Hiob besteht die zweite Prüfung - Hi 2:6-10

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aus HSA Ist Gott mein Freund oder mein Feind? - Das Buch Hiob


Hiob besteht die zweite Prüfung - Hi 2:6-10

Wir wollen zweierlei bedenken:

  • Kommt das Böse vom Teufel oder von Gott? - Die Frage stellte sich ja schon bei Hiobs erster Prüfung: "Wer hat mir das angetan: Sabäer oder Chaldäer? Naturgewalten? Der Teufel? Gott?" Sie alle hätte Hiob ja als Verursacher nennen können, es wäre nicht falsch gewesen. Doch Hiob war nicht nur ein frommer, sondern auch ein gläubiger Mann. Das ganze Hiobbuch ist von dem Gedanken durchdrungen: Wir haben es immer mit Gott zu tun, ob Angenehmes oder Unangenehmes, Gesundheit oder Krankheit, Gewinn oder Verlust, Hochgefühl oder Schmerz uns trifft. Das hält Hiob, vom Schmerz gepeinigt, seiner Frau, die zusätzlich noch zur Versucherin wird, im Glauben entgegen. Und mehr noch: Wir nehmen es bewusst von Ihm an, ohne zu murren. Eine hohe Stufe des Glaubens! - Und wieder müsssen wir uns fragen: Hätten wir die Probe ebenso gut bestanden wie Hiob? Bleiben wir - die wir in Jesus Christus Erlösung und Herrlichkeitshoffnung haben - nicht oftmals dahinter zurück?
  • In unserem Text begegnet uns Jesus! Es heißt ja wirklich in Hi 2:7, dass der Satan "vom Angesicht Jahwehs" hinwegging. Der Jahweh-Name ist dem Vater, aber auch dem Sohn Gottes zu eigen. Das Neue Testament sagt sehr klar: "Niemand hat Gott je gesehen" (Joh 1:18 - 1Tim 6:16). Kann der Fürst der Finsternis vor das Angesicht dessen treten, der in einem unzugänlichen Licht wohnt (1Tim 6:16)? Undenkbar. So zeigt sich auch in Hi 1 und Hi 2 der Vater im Sohn. In unserem Text unterhalten sich die, die Jahrhunderte später, in einer ganz anderen Situation, während der Niedrigkeit des Sohnes Gottes, wieder miteinander reden werden (Mt 4:1-11).