Abrahams letzter Lebensabschnitt: Unterschied zwischen den Versionen
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====<big>Saras Tod und Abrahams Grabkauf</big>==== | ====<big>Saras Tod und Abrahams Grabkauf</big>==== | ||
Nachdem Abraham mit der Opferung Isaaks den Höhepunkt in seinem Pilgerleben erreicht hatte, könnte man meinen, dass nun sein Leben anfängt ereignislos zu werden. Doch dem ist nicht so. Im Gegenteil, er vollbringt nicht nur Gott wohlgefällige Handlungen, sonder erneut wird ihm eine außergewöhnliche Gnade von Gott zuteil. | |||
Das erste Ereignis nach Isaaks Opferung war Saras Tod, der uns in 1Mo 23 mitgeteilt wird. Zu jener Zeit wohnte Abraham im Gebiet der Hethiter An diesen Volksstamm trat nun Abraham mit der Bitte heran, ihm ein Grab für Sara zu geben. Die Verhandlung darüber bietet uns<br/><br/> | |||
====<big>Ein erquickendes Bild</big>==== | |||
Diese Menschen begegneten Abraham mit aller Hochachtung und Ehrerbietung. Das wird uns ohne weiteres klar wenn wir vernehmen, wie sie ihn anredeten (1Mo 23:4): „Ein Fürst Alueims bist du in unserer Mitte.“ Dazu versicherten sie ihm, dass jedermann bereit ist, ihm sein eigenes Grab zu geben (Vers 6). Auf das hin bat er Ephron um die Doppelhöhle, die sich auf dessen Feld befand. Dieser war nicht nur bereit, seine Bitte zu erfüllen, sondern wollte ihm sein Grab sogar noch umsonst geben. Doch Abraham bestand auf Bezahlung, was auch das Richtige war. | |||
Hier begegnen wir wieder einem Volksstamm in Kanaan, der sittlich auf guter Stufe stand. Jedenfalls waren diese Menschen in ihrer Gesinnung zu Abraham noch nicht gerichtsreif.<br/><br/> | |||
====<big>Ein prophetisches Bild</big>==== | |||
Dieser Kaufvertrag war aber nicht nur ein auf guter Freundschaft bestehendes Übereinkommen, sondern enthält sogar einen prophetischen Zug. Mit der Willigkeit und Untertänigkeit, wie die Hethiter dem Abraham ein kleines Stückchen vomLand Kanaan gaben, werden einmal, wenn Gottes Stunde gekommen ist, die Nationen Israel das gelobte Land willig überlassen, ohne Bezahlung dafür zu verlangen. Auch werden sie in aufrichtigem Frieden mit Israel zusammenleben. Israel selbst hat dann seine Wiedergeburt erlebt, und als in Gottes wahrem Volk werden sich die Nationen nach Jer 4:2 in ihm segnen. So haben dieses Hethiter in ihrer wohlwollenden Gesinnung zu Israel das künftige Zusammenleben mit Israel in kleinem Bilde dargestellt. | |||
Als nächstes folgt eine Begebenheit, die wir überschreiben können:<br/><br/> | |||
==='''Ein gesegnetes Unternehmen'''=== | |||
Es geht bei dieser Handlung um einen Auftrag Abrahams an Elieser, dem Verwalter seines Gutes, in seiner Verwandtschaft für Isaak eine Braut zu suchen. Es ist auffallend, wie dieses Unternehmen im versreichen Kapitel 1Mo 24 bis in alle Einzelheiten geschildert wird. | |||
Wenn Gottes Wort einer Sache soviel Aufmerksamkeit widmet, so muss schon ein Grund dafür vorliegen. Dieser ist darin zu erkennen, dass diese Begebenheit eine Handlung voller Segen ist. Einen ersten Segen dürfen wir darin sehen,d ass Abraham mit seinem Auftrag an Elieser schon nach einem seinen Nachkommen gegebenen Gebot handelte. Es war Gottes Anordnung, dass sie sich nicht mit den Kanaanitern vermischen sollten. Somit stand schon der Anfang dieser bedeutungsvollen Begebenheit unter einem besonderen Segen. | |||
Zudem ist auffallend, wie oft im weiteren Verlauf die rede von „Segen“ und „segnen“ ist. Folgende Zusammenstellung der einschlägigen göttlichen Aussprüche kann uns diese Wahrheit vor Augen führen: | |||
1Mo 23:1: Jewe segnet Abraham in allem | |||
1Mo 23:27: Gesegnet ist Jewe Alueim | |||
1Mo 23:31: Der Knecht Abrahams ein Gesegneter Jewes | |||
1Mo 23:34: Jewe segnet meinen Herrn überaus | |||
1Mo 23:48: Der Knecht Abrahams segnet Jewe | |||
1Mo 23:60: Rebekka von ihrer Familie gesegnet | |||
Welch ein wunderbares Kapitel haben wir hier vor uns weil so ganz mit Segen durchwoben. Dies dürfen wir auch so deuten, dass Abrahams Unternehmen dem Isaak eine Frau aus seiner Verwandtschaft auszuwählen, unter Gottes Wohlgefallen stand. | |||
Wie richtig die Sendung des Elieser nach Syrien in Abrahams Verwandtschaft war, fand seine Bestätigung darin, dass in seiner dortigen Verwandtschaft noch Glaube und Gottesfurcht herrschte, Das beweisen einige Aussprüche, die von Gliedern dieser Familie getan wurden. Als Elieser seine Mission vorgebracht hatten (1Mo 23;49), antworteten Laban und Bethuel (Vers 50): „Von Jewe geht die Sache hervor.“ Und als sie Rebekka dem Elieser übergaben setzten sie hinzu: „wie Jewe spricht“ (V. 51), Und daraufhin segneten sie Rebekka, ihre Schwester, mit einem Segensspruch (V. 60). | |||
Noch ein Segen liegt in dieser erhebenden Begebenheit. Dies ist<br/><br/> | |||
====<big>Eliesers Glaube</big>==== | |||
Man lese nur sein Gebet (1Mo 24:12-14), und sofort erkennt man einen tiefen Glauben in diesem Manne. Als Gott ihm die Erhörung seiner Bitte gewährt hatte, heißt es von ihm (1Mo 24:26): „Und es beugte der Mann sein Haupt und betete an.“ | |||
Darauf kommen wir zu einer Glaubensfrucht des Knechtes Abrahams, die für uns vorbildlich ist und die man in der Herausgerufenen so selten findet. Diese besteh nach V. 27 darin, dass er von Gott sag t: „Gesegnet ist Jewe, der Alueim meines Herrn Abraham.“ | |||
Aber noch mehr wurde sein Herz mit Dank erfüllt, als er erleben durfte Dass Gott sein Gebet um rechte Führung erfüllt hatte. Ja, von der Beugung und Anbetung ging er jetzt dazu über, Jewe zu segnen, so wie er (1Mo 24:48 bezeugt: „Und ich beuge mein Haupt und bete an Jewe und segne Jewe, den Alueim meines Herrn Abraham.“ | |||
Wenn wir bedenken, dass zu Gott als dem gesegneten Gott beten und Ihn sogar noch segnen, tiefste Anbetung ist, so ersteht dieser Knecht Abrahams als ein Glaubensmann von außergewöhnlicher Größe vor uns.<br/><br/> | |||
====<big>Ein vorbildlicher Hausvater</big>==== | |||
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Version vom 12. März 2023, 16:56 Uhr
Abschrift des Heftes:
Abraham, der erste Auserwählte - Band III
Abrahams Weg zur Glaubenshöhe
aus der Reihe "Christi unausspürbarer Reichtum“
von M. Jaegle und Mitarbeitern (1987)
weitere Abschriften
Inhaltsverzeichnis
Abraham, der erste Auserwählte
Band III
9. Abrahams letzter Lebensabschnitt
Saras Tod und Abrahams Grabkauf
Nachdem Abraham mit der Opferung Isaaks den Höhepunkt in seinem Pilgerleben erreicht hatte, könnte man meinen, dass nun sein Leben anfängt ereignislos zu werden. Doch dem ist nicht so. Im Gegenteil, er vollbringt nicht nur Gott wohlgefällige Handlungen, sonder erneut wird ihm eine außergewöhnliche Gnade von Gott zuteil.
Das erste Ereignis nach Isaaks Opferung war Saras Tod, der uns in 1Mo 23 mitgeteilt wird. Zu jener Zeit wohnte Abraham im Gebiet der Hethiter An diesen Volksstamm trat nun Abraham mit der Bitte heran, ihm ein Grab für Sara zu geben. Die Verhandlung darüber bietet uns
Ein erquickendes Bild
Diese Menschen begegneten Abraham mit aller Hochachtung und Ehrerbietung. Das wird uns ohne weiteres klar wenn wir vernehmen, wie sie ihn anredeten (1Mo 23:4): „Ein Fürst Alueims bist du in unserer Mitte.“ Dazu versicherten sie ihm, dass jedermann bereit ist, ihm sein eigenes Grab zu geben (Vers 6). Auf das hin bat er Ephron um die Doppelhöhle, die sich auf dessen Feld befand. Dieser war nicht nur bereit, seine Bitte zu erfüllen, sondern wollte ihm sein Grab sogar noch umsonst geben. Doch Abraham bestand auf Bezahlung, was auch das Richtige war.
Hier begegnen wir wieder einem Volksstamm in Kanaan, der sittlich auf guter Stufe stand. Jedenfalls waren diese Menschen in ihrer Gesinnung zu Abraham noch nicht gerichtsreif.
Ein prophetisches Bild
Dieser Kaufvertrag war aber nicht nur ein auf guter Freundschaft bestehendes Übereinkommen, sondern enthält sogar einen prophetischen Zug. Mit der Willigkeit und Untertänigkeit, wie die Hethiter dem Abraham ein kleines Stückchen vomLand Kanaan gaben, werden einmal, wenn Gottes Stunde gekommen ist, die Nationen Israel das gelobte Land willig überlassen, ohne Bezahlung dafür zu verlangen. Auch werden sie in aufrichtigem Frieden mit Israel zusammenleben. Israel selbst hat dann seine Wiedergeburt erlebt, und als in Gottes wahrem Volk werden sich die Nationen nach Jer 4:2 in ihm segnen. So haben dieses Hethiter in ihrer wohlwollenden Gesinnung zu Israel das künftige Zusammenleben mit Israel in kleinem Bilde dargestellt.
Als nächstes folgt eine Begebenheit, die wir überschreiben können:
Ein gesegnetes Unternehmen
Es geht bei dieser Handlung um einen Auftrag Abrahams an Elieser, dem Verwalter seines Gutes, in seiner Verwandtschaft für Isaak eine Braut zu suchen. Es ist auffallend, wie dieses Unternehmen im versreichen Kapitel 1Mo 24 bis in alle Einzelheiten geschildert wird.
Wenn Gottes Wort einer Sache soviel Aufmerksamkeit widmet, so muss schon ein Grund dafür vorliegen. Dieser ist darin zu erkennen, dass diese Begebenheit eine Handlung voller Segen ist. Einen ersten Segen dürfen wir darin sehen,d ass Abraham mit seinem Auftrag an Elieser schon nach einem seinen Nachkommen gegebenen Gebot handelte. Es war Gottes Anordnung, dass sie sich nicht mit den Kanaanitern vermischen sollten. Somit stand schon der Anfang dieser bedeutungsvollen Begebenheit unter einem besonderen Segen.
Zudem ist auffallend, wie oft im weiteren Verlauf die rede von „Segen“ und „segnen“ ist. Folgende Zusammenstellung der einschlägigen göttlichen Aussprüche kann uns diese Wahrheit vor Augen führen:
1Mo 23:1: Jewe segnet Abraham in allem 1Mo 23:27: Gesegnet ist Jewe Alueim 1Mo 23:31: Der Knecht Abrahams ein Gesegneter Jewes 1Mo 23:34: Jewe segnet meinen Herrn überaus 1Mo 23:48: Der Knecht Abrahams segnet Jewe 1Mo 23:60: Rebekka von ihrer Familie gesegnet
Welch ein wunderbares Kapitel haben wir hier vor uns weil so ganz mit Segen durchwoben. Dies dürfen wir auch so deuten, dass Abrahams Unternehmen dem Isaak eine Frau aus seiner Verwandtschaft auszuwählen, unter Gottes Wohlgefallen stand.
Wie richtig die Sendung des Elieser nach Syrien in Abrahams Verwandtschaft war, fand seine Bestätigung darin, dass in seiner dortigen Verwandtschaft noch Glaube und Gottesfurcht herrschte, Das beweisen einige Aussprüche, die von Gliedern dieser Familie getan wurden. Als Elieser seine Mission vorgebracht hatten (1Mo 23;49), antworteten Laban und Bethuel (Vers 50): „Von Jewe geht die Sache hervor.“ Und als sie Rebekka dem Elieser übergaben setzten sie hinzu: „wie Jewe spricht“ (V. 51), Und daraufhin segneten sie Rebekka, ihre Schwester, mit einem Segensspruch (V. 60).
Noch ein Segen liegt in dieser erhebenden Begebenheit. Dies ist
Eliesers Glaube
Man lese nur sein Gebet (1Mo 24:12-14), und sofort erkennt man einen tiefen Glauben in diesem Manne. Als Gott ihm die Erhörung seiner Bitte gewährt hatte, heißt es von ihm (1Mo 24:26): „Und es beugte der Mann sein Haupt und betete an.“
Darauf kommen wir zu einer Glaubensfrucht des Knechtes Abrahams, die für uns vorbildlich ist und die man in der Herausgerufenen so selten findet. Diese besteh nach V. 27 darin, dass er von Gott sag t: „Gesegnet ist Jewe, der Alueim meines Herrn Abraham.“
Aber noch mehr wurde sein Herz mit Dank erfüllt, als er erleben durfte Dass Gott sein Gebet um rechte Führung erfüllt hatte. Ja, von der Beugung und Anbetung ging er jetzt dazu über, Jewe zu segnen, so wie er (1Mo 24:48 bezeugt: „Und ich beuge mein Haupt und bete an Jewe und segne Jewe, den Alueim meines Herrn Abraham.“
Wenn wir bedenken, dass zu Gott als dem gesegneten Gott beten und Ihn sogar noch segnen, tiefste Anbetung ist, so ersteht dieser Knecht Abrahams als ein Glaubensmann von außergewöhnlicher Größe vor uns.
Ein vorbildlicher Hausvater
