Joh 11:25

Aus Bibelwissen

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Grundtexte

GNT Joh 11:25 εἶπεν αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς ἐγώ εἰμι ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωή ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ κἂν ἀποθάνῃ ζήσεται
REC Joh 11:25 Εἶπεν +2036 αὐτῇ +846+3588 Ἰησοῦς +2424, Ἐγώ +1473 εἰμι +1510+3588 ἀνάστασις +386 καὶ +2532+3588 ζωή +2222. ὁ +3588 πιστεύων +4100 εἰς +1519 ἐμὲ +1691, κᾂν +2579 ἀποθάνῃ +599, ζήσεται +2198

Übersetzungen

ELB Joh 11:25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;
KNT Joh 11:25 Jesus entgegnete ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an Mich glaubt, wird für den Äon leben, wenn er auch stirbt.
ELO Joh 11:25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;
LUO Joh 11:25 Jesus +2424 spricht +2036 (+5627) zu ihr +846: Ich +1473 bin +1510 (+5748) die Auferstehung +386 und +2532 das Leben +2222. Wer an +1519 mich +1691 glaubt +4100 (+5723), der wird leben +2198 (+5695), ob +2579 er gleich stürbe +599 (+5632);
PFL Joh 11:25 Sprach zu ihr Jesus: [Ich] bin die Auferstehung und das Leben; der in Mich hinein Glaubende, auch wenn er starb, wird leben,
SCH Joh 11:25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt;
MNT Joh 11:25 (Es) sprach +3004 zu ihr Jesus: +2424 Ich bin die Auferstehung +386 und das Leben +2222; der Glaubende +4100 an mich - auch wenn er stirbt +599 - wird leben, +2198
HSN Joh 11:25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben20. Wer an mich glaubt21, wird leben, auch wenn er stirbt22,
WEN Joh 11:25 Jesus sagte zu ihr: Ich, ich bin die Auferstehung und das Leben. Der, der an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,

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Erste Gedanken

Informationen

📓 Die Auferstehung des Lazarus (PDF) Joh Kap. 11, W. Einert
📓 Die Auferstehung (PDF) W. Einert

Fußnoten aus HSN

20 Dies ist ein Höhepunkt der Ich-bin-Worte Jesu; vgl. Joh 8:12 - Joh 8:24 - Joh 8:58 mit Anmerkungen! - Auferstehung ist nicht ein Vorgang, den "es gibt", sondern eine Person, die da ist: Jesus. Er wird die Toten rufen und selbst ihre Auferstehung bewirken (Joh 5:21 - Joh 5:28,29 - Joh 11:43,44 - 1Thes 4:16), so wie er dies bereits jetzt an geistlich Toten fortwährend tut (Joh 5:24,25 - Eph 2:4-6).
21 o. mir vertraut (sich mir anvertraut als dem Heiland und Herrn)
22 vgl. Lk 20:38 - Röm 14:7-9 - 2Kor 5:9 - Phil 1:21 - Phil 1:23

Interlinear-Übersetzung

Grundtext Transliteration Übersetzung Strong-Nr.
εἶπεν eipen sprach, sagte G2036
αὐτῇ autē zu ihr, ihr G846
ho der G3588
Ἰησοῦς Iēsous Jesus G2424
Ἐγώ Egō Ich G1473
εἰμι eimi bin G1510
die G3588
ἀνάστασις anastasis Auferstehung G386
καὶ kai und G2532
das G3588
ζωή zōē Leben G2222
ho der G3588
πιστεύων pisteuōn glaubende, vertrauende G4100
εἰς eis in, an G1519
ἐμὲ eme mich G1691
κἂν kan auch wenn, selbst wenn G2579
ἀποθάνῃ apothanē stirbt, gestorben ist G599
ζήσεται zēsetai wird leben G2198

Versanalyse & Erläuterungen

Grammatikalische Struktur

Verbformen:

  • εἶπεν (eipen) – Aorist Indikativ Aktiv, 3. Person Singular von λέγω (legō, "sagen"). Der Aorist kennzeichnet eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit.
  • εἰμι (eimi) – Präsens Indikativ Aktiv, 1. Person Singular von εἰμί (eimi, "sein"). Das beständige "Ich bin" drückt zeitlose Existenz und Identität aus.
  • πιστεύων (pisteuōn) – Partizip Präsens Aktiv von πιστεύω (pisteuō, "glauben/vertrauen"). Das Präsens-Partizip betont die andauernde, fortgesetzte Handlung des Glaubens.
  • ἀποθάνῃ (apothanē) – Aorist Konjunktiv Aktiv, 3. Person Singular von ἀποθνῄσκω (apothnēskō, "sterben"). Der Konjunktiv mit κἂν (kan) drückt eine hypothetische Bedingung aus ("auch wenn").
  • ζήσεται (zēsetai) – Futur Indikativ Medium, 3. Person Singular von ζάω (zaō, "leben"). Das Futur weist auf eine zukünftige, gewisse Realität hin.

Theologische Schlüsselbegriffe

ἀνάστασις (anastasis) – Auferstehung:

Das Wort bedeutet wörtlich "Aufstehen" oder "Aufrichtung" und bezeichnet im NT die leibliche Auferstehung der Toten. Jesus identifiziert sich nicht nur als Einer, der Auferstehung bewirkt, sondern als die Auferstehung selbst – er verkörpert sie in seiner Person (Joh 5:21-29; 1Kor 15:20-23).

ζωή (zōē) – Leben:

Im Johannesevangelium bezeichnet ζωή besonders das ewige, göttliche Leben, das qualitativ von biologischem Leben (βίος, bios) unterschieden wird. Jesus ist die Quelle dieses Lebens (Joh 1:4; Joh 5:26; Joh 14:6; 1Jo 5:11-12).

πιστεύων εἰς (pisteuōn eis) – an ihn glauben:

Die Präposition εἰς (eis, "in/hinein") mit πιστεύω betont nicht nur intellektuelle Zustimmung, sondern persönliches Vertrauen und Hingabe an Jesus als Person. Es ist eine dynamische, anhaltende Beziehung (Joh 3:16; Joh 6:35; Joh 20:31).

Kontext der Aussage

Dieser Vers steht im Zentrum der Lazarus-Erzählung (Joh 11:1-44). Martha bekennt ihren Glauben an die endzeitliche Auferstehung (Joh 11:24), aber Jesus lenkt ihren Blick auf seine Person: Die Auferstehung ist nicht nur ein zukünftiges Ereignis, sondern gegenwärtige Realität in ihm. Unmittelbar danach demonstriert Jesus seine Macht über den Tod durch die Auferweckung des Lazarus (Joh 11:43-44).

Hintergrundinformationen

Die "Ich bin"-Aussagen (Ἐγώ εἰμι):

Johannes 11:25 gehört zu den sieben großen "Ich bin"-Worten Jesu im Johannesevangelium, die seine göttliche Identität offenbaren. Die Formulierung erinnert an Gottes Selbstoffenbarung in 2Mo 3:14 ("Ich bin, der ich bin" – hebr. ehyeh asher ehyeh). Weitere "Ich bin"-Aussagen: Joh 6:35 (Brot des Lebens), Joh 8:12 (Licht der Welt), Joh 10:11 (guter Hirte), Joh 14:6 (Weg, Wahrheit, Leben), Joh 15:1 (wahrer Weinstock).

Auferstehungsglaube im Judentum:

Zur Zeit Jesu war die Auferstehung ein umstrittenes Thema. Die Pharisäer glaubten daran (Apg 23:6-8), die Sadduzäer leugneten sie (Mt 22:23-33). Das AT deutet die Auferstehung an (Hi 19:25-27; Ps 16:10-11; Jes 26:19; Dan 12:2). Jesus revolutioniert dieses Konzept, indem er sich selbst als Quelle und Garanten der Auferstehung identifiziert.

Leben trotz physischen Todes:

Die paradoxe Aussage "auch wenn er stirbt, wird er leben" zeigt, dass der physische Tod für Gläubige nicht das Ende bedeutet. Das Leben, das Jesus gibt, transzendiert den Tod (Joh 5:24; Röm 8:10-11; 2Kor 5:1-8; Phil 1:21-23). Für Jesus ist der Tod nur ein "Schlaf" (Joh 11:11-14; 1Thes 4:13-14).

Christologische Bedeutung:

Dieser Vers offenbart Jesu einzigartige Identität als derjenige, der Leben gibt und über den Tod herrscht. Seine eigene Auferstehung (Joh 20:1-18) bestätigt seine Autorität und macht ihn zum "Erstling der Entschlafenen" (1Kor 15:20). Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er den Tod besiegt (1Kor 15:54-57; 2Tim 1:10; Hebr 2:14-15; Offb 1:18).

Verbindung zu anderen johanneischen Themen:

Das Thema "Leben durch Glauben an Jesus" durchzieht das gesamte Johannesevangelium (Joh 3:15-16; Joh 5:24; Joh 6:47; Joh 10:10; Joh 17:3; Joh 20:31). Die Auferstehung ist nicht nur ein zukünftiges Ereignis, sondern eine gegenwärtige Realität für den Glaubenden.

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