Warum ausgerechnet der Syrer? (2Kö 5)

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Die Geschichte von Naaman ist in jeder Hinsicht bemerkenswert und außergewöhnlich. Jesus zitiert Naaman in Lk 4:27:

  • Und viele Aussätzige waren zur Zeit des Propheten Elisa in Israel, und keiner von ihnen wurde gereinigt als nur Naaman, der Syrer.

Die Heilung dieses aussätzigen Generals, müsste aus der Sicht eines Israeliten, eigentlich eine Provokation sein:

  1. Naaman war ein Syrer in den Diensten des aramäischen Königs. Somit gehörte er zu den Feinden Israels.
  2. Aramäische Streifscharen hatten einige Städte in Israel geplündert, zerstört und Israelitinnen als Sklavinnen geraubt.
  3. In Israel gab es auch etliche Aussätzige und die gehörten zum auserwählten Volk. An diesem Volk tat Elisa seinen Dienst; aber nur der „feindliche General“, der von Jahweh vmtl. kaum eine Ahnung hatte, wurde geheilt.
  4. Naaman hatte als einer, der fern von Jahweh lebte, ein erfolgreiches Leben und war reich und angesehen und dann wir er als einziger geheilt.

Wenn das für das israelisch orthodoxe Denken keine Provokation ist; was ist es dann? Wie überall in der Bibel, begegnet uns auch hier die Souveränität unseres Gottes! Er tut immer wieder Dinge, die in kein frommes Schema passen. Was sollten wir u. a. daraus lernen?

Hören wir endlich damit auf, dass Handeln und Wirken unseres Gottes vorauszuberechnen und unser Leben an diesen Berechnungen anzupassen. Unser Gott tut immer wieder Dinge, die überhaupt nicht in unsere theologischen Konzepte passen!

Nachfolgend möchte ich diese sehr interessante Geschichte Vers um Vers etwas näher beleuchten:


Bibeltext Informationen und Gedanken Eine mögliche Übertragung
2Kö 5:1 - Und Naaman, der Heeroberste des Königs von Aram, war ein bedeutender Mann vor seinem Herrn und angesehen; denn durch ihn hatte der HERR Sieg für Aram gegeben. Der Mann war ein Kriegsheld, [aber] aussätzig. Na‘aman = Erfreulichkeit. Erfolgreich, stark, aber mit einem unangenehmen Makel. Aussatz dürfte ein Symbol auf die Sünde sein. Siehe hier!
2Kö 5:2 - Und die Aramäer waren auf Raub ausgezogen und hatten aus dem Land Israel ein junges Mädchen gefangen weggeführt, das kam in den Dienst der Frau des Naaman. Die Feinde Israels verursachen Tod und Zerstörung im „Heiligen Land".
2Kö 5:3 - Und sie sagte zu ihrer Herrin: Ach, wäre mein Herr doch vor dem Propheten, der in Samaria [wohnt]! Dann würde er ihn von seinem Aussatz befreien. Das Mädchen liebte, obwohl ihm Unrecht geschah und als es als Sklavin verschleppt wurde. Sie hätte allen Grund bitter zu sein und die Aramäer zu hassen. Der erste Schritt oder die Ursache, die zur Heilung von der Sünde führt, war die Liebe. Weil Gott uns liebte, als wir noch Feinde waren (Röm 5:10), sandte Er Seinen Sohn, der dann auf Golgatha die Grundlage für die Heilung von der Sünde schuf.
2Kö 5:4 - Und Naaman ging und berichtete es seinem Herrn und sagte: So und so hat das Mädchen geredet, das aus dem Land Israel ist. Erstaunlich: Naaman glaubt dem Mädchen (der Sklavin seiner Frau). War dieser Hinweis seine letzte Hoffnung? Der zweite Schritt war der Glaube des Kranken. Dieser Glaube hatte die Auswirkung, dass Naaman sich aufmachte und ging.
2Kö 5:5 - Da sagte der König von Aram: Geh, zieh hin! Und ich will [dazu] an den König von Israel einen Brief senden. Da ging er hin und nahm zehn Talente Silber mit sich und sechstausend [Schekel] Gold und zehn Wechselkleider. Auch der König scheint dieser Sache zu glauben und für ihn war klar: „Hier braucht es ein Empfehlungsschreiben und wertvolle Geschenke!" Vielleicht dachte er: „Heiler müssen auch bezahlt werden!" oder er glaubte gar nicht an die Sache und suchte tatsächlich einen Anlass zum Streit.
2Kö 5:6 - Und er brachte den Brief zum König von Israel; und er lautete so: Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, [so wisse,] siehe, ich habe meinen Knecht Naaman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist. Warum schrieb er nicht: „Wir haben gehört, dass ein Prophet bei euch ist, der heilen kann."? - Hat Naaman dem König nicht vom Propheten erzählt? - Hat der König vergessen, dass der Prophet solches tun kann? - Hat der König gedacht: „Der König von Israel muss doch diesen Heiler kennen und er regiert auch über diesen, darum ergeht meine Aufforderung an ihn. Glaubte er wirklich an dieses Wunder? - Oder suchte der König von Aram wirklich Streit mit dem König von Israel? Sollte der König von Aram das Motiv zu einem Streit gefunden haben, dann war sein Schreiben einfach nur böse. Sollte er auch an die Möglichkeit der Heilung geglaubt haben, dann vermischte er den Glauben mit menschlichem Dazutun. Wie oft vermischen wir unseren Glauben mit eigenem Vermögen, indem wir auf Gott vertrauen und gleichzeitig auf unser Vermögen, unsere Fähigkeiten und Begabungen?
2Kö 5:7 - Und es geschah, als der König von Israel den Brief gelesen hatte, da zerriss er seine Kleider und sagte: Bin ich Gott, [der die Macht hat,] zu töten und lebendig zu machen, dass dieser zu mir sendet, einen Menschen von seinem Aussatz zu befreien? Ja, wahrlich, erkennt doch und seht, dass er einen Anlaß [zum Streit mit] mir sucht! Der König von Israel = vmtl. Joram. Er dachte: Er müsse die Heilung vollziehen. Obwohl er schon einiges mit Elisa erlebt und von ihm gehört hatte, dachte er vmtl. keine Sekunde an den Gottesmann. Warum? Er war ein Götzendiener! Sein Denken war von den Götzen bestimmt und vmtl. dachte er: auch sofort „Alles ist Politik!" Für den König von Israel war alles Heimtücke. Er wusste aber auch: „Gott (die Götter) können töten und lebendig machen!" Nur ein Solcher kann auch vom Aussatz befreien. Götzendiener rechnen nicht mit dem Wirken Gottes. Der Götzendiener hat kein Denken des Vertrauens. Aber was genau ist Götzendienst? Alles, was für uns persönlicher wichtiger ist als Gott, ist unser Götze! Ob das der Ehepartner, die Kinder, die Gesundheit, das Geld, das eigene Ansehen ist, spielt absolut keine Rolle. Darum sind wir Menschen alle von Natur aus Götzendiener. Allein Jesus hat Seinen Vater immer und überall an die erste Stelle gesetzt. Da wo Götzendienst vorhanden ist, kann auch das Denken des Glaubens keinen Raum einnehmen. Nur der Gott, der lebendig machen kann, kann auch von der Sünde befreien.
2Kö 5:8 - Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König von Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zu dem König und ließ [ihm] sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Lass ihn doch zu mir kommen! Und er soll erkennen, dass ein Prophet in Israel ist. Elisa = Gott der Errettung. Naaman hat von einem Propheten gehört (durch das Mädchen) und jetzt soll er es auch erkennen! 1. Das richtige Ziel zeigt das Mädchen! 2. Der König von Aram sendet falsch! (seine Überlegungen sind schleierhaft) 3. Der götzendienerische König von Israel kapituliert, weil er nur Heimtücke und seine eigenen Möglichkeiten sieht! 4. Die Zielperson (Elisa) meldet sich und weist auf den richtigen Weg. 5. Verheissung: Er wird erkennen, dass ein Prophet in Israel ist (eigentlich wusste er es schon). 1. Das Ziel wird den Sündern bekannt gemacht (Jesus Christus) 2. Sie richten sich häufig an die Großen (weil sie in dieser Welt leben). Die Großen senden an den falschen Ort. 3. Sie gelangen zu denen, die eigentlich das Ziel kennen sollten, aber da sie vom götzendienerischen Denken geprägt sind, können sie nicht wirklich helfen. 4. Jesus (Jahweh rettet) meldet sich und sagt: „Komm zu mir!" 5. Dadurch wird erkannt, wo Rettung ist.
2Kö 5:9 - Da kam Naaman mit seinen Pferden und mit seinem Wagen und hielt am Eingang zu Elisas Haus. Seine Pferde und Wagen = Schau mal, was ich habe: „Ich bin jemand mit Bedeutung!" Welcher Gottesmann lässt sich von Status-Symbolen beeindrucken? Jesus schaut unsere vielleicht hervorragende irdische Stellung und das was wir besitzen gar nicht an. Ihn beindruckt nicht, ob wir Konzernchef, Chefarzt oder Präsident eines Landes sind. Aber Er freut sich über ein Gottesvertrauen und über eine innige Liebe zu Ihm und Seinen Vater.
2Kö 5:10 - Und Elisa schickte einen Boten zu ihm und ließ [ihm] sagen: Geh hin und bade dich siebenmal im Jordan! So wird dir dein Fleisch wiederhergestellt werden und rein sein. Elisa kommt nicht an die Tür! Er sendet einen Boten. Naaman fühlte vielleicht: „Bin ich ein unbedeutender Sklave? Ich bin jedoch in erfolgreicher Feldherr mit Wagen und Pferden und der Prophet schaut mich nicht einmal an, sondern sendet einfach einen Boten. Was für eine Beleidigung? Bevor wir den „Mann Gottes" von Angesicht zu Angesicht sehen werden, bedarf es der Reinigung von Sünde, durch das Bekennen (1Jo 1:9) und durch das Eintauchen im Wasserbad des Wortes (Eph 5:26). Der Jordan ist ein Symbol auf den Tod (siehe hier!.
2Kö 5:11 - Da wurde Naaman zornig und ging [weg]. Und er sagte: Siehe, ich hatte mir gesagt: Er wird nach draußen zu mir herauskommen und hintreten und den Namen des HERRN, seines Gottes, anrufen und wird seine Hand über die Stelle schwingen und so den Aussätzigen [vom Aussatz] befreien. Naaman hatte andere Vorstellungen über den Ablauf seiner Heilung. Seine Vorstellung klingen eigentlich biblisch: Namen Gottes anrufen, Hände auflegen, fertig! Das hebräische Wort für „Befreien" kann w. mit „Aufnehmen" übersetzt werden (der vom Aussatz Geheilte wurde wieder in die Gesellschaft aufgenommen). Gehorsam bewirkt Heilung! Stolz verhindert Gehorsam! Wenn die Anweisung Gottes anders ist, als gedacht, dann fällt Gehorsam schwer. Die eigenen Erfahrungen und Vorstellungen, wie etwas ablaufen muss, blockieren uns oft und verhindern, dass wir für die Anweisungen des Geistes offen sind. Darum schreibt Paulus auch: „Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz (Gal 5:18). Oft denken wir auch, wir müssten das tun, was bei Christen „normal" ist, damit wir heil werden. Heilung ist Befreiung und bewirkt Annahme und Aufnahme.
Naamans Vorstellungen und die Wege Gottes
Naamans Vorstellungen.png
2Kö 5:12 - Sind nicht Abana und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Wasser von Israel? Kann ich mich nicht darin baden und rein werden? Und er wandte sich um und ging im Zorn [davon]. Naaman argumentiert gegen die Anweisung des Gottesmannes. Sein verletzter Stolz bewirkte Zorn, Ärger (Erhitzung). Abanah = Steiniger (vmtl. ein Fluss mit Kiesboden und dadurch auch sehr sauber). Parpar = schnell (vmtl. von parar = brechen, spalten). Bedeutet vielleicht: Der steinige ist der schnelle Weg zur Heilung. Wir Menschen finden immer Argumente gegen Gottes Gebote! Der von Gott vorgegebene Weg (in den Tod) passt den Geschöpfen normalerweise nicht! Erst wenn der Geist Gottes in uns anfängt zu wirken, können wir ein „Ja" zu Seinen Wegen haben. Beispiel: Und an jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, HERR! Ja, du hast mir gezürnt. Möge dein Zorn sich wenden, dass du mich tröstest (Jes 12:1)!
2Kö 5:13 - Da traten seine Diener herzu und redeten zu ihm und sagten: Mein Vater, hätte der Prophet eine große Sache zu dir geredet, hättest du es nicht getan? Wieviel mehr, da er [nur] zu dir gesagt hat: Bade, und du wirst rein sein! Gegen die „einfache Anweisung" des Propheten wehrt sich Naaman, währenddem er schwere Dinge durchaus in Kauf genommen hätte. Warum? Wo ist hier die Logik? Die Geschenke, seine stattlichen Kleider, seine Stellung und seine Statussymbole sind allesamt nutzlos, wenn es um die Heilung geht. Das schmerzt die Seele zuerst einmal. Dann musste sich Naaman vor seinen Dienern demütigen. Die Aussage „Mein Vater", welche mehrere Diener machten, zeigt die persönliche Wertschätzung aller Diener: „Du bist mein Vorbild, mein Versorger, mein Gebieter, meine geistliche Inspirationsquelle!" Der Respekt der Diener gegenüber Naaman war sehr wichtig. Hätten sie ihm Verachtung spüren lassen, wäre seine Demütigung wohl kaum zustande gekommen. Die Anweisung Gottes zur Vergebung und Reinigung ist nicht schwer: 1Jo 1:9. Trotzdem tun sich die Menschen unheimlich schwer, dies zu tun! Warum? Unsere fromme Leistung, unser Ansehen und unsere gesellschaftliche Stellung sind allesamt nutzlos, wenn es um die Heilung geht. Es ist darum schwer, weil wir gar nichts bringen können und unser Stolz zerbrochen werden muss, indem wir uns vor Gott und den Menschen demütigen müssen. Letztlich ist jedes Schuldbekenntnis ist eine Demütigung. So wie Naaman Mühe hatte, sich siebenmal in den Jordan zu tauchen, so hatte ich lange Zeit Mühe mich taufen zu lassen. Es ist das gleiche geistliche Phänomen. Wenn wir ermahnen oder korrigieren, darf es nie an Respekt fehlen!
2Kö 5:14 - Da stieg er hinab und tauchte im Jordan siebenmal unter nach dem Wort des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein. Nachdem Naaman seinen Stolz überwunden hatte und sich vor den Augen seiner Diener demütigte, war der nächste Schritt ganz einfach. Siebenmal untertauchen und sein Fleisch war wieder so, wie das eines jungen Knaben. Er war rein. Er war wie neu geboren! Demütigung und Gehorsam (indem man sich dem Wort Gottes unterstellt) bringen Heilung und Erneuerung. Demut ist nicht nur der Schlüssel zur Gnade (1Petr 5:5); sondern auch für geistliche Vollmacht! Mangelnde geistliche Vollmacht ist manchmal ein Indiz für fehlende Demut, bzw. Hochmut.
2Kö 5:15 - Und er kehrte zu dem Mann Gottes zurück, er und sein ganzes Gefolge, und er kam und trat vor ihn und sagte: Siehe doch, ich habe erkannt, dass es keinen Gott auf der ganzen Erde gibt als nur in Israel. Und nun nimm doch ein Segensgeschenk von deinem Knecht! Der Weg zur Gotteserkenntnis: Hören > Glauben > Sich-Demütigen > Gehorsam > Gotteserkenntnis! Naaman hat den einen Gott erkannt und kehrt zu dem Mann zurück, der ihm dahin den Weg gezeigt hat. Motiv: Dankbarkeit. Aus Dankbarkeit wollte Naaman den Propheten beschenken. Das war nicht verwerflich und man hätte die Gaben sehr gut gebrauchen können: z. B. um Bedürftige zu versorgen oder um Schulungsräume für die Prophetenschüler zu finanzieren (2Kö 6:1). Kein anderer Gott kann von Unreinheit (Sünde) heilen, als nur der Gott Israels. Grundlage dafür ist das Kreuz!
2Kö 5:16 - Er aber sagte: So wahr der HERR lebt, vor dem ich stehe, wenn ich es nehmen werde! Und er drang in ihn, es zu nehmen, doch er weigerte sich. Doch es ging Elisa um eine weitere Lektion: - Männer Gottes sind nicht bestechlich; man kann sie nicht kaufen. - Die Heilkräfte kommen von Gott und nicht vom Propheten. Der Prophet ist nur das Werkzeug Gottes. - Keine Menschen sollen geehrt werden, sondern nur Gott allein. - Göttliche Heilungen sind immer umsonst und können nie gekauft oder bezahlt werden. - Man kann sich nicht durch das Handeln des Herrn bereichern. Für Elisa war das nicht verhandelbar! Wo immer Gott uns gebraucht und wir ein Segen für andere Menschen sein dürfen, da ist es immer das Wirken des Heiligen Geistes in uns und darum gehört immer Ihm allein die Ehre. Wir dürfen keine Menschen verherrlichen (ganz egal wie segensreich sie wirken durften), weil alles was sie tun durften, ein Geschenk Gottes ist. Indirekt kommt das auch in Offb 4:10ff zum Ausdruck, wo die 24 Ältesten ihre Kronen vor dem Thron niederlegen.
2Kö 5:17 - Da sagte Naaman: Wenn [also] nicht, dann möge man deinem Knecht doch die Traglast eines Maultiergespannes Erde geben! Denn dein Knecht wird nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer zubereiten, sondern nur [noch] dem HERRN. Nach der Weigerung des Propheten, ein Geschenk zu nehmen, hat Naaman eine Bitte: Gib mir Erde von hier! Begründung: Ich will nur noch Jahweh opfern! War die Überlegung: „Ich will nur auf geweihter Erde opfern! Auf Gottes Erde!"? Erde = Fundament, Grundlage für Pflanzen und Früchte! Habe ich das Fundament Gottes in mein Leben gebracht? Stehe ich auf dem Fundament Gottes, auf dem Fundament das „Früchte" hervorbringt. Stehe ich auf der Gnade und basiert mein Leben auf der Jesusbindung (Joh 15:5)?
2Kö 5:18 - In dieser [einen] Sache wolle der HERR deinem Knecht [jedoch] vergeben: Wenn mein Herr in das Haus Rimmons geht, um sich dort niederzubeugen, dann stützt er sich auf meinen Arm, und [auch] ich beuge mich nieder im Haus Rimmons. Wenn ich mich [nun dabei] niederbeuge im Haus Rimmons, dann möge doch der HERR deinem Knecht in dieser Sache vergeben! Naaman bittet um vorlaufende Vergebung. In einem gesetzlichen Denken ist das eine Ungeheuerlichkeit: Naaman betet den HERRN an und gleichzeitig begibt er sich in einen Götzentempel. Diese künftige Handlung soll dem Naaman verziehen werden. Das provoziert unsere theologische Sichtweise. Diese Bitte wäre bei einem Israeliten in Israel eine Sünde gewesen. Aber bei einem Nichtisraeliten außerhalb Israels war das möglich. Entscheidend dabei ist aber die Herzenseinstellung! Hätte Naaman geistliche geistliche Hurerei betrieben, indem er Rimmon und Jahweh angebetet hätte, dann hätte Elisa nicht gesagt: „Gehe hin in Frieden!" Die Unterordnung unter die Obrigkeit war hier also möglich, obwohl diese Unterordnung mit einem Götzendienst in Verbindung stand. Rimmon (Götze Arams, aber nur an dieser Stelle) = 1. der Donnerer oder: der Majestätische 2. Granatapfel. Der Granatapfel dürfte in der Bibel ein Symbol auf die Liebe sein (siehe hier!). Bedeutet vielleicht in der Übertragung: Menschen, die sich der Liebe beugen (auch wenn es nicht die göttliche Liebe ist, weil sie unwissend sind), sind unterstützungswürdig. Der Prophet Daniel, in der Stadt Babel, war in einer ähnlichen Situation: Er war von Götzendienern umgeben, aber er hat sich den Herrschern unterordnet und ist ihnen mit Respekt und Wertschätzung begegnet, obwohl sie das eigentlich nicht verdient hatten (Dan 4:16).


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