Eine Parabel zur Gesinnung Jesu Christi

Aus Bibelwissen
Wechseln zu: Navigation, Suche

(nach Philipper 2)

Von Daniel Muhl

Park breit.png


Hauptseite · Bibel · Wort-Verzeichnis · Hebräisches Strong-Verzeichnis · Griechisches Strong-Verzeichnis
1. Der tiefste Abstieg und die höchste Erhöhung
1.1 Eine Parabel zur Gesinnung Jesu Christi
1.2 Ermunterung und Trost
1.3 Gemeinschaft des Geistes
1.4 Herzliches Mitleid und Erbarmen
2. Freude durch eine Liebe und Gesinnung
3. Selbstlosigkeit und Demut
4. Das Seine und das der Anderen
5. Die Gesinnung Jesu Christi
6. Die Selbsterniedrigung Jesu

Ein König und sein Sohn beherrschten ein wunderbares Reich und saßen im schönsten Palast den man sich vorstellen konnte. Sie waren mit den herrlichsten Gewändern bekleidet und regierten gerecht, mit Liebe und Barmherzigkeit! Durch die bösen Machenschaften eines hohen Beamten entstand bei den Untertanen in ihrem Reich ein Streit. Sie verletzten sich, fingen an zu hassen und sich gegenseitig umzubringen!

Tief betrübt besprach der König mit seinem Sohn diesen desolaten Zustand. Eine sofortige Entmachtung ihres bösen Beamten wollten sie noch nicht durchführen, weil sie zuerst noch etwas anderes erreichen wollten. Ihre Untertanen sollten zuerst die wahre Liebe erkennen und verstehen. Wahre Liebe wird aber besonders da erkannt, wo trotz Fluchen gesegnet und trotz Anfeindungen wohl getan wird! Deshalb ließen sie den Beamten noch eine zeitlang gewähren. Vater und Sohn wussten, dass die Menschen eine vollkommene Liebe erst dann erkennen können, wenn sie diese Liebe in schwierigsten Umständen vorleben und ihnen zeigen, wie sie ihnen trotz aller Ungerechtigkeit das Böse nicht zurechnen.

So entschieden sie gemeinsam, dass der Sohn sich unerkannt unter das Volk mischen würde, um ihnen diese wahre Liebe zu zeigen, die einzig und allein die Kraft hat, den Teufelskreis des Hasses wirklich zu durchbrechen.

Der Königssohn zog seine herrlichen Gewänder aus und verkleidete sich als Knecht. In einem Bauerndorf ankommend, verdingte er sich als Knecht. Ein mürrischer Bauer nahm ihn zu sich und legte ihm eine riesige Arbeitslast auf. Der Bauer nahm überraschend zur Kenntnis, wie dieser Knecht alle aufgetragenen Arbeiten ganz treu und zuverlässig ausführte. Auch beklagte er sich nie über die schlechten Arbeitsbedingungen. Er hörte kein Fluchen und kein Murren. Das war für ihn ein seltsames und unnatürliches Verhalten, das er so noch nie gesehen hatte.

Der Bauer stellte mit Erstaunen fest, wie sich der neue Knecht sogar um das Wohlbefinden seiner Mitknechte kümmerte, obwohl er unter der Arbeitslast fast zusammenbrach. Die anderen Knechte und Dorfbewohner machten sich über ihn noch lustig und verspotten ihn, weil er so „dumm“ war, sich alles gefallen zu lassen.

Der Bauer konnte sich einfach nicht vorstellen, dass die Güte dieses Knechtes wirklich echt war und so entschied er sich, ihn auf „Herz und Nieren“ zu prüfen! Er demütigte ihn noch mehr und schickte ihn in seine Jauchegrube, mit der Anweisung, diese mit einem Eimer vollständig zu leeren. Mit seinen letzten Kräften leerte er die Jauchegrube des Bauern.

Am Grund der Jauchegrube fand der Königssohn ein wertvolles mit Diamanten verziertes Goldmedaillon. Er hob es auf, rief den Bauern und fragte ihn, ob dieses Medaillon ihm gehöre. Der Bauer nahm es in seine Hände und erkannte das Schmuckstück. Sein Vater, der ein sehr reicher Mann war, schenkte dieses Medaillon seiner Mutter zur Hochzeit. Als seine Mutter ihm das Medaillon übergab, sagte sie zu ihm:

„Dieses Schmuckstück war für mich immer das sichtbare Zeichen der großen Liebe deines Vaters zu mir! Dieses Zeichen der Liebe übergebe ich nun dir! Wenn du es einmal verlieren solltest und ein Finder es dir überreicht, so darfst du mit Bestimmtheit wissen, dass der Finder dich wirklich liebt!“

Kaum hatte er sich an diese Worte erinnert, sah er seinen Knecht den letzten Eimer Jauche aus der Grube schütten und wie er vor lauter Erschöpfung tot zusammenbrach. Der Bauer erschrak zutiefst und stand ganz erschüttert da. Sein schlechtes Gewissen regte sich und fing so sehr an zu brennen, als hätte er feurige Kohlen auf seinem Haupt. In seiner Verzweiflung wusste er keine bessere Lösung, als die Jauchegrube zuzuschütten, um den toten Knecht „verschwinden“ zu lassen.

Nach einer Weile fragte man sich im Dorf, wo der eigenartige Knecht wohl verschwunden sein könnte. Bald einmal vermuteten die meisten Dorfbewohner, dass dieser seltsame Mann einfach abgehauen ist, weil er es beim mürrischen Bauern nicht mehr länger aushielt. Den Bauern wollten sie auch nicht fragen, weil er die einflussreichste Person im Dorf war und weil sie ihn fürchteten.

Ein paar Wochen später kam eine königliche Eskorte in das Dorf und erkundigte sich nach dem Knecht. Alle berichteten, dass der Gesuchte hier war, aber seit einiger Zeit verschwunden sei. Der königliche Adjutant teilte der Dorfbevölkerung mit, dass es sich bei diesem Knecht um den Königssohn persönlich handelte. Alle Dorfbewohner erschraken zutiefst und jeder erinnerte sich wieder daran, wie jener Knecht voll Liebe und Freundlichkeit war und wie sehr sie ihn verspottet und manchmal auch gequält haben. Aber alle schwiegen, da sie sich vor den Soldaten fürchteten.

Nachdem die Eskorte weiterzog, ging jeder betroffen in sein Haus. Viele wurden von ihrem schlechten Gewissen geplagt. Sie konnten sich an nichts mehr freuen und wussten nicht, wie sie mit ihrer Schuld fertig werden sollten. Ihr Leben war mehr denn je, grau, kalt und sinnlos! Was würde geschehen, wenn man im königlichen Palast erfahren würde, wie sie mit dem Königssohn umgegangen sind? Bestimmt würden sie alle hart bestraft und in den Kerker geworfen. Doch weil niemand mehr darüber redete, wurde es still. Außerhalb des Dorfes erfuhr niemand, wie schlecht die Dorfbewohner den Königssohn behandelten.

Der mürrische Bauer fürchtete sich sehr! Wenn der königliche Palast von den Umständen des Todes des Regenten erfahren würde, wäre das sein Ende! Nachts träumte er immer wieder davon, wie die Soldaten zu seinem Hof kamen, seine alte Jauchegrube aushoben und den Leichnam des Königssohns fanden. Er träumte, wie sie ihn abführten, folterten und zum Tode verurteilten!

Die Träume blieben jedoch Träume. Trotzdem plagten sie ihn sehr! Gleichzeitig erinnerte er sich immer mehr an die liebenden Augen seines ehemaligen Knechtes und mit welcher Sorgfalt er das Medaillon reinigte, bevor er es ihm übergab. Er erinnerte sich an seine Treue, Zuverlässigkeit und Güte! Noch immer konnte er sich sein Verhalten nicht richtig erklären, da er ja ständig von allen unterdrückt und verspottet wurde! Dieses Verhalten ist so ganz anders, als das aller Dorfbewohner! Als Königssohn hätte er sich furchtbar an ihm rächen können; aber er tat es nicht! Warum ließ er sich dies alles gefallen? Warum kehrte er nicht in seinen Palast zurück? Hatte ihm seine Mutter nicht prophezeit, dass ihn der Finder dieses Medaillons wahrhaft lieben würde?

Je länger er darüber nachdachte, desto mehr erkannte er die bedingungslose Liebe des Königssohnes. Er musste immer häufiger weinen und fand keinen Trost! Trotzdem fing er an, seinen verstorbenen Knecht, den Königssohn, mehr als alles andere zu lieben! Aber der Bauer konnte dem ehemaligen „Knecht“ seine Liebe nicht mehr zeigen, da er ja tot war. Das Furchtbare dabei war die Tatsache, das er selbst dafür verantwortlich war! Darum lastete seine Schuld immer schwerer auf seinem Herzen! Er liebte den Königssohn, aber mit seiner Schuld konnte er kaum noch leben, da er sein Vergehen auch nicht wieder gut machen konnte! Sein Zustand war kaum mehr auszuhalten.

Eines Tages nahm er die verstaubte Bibel aus dem Regal und las folgenden Textabschnitt:

„Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles!“

Genau das machte das Leben seines „Knechtes“ aus! Genauso hat er gelebt und ihm gedient! Der Königssohn war gütig und langmütig! Er ließ sich nicht erbittern und er rechnete ihm das Böse nicht zu! Der Prinz hat aus Liebe zu mir alles erduldet!

Der Bauer war überwältigt! Doch dann blieb er an einem Satz hängen und dieser ließ ihn nicht mehr los: „Die Liebe freut sich mit der Wahrheit!“ Was war eigentlich seine Wahrheit? Seine Wahrheit war, dass er den Königssohn ohne Grund zu Tode brachte! Wie soll sich da die Liebe mit der Wahrheit freuen? Da gibt es nichts, worüber man sich freuen könnte, denn es tat ihm unsagbar leid, wie er sich dem Prinzen gegenüber verhielt. Am liebsten hätte er jetzt dem Königssohn gesagt, wie sehr er sein Verhalten bereute; aber leider konnte er das nicht mehr!

Bis zu diesem Tage konnte der Bauer seine Blutschuld einigermaßen verbergen und niemand erfuhr von seiner Sünde! Das war ganz praktisch, denn so entging er der grausamen Strafe. Dem Bauer wurde aber auch klar, dass seine gewachsene Liebe zum Königssohn einen Makel hatte! Er versteckte seine Sünde und dadurch lebte er immer noch in der Finsternis! Er gab immer noch vor, der unbescholtene Bauer zu sein! Sein Leben und sein Verhalten kamen noch nicht ans Licht! Er war noch nicht echt und authentisch! Er fragte sich zusehends, ob er den verstorbenen Prinzen auch wirklich lieben könne, wenn sein Leben nur noch eine einzige Lüge war? Wie konnte er sagen, er liebe die Person, die das Licht und die Liebe ist, wenn er gleichzeitig das Licht hasste? Er hasste das Licht, weil er sich davor fürchtete, als Mörder erkannt zu werden. Deshalb musste ein Teil seines Lebens weiterhin verborgen blieben und somit auch in der Finsternis verharren! Der Bauer wagte es nicht, wahr zu werden und ans Licht zu treten! Das hatte zur Folge, dass es in seinem Herzen zusehends wieder finsterer wurde! Seine Seele wurde immer kälter und er fiel in eine tiefe Traurigkeit!

Doch da war ein glimmender Docht in seiner Seele, der sich wieder nach dieser wunderbaren Liebe sehnte. Sein innerer Zustand wurde so schlimm, dass er zu dem Schluss kam, es wäre besser zu sterben, als so weiterleben zu müssen. Er sagte sich: „Auch wenn ich mit der Wahrheit auf den Lippen sterben muss, so wird mein Sterben vielleicht doch einfacher werden, da ich nicht weiter in der Lüge und somit in der Finsternis verharren muss! Ich gehe zum königlichen Palast und erzähle ihnen meine ganze Geschichte! Sie werden mich vor Gericht führen und mich zum Tode verurteilen. Davor fürchte ich mich. Aber lieber will ich im Licht und mit der Wahrheit sterben, als dass ich in der Lüge und der Finsternis zugrunde gehe!“

Der Bauer machte sich auf den Weg und meldete sich mit zitternden Knien beim königlichen Gericht! Der Beamte hörte sich seine Geschichte an und ließ ihn sofort in den Kerker werfen! Angekettet und in der Finsternis sitzend, wartete er auf die Gerichtsverhandlung und auf sein Todesurteil. Seine Situation war schrecklich und furchterregend, aber seltsamerweise fand er jetzt den Frieden! Das Bekenntnis zur Wahrheit, hatte ihn ans Licht treten lassen. Wieder erinnerte er sich an die Worte der Bibel: „Die Liebe freut sich mit der Wahrheit!“ Wenn jetzt der Königssohn noch leben würde, dann könnte er sich jetzt vielleicht freuen, dass ich wahr geworden bin und ans Licht getreten bin, weil er ja vollkommen liebte! Der Bauer liebte den verstorbenen Sohn des Königs und jetzt wurde diese Liebe sichtbar, weil er wahr geworden ist.

Ihm wurde jetzt auch klar, dass jede Liebesbeziehung nur auf dem Fundament der Wahrheit wachsen kann! Wie sehr bedauerte er doch, jetzt zum Königssohn keine Beziehung mehr herstellen zu können. Er konnte dem Prinzen seine Liebe nicht mehr zeigen und sie ihm zurückgeben. Trotzdem fand er jetzt den lang ersehnten Herzensfrieden. Bald würde er sterben! Aber er würde nicht mit einer Lebenslüge sterben. Er würde in der Wahrheit und im Licht sterben.

Am nächsten Morgen kam ein Wärter mit einem Beamten in seinen Kerker. Der Wärter löste ihm die Ketten und der Beamte führte ihn in das Besprechungszimmer des Königssohns. Als sie einander gegenüber saßen, gab der Beamte folgende Erklärung ab:
„Ich habe vor dem Weggang des Prinzen eine Anweisung von ihm erhalten, indem er mir Folgendes mitteilte: ‚Falls ich nicht anwesend sein sollte und sich ein Untertan hier im Palast melden sowie ohne Zwang bekennen würde, dass er sich mir gegenüber ungerecht oder lieblos verhielt, dann soll ich ihn in dieses Zimmer führen und ihm dieses Schreiben überreichen!’ Hier ist das versiegelte Dokument, das du jetzt öffnen und lesen sollst!“
Mit zittrigen Fingern öffnet der Bauer das Siegel, entrollte das Dokument und begann zu lesen:

Mein lieber Freund,
es ist schon eine Weile her, seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben. Ich hoffe, dass du dich noch daran erinnern kannst, wie sehr ich dich geliebt habe! Offensichtlich hattest du mich aber ungerecht oder lieblos behandelt, ansonsten könntest du dieses Schreiben gar nicht lesen, weil nur derjenige dieses Schreiben in die Hand bekommt, der zugegeben hat, dass er Unrecht an mir getan hat!
Dein Bekenntnis - mein geliebter Freund - erfreut mich sehr, denn es zeigt mir, dass es dir Leid tut und das lässt mich wiederum erkennen, dass auch du begonnen hast, mich zu lieben. Meine Liebe zu dir war nicht umsonst! Ich weiß nicht, welches Unrecht du an mir begangen hast, da ich dieses Schreiben noch vor unserer Begegnung aufgesetzt habe, aber ich weiß, dass es dir jetzt Leid tut.
Da ich nicht anwesend bin, könnte es sein, dass ich gar nicht mehr lebe und wer weiß; vielleicht hast du sogar etwas mit meinem Verschwinden zu tun. Falls dies der Fall sein sollte, plagen dich jetzt vermutlich ganz große Schuldgefühle und du bist zu dem Schluss gekommen, dein Unrecht zu bekennen.
Das freut mich außerordentlich! Sei ganz gewiss; ich habe dich so sehr geliebt, dass ich dir auch das Unrecht - das mit meinem Verschwinden zusammenhängt - vergeben habe! Ich rechne dir deine Schuld nicht mehr an; ich rechne dir auch das Böse nicht mehr an! Du darfst ganz frei und unbelastet deinen Weg ziehen!
Weil du den Mut hattest, dich hier zu melden und zu deinem Unrecht zu stehen, möchte ich dir noch einmal meine Liebe zeigen! Ich besitze eine große Sommerresidenz, mit mehreren großen Gebäuden. Da gibt es direkt am See einen wunderschönen Park. Des Weiteren gibt es hier eine große Anzahl Diener. Auch findest du da die schönsten Bäder, Pferdeställe und auch Ballsäle.
Dir will ich diese ganze Residenz schenken! Sie gehört jetzt dir! Und wenn du deinen Besitz eingenommen hast, wirst du dich immer an meine Liebe erinnern und du wirst erkennen, dass diese Liebe das Schönste von allem ist!
Meinen Vater habe ich gebeten, dich als seinen Sohn und Erben aufzunehmen! Ich bat ihn auch, dich wie mich aufzunehmen und dich wie mich zu lieben! Mein Vater hat mir das zugesagt, weil das ganz in seinem Sinne ist und darum sagte er zu mir auch immer wieder: ‚Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich mein ganzes Wohlgefallen habe’! Die Liebe meines Vaters hat mir auch die Kraft gegeben, dir zu dienen und das Unrecht zu ertragen!
Sei reich gesegnet und herzlich gegrüßt mein geliebter Freund!

Der Bauer war sprachlos und Freudentränen kullerten über seine Wangen. Die Liebe des Königssohnes war noch schöner als er je vermutete. Diese Liebe erfreute ihn noch mehr, als die Sommerresidenz, die er jetzt besaß! Die Tatsache, dass er jetzt zum König sogar ein liebendes Sohn-Vater-Verhältnis haben durfte, übertraf alles, was er bis dahin denken konnte! Plötzlich wusste er im tiefsten Innern, was Gnade ist und wie herrlich sich die Barmherzigkeit der Liebe auswirkte!

Dieses Erlebnis, mit der überwältigenden Liebe des Königssohnes, veränderte den Bauer so sehr, dass er von da an nicht nur den verstorbenen Prinzen über alles liebte, sondern auch anfing, seine Mitmenschen von ganzem Herzen zu lieben. Immer mehr praktizierte auch er diese bedingungslose Liebe. Sein Leben wurde so sehr zu einem Vorbild, dass sich langsam, aber kontinuierlich auch sein Umfeld veränderte.

Viele durften erkennen, dass es ohne Wahrheit, im Herzen finster blieb und nur das Authentisch-Sein der Liebe im Herzen Raum verschaffen kann. Wer wahr wurde und ans Licht trat, wurde frei von sich selbst und lernte auch vollkommen zu lieben. Immer mehr Menschen wurden durch die Liebe des Königssohnes - die nach seinem Sterben im Bauern weiterlebte - verändert! Der Teufelskreis des Hasses wurde durch die Feindesliebe des Königs und seines Sohnes überwunden.

So hat sich durch das Lieben und Sterben des Königssohnes sein Reich zur Vollkommenheit hin verwandelt, denn Vollkommenheit gibt es nur da, wo man gelernt hat, auch die Feinde bedingungslos zu lieben, indem man das Böse nicht mehr zurechnet!