Realität und Einmaligkeit der Bibel

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Von Arthur Muhl (ergänzt von Daniel Muhl)

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👉 Siehe auch Glaube an Gott - Realität oder nur Wunschvorstellung?
👉 Siehe auch Bibelgrundkurs.

Inhaltsverzeichnis

Der Bestseller aller Bestseller

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Die Bibel ist das einzige Buch, das seit Jahrtausenden unverändert besteht und heute in nahezu allen Sprachen und weltweiter Verbreitung vorhanden ist.

Sie ist auch das meistgekaufte Buch der Welt, also der Bestseller aller Bestseller. Ihre Auflagen sind nicht zu zählen. Über kein anderes Buch gibt es so viele Kommentare, Auslegungen, Lieder, Gedichte, Geschichten und Filme!

Die Bibel selbst bezeugt:

  • "Im Anfang war das Wort, …" "Es wächst" und "läuft sehr schnell und unaufhaltsam." (Joh 1:1 / Apg 6:7 / Ps 147:15)

Jesus Christus spricht:

  • Mt 24:35 - "Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen."

und

  • Joh 14:6 - "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich."

Weitere Autoren des Neuen Testamentes schreiben:

  • Hebr 1:1-2 - "Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, (Neues Testament) den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat."

In den ersten drei Versen des Johannesevangeliums lesen wir:

  • Joh 1:1-3 - "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist."

Schon die bescheidene Auswahl dieser Worte stellt uns vor die Entscheidung, deren Inhalt, entweder als Produkt eines maßlos eingebildeten Scharlatans abzulehnen oder als lebendige Aussprüche des einen wahrhaftigen Gottes und Schöpfers anzuerkennen oder ihn trotzdem abzulehnen.
C. S. Lewis kam zu einem ähnlichen Schluss, als er schrieb:

"Ein Mensch, der nur Mensch war und die Dinge gesagt hätte, die Jesus gesagt hat, wäre kein großer Morallehrer. Er wäre entweder ein Verrückter – vergleichbar einem Mann, der sich für ein pochiertes Ei hält – oder sogar der leibhaftige Teufel. Man muss sich hier entscheiden: Entweder war und ist dieser Mensch der Sohn Gottes oder ein Verrückter oder etwas noch Schlimmeres. Du kannst ihn als Idioten abstempeln, du kannst ihn anspucken und als Dämonen töten – oder du kannst vor ihm auf die Knie fallen und ihn Herrn und Gott nennen. Aber wir sollten aufhören mit dem herablassenden Blödsinn, dass er ein großer menschlicher Lehrer war. Diese Möglichkeit hat er uns nicht offengelassen."1
1 Aus "Jesus – Eine Weltgeschichte" von Markus Spieker – Seite 750.

Ein Buch mit jahrtausend alten Prophezeiungen

Die Bibel ist das einzige Buch mit jahrtausendalten Prophezeiungen, die sich, besonders heute, sehr realistisch erfüllen und maximale Aktualität erreichen!
Die Bibel selbst bezeugt:

  • Jes 42:9 - Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich. Bevor es aufsproßt (eintrifft), lasse ich es euch hören.
  • Jes 46:10 - Der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, - der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus,
  • 1Mo 49:1 - Versammelt euch, und ich will euch verkünden, was euch begegnen wird in künftigen Tagen.

Laut den Aussagen von Prof. Werner Gitt, gingen bereits 3'268 Prophezeiungen der Bibel in Erfüllung. Wer eine solche Zahl als Zufall deklariert, muss sich auch bewusstwerden, wie groß die Wahrscheinlichkeit eines solchen "Zufalls" ist. Sollte die Wahrscheinlichkeit für die Erfüllung einer Prophezeiung bei 50% liegen – die aber bei vielen Prophezeiungen der Bibel wesentlich tiefer liegt – wäre die Wahrscheinlichkeit, dass sich alle 3'268 Prophezeiungen erfüllen, bei 1 zu 1,7 x 10-984. Das Komma würde sich also um fast 1'000 Nullen nach rechts verschieben. Diese Zahl ist so hoch, dass es für sie gar keinen Namen mehr gibt. Die Wahrscheinlichkeit ist also praktisch bei null, dass sich so viele Prophezeiungen erfüllen. Deshalb sagte Prof. Gitt:

"Wenn man nicht von 3'268 Zufällen ausgehen wolle, bleibe nur die Annahme eines allmächtigen und allwissenden Gottes, der die Prophetien im Voraus nennen konnte und später aufgrund seiner Allmacht auch in die Realität umgesetzt hat!"

Deshalb ist seine Schlussfolgerung:

  • Die ganze Bibel muss wahr sein !

Weitere Informationen: Der prophetisch- mathematische Gottesbeweis


Nachfolgend möchte ich einige Beispiele für die maximale Aktualität der biblischen Prophezeiungen auflisten:

Beispiele für die maximale Aktualität

Das Leben von Jesus wurde genau prophezeit

Das ganze Leben von Jesus ist im Alten Testament genau vorausgesagt. Denken wir nur an Jes 7, 11 oder 53. Auch Ps 22 beschreibt sehr detailliert das Sterben Jesu am Kreuz. Weitere Prophezeiungen zum Leben Jesu finden Sie unter: Weitere Prophezeiungen siehe hier.

Der Staat Israel

Die Zerstreuung und Rückkehr Israels sowie die Gründung des Staates Israel (1948) als auch dessen weiteres Schicksal wurde in der Bibel schon längst prophezeit:

  • Lk 21:24 - Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen; und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden.
  • Hes 11:17 - Darum sage: So spricht der Herr, HERR: Ich werde euch aus den Völkern sammeln und euch aus den Ländern zusammenbringen, in die ihr zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben.
  • Jes 14:1 - Denn der HERR wird sich über Jakob erbarmen und Israel noch einmal erwählen und wird sie in ihr Land setzen.
  • Jer 16:15 - So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land des Nordens heraufgeführt hat und aus all den Ländern, wohin er sie vertrieben hatte! Und ich werde sie in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe.

Das war nur eine kleine Auswahl von vielen Prophezeiungen über das Volk Israel! Einige weitere Bibelstellen zu Prophezeiungen über Israel möchte ich an dieser Stelle einfach kurz auflisten: 5Mo 30:3Jer 3:18Jer 32:37Hes 34:13 u. v. m.

Jerusalem als "Streitobjekt" für alle Völker

In der Menschheitsgeschichte wurde um keine Stadt so viel und so heftig gestritten, wie um Jerusalem. Dies wird sich auch bis zum Ende dieses Zeitalters nicht ändern. So schreibt der Prophet Sacharja in Kap 12:2-3:

  • Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. 3 Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.

Das globale und universale Geschehen

Trotz der Modernisierung unserer Gesellschaft, trotz des Fortschritts, des Humanismus und der rasanten Zunahme von Wissen, wurde die menschliche Gesellschaft bis heute nicht friedlicher. Auch das hat uns die Bibel in Lk 21:9-11a durch den Sohn Gottes prophezeit:

  • "Wenn ihr aber von Kriegen und Empörungen hören werdet, so erschreckt nicht! Denn dies muss vorher geschehen, aber das Ende ist nicht sogleich da. 10 Dann sprach er zu ihnen: Es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich; 11 und es werden große Erdbeben sein und an verschiedenen Orten Hungersnöte und Seuchen (Pandemien) und auch Schrecknisse ..."

In Vers 25 fährt Jesus weiter und sagt:

  • "Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer."

Auch im Alten Testament gibt es dazu eine Fülle von Prophezeiungen. Hier sei nur eine erwähnt:

  • Hag 2:6-7 - Denn so spricht der HERR der Heerscharen: Noch einmal - wenig Zeit ist es noch - und ich werde den Himmel und die Erde und das Meer und das Trockene erschüttern. Dann werde ich alle Nationen erschüttern, und die Kostbarkeiten aller Nationen werden kommen, und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit füllen, spricht der HERR der Heerscharen.

Die modernen Technologien

Unsere modernen Technologien wurden in der Bibel bereits vor mehr als 2'000 Jahren vorausgesagt:

  1. Weltraumfahrt:
    1. Ob 1:4 - Wenn du dein Nest auch hoch bautest wie der Adler und wenn es zwischen die Sterne gesetzt wäre: ich werde dich von dort hinabstürzen, spricht der HERR.
    2. Am 9:2 - Wenn sie in den Scheol einbrechen, wird meine Hand sie von dort holen. Und wenn sie in den Himmel hinaufsteigen, werde ich sie von dort herunterbringen.
    3. Jes 14:13 - Und du, du sagtest in deinem Herzen: «Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden.
  2. Satellitentechnik mit Rundfunk:
    1. Ps 73:9 - Sie setzen in den Himmel ihren Mund, und ihre Zunge ergeht sich auf der Erde.
  3. Bewegende und sprechende Bilder:
    1. Offb 13:15 - Und es wurde ihm gegeben, dem Bilde des Tieres Odem zu geben, auf daß das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.

Die zunehmende Geschwindigkeit der Ereignisse

Das letzte Buch der Bibel (die Offenbarung) beschreibt uns u. a. die letzte Phase dieses Zeitalters, in der alles "sehr schnell" abläuft. So schreibt Johannes gleich zu Beginn:

  • "Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was schnell (gr. tachos) geschehen muss." (Offb 1:1)

In der Endzeit erleben wir, wie durch die moderne Technik (Elektronik, Computer, Internet, künstliche Intelligenz usw.) alles immer schneller wird und wie sich die Ereignisse überschlagen.

Die globale Erfassung

Alles wird global, zahlen-, markierungs- und datenmäßig erfasst: Alle Produkte bis hin zum Menschen. Diese Entwicklung bildet die Grundlage, damit das geschehen kann, was in Offb 13:16-17 prophezeit wurde:

  • "Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, dass man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt; 17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens."

Ein vollständiger Schöpfungsbericht

Die Bibel ist das einzige Buch mit einem einzigartigen, sachlichen und vernünftigen Schöpfungsbericht, mit typischer und keimhafter Nennung aller Dinge, die existieren.

Die Himmel und die Erde

Die Bibel beginnt sehr einfach:

  • "Im Anfang schuf Gott die Himmel (Mz.) und die Erde. 2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte (w. vibrierte) über den Wassern." (1Mo 1:1-2)

Tatsächlich ist Atomelement Nr. 1 der Wasserstoff, welcher sich im ganzen Weltall "in Strömen ergießt" und sich in unzähligen Verbindungen (Molekülen) vorfindet; besonders mit Sauerstoff (Wasser = H2O).

Das Licht

  • 1Mo 1:3 - Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.

Das Licht gilt als Voraussetzung für das Leben. Damit erwähnt die Bibel nicht nur das Gebiet der Optik und ihrem ganzen Farbspektrum, sondern auch die unsichtbaren Strahlungen, wie die elektromagnetischen Wellen, mit allen ihren Kraftwirkungen.

Der Weltraum für Sonne, Mond und Sterne

  • 1Mo 1:6-8a - Und Gott sprach: Es werde eine Wölbung (o. Ausdehnung) mitten in den Wassern, und es sei eine Scheidung zwischen den Wassern und den Wassern! 7 Und Gott machte die Wölbung und schied die Wasser, die unterhalb der Wölbung von den Wassern, die oberhalb der Wölbung waren. Und es geschah so. Und Gott nannte die Wölbung (o. Ausdehnung) Himmel.

Da es in der Bibel mehrere Himmel gibt (1Kö 8:27), ist der sichtbare Weltraum (mit Sonne, Mond und Sterne) nur ein Teil der Himmel. Die Bibel berichtet auch von Himmelsräumen, die sich sehr wahrscheinlich außerhalb von "Raum und Zeit" befinden (2Kor 12:2Am 9:6).

Die Meere und das trockene Land

  • 1Mo 1:9-10 - Und Gott sprach: Es sollen sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort sammeln, und es werde das Trockene sichtbar! Und es geschah so. 10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, daß es gut war.

Im Griechischen Neuen Testament heißt Erde "ge". Aus diesem Wort stammen die Fachbegriffe "Geographie", "Geologie", "Geometrie" usw. Da die Bibel unter "Erde" nur das "Trockene" meint (und nicht etwa den Planet Erde), kann sie auch "von den Enden der Erde" sprechen.

Die Pflanzenwelt

  • 1Mo 1:11-12 - Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringt, Fruchtbäume, die auf der Erde Früchte tragen nach ihrer Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so. 12 Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war.

Hier steht die ganze Wunderwelt der Botanik vor uns.

Die Himmelskörper

  • 1Mo 1:14-16 - Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren; 15 und sie sollen als Lichter an der Wölbung des Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten! Und es geschah so. 16 Und Gott machte die beiden großen Lichter: das größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht und die Sterne.
  • Ps 147:4 - Er zählt die Zahl der Sterne, er ruft sie alle mit Namen.

Die Bewegungen der Himmelslichter bilden unter anderem nichts Geringeres als den Originalchronometer Gottes, welcher die mathematischen Zeitrhythmen auf der Erde und im Weltall bestimmt. Hier ist das große und kaum fassbare Gebiet der Astronomie und Astrophysik erfasst.

Die Wassertiere

  • 1Mo 1:20 - Und Gott sprach: Es sollen die Wasser vom Gewimmel lebender Wesen wimmeln, ...
  • 1Mo 1:21 - Und Gott schuf die großen Seeungeheuer und alle sich regenden lebenden Wesen, von denen die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, ...

Die Fische: Das Wundergebiet der Ichthyologie.

Die Vögel

  • 1Mo 1:20b - ... und Vögel sollen über der Erde fliegen unter der Wölbung des Himmels!
  • 1Mo 1:21b - ... und alle geflügelten Vögel nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war.

Unter dem Begriff Ornithologie bekannt.

Die Landtiere

  • 1Mo 1:24-25 - Und Gott sprach: Die Erde bringe lebende Wesen hervor nach ihrer Art: Vieh und kriechende Tiere und wilde Tiere der Erde nach ihrer Art! Und es geschah so. 25 Und Gott machte die wilden Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war.

Damit haben wir auch die sich auf der Erde bewegende Tierwelt; von uns mit Zoologie und Fauna bezeichnet.

Der Mensch

Aus dem Schöpfungsbericht des Menschen wird auch ersichtlich, welche Bestimmung der Mensch hat, zu welchem "Zweck" er geschaffen wurde und welche Identität er dadurch von Gott erhielt:

  • "Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! 27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 28 Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen! (1Mo 1:26-28)

Hier ist in Kürze das erfasst, was wir wissenschaftlich mit Anthropologie, samt deren Unterteilung in Somatologie, Psychologie, Pneumatologie und Ethnologie, bezeichnen.

Der Abschluss - die Ruhe

Der Schöpfungsakt endet nicht einfach damit, dass die Aktivitäten Gottes, nach der Erschaffung des letzten Geschöpfes, einfach weitergingen! Ab 2Mo 2:2 lesen wir:

  • "Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. 3 Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte."

Am siebten Tag geschah etwas ganz Wichtiges! Hier vollendete Gott Sein Werk! Er ruhte an diesem "ersten Sabbat" und segnete und heiligte ihn."Damit steht hier das große Gebiet der Theologie vor uns. So wie der erste Sabbat geheiligt und damit Gott geweiht wurde, so haben auch alle "Gottgeweihten" die segensreiche Aufgabe, eine gehetzte Menschheit zu segnen und sie durch das Evangelium, bzw. durch die gute Botschaft Gottes, in die Ruhe Gottes einzuführen!

Der Hebräerbrief weist uns darauf hin, wenn wir in Kap 4:10-11 lesen:

  • "Denn wer in die Ruhe (Gottes) eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken, wie Gott von seinen eigenen. 11 Lasst uns nun eifrig sein, in diese Ruhe einzugehen, ..."

Abschließend darf ich noch auf Folgendes hinweisen: Alles Leben auf dieser Erde könnte ohne eine genetische (göttliche) Information nicht existieren! Darum schreibt der Apostel Johannes in Joh 1:1-3:

  • "Im Anfang war das Wort2, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist."
2 griech. "logos": auch "Rechnung", "Information", "Gedanke", "Denkvermögen"

Die Bibel ist somit nicht nur das Wort Gottes, sondern auch die Rechnung Gottes, denn die hebräischen und griechischen Buchstaben sind gleichzeitig auch Zahlen! Diese beiden Sprachen besaßen in der damaligen Zeit kein eigenes Zahlensystem. Die Bibel in den Grundtexten ist demnach ein literarisch-mathematisches Gotteswerk. Das Wort Gottes bezeugt in Hi 31:4 u. a. auch:

  • "Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte?"

Und der Sohn Gottes versicherte uns in Mt 10:30:

  • "Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt."

Intellektuell nicht vollständig erfassbar

Die Bibel ist das einzige Buch, dessen Inhalt auch von gebildeten Fachleuten nicht ohne weiteres verstanden werden kann.
Während normalerweise wenigstens die Fachleute den Text ihrer Bücher verstehen, reden gerade unsere Theologen immer wieder von so genannten "dunklen und unverständlichen Stellen". Mehr als einmal erklärte Jesus den damaligen Fachleuten:

  • "Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt, noch die Kraft Gottes!" (Mt 22:29b)

Andererseits staunten die Theologen über die Antworten, die ihnen schon der zwölfjährige Jesus gab. In Lk 2:47 lesen wir dazu:

  • "Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten."

Das Faszinierende an der Bibel ist auch die Tatsache, dass Unmündige und Kinder die göttlichen Gegebenheiten manchmal besser verstehen und erfassen können als etliche Fachleute. Jesus selbst betete seinen Vater dafür an, indem er sagte:

  • "Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir." (Lk 10:21)

So sind die Kinder – was das uneingeschränkte Vertrauen und die Bereitschaft, sich beschenken zu lassen, betrifft – den Erwachsenen oft weit überlegen. Nicht zuletzt darum sagte Jesus in Mt 18:3:

  • "Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel hineinkommen."

Demnach steht das von Menschen Verachtete, in der Bibel, hoch im Kurs. Nur wenn uns Gott durch seinen Geist den jeweiligen Sinn seiner Worte offenbart, können wir sie auch richtig verstehen. Es darf und muss gesagt werden: Auch für den Menschen, der die Bibel in seiner Muttersprache liest, ist sie für ihn vorerst in einer Fremdsprache geschrieben, die er zuerst einmal lernen muss. Zum Glück ist die Bibel auch gleichzeitig ihr eigenes Konversationslexikon – sie erklärt sich also selbst.
Selbst der hochgebildete und bevollmächtigte Beamte der Königin von Äthiopien, brauchte für das Lesen des Propheten Jesaja eine entsprechende Anleitung. In der Apostelgeschichte lesen wir dazu:

  • "Philippus aber lief hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen und sprach: Verstehst du auch, was du liest? 31 Er aber sprach: Wie könnte ich denn, wenn nicht jemand mich anleitet? Und er bat den Philippus, dass er aufsteige und sich zu ihm setze." (Apg 8:30-31)

Auch im Alten Testament benötigte das Volk Israel die entsprechenden Erklärungen. Da heißt es in Neh 8:8:

  • "Und sie lasen aus dem Buch, aus dem Gesetz Gottes, abschnittsweise vor, und gaben den Sinn an, so dass man das Vorgelesene verstehen konnte."

Das Wort Gottes kann nur von demjenigen richtig verstanden werden, dem es durch den Geist Gottes geoffenbart wurde. Ohne den Geist Gottes, wird man das Wort Gottes – auch bei überragender Intelligenz – nie richtig verstehen und erfassen können. So schreibt Paulus den Korinthern:

  • "Ein Mensch, der Gottes Geist nicht hat, lehnt ab, was von Gottes Geist kommt; er hält es für Unsinn und ist nicht in der Lage, es zu verstehen, weil ihm ohne den Geist Gottes das nötige Urteilsvermögen fehlt. 15 Wer hingegen den Geist Gottes hat, ist imstande, über alle diese Dinge angemessen zu urteilen, während er selbst von niemand, der Gottes Geist nicht hat, zutreffend beurteilt werden kann. 16 Es heißt ja in der Schrift: »Wer hat jemals die Gedanken des Herrn ergründet? Wer wäre je imstande, ihn zu belehren?« Wir jedoch haben den Geist Christi bekommen, sodass uns seine Gedanken nicht verborgen sind." (1Kor 2:14-16)

Wie aber erhält man diesen Geist? Den Geist Gottes kann man sich nicht erwerben oder durch irgendeine religiöse Leistung aneignen; den Geist Gottes kann man sich nur schenken lassen, indem man Gott darum bittet! Darum sagte Jesus:

  • "Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! 10 Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden." (Lk 11:9-10)

Ein Gesamtplan für die ganze Schöpfung

Die Bibel ist das einzige Buch, das einen wunderbaren, umfassenden, feststehenden Gesamtplan für die Schöpfung enthält.
Die Bibel stellt die Gesamtrechnung Gottes dar:

Die Planung – Kostenvoranschlag und Zeitplan

Bei der Planung der Schöpfung hat der allmächtige Gott auch alle damit verbundenen Kosten berechnet sowie einen perfekten Zeitplan erstellt, damit auch garantiert ist, dass seine Schöpfung vollendet und an ein herrliches Ziel geführt werden kann. In Lk 14:28-30 lesen wir Folgendes:

  • "Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht vorher hin und berechnet die Kosten, ob er das Nötige zur Ausführung habe? 29 Damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht vollenden kann, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten, 30 und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und konnte nicht vollenden."

Auch wenn es in diesem Abschnitt zuerst einmal um die Nachfolge Jesu geht, so macht Jesus mit dieser Geschichte auch deutlich, dass Gott nicht nur angefangen hat "zu bauen", sondern dass er auch alles vollenden wird, so dass er einmal alles in allen sein wird (1Kor 15:28).

Die Ausführung des Werkes (Schöpfung)

In den ersten beiden Kapiteln der Bibel, finden wir den Schöpfungsbericht und in Spr 8 wird uns aufgezeigt, wie der HERR am Anfang seines Weges die Weisheit schuf, um alles auf einmalige Weise zu erschaffen.

Die Buchführung während dem Ablauf der Welt- und Heilsgeschichte

Die Bibel – das Wort Gottes – zeigt alle Forderungen, bzw. Ansprüche auf, die durch die Verfehlungen, bzw. Sünden und Gesetzesbrüche entstanden sind. In seiner großen Liebe war Gott aber auch bereit, die Bezahlung der gesamten Schuld zu übernehmen. Ebenso hat er die vollständige Erstattung für alles Leid verheißen!

Die Forderungen, die durch die Schuld entstanden sind:

  • "Die Seele, die sündigt, sie allein soll sterben." (Hes 18:4c)
  • "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, ..." (Röm 6:23a)

Die Wegnahme der Schuld

  • Am folgenden Tag sieht er Jesus zu sich kommen und spricht: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!" (Joh 1:29)

Die Lebendigmachung aller Geschöpfe

  • "Denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden." (1Kor 15:21-22)

Die Erstattung von Leid

Das äußerst schwere Schicksal des armen Lazarus wird nach seinem Sterben durch einen paradiesischen Zustand erstattet (Lk 16:20-31) und auch eine gesamte Schöpfung soll in die Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes geführt werden. So schreibt Paulus in Röm 8:20-21:

  • "Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden - nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat - auf Hoffnung hin, 21 dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes."

Die "Abrechnung und Schlussbilanz"

Diese stimmen genau mit dem "Kostenvoranschlag" und dem herrlichen Endziel der Gedanken Gottes überein (Vollendung). Die Bibel selbst bezeugt:

  • "Denn aus ihm und durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge! Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen." (Röm 11:36)
  • "Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei." (1Kor 15:28)

Eine aussergewöhnlich lange Entstehungszeit

Die Bibel ist das einzige Buch, das sich mehr als eineinhalb Jahrtausende Zeit ließ, um vollendet zu werden.
Nämlich von Mose (ca. 1'500 v. Chr.) bis zu Jesus und den Aposteln (ca. 65 – 90 n. Chr.). Es ist jedoch anzunehmen, dass auch schon Mose über einige Schriftstücke verfügte, welche die Ereignisse der Genesis (1. Mose) enthielten, so dass die Entstehungszeit um einiges länger als 1'600 Jahre dauerte.

Die Bibel entstand durch die unterschiedlichsten Schreiber, zu den verschiedensten Zeiten und trotzdem bildet sie "einen vollkommenen Guss". Sie besteht aus 66 Büchern, die sich gegenseitig ergänzen und bestätigen!

Die gegenseitige Ergänzung und Bestätigung der Bibel, wurde von Chris Harrison und Christoph Römhild eindrücklich visualisiert! Jordan Peterson sagte dazu:

"Die Bibel kann als das erste mit Hyperlinks verknüpfte Buch betrachtet werden kann."

Quelle Chris Harrison: Hier findet man die Grafik mit den Querverweisen!

Außerzeitliche und außergeschöpfliche Angaben

Die Bibel ist das einzige Buch mit außerzeitlichen und außergeschöpflichen Angaben (nicht nur überirdischen Angaben)!

Die Bibel berichtet über Dinge, die vor der Schöpfung schon da waren

Petrus schreibt dazu:

  • "Denn denen, die dies behaupten, ist verborgen, dass von jeher Himmel waren und eine Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte, und zwar durch das Wort Gottes, 6 durch welche die damalige Welt, vom Wasser überschwemmt, unterging." (2Petr 3:5-6)

Demnach gab es erste Himmel und eine erste Erde! Nach dieser ersten Wasserkatastrophe "wurde die Erde wüst und leer" (w. Chaos und Zerstörung; 1Mo 1:2). Bevor Gott die Welt erschuf, existierte die Liebe. So betete Jesus:

  • "Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung (Erschaffung) der Welt." (Joh 17:24)

Die "personifizierte Weisheit" spricht in Spr 8:22-24:

  • "Der HERR hat mich geschaffen als Anfang seines Weges, als erstes seiner Werke von jeher. 23 Von Ewigkeit her war ich eingesetzt, von Anfang an, vor den Uranfängen der Erde. 24 Als es noch keine Fluten gab, wurde ich geboren, als noch keine Quellen waren, reich an Wasser."

Die Bibel sagt, was sich außerhalb unseres Weltalls befindet

Auch dazu möchte ich als Beispiele zwei Verse aus der Bibel zitieren:

  • "Gott allein besitzt Unsterblichkeit und bewohnt ein unzugängliches Licht, den keiner der Menschen gesehen hat, auch nicht sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen." (1Tim 6:16)
  • "Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfüllte." (Eph 4:10)
  • "Nach diesem sah ich: Und siehe, eine Tür, geöffnet im Himmel, und die erste Stimme, die ich gehört hatte, wie die einer Posaune, die mit mir redete, sprach: Komm hier herauf! Und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss." (Offb 4:1)

Die Bibel verheißt eine neue Schöpfung und neue Zeitalter

Die jetzigen Himmel (Mz.) und die gegenwärtige Erde werden durch eine Neuschöpfung ersetzt:

  • "Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr im Gericht erfunden werden. ... 13 Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt". (2Petr 3:10 + 2Petr 3:13)

Diese neue Schöpfung wurde auch schon im Alten Testament prophezeit! So heißt es in Jes 65:17:

  • "Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das Frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen."

Die Bibel sagt uns, was ohne Anfang und Ende ist

Im Gegensatz zu uns, lebt Gott nicht nur in "Raum und Zeit"! Die Bibel legt den Schluss nahe, dass Gott durch Christus "Raum und Zeit" erschuf. So heißt es zu Beginn des Hebräerbriefes:

  • " ... in diesen letzten Tagen (hat Gott) zu uns gesprochen durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben des Alls, durch den er auch die Weltzeiten (gr. Äonen) gemacht hat." (Hebr 1:2)

Wenn Jesus Christus mit großer Macht und Herrlichkeit wiederkommt (Mt 24:30), wird er in Ewigkeit herrschen und sein Königtum wird kein Ende haben (Lk 1:32-33). Am Ende aller Zeiten, wenn Gott alles in allen sein wird (1Kor 15:28), bleiben noch drei Dinge weiter bestehen: Der Glaube, bzw. die Treue, die Hoffnung oder die Erwartung und die Liebe (1Kor 13:10-13).

Antworten auf alle Fragen

Die Bibel ist das einzige Buch mit Antworten auf alle grundlegenden Fragen und Lösungen aller Probleme.
So wurden z. B. die Verständnisfragen eines hochgebildeten Beamten durch die Erklärung eines Apostels befriedigend beantwortet (Apg 8:26-39). Gott selbst spricht durch den Propheten Jeremia:

  • "Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen." (Jer 6:16)

Die Antworten der Bibel vermitteln Ruhe und bleibenden Frieden für die Seele. Wer allerdings in der Gottlosigkeit verharrt, wird keine Antworten finden, die ihn auf Dauer befriedigen (vgl. dazu Dan 12:8-10)! Die Bibel ist gleichzeitig auch das einzige Buch, das beim Lesen und Hören ganze "Fragenkomplexe" aufwirft, die sie aber selbst alle beantwortet und vollständig befriedigend löst. Jesus war nie um eine Antwort verlegen, während er seine Widersacher mit seinen Fragen so in Verlegenheit brachte, dass sie nicht mehr wagten, ihn mit Fragen zu versuchen. So lesen wir in Lk 20:21-26:

  • "Und sie fragten ihn und sagten: Lehrer, wir wissen, dass du recht redest und lehrst und die Person nicht ansiehst, sondern den Weg Gottes in Wahrheit lehrst. 22 Ist es uns erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht? 23 Aber er nahm ihre Arglist wahr und sprach zu ihnen: 24 Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift hat er? Sie aber antworteten und sprachen: Des Kaisers. 25 Er aber sprach zu ihnen: Gebt daher dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! 26 Und sie konnten ihn in seinem Wort vor dem Volk nicht fangen; und sie verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen."

Immer wieder versuchten die Pharisäer und Schriftgelehrten Jesus als "Gesetzesübertreter" zu brandmarken, weil er am Ruhetag, bzw. am Sabbattag, Menschen heilte. Mit seiner Antwort aus Mt 12:10-12 ließ er seine Ankläger sprachlos zurück, so dass sie nur noch darüber debattierten, wie sie Jesus umbringen könnten. Jesus stellte immer wieder genau die Fragen, die das "Kernproblem" von uns Menschen betrifft. Je nach Zustand unseres Herzens, bewirken seine Fragen entweder eine Weiterführung, eine Ratlosigkeit oder sogar tiefste Ablehnung, die dann eine Blockade zur Folge haben (Mt 21:24-27 – Mt 22:41-46)!

Seit Jahrtausenden umstritten

Die Bibel ist das einzige Buch, das seit Jahrtausenden umstritten ist, weil sie zu letzten Entscheidungen auffordert!
Die zentralste Forderung der Bibel lautet zusammengefasst:

Obwohl diese Forderung der Bibel gut und vollkommen ist, scheitern wir Menschen immer wieder aufs Neue daran. Daraus entsteht eine Dissonanz, die in uns normalerweise eine (un-)bewusste Ablehnung von Gottes Wort zur Folge hat. Die Bibel hält uns einen Spiegel vor Augen und offenbart uns unsere eigene Fehlerhaftigkeit. Die meisten Leute, die auf ihre Leistungen oder ihre Stellung in der Gesellschaft stolz sind, werden sich gegen das Urteil Gottes sträuben und lehnen deshalb das Wort Gottes ab! Die gescheiterten und demütigen Menschen bestätigen das Urteil Gottes und freuen sich darüber, dass Jesus ihnen ihre Sünden und Schuld abgenommen und sie jetzt – allein durch den Glauben – mit der Gerechtigkeit Gottes beschenkt hat!

Nachfolgend möchte ich einige Beispiele für das Auffordern von letzten Entscheidungen und ihre Konsequenzen auflisten:

  • "... Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens vor und den Weg des Todes." (Jer 21:8b)
  • "Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören 29 und hervorkommen werden: die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben zur Auferstehung des Gerichts." (Joh 5:28-29)
  • "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen." (Joh 5:24)
  • "Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut." (Mt 12:30)

Die Bibel stellt vorerst ungeheure Ansprüche: Das Gesetz und die Anforderungen der Bergpredigt (z. B. Mt 5:1ff), um gleichzeitig – aufgrund der Liebestat von Golgatha, – allen Glaubenden alles zu schenken. So schreibt Paulus in Röm 8:32:

  • "Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?"

Und in Offb 22:17 lesen wir:

  • "Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!"

Die LIEBE – das ewige Wesen Gottes

Die Bibel ist das einzige Buch, worin Liebe und Barmherzigkeit als das ewige Wesen des einzigen, wahrhaftigen Gottes bezeugt wird. Darum ist für die ganze Schöpfung eine herrlichste Erlösung und Vollendung garantiert.
So bezeugt uns das Wort Gottes u. a. Folgendes:

  • "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." (Joh 3:16)
  • "Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm." (1Jo 4:16)
  • "Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig; sie neidet nicht; die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5 sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, ..." (1Kor 13:4-5)
  • "Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst und er hat ihnen ihre Übertretungen nicht zugerechnet!" (2Kor 5:19)

Durch das Heilswirken Gottes auf Golgatha entstand die Grundlage für eine unübertreffliche Hoffnung, welche die gesamte Schöpfung betrifft. Paulus bringt diese Erwartung in Röm 8:19-22 zum Ausdruck, als er schrieb:

  • "Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. 20 Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden – nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat – auf Hoffnung hin, 21 dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. 22 Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt."

Die Gerichte Gottes sind nicht das Letzte, denn die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht und deshalb wird auch die Barmherzigkeit am Ende stehen (Jak 2:13).

Alle Strafgerichte Gottes sind nie ziel- oder zwecklos, sondern verfolgen immer das Ziel der Liebe Gottes!

Auch das bezeugt uns das Wort Gottes an mehreren Stellen:

  • "Denn nicht ewig rechte ich, und nicht für immer zürne ich; denn ihr Lebenshauch würde vor mir verschmachten und die Menschenseelen, die ich ja gemacht habe." (Jes 57:16)
  • "Wer ist ein Gott wie du, der Schuld vergibt und Vergehen verzeiht dem Überrest seines Erbteils! Nicht für immer behält er seinen Zorn, denn er hat Gefallen an Gnade." (Mi 7:18)
  • "Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Gott und keiner sonst. 23 Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören 24 und sagen: Nur in dem HERRN ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren." (Jes 45:22-24; vgl. dazu auch Phil 2:9-11)

Es dürfte klar sein, dass es sich hier nicht um ein erzwungenes Lippenbekenntnis handeln kann, denn für den HERRN ist nur ein Bekenntnis mit ehrlichem Herzen von Bedeutung. Ein reines "Lippenbekenntnis" ist für Gott völlig wertlos (Jes 29:13). Ebenso ist der Wille Gottes in Bezug auf alle Menschen, ganz klar:

  • "Gott will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." (1Tim 2:4)
  • " ... denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen." (1Tim 4:10)

Alles was Gott will, wird früher oder später auch geschehen (Ps 135:6Eph 1:11 u. a.)!

Selbst die Widerspenstigen, die den Rat des Höchsten verachtet haben und die Toren, die einen gottlosen Weg gingen, werden nach schweren Zeiten des Gerichtes, vom Herrn gerettet (Ps 107:10-22).

Trotz allen Gerichtsankündigungen und deren Durchführung, hat Gott sich – nach den Gedanken seines Herzens, anlässlich der Gesetzgebung am Sinai – vorbehalten:

  • "... und ich werde begnadigen, wen ich begnadigen werde und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarmen werde." (2Mo 33:19b)

Und der Erste aller Sünder (1Tim 1:15) schrieb:

  • "Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden." (1Kor 15:22)
  • "Wie es nun durch eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis kam, so auch durch eine Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens." (Röm 5:18)

Zusammenfassend schreibt er dann in Röm 11:32-36:

  • "Denn Gott hat alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er sich aller erbarmt. 33 O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege! 34 Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? 35 Oder wer hat ihm vorher gegeben, und es wird ihm vergolten werden? 36 Denn aus ihm und durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge! Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen."

Es gibt keinen Gott, der so vollkommen und so herrlich und so voller Liebe ist, wie der Gott der Bibel!

Die Bibel kann durch kein anderes Buch auch nur annähernd "getoppt" werden!


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