Hochzeit = ein Symbol für Freude, Vereinigung

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aus AHS: "200 biblische Symbole"


Hochzeit = ein Symbol für Freude, Vereinigung


Die Hochzeit (eigentlich: hohe Zeit) ist ein Bild freudiger Vereinigung. Darum spricht auch der Herr vom Königreich der Himmel als von einer wohlvorbereiteten Hochzeit, zu der aber die Geladenen nicht kommen wollen (Mt 22:9-22). Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Mt 25:1ff.) beginnt mit dem Wörtchen "alsdann" und weist in die Endzeit. Obwohl die Gläubigen der Jetztzeit den Charakter der klugen und törichten Jungfrauen tragen (denn alle Schrift dient zu unserer Ermahnung), so kann man, heilschronologisch gesehen, doch wohl nicht behaupten, dass wir die Jungfrauen s i n d. Ich kann doch unmöglich Glied am Leibe des Bräutigams, Freund des Bräutigams, Jungfrau (oder Gespielin) und Knecht sein! Doch sollen die Arten und Beziehungen der Heilskörperschaften hier nicht näher erörtert werden. Auf jeden Fall ist die Hochzeit ein freudiges Fest für alle, die irgendwie daran teilnehmen. Lk 12:36 spielt auf einen eigenartigen Hochzeitsbrauch an, wonach an diesem Fest nicht die Sklaven ihre Herren, sondern der Bräutigam seine Sklaven bedienen musste, die für etliche Tage Herrenrecht erhielten.

Wird das Volk des Bundes einmal eine wirkliche und wesenhafte Vereinigung mit seinem Bräutigam Christus, seinem rechtmäßigen Mann Jehova erleben? ist es nicht durch seine Hurerei mit den Götzen seiner Berufung verlustig gegangen? Steht nicht in 3Mo 21:7 geschrieben: "Eine Hure und eine Entehrte sollen sie (die Söhne Aarons) nicht zum Weibe nehmen, und ein von ihrem Mann verstoßenes Weib sollen sie nicht nehmen; denn heilig ist er seinem Gott?" Und heißt es nicht in 3Mo 21:14: "Eine Witwe und eine Verstoßene und eine Entehrte, eine Hure, diese soll er nicht nehmen; sondern eine Jungrau aus seinen Völkern soll er zum Weibe nehmen?" Spricht nicht Gott selbst an vielen Stellen von der Verstoßenen, Witwe und Hure? Wie könnte da Christus, der wahrhafte und reine Hohepriester, eine solche Entehrte als Eheweib erwählen?

Hier offenbart sich dem Glauben wieder die wunderbare und gewaltige Wahrheit, dass das Leben und die Liebe stärker sind als das starre Gesetz des Buchstabens. Wo das Gebot nur verdammen, verstoßen udn töten kann, da vermag die Gnade herauszulocken und herauszulieben. Deshalb sagt Gott in Hos 2:14-16a: "Darum siehe, ich werde sie locken und in die Wüste führen und ihre zum Herzen reden; ... und sie wird daselbst singen wie in den Tagen ihrer Jugend... Und es wird geschehen an jenem Tage, spricht der Herr, da wirst du mich nennen: mein Mann..." Dann erfüllt sich die prophetische Schau von Hl 8:5: "Wer ist sie, die da heraufkommt von der Wüste her, sich lehnend auf ihren Geliebten?"

Nach vielen Gerichtsumwegen und Züchtigungsprozessen wird sich schließlich Offb 19:7-9 erfüllen, wo geschrieben steht: "Lasst uns fröhlich sein und frohlocken und ihm Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, dass sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend und rein; denn die feine Leinwand, sind die Gerechtigkeiten der Heiligen. Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die geladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes."