2Mo 3:14

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Version vom 7. April 2026, 18:22 Uhr von DM (Diskussion | Beiträge) (Versanalyse & Erläuterungen)
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Grundtexte

MAS 2Mo 3:14 וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים אֶל־מֹשֶׁה אֶֽהְיֶה אֲשֶׁר אֶֽהְיֶה וַיֹּאמֶר כֹּה תֹאמַר לִבְנֵי יִשְׂרָאֵל אֶֽהְיֶה שְׁלָחַנִי אֲלֵיכֶֽם׃

Übersetzungen

SEP 2Mo 3:14 καὶ εἶπεν ὁ θεὸς πρὸς Μωυσῆν ἐγώ εἰμι ὁ ὤν καὶ εἶπεν οὕτως ἐρεῖς τοῖς υἱοῖς Ισραηλ ὁ ὢν ἀπέσταλκέν με πρὸς ὑμᾶς

ELB 2Mo 3:14 Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der «Ich bin» hat mich zu euch gesandt.
ELO 2Mo 3:14 Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: "Ich bin" hat mich zu euch gesandt.
LUO 2Mo 3:14 Gott +0430 sprach +0559 (+08799) zu +0413 Mose +04872: ICH WERDE SEIN +01961 (+08799), DER +0834 ICH SEIN WERDE +01961 (+08799). Und sprach +0559 (+08799): Also +03541 sollst du den Kindern +01121 Israel +03478 sagen +0559 (+08799): ICH WERDE SEIN +01961 (+08799) hat mich zu +0413 euch gesandt +07971 (+08804).
SCH 2Mo 3:14 Gott sprach zu Mose: «Ich bin, der ich bin!» Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: «Ich bin», der hat mich zu euch gesandt.
KAT 2Mo 3:14 Da sprach Elohim zu Mose: Ich werde für sie da sein, so wie Ich jetzt für sie da bin. und er fügte hinzu: So sollst du zu den Söhnen Israels sagen: der „Ich-bin-da“ hat mich zu euch geschickt.
PFL 2Mo 3:14 Und es sprach Elohim zu Mose: Ich bin und werde sein, Der Ich bin und sein werde; und er sprach: So wirst du sagen den Söhnen Israels: Der Ich bin und werde sein hat mich gesandt zu euch (Offb 1:3 - Offb 1:8).
TUR 2Mo 3:14 Da sprach Gott zu Mosche: “Ich bin, der ich sein mag.” Und er sprach: „So sollst du sprechen zu den Kinder Jisrael: ‚Ich bin‘ hat mich zu euch gesandt.“

Vers davor: 2Mo 3:13 --- Vers danach: 2Mo 3:15
Zur Kapitelebene 2Mo 3
Zum Kontext: 2Mo 3.

Informationen

📕 Ich bin, der ich bin (D. Muhl)

Interlinear-Übersetzung

Grundtext Transliteration Übersetzung Strong-Nr.
וַיֹּאמֶר wa-yyo-mer Und es sprach H559
אֱלֹהִים 'ĕ-lō-hîm Gott H430
אֶל-מֹשֶׁה 'el-mō-šeh zu Mose: H413 / H4872
אֶהְיֶה 'eh-yeh Ich werde sein / Ich bin H1961
אֲשֶׁר 'ă-šer der (welcher) H834
אֶהְיֶה 'eh-yeh ich sein werde / ich bin. H1961
וַיֹּאמֶר wa-yyo-mer Und er sprach: H559
כֹּה kōh So H3541
תֹאמַר tō-mar sollst du sagen H559
לִבְנֵי li-ḇə-nê zu den Söhnen H1121
יִשְׂרָאֵל yiś-rā-'êl Israels: H3478
אֶהְיֶה 'eh-yeh "Ich bin" (Ich werde sein) H1961
שְׁלָחַנִי šə-lā-ḥa-nî hat mich gesandt H7971
אֲלֵיכֶם 'ă-lê-ḵem zu euch. H413

Versanalyse & Erläuterungen

Grundtext & Satzbau

  • Hebräischer Text: אֶהְיֶה אֲשֶׁר אֶהְיֶה (ʾehyeh ʾăšer ʾehyeh)
  • Verb אֶהְיֶה (hayah, H1961): Qal-Imperfekt, 1. Pers. Sg. – „ich bin", „ich werde sein"
  • Konstruktion: Relativsatz mit אֲשֶׁר – wörtlich: „Ich werde sein, der ich sein werde"
  • Gottesname יהוה (JHWH) leitet sich etymologisch von derselben Wurzel היה ab
  • Die Aussage ist bewusst offen gehalten – keine abschließende Definition Gottes, sondern Selbstoffenbarung in Freiheit

Aussageabsicht

  • Gott antwortet auf die Frage des Mose nach seinem Namen (2Mo 3:13)
  • Der Name ist keine Beschreibung, sondern eine Seinsaussage: Gott definiert sich selbst durch sein Sein
  • Der Imperfekt im Hebräischen betont Kontinuität und Dynamik: Gott ist nicht statisch, sondern handelnd gegenwärtig
  • Die dreifache Verwendung von אֶהְיֶה im Vers betont die Unmittelbarkeit und Absolutheit des göttlichen Wesens
  • Gott autorisiert Mose durch seinen Namen – der Name trägt Vollmacht

Hintergrund

  • Historischer Kontext: Israel in ägyptischer Sklaverei; Mose bekommt den Auftrag zur Befreiung (2Mo 3:7–10)
  • Theologischer Kontext: Erstmalige explizite Selbstvorstellung Gottes mit dem Eigennamen – ein Schlüsselmoment der Offenbarungsgeschichte
  • Namensoffenbarung: Der vollständige Gottesname יהוה (JHWH) wird in Vers 15 eingeführt; hier in V.14 die erläuternde Umschreibung
  • Septuaginta (LXX): Übersetzt mit ἐγώ εἰμι ὁ ὤν – „Ich bin der Seiende" – philosophisch-ontologisch geprägte Interpretation
  • Lutherbibel: „Ich werde sein, der ich sein werde" – betont die Zukunftsdimension
  • Elberfelder: „Ich bin, der ich bin" – stärker auf die Gegenwartsaussage fokussiert

Neutestamentlicher Bezug

  • Jesus nimmt die „Ich bin"-Formel (ἐγώ εἰμι) bewusst auf (Joh 8:58; Joh 6:35; Joh 10:11)
  • In Joh 8:58 sagt Jesus: „Bevor Abraham war, bin ich" – direkter Rückbezug auf 2Mo 3:14
  • Offb 1:8: „der ist und der war und der kommt" – trinitarische Entfaltung des göttlichen Namens

Praktische Anwendung

  • Gott ist nicht abstrakt, sondern persönlich und selbst-offenbarend – er tritt in Beziehung
  • Der Name trägt Verlässlichkeit: Gott ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit (Hebr 13:8)
  • Mose darf mit einem Namen vor Israel treten – Vollmacht kommt aus dem Auftrag Gottes, nicht aus eigener Stärke
  • Für Gläubige: Gebet und Dienst geschehen im Namen des „ICH BIN" – nicht in eigener Kraft

Parallelstellen

  • 2Mo 3:13–15 – Kontext der Namensoffenbarung; JHWH stellt sich Mose vor
  • 2Mo 6:2–3 – Erneute Offenbarung des Gottesnamens JHWH gegenüber Mose
  • Ps 135:13 – „Dein Name, JHWH, bleibt ewig"
  • Jes 43:10–13 – „Ich bin es" – Gottes Selbstaussage im Deuterojesaja
  • Jes 48:12 – „Ich bin der Erste und Ich bin der Letzte"
  • Joh 8:58 – „Bevor Abraham war, bin ich" – Jesu Rückgriff auf den Gottesnamen
  • Joh 6:35 – „Ich bin das Brot des Lebens" – erste der sieben Ich-bin-Aussagen
  • Offb 1:4 – „der ist und der war und der kommt"
  • Offb 1:8 – „Ich bin das Alpha und das Omega"
  • Apg 7:32 – Stephanus zitiert die Erscheinung am Dornbusch
  • Hebr 13:8 – „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit"
  • Röm 9:14–15 – Paulus über Gottes souveräne Gnade im Kontext von Exodus

Von Bibelwissen

2Mo_3:14
2Mo_3.

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Fragen & Antworten

Warum antwortet Gott so rätselhaft?

Gott entzieht sich der magischen Verfügungsgewalt; er bleibt souverän, verspricht aber gleichzeitig seine treue Gegenwart.

Ist "Ich bin" ein Name oder eine Beschreibung?

Es ist beides: Es fungiert als Eigenname (Ehyeh), beschreibt aber das Wesen Gottes als den Ursprung allen Seins.