Mutiges Bekenntnis

Aus Bibelwissen

von Christoph Buch

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„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott."

Jesaja 41,10

„Hilf uns, deinen Dienern, deine Botschaft mutig und offen zu verkünden."

Apostelgeschichte 4,29

Furcht ist menschlich. Wir alle haben uns sicher schon einmal gefürchtet. Als Kinder vor der Dunkelheit, dem Alleinsein oder vor dem Gewitter. In der Schule vielleicht vor Lehrern oder Mitschülern. In der Ausbildung oder dem Studium vor schweren Prüfungen, im Beruf vor Chefs oder Kollegen und im Alter vor Krankheit und Einsamkeit und dann zuletzt vor dem Tod (Hebr 2:15).

Auch das Volk Israel, Gottes auserwähltes Volk, hatte Gründe, sich zu fürchten. Immer wieder, und das gilt bis heute, wird Israel angefeindet und angegriffen (Ps 83:2-5). Und genau in diese Situation hinein spricht der lebendige Gott das Wort aus Jesaja 41:10 zu seinem Volk:

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott.“

Gott ist hier wie ein Vater oder eine Mutter, die ihrem Kind Mut machen und es vor Angriffen und Gefahren schützen will. Auch ich habe als Kind Schutz bei meinen Eltern gesucht und gefunden. Das gab mir Sicherheit und inneren Frieden. Und genau das gibt uns unser himmlischer Vater: Sicherheit und Frieden. Allerdings stehen dahinter seine göttliche Autorität und Stärke und nicht menschliche Unvollkommenheit und Schwäche. Wir dürfen immer wissen, dass wir es mit dem Allmächtigen zu tun haben (1Mo 17:1 / Offb 1:8). Weil der lebendige Gott, unser himmlischer Vater, bei uns ist, brauchen wir uns nicht zu fürchten (Ps 23:4).

Das hat auch Paulus erfahren, als er in Korinth Jesus Christus bezeugte und deshalb angefeindet wurde. So lesen wir in Apostelgeschichte 18:9-10: „Der Herr aber sprach durch eine Erscheinung in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll dich angreifen, dir Böses zu tun; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt." Diese Zusage gab Paulus die Zuversicht und Sicherheit, Jesus Christus weiterhin ohne Furcht zu bezeugen.

Und Paulus ist es auch, der bezeugt, dass Jesus Christus unser Friede ist: „Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen." (Eph 2:14)

Der Frieden Jesu ist ein beständiger, göttlicher und kein brüchiger, menschlicher Friede. In Johannes 14:27 bezeugt Jesus: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam." Der Frieden Jesu ist ein innerer Frieden, der uns vor Angst und Furcht schützt (Phil 4:7).

Mit der Ermunterung „Fürchte dich nicht" und der Zusage des göttlichen Friedens dürfen wir mutig in den heutigen Tag gehen und auch in eine für uns ungewisse Zukunft. Wir müssen nicht zurückweichen, wenn uns der Wind der Verachtung und des Spotts entgegenweht. Jesus Christus ist jeden Tag bei uns, denn ER hat verheißen: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Mt 28:20)

Das gibt Kraft und Zuversicht nicht nur für die Herausforderungen des Alltags, sondern auch dazu, Jesu Botschaft mutig und offen zu verkündigen (Apg 4:29). Das muss keine „Frontalevangelisation" sein. Das kann das stille Gebet vor dem Essen in der Kantine sein oder der Hinweis beim Bezahlen im Geschäft oder Restaurant, dass mir zu viel Geld herausgegeben wurde. Oft sind es scheinbare Kleinigkeiten, die zeigen, dass wir zu Jesus Christus gehören (Joh 13:35). Und vielleicht werden wir auch gefragt, warum wir so anders als erwartet gehandelt haben.

Dann dürfen wir uns mutig und offen zu IHM bekennen und SEIN Heil bezeugen (Röm 10:9-10). Ganz wichtig dabei ist, dass wir unseren HERRN Jesus Christus mit Liebe und Freude verkündigen und nicht verkrampft oder aus innerem Zwang. Nur wenn das Licht SEINER Freude und SEINES Friedens in uns strahlt, dürfen wir leuchten wie Himmelslichter in einer dunklen Welt (Phil 2:15). Dann sind wir Botschafter an Christi statt und dürfen den Menschen verkündigen: „Lasst euch versöhnen mit Gott!" (2Kor 5:20)

Dazu möge der HERR uns SEINEN Segen geben!