Der Triumph des Gottessohnes

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Von Daniel Muhl


Die größte Ehrung der Geschichte

Der größte Triumphzug in der Heilsgeschichte Gottes beschreibt Paulus u. a. im 2. Kapitel des Philipperbriefes. Dabei handelt es sich um eine bleibende und alles übertreffende Erhöhung durch den höchsten Gott! Lesen wir dazu diese bewegenden Verse des Apostels:

  • ELB Phil 2:9-11 - Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, 10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, 11 und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Der himmlische Vater hat Jesus Christus nicht deshalb über alle anderen Personen erhoben, weil Er Sein Sohn ist, sondern deswegen, weil Er als Gottessohn gehorsam war und sich selbst erniedrigte. Hier muss man aber auch gleich mit dazu sagen, dass nur der von Gott gezeugte Sohn in der Lage war, dem Vater bis zum Äußersten gehorsam zu sein und nur Er alleine hatte die Kraft, freiwillig bis in die tiefste Tiefe herabzusteigen! Kein geschaffener Engelfürst oder irgendein Mensch wäre dazu in der Lage gewesen.
Jesus Christus hat alles losgelassen! Er hat gar nichts zurückgehalten. Er konnte Seine Göttlichkeit, Seine Königswürde, Seine Ehre, Seine Anerkennung, Sein Wohlbefinden und Sein Leben loslassen. Er ließ sich für uns zur Sünde machen (2Kor 5:21) und hat unseren Fluch getragen (Gal 3:13). Diesen absoluten Weg der freiwilligen Selbsterniedrigung konnte nur derjenige gehen, der durch den Heiligen Geist gezeugt wurde. Ohne die hundertprozentige Erfüllung mit Heiligem Geist, wäre so etwas nie möglich gewesen!
Nur wer aus Gott gezeugt und geboren wurde, ist auch in der Lage, in jeder möglichen und unmöglichen Situation, vollkommen zu lieben! Gott beweist durch die ganze Welt- und Heilsgeschichte hindurch, dass es ohne Geburt „von oben“, nichts Bleibendes geben kann (Joh 3:3).

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Das ist meines Erachtens auch der Grund, bzw. das Motiv Gottes, warum Er es zulässt, dass am Ende des Millenniums der Satan noch einmal losgelassen wird (Offb 20:3). Selbst unter idealen Voraussetzungen, wie dies im 1’000-jährigen Reich der Fall sein wird, ist es nicht möglich, dem Bösen zu widerstehen, wenn man noch nicht aus Gottes Geist geboren wurde! Alles was aus Gott geboren ist, kann nicht sündigen; auch dann nicht, wenn die Umstände katastrophal sind!

Gläubige Christen haben einen neuen, inneren und aus Gott geborenen Menschen in sich (Eph 4:24 / 2Kor 4:16). Dieser kann nicht mehr sündigen (1Jo 3:9). Da sich unsere Seele aber noch in einem Heilungs- und Heiligungsprozess befindet, wo sie noch nicht zu 100% von diesem neuen Menschen erfüllt, bzw. bestimmt ist, sündigt sie noch täglich (1Jo 1:8 / Jak 1:21 / 1Petr 1:9).

Die Erhöhung

Bevor es zu einer Erhöhung im Himmel kam, musste der Sohn des Menschen „von der Erde erhöht“ werden; was ja eigentlich die größte Erniedrigung darstellt. Jesus prophezeite dazu:

  • Joh 3:14 - Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, ...

In Joh 12 wird dann diese Erhöhung genauer umschrieben:

  • Joh 12:31-33 - Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden. 32 Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. 33 Dies aber sagte er, um anzudeuten, welches Todes er sterben sollte.

Doch nach der Auferstehung aus den Toten, kam es dann zu einer Erhöhung, die jede andere Ehrung bei Weitem übertrifft:

  • Hebr 9:11-12 - Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt - das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist - 12 und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat uns eine ewige Erlösung erworben.

Dieses Priestertum, das hier in Hebr 9 beschrieben wird, wurde bereits in Ps 110 prophezeit. Da sagte Jahweh sagt zu Adon, bzw. der Vater sagt zum Sohn:

  • Ps 110:4 - Geschworen hat der HERR, und es wird ihn nicht gereuen: "Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks!"

Dieser Priester, brachte Brot und Wein heraus (1Mo 14:18) und Jesus, als das Brot des Lebens, gab uns Seinen Leib! Der Wein im Kelch, war ja das Symbol für Sein Blut, das für uns vergossen wurde. Weil Jesus mit Seinem eigenen Blut in das (himmlische), nicht mit Händen gemachte Heiligtum hineingegangen ist, entstand auch die göttliche Erlösung, die uns Sündern den Zugang zum Vater eröffnete!
Bei Seiner Erhöhung durchschritt Jesus, als König der Könige, die Himmel. So lesen wir Hebr 4:14:

  • Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns das Bekenntnis festhalten!

Dieses Durchschreiten des Himmels dürfte auch ein gewaltiger Triumphzug gewesen sein! Jesus, der Sieger, durchschreitet alle oberen Schöpfungsbereiche und als Abschluss darf Er sich zur Rechten Gottes des Vaters setzen. In dem Psalm Davids, wo vom Priestertum Melchisedeks die Rede ist, wird gleich zu Beginn diese Inthronisierung prophezeit:

  • Ps 110:1 - Spruch des HERRN (hb. JHWH) für meinen Herrn (hb. Adon): Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner Füße!

Nach dieser Erhöhung kann sich der Sohn niedersetzen, bis Gott Seine Feinde zum Schemel Seiner Füße gemacht hat. Hier wird der Vater als der Handelnde beschrieben. Der Vater verändert die Feinde. Der Vater führt dem Sohn die Feinde zu und zwar Schritt für Schritt! Zuerst wurden wir dem Sohn zugeführt! Wir waren auch Seine Feinde! Vielleicht haben wir das bist jetzt etwas verdrängt. Aber Paulus schreibt ganz klar:

  • Röm 5:10 - Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.

Natürlich sind wir Glieder am Leib des Sohnes Gottes. Aber auch wir wurden dem Sohn zum Schemel Seiner Füße gebracht. Die Erde ist der Schemel Seiner Füße (Jes 66:1). Bei unserer Bekehrung knieten wir auch vor dem Kreuz auf die Erde nieder und beteten voller Bewunderung an!
Der Schemel Gottes, ist der Ort wo Gott wohnt und wo Er angebetet wird. Lesen wir dazu:

  • Ps 99:5 - Erhebt den HERRN, unseren Gott, und fallt nieder vor dem Schemel seiner Füße! Heilig ist er.
  • 1Chr 28:2b - Ich hatte [mir] in meinem Herzen [vorgenommen], ein Haus der Ruhe zu bauen für die Lade des Bundes des HERRN und für den Schemel der Füße unseres Gottes; und ich stellte [Material] bereit, es zu bauen.
  • Ps 132:7 - Lasst uns einziehen in seine Wohnungen, niederfallen vor dem Schemel seiner Füße!

Am Schemel Gottes soll also angebetet werden und da fallen alle die vor Ihm nieder, die sich von ganzem Herzen Ihm zugewendet haben! Das können nur solche, die der Vater zuvor verändert hat! Jesus sagt uns dazu:

  • Joh 6:44 - Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht;

Wenn Gott alle Feinde Jesu zum Schemel Seiner Füße hinlegt, dann deutet das eine grundlegende Veränderung der Feinde Jesu Christi durch den himmlischen Vater an. Der Vater bewirkt das! Er bewirkt eine Anbetung der Feinde, die dann aber von ganzem Herzen kommt! Mit einer erzwungenen Anbetung, die nicht von ganzem Herzen kommt, würde sich unser Gott nie und nimmer zufriedengeben! Das zeigt nur schon die Stelle aus Jes 29:13-14:

  • Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist; 14 darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verloren gehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.

Wer behauptet, Gott würde sich mit einem erzwungenen Bekenntnis zufrieden geben, hat das Wesen Gottes noch nicht wirklich erkannt und vergleicht Gott mit einem Herrscher, der schon dann befriedigt ist, wenn das Lippenbekenntnis vorhanden ist. Eine Anbetung, die von Herzen kommt, macht aber auch deutlich, dass es zu einer wesenhaften Veränderung des Herzens gekommen ist und somit auch zu einer echten Umkehr, bzw. Buße!

Der Name über jeden Namen

Nach Auffassung einiger Ausleger bedeutet das, dass der Vater im Himmel, Jesus den Namen „Herr“ (griech. Kyrios; hebr. Jahweh) gegeben hat. Im AT war Jahweh oft der Vater (z. B. Ps 110:1). Jesus wurde zum Herrn über alles, mit Ausnahme Seines Vaters!
Andere meinen, damit sei der Name Christus Jesus gemeint und dieser Name bedeutet frei übersetzt „der Gesalbte Retter ist Jahweh“ (w. Gesalbter Jah (ist) Rettung)! Das bedeutet aber auch „Jah, bzw. Jahweh ist der Gesalbte, der Rettung verschafft!“ Aus dieser Übersetzung wird klar ersichtlich, dass Jesus auch diesen „Jahweh-Namen“, bzw. den Status „Herr über die gesamte Schöpfung“ hat.
In der Bibel hat ein Name auch die Bedeutung einer Berufung, einer Bestimmung und eines Auftrages! So war der Sohn vor Grundlegung der Welt zum Retter der Welt berufen und vorherbestimmt. Es war Sein Auftrag vom Vater, eine verlorene Welt zu retten und Er war der Einzige, der diesen Auftrag hatte und auch ausführen konnte! Kein anderes Geschöpf hatte diesen Auftrag und jeder der sich selbst zum Retter der Menschheit machen wollte ist gescheitert oder wird noch scheitern! Ungläubige denken Jesus Christus sei auch gescheitert, weil Er die Welt nicht wirklich verändert hat! Zu diesem Schluss kommt man zwangsläufig, wenn man die Erwartung hat, dass diese Welt mit Menschen aus Fleisch und Blut vom „Retter der Welt“ in einen bleibenden Frieden, bzw. in ein Paradies hineingeführt werden muss. Gleichzeitig stellt man sich dieses Paradies auch als einen Zustand vor, in dem nur noch genossen und „geschlemmt“ werden kann. Es muss ein Ort des perfekten Genusses und einer nie endenden Fröhlichkeit sein! Wer eine solche Erwartung hat, wird Jesus Christus auf dieser Erde zwangsläufig als gescheitert beurteilen. Wer aber durch den Geist Gottes erkannt hat, dass es hier auf dieser Erde um etwas ganz Anderes geht, als um den perfekten Genuss und um den äußeren Frieden, der kann in Jesus Christus diese Person sehen, die als einzige, die Schuldfrage befriedigend gelöst hat. Sein Auftrag war es, uns von der Sünde (der Zielverfehlung) und der Schuld zu befreien, damit wir wieder den Zugang zum wahren Leben haben können. Als Menschen aus Fleisch und Blut befinden wir uns jetzt in einer Vorbereitungszeit und in einer Erziehungsschule für Sein künftiges Himmelreich. Jesus sagt zum Statthalter Pilatus ganz klar: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt (Joh 18:36a)!“ Das heißt auch: „Hier auf dieser Welt wird nicht das ewige Friedensreich installiert. Diese Welt liegt in Geburtswehen; mit dem Ziel, diese Schöpfung in die Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes zu führen (Röm 8:20-22). Nur wer solches durch den Geist Gottes erkennen kann, sieht auch, dass Jesus Christus keinesfalls gescheitert ist!
Sein Name bedeutet also „Jahweh ist Rettung!“ Die Erhöhung Seines Namens über jeden Namen bedeutet aber auch, dass Sein Name besser als jeder andere Name ist! Ein guter Name ist etwas sehr Kostbares! So lesen wir bereits in den Sprüchen:

  • Spr 22:1 - Ein guter Name ist vorzüglicher als großer Reichtum, besser als Silber und Gold ist Anmut.

Ein guter Name schafft Vertrauen, er vermittelt Ehre und größte Wertschätzung! Ein geschätzter Name wirkt anziehend und er lässt bei den Mitmenschen das Bedürfnis entstehen, mit dieser Person zusammen zu sein, bzw. Gemeinschaft zu haben.
Ein guter Name entsteht durch Treue! Oder kennen wir irgendeinen Menschen, mit einem guten Namen, der treulos blieb? Alle Menschen waren irgendwann einmal treulos, aber es gibt etliche Menschen, die sich verändert haben und treu geworden sind! Zu einem guten Namen gehört natürlich auch, ob ein Mensch aus der Liebe und Barmherzigkeit lebt! Wer liebend und treu geworden ist und dabei bleibt, bekommt früher oder später automatisch einen guten Namen!
Ein guter Name kann nicht darüber definiert werden, ob ein Mensch verehrt wird! 1938 wurde Adolf Hitler von vielen Menschen verehrt, weil er für viele ein „Held“ und der „Führer“ war, der dem deutschen Volk wieder zu „seinem Recht“ verhalf (der Versailler Vertrag von 1919 empfanden viele Deutsche als große Diskriminierung). Heute hat der „verehrte Held“ von damals keinen guten Namen mehr! Ausnahmen sehen wir nur bei Menschen, die aus Prinzip alles Jüdische hassen und dadurch überzeugte Antisemiten sind. Daraus kann man auch ersehen, dass hassende Menschen, nicht selten den Bösen einen „guten Namen“ und den Guten einen „bösen Namen“ verleihen.
Auch der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un wird von seinem Volk verehrt. Trotzdem gibt es kaum Menschen, die von ganzem Herzen sagen könnten: „Kim Jong Un hat einen guten Namen!“ So etwas würden lediglich solche sagen, die entweder einseitig durch Gehirnwäsche geprägt wurden oder die von ihm profitieren und durch die Beziehung mit ihm, ein angenehmes Leben führen können. Aber es gibt wohl kaum eine Handvoll Nordkoreaner, die nicht wirklich große Angst vor ihm haben! Lediglich bei Christen, die sich nicht vor denen fürchten, die ihren Leib töten können (Mt 10:28), ist dies möglich (das sind natürlich längst nicht alle Christen und ob ich selbst soweit wäre, wenn ich da leben müsste, ist mehr als fraglich! Letztlich kann nur der Geist Gottes, ein solches Wunder in uns bewirken. Die eigene Tapferkeit kommt früher oder später an ein Ende!). Bei allen anderen Nordkoreanern bin ich fest davon überzeugt, dass sie aus einer ständigen Angst leben müssen.
Wenn wir darüber nachdenken, wer von den verstorbenen Menschen in der Weltgeschichte einen guten Namen hat, dann kommen uns vielleicht die unterschiedlichsten Menschen in den Sinn:

  1. Sind es die großen Politiker, Herrscher und Eroberer? Von denen gibt es nicht so viele, die einen wirklich guten Namen haben und selbst diejenigen, die über einen guten Namen verfügen, hatten meist größere Schattenseiten!
  2. Sind es die großen Philosophen oder Religionsgründer, wie z. B. Aristoteles, Kant, Buddha oder Mohammed?
  3. Sind es einige „Friedensnobelpreisträger“ und solche, die große Sozialwerke gegründet haben, wie z. B. Henry Dunant, der Gründer des Roten Kreuzes oder Mutter Teresa aus Kalkutta.
  4. Sind es Frauen und Männer, wie Elisabeth von Thüringen, die sich für die Armen aufopferte oder Georg Müller, der das große Kinderheim in Bristol gründete.

Von einigen der genannten Personen kann man wohl sagen, dass sie in dieser Welt einen guten Namen haben. Wie viele davon auch einen Namen haben, der im Himmel angeschrieben ist, bleibt abzuwarten (Lk 10:20).
Aber ich kann suchen wo ich will; kein Name ist so überragend, wie der Name von Jesus Christus! Keine verstorbene Person wird von so vielen Menschen geliebt und angebetet, wie der auferstandene Jesus! Obwohl Sein Name in zukünftigen Zeitaltern noch viel größer werden wird, so hat er bereits heute einen Namen, der über jeden Namen steht!
Wie gut ein Name ist, hängt damit zusammen, was einem in den Sinn kommt, wenn man diesen Namen hört. Höre ich den Namen Joseph Stalin, dann verbinde ich damit Grausamkeit, Hass, Brutalität, Machthunger, millionenfacher Mord und abgrundtiefe Bosheit!
Wenn ich den Namen Jesus höre, dann verbinde ich damit hingebungsvolle und selbstlose Liebe, Gnade, Sanftmut, Wertschätzung, Barmherzigkeit und unendliche Güte. Ich sehe hier die Person, die aus Liebe zur ganzen Welt, alles loslassen konnte. Ich sehe die einzige Person im ganzen Universum, die unter dem totalen Wohlgefallen Seines Vaters, dem allmächtigen Gott, lebte! Es ist der Name, den ich mit Leben, Frieden und wahrer Gerechtigkeit verbinde!
Ein guter Name ist also ein Name, der automatisch mit Gutem gefüllt wird, sobald man ihn hört! Trotzdem gibt es viele, die sich über diesen Namen ärgern und aufregen! Sie ärgern sich nicht über seine barmherzigen Taten oder kaum über Predigten, wo die Nächstenliebe in den Vordergrund gestellt werden. Sie ärgern sich deshalb über Jesus, weil er ihren Egoismus, ihre Ehrsucht, ihren Machthunger oder ihren Hochmut infrage stellt! Ihr Lebensprinzip der Selbstverwirklichung wird durch das Reden und Leben Jesu direkt oder indirekt angegriffen. Jesus hatte eine absolut geistliche Gesinnung, obwohl Er ein Mensch aus Fleisch und Blut war und diese Gesinnung ist für jeden seelischen und natürlichen Menschen ein Ärgernis! Der natürliche Mensch fühlt sich in seiner Identität, durch das Verhalten eines geistlich gesinnten Menschen, immer infrage gestellt. Darum verfolgt der fleischlich gesinnte Mensch immer auch den geistlich gesinnten Menschen (Gal 4:29). Es ist nie umgekehrt! Der Geistliche verfolgt nie den Fleischlichen! Geistliche Christen legen keine Bomben in Satanskirchen. Echte Christen erschießen keine Abtreibungsbefürworter, obwohl sie gegen die Abtreibung sind. Wahre Gläubige laufen nicht mit einer Maschinenpistole in eine Moschee und bringen die Muslime um! Wahre Christen lieben die Muslime, auch wenn sie die Lehre des Islam als eine Lehre sehen, die nicht zum wahren Leben und zur göttlichen Liebe führt!
Geistliche Menschen stellen, durch ihr Sein und Verhalten, den natürlichen Menschen immer wieder infrage; oft auch ohne etwas zu sagen! Alles Infrage-stellen der Selbstverwirklichung löst früher oder später zwangsläufig Ärger bei denen aus, die mit ihrer Selbstverwirklichung und ihrer Stellung in der Gesellschaft zufrieden sind oder die noch die Hoffnung hegen, dass sie es einmal schaffen werden, mit sich selbst zufrieden zu sein. Sie definieren ihre Identität über ihre Leistung und über ihre Stellung in der Gesellschaft, die sie haben oder die noch kommen könnte. Diese Definition wird aber irgendwann einmal zu einem grausamen Bumerang! Das geschieht z. B. dann, wenn der Egoismus in seiner Hässlichkeit für alle offenbar wird oder spätestens dann, wenn man innerlich ganz einsam auf dem Sterbebett liegt und erkennt, dass die eigene Selbstverwirklichung keine bleibenden Liebesbeziehungen geschaffen hat! Auf dem Sterbebett empfindet man die eigene Gier nach Macht, Ehre und Genuss nur noch als widerlich!
Weil der liebende Mensch, durch sein Verhalten den egoistischen Menschen infrage stellt, wird der egoistische Mensch entweder demütig zugeben müssen, dass er falsch lag oder er wird an seinem Hochmut festhalten und den liebenden Menschen verachten und mit der Zeit vielleicht sogar hassen! Darum hat die gesellschaftliche Oberschicht Jesus Christus gehasst! Darum hasst ein Großteil der Weltelite den Gesalbten des höchsten Gottes noch heute! David hat das in Ps 2 schon längst prophezeit:

  • Ps 2:2-3 - Es treten auf Könige der Erde, und Fürsten tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten: 3 "Lasst uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!"

Jedes Knie wird sich beugen und jede Zunge wird bekennen

Dieses Ereignis, das in die Zielgerade der Zeitalter hineinführt, wird uns an mehreren Stellen der Bibel bezeugt:

  • Ps 150:6 - Alles, was Atem hat, lobe Jah! Halleluja!

Dieses „lobe“ steht im „Futur“, bzw. in der Zukunftsform, und ist somit auch eine Verheißung die uns zeigt, dass alles was Atem hat, den Herrn loben wird. Auch Johannes blickt in Offb 5 in eine weit entfernte Zukunft:

  • Offb 5:13 - Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm den Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit (w. hinein in die Zeitalter der Zeitalter)!

David beschreibt in Ps 22:30 die Auswirkung von Golgatha:

  • Es aßen und fielen nieder alle Fetten der Erde; vor ihm werden sich beugen alle, die in den Staub hinabfuhren, und der, der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte.

Diese Stellen zeigen uns eine alles umfassende Unterordnung unter den Sohn an, die uns auch im 1. Korintherbrief beschrieben wird:

  • 1Kor 15:28 - Wenn ihm aber alles untergeordnet ist, dann wird auch der Sohn selbst dem untergeordnet sein, der ihm alles untergeordnet hat, damit Gott alles in allem sei.

Die Unterordnung von allem, unter den Sohn, hat die gleiche Qualität, wie die Unterordnung des Sohnes unter den Vater! Nur wenn man das sehen und erkennen darf, kann man auch erahnen, was es bedeutet, wenn Ihm alles untergeordnet sein wird. Sollte bei einem Teil der Geschöpfe, das Bekenntnis der Zunge und das Beugen der Knie eine erzwungene, und nicht von Herzen kommende, Angelegenheit sein, dann wäre das auf jeden Fall keine Unterordnung in gleicher Qualität! Die klassische Parallelstelle zu Phil 2:10 finden wir in Jes 45:23-24:

  • Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören 24 und sagen: Nur in dem HERRN ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren.

Vermutlich dachte Paulus auch an diese Stelle, als er Phil 2:10-11 schrieb!
Vor diesem Ereignis hat der himmlische Vater für Seinen Sohn alle Seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt (Hebr 1:13). Dieses „Hinlegen“ zum Schemel seiner Füße, ist kein Akt der gewaltmäßigen Unterdrückung, wie das die Diktatoren dieser Welt machen, sondern eine von Herzen kommende und freiwillige Unterordnung unter den Sohn, die in einer ganz tiefen Anbetung mündet. Dieses zum-Schemel-Seiner-Füße-legen bewirkt der Vater durch eine Veränderung der Herzen jedes einzelnen!
Im Zusammenhang mit dem Schemel durften wir sehen, dass hier auch Anbetung stattfindet. Und so hat auch das „Beugen der Knie“ etwas mit der Anbetung Gottes zu tun! Wahre Anbetung kommt da zustande, wo man von der Größe und Herrlichkeit Gottes absolut ergriffen, bewegt, fasziniert, überwältigt und ‚begeistert’ ist. Der Anblick Gottes und der Einblick in Sein Herz führt zu tiefster Anbetung, weil das Herz vor Freude und Dankbarkeit zu zerspringen droht!
Nachdem die Jünger sahen, wie Jesus über das Wasser ging, wie Er Petrus rettete und wie sich danach der Wind legte, da fielen sie vor Jesus nieder und bekannten: „Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“ Das war auch eine Anbetung, die aus einer tiefen Ergriffenheit heraus entstand! Sie wollten gar nicht anders, als sich beugen! Es war für sie ein ganz großes Bedürfnis (Mt 14:33)!
Wenn sich Gott einem Geschöpf in Seiner Liebe offenbart, dann kann und will das Geschöpf gar nicht anders, als Ihn anzubeten und diese Anbetung vermittelt eine Glückseligkeit und ein Glücksgefühl, das alles bisher Dagewesene bei weitem in den Schatten stellt! Jesus Christus und dem himmlischen Vater allein gebührt alle Anbetung!


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