Röm 3:28
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Grundtexte
GNT Röm 3:28 λογιζόμεθα γὰρ δικαιοῦσθαι πίστει ἄνθρωπον χωρὶς ἔργων νόμου
REC Röm 3:28 λογιζόμεθα +3049 οὖν +3767 πίστει +4102 δικαιοῦσθαι +1344 ἄνθρωπον +444 χωρὶς +5565 ἔργων +2041 νόμου +3551.
Übersetzungen
ELB Röm 3:28 Denn wir urteilen, daß der Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke.
KNT Röm 3:28 Denn wir rechnen damit, daß der Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke.
ELO Röm 3:28 Denn wir urteilen, daß ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke.
LUO Röm 3:28 So +3767 halten +3049 (+5736) wir nun dafür, daß der Mensch +444 gerecht werde +1344 (+5745) ohne +5565 des Gesetzes +3551 Werke +2041, allein durch den Glauben +4102.
PFL Röm 3:28 Wir machen nämlich den Schluß, gerechtfertigt werde durch Glauben ein Mensch unabhängig von Gesetzeswerken.
SCH Röm 3:28 So kommen wir zu dem Schluß, daß der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt werde, ohne Gesetzeswerke.
MNT Röm 3:28 Denn wir urteilen, +3049 daß gerechtgesprochen +1344 wird durch Glauben +4102 ein Mensch +444 ohne Werke +2041 (des) Gesetzes. +3551
HSN Röm 3:28 Denn wir kommen zu dem Schluss, dass der Mensch durch Glauben gerecht gesprochen wird25 ohne Gesetzeswerke33.
WEN Röm 3:28 Denn wir rechnen, dass der Mensch im Glauben gerechtfertigt wird, ohne Zutun von Gesetzeswerken.
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Erste Gedanken
Informationen
Fußnoten aus HSN
25 griech. dikaioun = rechtfertigen, gerecht sprechen, für gerecht erklären (Röm 5:1,9)
33 d.h. ohne Mitwirkung von Werken, die das Gesetz verlangt.
Versanalyse zu Römer 3:28
Römer 3:28 ist ein zentraler Vers im Neuen Testament, der die Grundlage für die christliche Lehre von der Rechtfertigung durch den Glauben darstellt. Der Vers lautet in der Lutherübersetzung: „So halten wir dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.“
Hier sind einige Aspekte, die bei einer Versanalyse berücksichtigt werden können: 1. Kontext: Um Römer 3:28 richtig zu verstehen, ist es wichtig, den Kontext zu berücksichtigen. Der Apostel Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom und erläutert die Bedeutung des Glaubens im Gegensatz zu den Werken des Gesetzes. In den vorhergehenden Versen (Römer 3:21-27) beschreibt er, wie die Gerechtigkeit Gottes offenbart wird und dass alle Menschen, sowohl Juden als auch Nichtjuden, durch den Glauben an Jesus Christus gerechtfertigt werden.
2. Begriffserklärungen:
- „gerecht werden“: Dies bezieht sich auf die Rechtfertigung, das bedeutet, dass eine Person in den Augen Gottes als gerecht angesehen wird. Es ist ein zentraler Begriff in der Theologie, der oft mit der Erlösung in Verbindung gebracht wird.
- „ohne des Gesetzes Werke“: Hier wird betont, dass die Einhaltung von Gesetzen oder religiösen Vorschriften nicht ausreicht, um vor Gott gerecht zu sein. Dies war besonders relevant für die jüdischen Zuhörer, die an die Bedeutung des mosaischen Gesetzes glaubten.
- „allein durch den Glauben“: Diese Formulierung hebt die zentrale Rolle des Glaubens hervor. Der Glaube an Jesus Christus und seine Erlösungstat ist das, was einen Menschen vor Gott gerecht macht.
3. Theologische Implikationen: Römer 3:28 ist ein Schlüsselsatz für die reformatorische Theologie, insbesondere für Martin Luther, der die Auffassung vertrat, dass der Mensch allein durch den Glauben und nicht durch gute Werke gerettet wird. Dies führte zur Betonung des Glaubens als zentralem Element im Christentum.
4. Praktische Anwendung: Der Vers hat auch praktische Auswirkungen auf das Leben von Gläubigen. Er ermutigt dazu, Vertrauen in Gottes Gnade zu setzen und zu erkennen, dass das Heil nicht verdient oder erarbeitet werden kann, sondern ein Geschenk Gottes ist.
5. Vergleich mit anderen biblischen Texten: Es lohnt sich, diesen Vers mit anderen Schriftstellen zu vergleichen, die ähnliche Themen behandeln, wie Epheser 2:8-9 („Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es“), um ein umfassenderes Bild der biblischen Lehre über Glauben und Werke zu erhalten.
Insgesamt ist Römer 3:28 ein fundamentaler Vers, der die wesentlichen Überzeugungen des Christentums bezüglich Glaube und Rechtfertigung zusammenfasst und auch heute noch eine bedeutende Rolle im theologischen Diskurs spielt.
