"Ein' feste Burg ist unser Gott" nach Psalm 46

Aus Bibelwissen
Wechseln zu: Navigation, Suche

aus HSA: "Die Psalmen Israels"


Ein' feste Burg ist unser Gott" Ps 46.

Die Korachsöhne verbinden in ihren Psalmen Vergangenes mit Gegenwärtigem und Zukünftigem. Das Bild, das sie von Gott, dem Herrn der Heerscharen, zeichnen, ist kein liebliches. In Naturkatastrophen wie auch in der Weltgeschichte geschieht viel Schreckliches, in Erdbeben wie in Kriegen, und sie erkennen: Auch das Schreckenerregende kommt von Gott. (Dabei tut er nicht alles selbst, sondern wirkt in Gericht und Gnade durch seine Werkzeuge.)

Doch sie bekennen: Wir fürchten uns nicht! Der Herr der Heerscharen, dem auch alle himmlischen Heerscharen zur Verfügung stehen, ist nicht gegen uns, sondern mit uns! Er ist unser Schutz, unsre feste Burg! Dies darf die neutestamentliche Gemeinde ebenso wissen wie Israel, und so schrieb Luther, von Ps 46 ausgehend. das Lied: "Ein' feste Burg ist unser Gott." -

Wenn dieser Gott auch "Bogen zerbricht und Lanzen zerschmettert und Wagen im Feuer verbrennt", so will er damit nicht Kriege anzetteln, sondern Kriege beenden! (Wie viel Schreckliches musste doch auch geschehen, bis der Zweite Weltkrieg endlich aufhörte!) Letztlich will dieser Gott weltweiten Frieden, und das wird er nach schlimmen Gerichten auch erreichen (vgl. Offb 19:11-21 - Offb 20:1-6 - Jes 2:2-4).

So ist der Blick der Psalmsänger in den Versen Ps 46:5.6 - Ps 46:10.11 in die Zukunft, auf den Anbruch des Königreiches Gottes auf Erden gerichtet. In seinem Frieden dürfen Glaubende heute schon ruhen und für allen Schutz und Bewahrung herzlich danken.