Jer 31:9
Grundtext
MAS Jer 31:9 בִּבְכִי יָבֹאוּ וּֽבְתַחֲנוּנִים אֹֽובִילֵם אֹֽולִיכֵם אֶל־נַחֲלֵי מַיִם בְּדֶרֶךְ יָשָׁר לֹא יִכָּשְׁלוּ בָּהּ כִּֽי־הָיִיתִי לְיִשְׂרָאֵל לְאָב וְאֶפְרַיִם בְּכֹרִי הֽוּא׃ ס
Übersetzungen
SEP Jer 31:9 ἐν κλαυθμῷ ἐξῆλθον καὶ ἐν παρακλήσει ἀνάξω αὐτοὺς αὐλίζων ἐπὶ διώρυγας ὑδάτων ἐν ὁδῷ ὀρθῇ καὶ οὐ μὴ πλανηθῶσιν ἐν αὐτῇ ὅτι ἐγενόμην τῷ Ισραηλ εἰς πατέρα καὶ Εφραιμ πρωτότοκός μού ἐστιν
ELB Jer 31:9 Mit Weinen kommen sie, und unter Flehen führe ich sie. Ich bringe sie zu Wasserbächen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht stürzen. Denn ich bin Israel wieder zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener.
ELO Jer 31:9 Mit Weinen kommen sie, und unter Flehen leite ich sie; ich führe sie zu Wasserbächen auf einem ebenen Wege, auf dem sie nicht straucheln werden. Denn ich bin Israel zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener. -
LUO Jer 31:9 Sie werden weinend +01065 kommen +0935 (+08799) und betend +08469, so will ich sie leiten +02986 (+08686); ich will sie leiten +03212 (+08686) an den Wasserbächen +05158 +04325 auf schlichtem +03477 Wege +01870, daß sie sich nicht stoßen +03782 (+08735); denn ich bin Israels +03478 Vater +01, so ist Ephraim +0669 mein erstgeborenen Sohn +01060.
SCH Jer 31:9 Weinend kommen sie, und betend lasse ich sie wallen; ich will sie zu Wasserflüssen führen auf einer ebenen Straße, da sie nicht anstoßen sollen; denn ich bin Israels Vater, und Ephraim ist mein Erstgeborener.
TUR Jer 31:9 Mit Weinen kommen sie und unter Flehen bring ich sie herbei, geleite sie zu Wasserbächen auf gradem Weg, darauf sie nimmer straucheln. Denn ich bin Jisrael zum Vater worden, Efraim ist mein Erstlingskind.
Informationen & Kommentare
Interlinear-Übersetzung
| Grundtext | Transliteration | Übersetzung | Strong-Nr. |
|---|---|---|---|
| בִּבְכִ֣י | bi-beki | Mit Weinen | H1065 |
| יָבֹ֗אוּ | jaboü | werden sie kommen | H935 |
| וּֽבְתַחֲנוּנִ֞ים | u-betachanunim | und unter Flehen | H8569 |
| אֹובִילֵם | obilem | werde ich sie leiten | H2986 |
| אֹולִיכֵ֞ם | olichem | ich werde sie führen | H1980 |
| אֶל־נַ֣חֲלֵי מַ֗יִם | el-nachale majim | zu Wasserbächen | H5158 / H4325 |
| בְּדֶ֤רֶךְ יָשָׁר֙ | bederek jashar | auf einem ebenen Weg | H1870 / H3477 |
| לֹ֣א יִכָּשְׁל֣וּ בָּ֔הּ | lo jikkashlu bah | auf dem sie nicht straucheln | H3782 |
| כִּֽי־הָיִ֧יתִי לְיִשְׂרָאֵ֛ל לְאָ֖ב | ki-hajiti le-Jisrael le-Ab | denn ich bin Israel zum Vater geworden | H1 |
| וְאֶפְרַ֖יִם בְּכֹ֥רִי הֽוּא | we-Ephrajim bekori hu | und Ephraim ist mein Erstgeborener | H1060 |
Versanalyse & Erläuterungen
Satzbau und Aussageabsicht
- Der Vers beschreibt eine Umkehr, die von Buße (Weinen/Flehen) geprägt ist, aber in göttlicher Fürsorge mündet.
- Die Bilder "Wasserbäche" und "ebener Weg" symbolisieren die Aufhebung der Wüstennot und der mühsamen Wanderschaft.
- Die Begründung "Denn ich bin Israel zum Vater geworden" rückt die familiäre Bundesbeziehung in das Zentrum der Rettung.
Hintergrund
- Jeremia 31 ist das berühmte Kapitel des "Neuen Bundes".
- "Ephraim" steht hier stellvertretend für das Zehnstämmereich (Nordreich), das bereits lange vor Jeremia in die assyrische Gefangenschaft weggeführt wurde.
- Die Bezeichnung als "Erstgeborener" (Bechor) unterstreicht die besondere Erwählung und das Erbrecht, das trotz des Ungehorsams nicht erloschen ist.
Praktische Anwendung
- Wahre Wiederherstellung beginnt oft mit Tränen der Reue, führt aber zu einer neuen Erfahrung der Führung Gottes.
- Gott sorgt nicht nur für das Ziel (die Rückkehr), sondern auch für den Weg dorthin (Wasser, kein Straucheln).
Parallelstellen
- Trost für die Weinenden: (Ps 126:5-6)
- Gott als Hirte und Führer: (Jes 43:19), (Ps 23:2)
- Gott als Vater Israels: (2Sam 7:14), (Hos 11:1)
- Der ebene Weg: (Jes 40:3-4)
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Fragen & Antworten
Warum wird Ephraim als "Erstgeborener" bezeichnet, obwohl Ruben der erste Sohn Jakobs war?
Im biblischen Kontext kann der Erstgeborenenstatus von Gott neu vergeben werden (Prärogative). Ephraim erhielt den Vorrang vor seinem Bruder Manasse durch Jakob (1Mo 48:14-20) und steht prophetisch oft für die Gesamtheit der Stämme, die Gott leidenschaftlich liebt und zurückruft.
