5. Gesicht im Himmel: Unterschied zwischen den Versionen

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5. Gesicht auf Erden
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[http://www.bibelwissen.ch/wiki/5._Gesicht_auf_Erden '''5. Gesicht auf Erden'''] ([[Offb 14:6]]-20)

Aktuelle Version vom 10. November 2019, 16:05 Uhr

Abschrift des Buches: Offenbarung Jesu Christi von August Fuhr
erschienen 1950 im Philadelphia Verlag, August Fuhr, Reutlingen

in Bearbeitung

Inhaltsübersicht des Buches:
Kapitel davor:
4. Gesicht auf Erden (Offb 12:13 - Offb 13:18)

5. Gesicht im Himmel

Offb 14:1-5

Die 144 000 und das Lamm

Offb 14:1: Und ich sah und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit Ihm 144 000, die hatten Seinen Namen und den Namen des Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.

Nicht nur die Stiftshütte und ihre Einrichtungen sind ein Abbild des "Himmlischen", sondern auch Jerusalem und der Berg Zion. Das jetzige irdische Jerusalem befindet sich samt seinen Kindern in Knechtschaft. "Das OBERE JERUSALEM aber ist frei, welches ist unseres Mutter" (Gal 4:25.26)- "Wir aber sind gekommen zum BERGE ZION (der im Himmel ist) und ...zu dem HIMMLISCHEN JERUSALEM" (Hebr 12:22.23) Dort stehen jetzt die 144 000, die nach Offb 7:4 versiegelt wurden, damit sie bewahrt werden und unberührt bleiben von den kommenden Posaunengerichten. Es sind Erstlinge aus Israel und gehören wohl zur Braut des Lammes. Jetzt sind sie am Ziel, auf dem Berge Zion, in der Stadt des lebendigenGottes, dem NEUEN Jerusalem, hindurchgebracht und herrlich gemacht. Nach Offb 14:4 folgen sie dem Lamme nach. Das Lamm aber ist noch nicht auf die Erde hernieder gekommen. Im irdischen Jerusalem sitzt noch der Antichrist im Tempel Gottes.

Was liegt doch dem Heiland daran, dass Seine Auserwählten und Versiegelten - zu welchen Organismen sie auch gehören mögen - bewahrt werden! Von Seinen Jüngern sagt Er (Joh 17:12). "Als Ich ei ihnen war, erhielt Ich sie in Deinem Namen, die Du Mir gegeben hast, und Ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren gegangen...." Und da Er wohl wusste, dass Er in den kommenden entscheidenden Stunden, nicht mehr imstande ist, die Seinen zu bewahren, hat Er sie der Bewahrung des Vaters übergeben. Er wusste wohl, dass sie dem auf sie losstürmenden Feind niemals gewachsen sind, darum betet Er: "Heiliger Vater, bewahre sie in Deinem Namen!" - Aber der Herr ist treu, DER wird euch stärken und bewahren vor dem Argen" (1Thes 3:3); sind sie doch in Gott, dem Vater Geliebten, die FÜR Jesum Christum bewahrt werden (Jud 1:1) "Kein Schäflein lässt sich Jesus rauben aus Seiner treuen Hirtenhand." Das soll uns zu einer inneren Ruhe und zu einem Geborgensein im Heiland führen.

Offb 14:2: Und ich hörte eine Stimme vom Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie die Stimme eines großen Donners; und die stimme, die ich hörte, war wie die Stimme von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielten.
Ein gewaltiger Lobgesang, wie Wasserrauschen und Donnerklang, und doch zugleich wie liebliches Harfenspiel, durchflutet alle Himmelsweiten.
Als Salomo den Tempel einweihte und die Priester geheiligt aus dem Tempel herausgingen "und auch die Leviten, alle Sänger und ihre Söhne dastanden.... mit Zimbeln, Psaltern und Harfen... und bei ihnen 120 Priester, die mit Trompeten bliesen, da war es wie wenn die, welche die Trompeten bliesen und sangen, nur EINE Stimme hören ließen, zu LOBEN und zu DANKEN dem Herrn..., dass der Herr freundlich ist und Seine Güte ewig währt; DA wurde das Haus des Herrn erfüllt... mit der Herrlichkeit des Herrn" (2Chr 5:11-14) Das ist ein Vorgeschmack himmlischer Harmonie.

Sie sangen ein neues Lied

Offb 14:3: Und sie sangen ein neues Lied vor dem Throne und vor den vier Lebewesen und den Ältesten, und niemand konnte das Lied lernen aus nur die 144 000, die erkauft sind von der Erde.
Himmlische Wesen singen ein neues Lied, das man auch im Himmel noch nie gehört hat. Kein Mensch kennt es. Das Lied Moses und des Lammes, das die Sänger am gläsernen Meer singen (Offb 15:9), ist kein neues, sonder ein uraltes Lied. Alle Versuche, den Inhalt dieses Liedies zu deuten, sind vergeblich.

Niemand, höre wohl! niemand kann das Lied lernen als nur die 144 000, die erkauft sind von der Erde. Sie allein geht es an. Heißt das zugleich, dass es sich bei ihnen um eine ganz besondere, einmalige Schar handelt? Ist es eine kleine, aber zu Besonderem auserwählte Schar aus Israel? Wir erhalten aus der Schrift keinen weiteren Aufschluss über diese Erstlingsschar.

Im 1Chr 12. werden die Zahlen der Krieger Davids aufgezählt. Aus jedem Stamm sind es Tausende udn Zehntausende, zusammen 339 000 Mann. Außer diesen waren von den Kindern Isaschars, welche Einsicht in die Zeiten hatten,um zu wissen, was Israel tun sollte, 200 Hauptleute. "Und AQLLE IHRE BRÜDER FOLGTEN IHREM WORT." Diese 200 Ausgesonderten und prophetisch Begabten wussten, was die 229 000 tun sollten. Von ihnen hing das Geschick des ganzen Volkes ab.

Das ist Gottes Art, durch einzelne, wenige, die Vielen, das Ganze zu segnen und zum Ziel zu führen.

Auch muss diese Schar das Lied erst LERNEN . Auf Erden hat sie es noch gesungen. Ob es ihr wohl neues Licht, neue Klarheit, neue Herrlichkeiten enthüllt?

Ähnliches ist schon den Psalmisten und auch den Kindern Gottes zuteil geworden. Immer wieder wurde ihnen schon auf dieser Erde "ein neues Lied" geschenkt, "ein Lob für unseren Gott. Das SEHEN viele und fürchten sich und vertrauen auf den Herrn" (Ps 40:4)."Singet dem Herrn ein neues Lied! Denn Er hat Wunder getan" (Ps 98:1). "Jauchzet dem Herrn... preiset den Herrn, lobsinget Ihm mit der Harfe, singet ein neues Lied!" (Ps 33:1-3).

Das sind Jubellieder und Siegeslieder. Haben auch wir immer wieder "ein neues Lied" zu loben unseren Gott? Oder haben wir Klagelieder und Jammerlieder über unsere Niederlagen?

Weinet und klaget nicht dem großen Siegesfürsten zur Schande! "Man singt mit Freuden vom Sieg in den "Hütten der Gerechten: Die Rechte DES HERRN gewinnt den Sieg" (Ps 118:15).

"Wer Dank opfert, der verherrlicht Mich und bahnt den Weg, dass Ich ihm zeige das Heil (die Erneuerung) Gottes" (Ps 50:23).

Auch sind sie erkauft von der Erde. Womit? Mit nichts anderem als dem teuren Blut Jesu Christi, dem Blut des Lammes. Ein anderes Lösegeld gibt es nicht für gefallene Erdenbürger. Und solches sind diese 144 000. Aber zu was hat dies Blut sie befähigt, und was hat es aus ihnen gemacht? Sie sind gewürdigt, zu entfliehen diesem allem, was in den letzten 3 1/2 Jahren noch geschehen soll (LK 21:36), und zu stehen vor dem Throne, den vier Lebewesen und den 24 Ältesten. Alles im Himmel nimmt innersten Anteil an diesem offenbar gewordenen Sieg, an dieser Kreuzes-Erstlingsbeute des Lammes.

Sie sind Jungfrauen

Offb 14:4: Diese sind es, die sich mit Weibern nicht befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen.
Ein merkwürdiges Wort! Müsste es nicht eigentlich heißen: "die sich mit MÄNNERN nicht befleckt haben?" Ja, so müsste es heißen, wenn es sich um sexuelle Befleckung handeln würde. Da es aber gerade SO NICHT heißt, zeigt deutlich an, dass es sich hier um etwas anderes handelt.

"Dein Eheherr (Israel) ist dein Schöpfer, Jehova Zebaoth ist Sein Name, und dein Erlöser ist der Heilige in Israel, - Gott der ganzen Erde wird Er genannt" (Jes 54:6). Diesem Eheherrn ist Israel schon von Alters her untreu geworden und hat mit den Heiden und ihren Göttern gebuhlt. Das ist Israels Sünde, Israels Hurerei, mit der es sich fort und fort befleckt hat. Eine Hure ist ein Weib, das zwar noch seinen rechtmäßigen Mann hat, die es daneben aber auch noch mit anderen Männern hält. Im Jakobusbrief werden Leute, die neben Gott auch noch der Welt Freunde sein wollen, Ehebrecher udn Ehebrecherinnen genannt. "Wisset ihr nicht, das der Welt Freundschaft Feindschaft wider Gott ist? Wer immer der Welt Freund sein will, der steht da als ein Feind Gottes. Oder meinet ihr, die Schrift sage umsonst: EIFERSÜCHTIG BEGEHRET der Geist, den Gott in uns wohnen lässt (uns zu besitzen)?" (Jak 4:4.5). Dieser Geist duldet nichts Ungöttliches neben sich. Er allein will Herz und Leben erfüllen und regieren, damit es ungeteilt dem gelebt werde der es teuer für sich erkauft hat.

Das gibt ein lauteres, jungfräuliches Wesen, das in heiliger Glut der ersten Liebe am Herrn allein hängt. Mit göttlichem Eifer eifert Paulus darum, die Gläubigen in einem solche keuschen Jungfrauenwesen Christo zuzuführen /2Kor 11:2).

Während das Volk Israel in seiner Masse diesem Jungfrauenstand schon im Alten Bund verlassen hat und dadurch zur Hure geworden ist bis in die letzte Zeit hinein, gab es doch in Israel zu allen Zeiten einzelne, die in bräutlich-jungfräulicher Treue und Liebe an ihrem Herrn hingen.

Gerade am "Tag des Herrn" wird das treulose, gottlose und gesetzlose Judentum, dessen letztes Haupt der Antichrist ist, nicht Jehova, dem Gott der Väter, dienen sondern dem Antichristen und ihm huldigen. Die 144 000 machen da nicht mit. Sie BEFLECKEN SICH NICHT mit dieser Hurerei. wahrscheinlich befinden sich unter den 144 000 auch Verheiratete und Männer.

Allerdings fallen da, wo Menschen sich von dem heiligen, lebendigen und allein wahren Gott loslösen, auch alle sittlichen Schranken. In den heidnischen Religionen gehört die fleischliche Hurerei vielfach zum religiösen Kult. In der Religion des Antichristen wird sie ihren Höhepunkt erreichend.

Offb 14:5: Diese sind es, die dem Lamme nachfolgen, wohin es geht. Diese wurden erkauft aus den Menschen zu Erstlingen Gott und dem Lamm. Und in ihrem Mund ist kein Betrug erfunden worden; sie sind unsträflich.
Schon in ihrem Erdenleben folgten sie den Fußstapfen des Lammes, das keine Sünde getan, in dessen Munde kein Betrug erfunden worden, das nicht klagte, da es geschlachtet wurde, und nicht drohte, da es litt, sondern es Dem übergab, der da recht richtet. Darum sind sie Ihm auch ähnlich geworden, so dass auch in ihrem Munde kein Betrug gefunden worden ist; auch sie sind unsträflich wie Er (1Petr 2:21-23). Wenn es sich in den letzten Zeiten erfüllt, was Paulus in 1Tim 4:1-5 schreibt, dann tun sie nicht mit. Gerade diese Worte Pauli sind zum Verständnis der Lammesjungfrauen besonders wichtig. Lies dazu 1Tim 2:15!. "Der, welcher mächtig genug ist, uns vor dem Fall zu bewahren und zu stellen vor das Angesicht Seiner Herrlichkeit unsträflich mit Freuden" (Jud 1:24) hat sie durchgebracht und ihrem Lamme ähnlich gemacht.

Darum können und dürfen sie auch jetzt im Himmel ihrem Lamme folgen, wohin es geht. ER hat sie sich ja teuer erkauft mit Seinem Glut zu Erstlingen.

An die Erstlinge hat der Herr einen besonderen Anspruch; sie gehören ausschließlich Ihm. "Siehe, Ich habe die Leviten unter den Kindern Israels genommen ANSTATT aller Erstgeborenen..., denn ALLE ERSTGEBURT IST Mein." Über sie verfügt Er allein. Da wird die Bedeutung der "Erstlinge" klar. Was die Erstlinge sind, das sind sie an Stelle der übrigen, bis diese auch das geworden sind, was die Erstlinge für sie sind. Sie sind das Angeld für das Ganze. In den Erstlingsgarben der Ernte ist die ganze Ernte Gott geweiht. Was der Erstling Christus FÜR die vielen Brüder ist, das sind und werden sie alle DURCH Ihn und nach ihnen das ganze All.

Die 144 000 aus Israel sind da Angeld für ganz Israel. Die Erstlinge der Leibesgemeine sind das Angeld für das ganze All.

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5. Gesicht auf Erden (Offb 14:6-20)