Die unübertreffliche Liebe des himmlischen Vaters (Joh 3:16): Unterschied zwischen den Versionen

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Darum heißt es schon im Alten Testament:
 
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* "Denn die Liebe ist stark wie der Tod!" ([[Hl 8:6]]b)
 
* "Denn die Liebe ist stark wie der Tod!" ([[Hl 8:6]]b)
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[[Ein Lehrer Israels erhält einen nächtlichen Einzelunterricht – Teil 3 (Joh 3:17-21)]]

Aktuelle Version vom 28. Juni 2021, 16:39 Uhr

Kurzandacht von Daniel Muhl

🎥 Als Videovortrag → Hinweis: Der Vers 16 erfolgt erst gegen Ende des Vortrags!

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Ein Satz im Neuen Testament gehört bestimmt zu den 'Top Ten' der Bibel: Wir finden ihn in Joh 3:16:
  • Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er den einziggezeugten Sohn [für sie] dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.

Wenn wir in einer Stadt die Leute fragen würden, ob sie uns einen Satz aus dem NT zitieren können, wäre die Chance nicht schlecht, diesen hier zu hören! Unzählige Male haben wir diesen Vers schon gehört; aber haben wir ihn auch schon in seiner unergründlichen Tiefe erfasst? Dieser Vers malt uns die unbegreifliche Liebe Gottes zur ganzen Welt vor Augen. Dieser Satz zeigt uns, wie der Allmächtige in der Lage war, Sein Liebstes zu geben. Er macht deutlich, dass Gott aus Liebe zu all' Seinen Geschöpfen, sich von dem trennen konnte, der das Innerste Seines Herzens erfüllte!
Durch das Geschehen am Kreuz von Golgatha wurde das Herz Gottes 'buchstäblich' zerrissen. Am "Fluchholz" konnten die Anwesenden den letzten Schrei des Gottessohnes hören und ich vermute, dass auch ein Schrei größter Schmerzen in der innersten Kammer des himmlischen Vaters ertönte. Ein Schrei, den vielleicht niemand hörte.

In der Geschichte Israels gab es auf jeden Fall so einen Schrei eines liebenden Vaters! Ich lese aus 2Sam 19:1+5:

  • Da wurde der König sehr bewegt, und er stieg hinauf in das Obergemach des Tores und weinte; und so sprach er im Gehen: Mein Sohn Absalom, mein Sohn, mein Sohn Absalom! Wäre ich doch an deiner Stelle gestorben! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

In Vers 5 lesen wir noch einmal:

  • Und der König hatte sein Angesicht verhüllt, und der König schrie mit lauter Stimme: Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

Achtmal lesen wir hier die Wortkombination "mein Sohn". So eine herzzerreißende Trauer wird uns in der Bibel nirgends sonst so intensiv beschrieben wie genau an dieser Stelle.
Absalom hatte einen der schönsten Namen überhaupt: "Vater (des) Friedens". Gleichzeitig war Absalom der schlimmste Sohn, den man sich vorstellen konnte! Er schläft in aller Öffentlichkeit mit den Nebenfrauen seines Vaters (2Sam 16:22)! Er will das Königtum seines Vaters rauben und er wäre auch bereit gewesen, dafür seinen Vater umzubringen!
Gibt es einen schlimmeren Sohn? Der "verlorene Sohn" aus Lk 15 ist im Vergleich zu Absalom dagegen nur eine sehr milde Variante! Warum machte David so ein "Theater" um so einen "Mistkerl"? Es war doch höchste Zeit, dass dieser "grausame Kerl" endlich vom Erdboden verschwunden ist. Doch das Herz eines wahren Vaters kann nie aufhören, seine Kinder zu lieben! Ganz egal, zu welchem "Tier" ein Kind mutiert. Seine Liebe ist absolut und bedingungslos!

Wenn David schon so einen unermesslichen Schmerz über den Tod seines missratenen Sohnes verspürte; wie viel mehr der himmlische Vater über den Tod des Sohnes Seines ganzen Wohlgefallens? Jesus war das pure Gegenteil von Absalom! Jesus ist tatsächlich ein "Vater des Friedens", denn in Jes 9:5 lesen wir:

  • Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst.

Aufgrund der erwähnten Geschichte habe ich eine ganz kleine Ahnung, vom übergroßen Schmerz, den der Vater verspürte, als Sein Sohn wie ein "Schwerverbrecher am Kreuz hing. Ich erahne ein klein wenig Seinen Gang in das "Obergemach" und den achtfachen Schrei:

  • "Mein Sohn, wäre ich doch an deiner Stelle gestorben!"

Das größte und schmerzvollste Opfer aller Zeiten, nahm dem Tod, dem Hass und der Finsternis die Macht und es ermöglicht jedem, der diese Liebe annehmen darf, den uneingeschränkten Zugang zum Vaterherz Gottes, zu Seinem Leben und zu Seiner Liebe, die schöner ist als alles, was man sich vorstellen kann! Der Glaube an Jesus, die liebevolle Vertrauensbeziehung zu Ihm vermittelt uns das wahre Gottesleben und eine unübertreffliche Liebe! Darum heißt es schon im Alten Testament:

  • "Denn die Liebe ist stark wie der Tod!" (Hl 8:6b)


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