "Tänzerin" bereits gut verkauft war. Vor allem aber wollte Pepita noch mehr über den Gekreuzigten wissen, und Feti erklärte ihr anhand des Bildes alles was er wusste. Da brach es aus dem Mädchen heraus: "Diesen Jesus müssen sie aber sehr lieb haben!" Dem Künstler trieb es die Schamröte ins Gesicht. Tag und Nacht verfolgte ihn die Mahnung: Jesus solltest du sehr lieb haben! Er wurde ein lebendiger Christ. Zum Dank aber malte er nochmals den Gekreuzigten mit der Unterschrift: "Das tat Ich für dich, was tust du für Mich?" und schenkte dasBild der Stadt. Als Pepita und Domenico Feti längst nicht mehr lebten, machte ein junger Graf, der die Welt erleben wollte, in Düsseldorf kurze Rast. Gelangweilt ging er ins Museum - da aber packte ihn das Bild und die Frage des Malers Feti. Der "Reich Jüngling" fuhr nicht mehr, wie beabsichtigt, nach Paris - er kehrte um und trat in die Nachfolge Christi. Es war N i c o l a u s L u d ew i g Graf von Z i n z e n d o r f (1706-1760), der Gründer der Brüdergemeinde. Er wurde Abertausenden zum Segen, nachdem er bekannte: "Ich hab' nur eine Passion und die ist ER, nur er!"
Gott in uns
Gott ist Liebe (1Jo 4:8-16; Joh 3:16) und das bleibende Letzte ist Gottes Liebe in uns. Das Unvorstellbare ist wahr: "Alle Gottesverheißungen sind Ja in Ihm, und darum ist auch durch Ihn das Amen, Gott zur Verherrlichung, durch uns!" 2Kor 1:20. Denn "nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo ist, unserem Herrn", Röm 8:39.
Diese Gottesliebe, die sich in Christo offenbart, ist keineswegs ein nur zukünftiges Hoffnungsgut, sondern jetzt schon durch den Heiligen Geist in die Herzen der Gläubigen ausgegossen, Röm 5:5; Eph 3:17. Was wäre die Welt in der Vergangenheit gewesen und noch in der Gegenwart ohne die Christen und ihren selbstlosen Dienst in Lazaretten (vom armen Lazarus angeregt), Samariterdienste (Durch den barmherzigen Samariter beeinflusst), Krankenhäuser, Hospitäler, Sanatorien, Charitasstätten, Waisenhäuser, Blinden- und Taubstummen Anstalten, Gefängisbetreuung, Innere Mission und äußere Missionsstationen, Leprahäuser und vielen anderen Stätten in aller Welt, um unparteiisch bei allen zu helfen, zu lindern und zu trösten.
Sie alle bestätigen unauslöschlich die Wahrheit des Worte in 2Kor 5:14: "Die Liebe des Christus dringet uns also".
Der Dank in dieser verteufelten Welt ist oft genug der, die Christen zu martern und zu quälen, obwohl sie die zuverlässigsten und dankbarsten Staatsbürger sind. In Russland werden solche, die sich zu Christus bekennen, weil sie nicht heucheln, bis zur Stunde in Irrenhäuser gesperrt. Wer an Gottes Liebe glaubt, darf eben dort nich tn ormal sein. Aber Gott hilft auch das zu ertragen. Als der Insasse einer Irrenanstalt gestorben war, fand man an die weiße Wand seiner Zelle geschrieben:
- Die Liebe Gottes in der Welt,
- hat noch kein Mensch so recht bedacht.
- Sie reicht vom fernsten Sternenzelt,
- bis in die tiefste Grabesnacht.
- Wär alles Meer von Tinte hier
- und alle Himmel von Papier,
- und jeder Halm ein Federkiel -
- und schreibe man auch noch so viel,
- es würde sein ein Stäubelein,
- von dem, wie Gott uns liebt!
Selbst der Tod ist nicht das Letzte, wie viele leider meinen, und er ist auch keineswegs das Bleibende. Keiner der bereits Millionen, die in und für Christus starben, ist je von Gott getrennt, ganz gleich ob man sie verbrannte, ersäufte, enthauptete, henkte, vergaste oder zerstückelte. Denn gerade für sie erfand man die bestialischsten und schmerzhaftesten Methoden. Als man in Rot-China eine christliche Versammlung sprengte und dessen Leiter eröffnet, er werde in 5 Minuten erschossen, ging ein Leuchten über das Gesicht des gemeindeältesten, wie einst über Stephanus, den ersten Märtyrer für Christus. Als der Kommissar ihn anbrüllte: "Du Hund hast mich wohl falsch verstanden, es geht auf keine Hochzeit, sonder du bis in 5 Minuten eine Leiche!" erwiderte ihm der Christ freundlich: "Ja, ich habe richtige gehört, in 5 Minuten werde ich bei meinem Erlöser sein!"
Dies unfassbar große Liebe Gottes ist aber nicht nur fähig Wohltaten zu erweisen; bitterste Not und furchtbare Qualen zu ertragen, sondern auch einmal die Macht zu übernehmen, und vor allem, die Herzen zu erobern. Die herrlichste Botschaft, die es je gegeben hat, besitzt einen doppelten Grund: Gott liebt dich in Christo und Gottes Machtübernahme erfolgt bald.
Schlusswort
Wer mehr weiß als andere, und das ist nun einmal bei allen der Fall, die sich durch Gott belehren lassen, wird nicht nur verdächtigt ein Phantast oder Schurke zu sein - er ist es einfach für die Welt! Mit dieser Berurteilung muss sich jeder echte Christ abfinden. Schließlich ist es ja bei Johan Nepomuk Nestroy (1801-1862) der böse Geist Lumpazivagabundus, der behaupte, "Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang". Uns kann aber weder Verleumdung noch Spott erschüttern, weil die Prophetie eine jener Gottesoffenbarungen ist, die sich bisher mehr den tausendfach als echt erwiesen hat.
Wir sind in das Finale der Geschichte eingetreten. Was jetzt noch kommt, wird Stakkato /(kurz), Sforzato (stärker), ja sogar Fortissimo und Furioso (Stürmisch gespielt werden, sowohl bezüglich des Tempos, wie auch der Leidenschaften. Denn nicht umsonst erklärt Offb 11:18: "Die Nationen sind zornig geworden, und gekommen ist Dein (göttlicher) Zorn". Es kommt in der Endzeit aber nicht allein darauf an, mehr zu w i s s e n , sondern auch das Not-wendige zu t u n . Es lässt sich so umreißen:
- Wichtig ist tägliche Schriftverbundenheit,
- Wachsen in der Liebe,
- Wurzeln im Gehorsam:
- Wachen und Beten,
- Wirken in True,
- Würdiges Leiden und
- Warten in Geduld.
Es ist kein Pessimismus, wenn wir statt einer Aufwärtsentwicklung das Ausreifen der Bosheit in der Zeit der Ernte sehen, Mt 13:29. Die Welt wird schrecklicher, gemeiner, brutaler und dämonischer werden, weil der Antichrist an ihre Spitze tritt, der alle zuerst durch seine Klugheit und Generosität täuscht. Er ist aber, Gott sei tausendfach Lob und Dank, nicht der letzte Weltherrscher - nicht Satans Hass erlangt den Sieg, sondern die Liebe Gottes. In diesem Falle könnte man uns wieder unverbesserliche Optimisten schelten.
Was mein Buch betrifft, mag ich mich in der Beurteilung einiger Fakten und der Auslegung oder Zeiteinteilung - mir noch unbewusst - geirrt haben; ich habe nie den Anspruch erhoben, Prophet oder inspiriert zu sein. Göttliche Prophetie und Inspiration suche ich nur in der Bibel. Deshalb ist mir auch n och kein einziges anderes fehlerloses Buch bekannt. In Beachtung dieser Tatsache ist das dringende Erfordernis, nicht erst morgen, sondern bereits heute wachsam zu sein. Denn das fordert der Herr und nicht irgend ein Mensch von uns, Mk 13:35-37.
Schloss mein erstes eschatologisches Buch "Enthüllte Endzeit" mit dem Skakespearwort "Bereit sein ist alles" und Mt 25:10, so möchte dieses zweite ihm das Herzlwort zur Seite stellen, das er 1902 in seinem Ringen. um den Judenstaat schreib: "Ausharren ist alles!" denn nur "wer ausharrt bis an's Ende, wird errettet", Mt 24:13.
MEMENTO MORI
Die Anfangszeilen dieses Gedichtes stehen in Frankreich auf dem Ehrenmal des Heldenfriedhofes La Cambe:
- Dunkel wölbt sich der Hügel
- wo blühendes Leben versank.
- Und nur mit der Sehnsucht Flügel
- erreicht sie noch unser Dank.
- Über dem Grab der Soldaten
- weist uns das Kreuz auf Gott.
- Sein Sohn litt für unsere Taten;
- Aber Christus besiegte den Tod.
- Dunkel steht Gottes Gebot
- nur vor Herzen, die liebeleer,
- denn der Glaube beseitigt die Not,
- und schafft Freude um uns her.
- Über den Toten des Krieges
- Spricht Gott noch heute zu dir:
- Errichte das Zeichen des Sieges,
- verbanne Hass, Neid und Gier!
- Hell aber leuchtet der Himmel
- in denen ein Vater wohnt,
- der über dem Erdengewimmel
- die Seinen mit Segen belohnt.
- Der über den Kreuzen raget
- verspricht uns ein Aufersteh'n.
- Wenn der goldene Morgen einst taget,
- dann gibt es ein Wiedersehn!
- Heller noch leuchtet der Trost
- dem, der Gottes Verheißung kennt:
- Vom Jubel der Engel umtost
- nahet der große Advent.
- Nur Gott hat das letzte Wort
- Nicht Tod, nicht Leid noch Schmerz.
- Verkündet's von Ort zu Ort:
- Sein Friede beglückt auch dein Herz!
- W. J. P.
- W. J. P.
