Eheanbahnung unter Gottes Führung: Unterschied zwischen den Versionen

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''"Möge es nun geschehen: Das Mädchen, zu dem ich sagen werde: 'Neige doch deinen Krug, dass ich trinke' und das dann sagt: Trine! und auch deine Kamele will ich tränken', das solles sein, das Du für Deinen Knecht Isaak bestimmt hast!"  ([[1Mo 24:14]])'' <br />
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''"Möge es nun geschehen: Das Mädchen, zu dem ich sagen werde: 'Neige doch deinen Krug, dass ich trinke' und das dann sagt: 'Trinke! und auch deine Kamele will ich tränken', das solles sein, das Du für Deinen Knecht Isaak bestimmt hast!"  ([[1Mo 24:14]])'' <br />
  
  

Aktuelle Version vom 10. November 2019, 11:00 Uhr

aus "Ich will hören, was Gott sagt" (H.Schumacher)


"Möge es nun geschehen: Das Mädchen, zu dem ich sagen werde: 'Neige doch deinen Krug, dass ich trinke' und das dann sagt: 'Trinke! und auch deine Kamele will ich tränken', das solles sein, das Du für Deinen Knecht Isaak bestimmt hast!" (1Mo 24:14)


Der in 1Mo 24 nicht mit Namen genannte Knecht Abrahams ist wohl Elieser, von dem in 1Mo 15:2 die Rede war. Er war der Verwalter alles dessen, was Abraham besaß. Abraham ist alt geworden und will seinen Sohn Isaak verheiraten. Er soll keinesfalls eine Kanaaniterin zur Frau nehmen, sondern ein Mädchen aus der Verwandtschaft Abrahams.

So macht sich denn Elieser mit zehn Kamelen und allerlei Gütern auf den Weg zur Stadt Nahors, des Bruders Abrahams (1Mo 11:26). Wie aber soll er die Richtige finden? Er will nicht nur auf Jugend und Schönheit achten, er will auch die Wesensart der zukünftigen Braut studieren. Wie wird sie auf eine Bitte um Wasser reagieren? Mürrisch, abweisend oder freundlich und hilfsbereit? Wird sie von sich aus auch an die durstigen Tiere denken? Elieser will sicher sein, dass seine Brautwerbung für Isaak dem Willen Gottes entspricht. So bittet er Gott um ein Zeichen. Er wird dabei sehr konkret.

Sollen wir auch heute - im Zeitalter der Bildung des Leibes Christi - Gottes Willen auf solche Art erkunden? Im Alten Testament finden wir eine solche Zeichenvereinbarung auch bie Gideon in Ri 6:36-40, auch da sehr konkret. Und Gott geht darauf ein. Im Neuen Testament ist das nicht üblich. Warum wohl nicht? Wir haben als Kinder Gottes Sein Wort und Seinen Geist. Dadurch sind wir viel besser über Gottes Willen informiert als Elieser oder Gideon. -

Was nun die Brautwerbung Eliers betrifft, so können wir gleichwohl daraus lernen. Man sollte keinen beswusst ungläubigen Partner (Partnerin) erwählen (2Kor 6:14-16). Wie viel Segen kann da erlebt werden, wo Eheleute auch in Glaubensfragen nahe beieinander sind, und wie viele unschöne Auseinandersetzungen hat es schon gegeben, wenn sie in solchen Fragen immer nur streiten? Auch ist es wichtig, sich vom Charakter des Partners (der Partnerin) ein Bild zu machen, wie Elieser es tut. Vor allem aber: Man achte auf den Willen Gottes!