Mt 15:15
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Grundtexte
GNT Mt 15:15 ἀποκριθεὶς δὲ ὁ Πέτρος εἶπεν αὐτῷ φράσον ἡμῖν τὴν παραβολήν ταύτην
REC Mt 15:15 Ἀποκριθεὶς +611 δὲ +1161 ὁ +3588 Πέτρος +4074 εἶπεν +2036 αὐτῷ +846, Φράσον +5419 ἡμῖν +2254 τὴν +3588 παραβολὴν +3850 ταύτην +3778.
Übersetzungen
ELB Mt 15:15 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Deute uns dieses Gleichnis!
KNT Mt 15:15 Darauf antwortete Petrus Ihm: Deute uns dieses Gleichnis!
ELO Mt 15:15 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Deute uns dieses Gleichnis.
LUO Mt 15:15 Da +1161 antwortete +611 (+5679) Petrus +4074 und sprach +2036 (+5627) zu +846 ihm: Deute +5419 (+5657) uns +2254 dieses +5026 Gleichnis +3850.
PFL Mt 15:15 Antwortete Petrus und sprach zu Ihm: Verdeutliche uns jene Parabel.
SCH Mt 15:15 Da sprach Petrus zu ihm: Erkläre uns dieses Gleichnis!
MNT Mt 15:15 Antwortend +611 aber sprach +3004 Petros +4074 zu ihm: Deute +5419 uns [dieses] Gleichnis! +3850
HSN Mt 15:15 Da nahm Petrus das Wort und sagte zu ihm: Deute uns dieses Gleichnis11!
WEN Mt 15:15 Petros aber antwortete und sagte zu ihm: Erläutere uns diese Parabel.
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Erste Gedanken
Informationen & Kommentare
Fußnoten aus HSN
11 Gemeint ist Mt 15:11.
Interlinear-Übersetzung
| Grundtext | Transliteration | Übersetzung | Strong-Nr. |
|---|---|---|---|
| Ἀποκριθεὶς (Apokritheis) | Apokritheis | Antwortend | G0611 |
| δὲ (de) | de | aber | G1161 |
| ὁ (ho) | ho | der | G3588 |
| Πέτρος (Petros) | Petros | Petrus | G4074 |
| εἶπεν (eipen) | eipen | sprach | G2036 |
| αὐτῷ (autō) | auto | zu ihm | G0846 |
| Φράσον (Phrason) | Phrason | Erkläre | G5419 |
| ἡμῖν (hēmin) | hēmin | uns | G2249 |
| τὴν (tēn) | tēn | das | G3588 |
| παραβολὴν (parabolēn) | parabolēn | Gleichnis | G3850 |
| ταύτην (tautēn) | tautēn | dieses | G3778 |
Versanalyse & Erläuterungen
Satzbau und Aussageabsicht
- Petrus als Sprecher: Wie so oft tritt Petrus als Wortführer der Jünger auf. Er artikuliert das Unverständnis der gesamten Gruppe.
- Erklärungsbedarf: Das Wort phrason bedeutet "erläutern" oder "deuten". Es zeigt, dass die Jünger die geistliche Tiefe hinter Jesu Worten noch nicht erfasst hatten.
- Das Gleichnis: Petrus bezieht sich auf das vorangegangene Wort Jesu über das, was den Menschen wirklich verunreinigt (Mt 15:11).
Hintergrund
- Kontext: Jesus hatte zuvor die Pharisäer und Schriftgelehrten konfrontiert, die Traditionen über Gottes Gebote stellten. Er lehrte, dass Verunreinigung nicht durch äußere Dinge (Speisen), sondern aus dem Herzen kommt.
- Pharisäischer Widerstand: Die Jünger waren besorgt, dass Jesus die Pharisäer verärgert hatte (Mt 15:12).
- Parallele: In Mk 7:17 wird berichtet, dass die Jünger ihn "im Haus" fragten, fernab von der Volksmenge.
Praktische Anwendung
- Mut zur Frage: Petrus ist ein Vorbild darin, Unwissenheit zuzugeben. Wer Gott um Verständnis bittet, erhält Antwort.
- Geistliches Verständnis: Wahre Jüngerschaft bedeutet, über die Oberfläche (Rituale) hinauszuschauen und das Wesen der Lehre Jesu (das Herz) verstehen zu wollen.
- Geduld des Lehrers: Obwohl Jesus über ihr Unverständnis erstaunt ist (Mt 15:16), erklärt er ihnen die Wahrheit geduldig.
Parallelstellen
- Mk 7:17 – Die Parallelstelle im Markusevangelium
- Mt 13:36 – Eine ähnliche Situation, in der die Jünger um die Deutung eines Gleichnisses bitten
- Ps 119:18 – Das Gebet um das Öffnen der Augen für die Wunder im Gesetz
- Lk 8:9 – Die Jünger fragen nach der Bedeutung des Gleichnisses vom Sämann
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Fragen & Antworten
Warum bezeichnet Petrus Jesu Aussage als "Gleichnis"?
- Die Aussage in Vers 11 ("Nicht was zum Mund eingeht, verunreinigt den Menschen...") wirkte auf die Jünger wie ein Rätsel oder ein dunkles Wort (Hebräisch Maschal), das einer tieferen Deutung bedurfte, da es ihren bisherigen Vorstellungen von ritueller Reinheit widersprach.
Warum fiel es den Jüngern so schwer, dies zu verstehen?
- Sie waren tief in der jüdischen Tradition verwurzelt, die streng zwischen reinen und unreinen Speisen unterschied. Die Idee, dass äußere Reinheit zweitrangig gegenüber der Herzenseinstellung ist, war für sie revolutionär.
