Klage über die Verwüstung Moabs - Jes 15:1-9

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aus HSA: Verkündiger von Gericht und Heil nach Jesaja (1-39) Bd.1


Klage über die Verwüstung Moabs - Jes 15:1-9

In einzigartiger Weise ist in diesem Kapitel von Weinen und Klagen und Jammern und Schreien die Rede. Unter "Kir-Moab" ist wohl die Hauptstadt Moabs im Süden des Landes zu verstehen, während die in Jes 15:4 genannten Örtlichkeiten im Norden lagen. (Das gesamte Moabitergebiet lag östlich des Toten Meeres.)

Ein Raubzug feindlicher Scharen, die vielleicht von Osten her aus der Wüste eingedrungen sind, hat das Land verwüstet. Dazu gesellt sich eine entsetzliche Dürre (Jes 15:6). Die Kunde davon dringt nach Norden bis Heschbon und Jahaz. Alle Bewohner haben Mut und Vertrauen verloren. Die Flüchtlinge suchen nach Süden zu entkommen, sie tragenihre Habe über den "Weidenbach" - womit wahrscheinlich der Moab und Edom scheidende südliche Grenzfluss gemeint ist - ins Land Edom hinüber.

Gibt es also einen Trost und keine Hoffnung für Moab? Hat Gott die Moabiter für immer dem Verderben preisgegeben? Es könnte so scheinen, besonders wenn man zu Jes 15 noch Jer 48 mit seinen harten Gerichtsworten hinzunimmt. Doch gerade in Jer 48 erstrahlt am Schluss des Kapites ein Hoffnungslicht. Dort heißt es (Jer 48:47): "Aber ich wede die Gefangenschaft Moabs wenden am Ende der Tage, spricht Jahwe."