5. Gesicht auf Erden: Unterschied zwischen den Versionen

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==='''Die sechs Engel und ihre Botschaften'''===
 
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[[Offb 14:6]]: '''Und ich sah einen anderen Engel  inmitten des Himmels fliegen, der hatte eine äonische Frohbotschaft, sie zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, und allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.'''<br/>
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Es erscheinen nacheinander sechs Engel mit göttlichen Aufträgen und Botschaften an die Menschen auf Erden.
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Daran erkennen wir, dass die Haushaltung der Leibesgemeine abgeschlossen ist. In der gegenwärtigen Gemeinehaushaltung haben Engel keine Botschaften an die Gemeine. Jetzt ist es umgekehrt. Jetzt wird den Engeln und Fürstentümern und Gewalten in den Überhimmeln DURCH DIE GEMEINE die mannigfaltiger Weisheit Gottes kundgemacht (Eph 3:10).
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Der Leibesgemeine ist durch die '''Apostel''' und die '''neutestamentlichen Propheten,''' Hirten und Lehrer die ganze Heilsbotschaft, der ganze Heilsrat Gottes, verkündigt (Eph 20:24). Paulus sagt (Apg 20:24), dass Er vom Herrn DEN  Dienst empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium der GNADE, und wer ein anderes Evangelium verkündige, und wäre es ein Engel vom Himmel, der sei verflucht! (Gal 1:8.9). Wo aber die Gnade zur Herrschaft und zu ihrem ganzen Recht kommt, da hat die Sünde ihre Herrschaft verloren (Röm 6:14). Da wird der Sieg Jesu verwirklicht. Das schafft Heilige und Geliebte, untadelhafte Gotteskinder mitten unter einem verkehrten und verdrehten Geschlecht (Phil 2:15). Da wird und wächst und reift aus eine Gemeine ohne Flecken, ohne Runzel oder etwas Ähnlichem, die heilig und untadelig ist. Gefallene, sündige Menschen werden herrlicher als die nicht gefallenen Engel. Das ist ein GEHEIMNIS, IN DAS DIE ENGEL GELÜSTET ZU SCHAUEN (1Petr 1:2).
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Das Evangelium der Gnade Gottes kann kein Engel verkündigen. Das können nur gerettete Sünder. Und es wird nur so lange verkündigt, wie die Gnadenhaushaltung dauert. Diese ist aber mit der Entrückung der Gemeine (Offb 10:7) abgeschlossen.
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Jetzt tritt der Dienst der Engel wieder heraus. Darum verkündigen nun wieder Engel ein äonisches Evangelium.
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Auch der Heiland unterscheidet in Seiner Verkündigung deutlich die Haushaltung der Gnade und des Gerichts. In der Synagoge zu Nazareth schlug er die Stelle Jes 61:1.2 auf und las: "Der Geist des Herrn ist auf Mir, um des willen, weil Er Mich gesalbt hat. Er hat Mich gesandt, den Armen... zu predigen das angenehme (Gnaden-) Jahr des Herrn.! Und er rollte das Buch zusammen. Der Prophet Jesaja aber sagt dazu: "...UND einen Tag der Rache." Diesen Nachsatz aber ließ der Heiland weg, weil der Tag der Rache nicht in Seine Haushaltung gehört. Aber jetzt ist das Gnadenjahr zu Ende. Der Tag des Gerichts ist angebrochen.<br/>
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====Botschaft des ersten Engels====
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[[Offb 14:7]]: '''Der sprach mit lauter Stimme: fürchtet Gott und gebt Ihm die Ehre; denn die Stunde Seines Gerichts ist gekommen; und betet Den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.'''<br/>
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Die STUNDE  des Gerichts ist gekommen. Der GERICHTSTAG neigt sich seinem Ende zu.
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Von Gnade, vom Kreuz, vom Blut und vom Opfer Jesu wird kein Wort mehr bezeugt. "Die Gnade hat Schranken und Zeit." Ergreife sie, solange sie noch angeboten wird, ehe es zu spät ist. "Jetzt ist die angenehme Zeit, JETZT IST DER TAG DES HEILS" (2Kor 6:2). Das äonische Evangelium ist die Botschaft vom Schöpfergott, dessen Schöpfermacht und Schöpferherrlichkeit wahrgenommen werden kann an den Werken der Schöpfung.  Sein Inhalt ist: "Fürchtet Gott und gebt Ihm die Ehre!" vgl. Röm 1:18-25! Das Evangelium ist für die Gemeine zu wenig. Auch sie fürchtet Gott und gibt Ihm die Ehre, aber sie tut dies aus einer ganz anderen Perspektive.
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====Botschaft des zweiten Engels====
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[[Offb 15:8]]: '''Und ein anderer, zweiter Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große, die getränkt hat mit dem Zornwein ihrer Hurerei alle Heiden!'''<br/>
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Die Botschaft ist kurz, aber um so wichtiger: Dreimal wird Babylons Fall in der Offenbarung gedacht. Das ersten mal hier, dann Offb 16:9 und ausführlich in Offb 17. und Offb 18. Das ist verständlich, wenn man seine Bedeutung für die Menschheits- und Reichgottesgeschichte kennt. Wir werden uns später eingehend damit beschäftigen.<br/>
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====Botschaft des dritten Engels====
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[[Offb 14:9]].10: '''Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand nimmt, so wird auch er trinken von dem Zornwein Gottes, der unvermischt eingeschenkt ist in den Becher Seines Zornes, und er wird gepeinigt werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.'''<br/>
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Dieser Engel verkündigt die schrecklichen Folgen der Annahme des Malzeichens und der Anbetung des Tieres. Das ist eine der feierlichsten und ernstesten Warnungen der ganzen Schrift. Mit welcher Langmut müht Gott sich um die Rettung Seiner Menschenkinder. "So wahr Ich lebe, spricht der Herr Jehova, Ich habe kein Verlangen nach dem Tode des Gottlosen, sondern danach, dass der Gottlose sich bekehre von seinem Weg und lebe" (Hes 33:11). Gott warnt die Menschen jener Tage, doch ja das Tier und sein Bild nicht anzubeten und das Malzeichen doch ja nicht anzunehmen. Es ist eine große Täuschung und ein schrecklicher Betrug, wenn Menschen meinen, sie könnten dadurch, dass sie das Tier anbeten, ihr Leben auf dieser Erde erleichtern. Nein, die Tieranbeter haben viel furchtbarere Plagen und Gerichte zu erleiden als diejenigen, die das Malzeichen nicht annehmen. Die es nicht annehmen, werden in jenen Tagen viele Wunder Gottes erleben dürfen. Und wenn sie schließlich auch den Märtyrertod erleiden müssen, so wird der Herr sie stärken und ausrüsten mit einer Leidens- und Sterbewilligkeit und -freudigkeit, die sie zuvor nicht gekannt haben. Sterben ist ein Gewinn.
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Den Tieranbetern aber schenkt Gott den Zornwein lauter und unvermischt ein in den Becher Seines Zorns. "Sollten sie sich aber weigern, den Kelch aus deiner Hand zu nehmen und daraus zu trinken, so sollst du also zu ihnen sagen: So spricht Jehova Zebaoth: ihr müsst dennoch trinken!" (Jer 25:28). Sie werden gepeinigt mit Feuer und Schwefel, die in jenen Tagen vom Himmel fallen werden, und gegen die sich niemand wehren kann. Nicht erst nach dem Tod, sondern hier schon, werden sie also gequält. <br/>
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'''Offb 14:11'''b: '''Und der Rauch ihrer Qual steigt auf hinein in die Äonen der Äonen.'''<br/>
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Die Qual geht also dann nach dem Tode weiter in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt.
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Die ernste Warnung aber muss gegeben werden, bevor die Versuchung über die Menschen kommt, damit, wenn sie kommt, sie Bescheid wissen und keine Entschuldigung haben. Deshalb muss das, was hierher in Offb 14. berichtet wurde, zeitlich vor Offb 13., also vor dem Offenbarwerden des Tieres und des falschen Propheten, schon geschehen sein. Was jetzt noch verkündigt wird, erfüllt sich während der Herrschaft der teuflischen Dreieinigkeit auf ERDEN. Die Ereignisse von Offb 13. und Offb 14. laufen neben- und ineinander. <br/>
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[[Offb 14:11]]b: '''Und keine Ruhe haben Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt!'''<br/>
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Sie meinen, die könnten sich gute Tage machen; sie können ja kaufen und verkaufen, wenn sie das Malzeichen des Tieres annehmen. Ja, das können sie. Aber sie rechnen nicht mit Gottes Zornschalengerichten, die ja gerade sie treffen werden. Nein, ihnen geht es wahrlich nicht besser als denen, die das Tier nicht anbeten. Im Gegenteil: wenn jene keine Ruhe haben bei Tag und bei Nacht, dann werden die Getreuen des Herrn es erfahren dürfen: "Du hast mir Freude in mein Herz gegeben,mehr denn sie haben, wenn ihres Kornes und Mostes viel geworden ist. Ich liege und schlafe ganz in Frieden, denn Du, Herr, lässt mich auch, wenn ich allein (einsam) bin, sicher wohnen" (Ps 4:4-9), sogar im Gefängnis (Apg 12:6).<br/>
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[[Offb 14:12]]: '''Hier ist die Geduld der Heiligen, welche die Gebote Gottes bewahren und den Glauben Jesu'''.<br/>

Version vom 10. November 2019, 17:05 Uhr

Abschrift des Buches: Offenbarung Jesu Christi von August Fuhr
erschienen 1950 im Philadelphia Verlag, August Fuhr, Reutlingen

in Bearbeitung

Inhaltsübersicht des Buches:
Kapitel davor:
5. Gesicht im Himmel (Offb 14:1-5)

5. Gesicht auf Erden

Offb 14:6-20

Die sechs Engel und ihre Botschaften

Offb 14:6: Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte eine äonische Frohbotschaft, sie zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, und allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.
Es erscheinen nacheinander sechs Engel mit göttlichen Aufträgen und Botschaften an die Menschen auf Erden.

Daran erkennen wir, dass die Haushaltung der Leibesgemeine abgeschlossen ist. In der gegenwärtigen Gemeinehaushaltung haben Engel keine Botschaften an die Gemeine. Jetzt ist es umgekehrt. Jetzt wird den Engeln und Fürstentümern und Gewalten in den Überhimmeln DURCH DIE GEMEINE die mannigfaltiger Weisheit Gottes kundgemacht (Eph 3:10).

Der Leibesgemeine ist durch die Apostel und die neutestamentlichen Propheten, Hirten und Lehrer die ganze Heilsbotschaft, der ganze Heilsrat Gottes, verkündigt (Eph 20:24). Paulus sagt (Apg 20:24), dass Er vom Herrn DEN Dienst empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium der GNADE, und wer ein anderes Evangelium verkündige, und wäre es ein Engel vom Himmel, der sei verflucht! (Gal 1:8.9). Wo aber die Gnade zur Herrschaft und zu ihrem ganzen Recht kommt, da hat die Sünde ihre Herrschaft verloren (Röm 6:14). Da wird der Sieg Jesu verwirklicht. Das schafft Heilige und Geliebte, untadelhafte Gotteskinder mitten unter einem verkehrten und verdrehten Geschlecht (Phil 2:15). Da wird und wächst und reift aus eine Gemeine ohne Flecken, ohne Runzel oder etwas Ähnlichem, die heilig und untadelig ist. Gefallene, sündige Menschen werden herrlicher als die nicht gefallenen Engel. Das ist ein GEHEIMNIS, IN DAS DIE ENGEL GELÜSTET ZU SCHAUEN (1Petr 1:2).

Das Evangelium der Gnade Gottes kann kein Engel verkündigen. Das können nur gerettete Sünder. Und es wird nur so lange verkündigt, wie die Gnadenhaushaltung dauert. Diese ist aber mit der Entrückung der Gemeine (Offb 10:7) abgeschlossen.

Jetzt tritt der Dienst der Engel wieder heraus. Darum verkündigen nun wieder Engel ein äonisches Evangelium.

Auch der Heiland unterscheidet in Seiner Verkündigung deutlich die Haushaltung der Gnade und des Gerichts. In der Synagoge zu Nazareth schlug er die Stelle Jes 61:1.2 auf und las: "Der Geist des Herrn ist auf Mir, um des willen, weil Er Mich gesalbt hat. Er hat Mich gesandt, den Armen... zu predigen das angenehme (Gnaden-) Jahr des Herrn.! Und er rollte das Buch zusammen. Der Prophet Jesaja aber sagt dazu: "...UND einen Tag der Rache." Diesen Nachsatz aber ließ der Heiland weg, weil der Tag der Rache nicht in Seine Haushaltung gehört. Aber jetzt ist das Gnadenjahr zu Ende. Der Tag des Gerichts ist angebrochen.

Botschaft des ersten Engels

Offb 14:7: Der sprach mit lauter Stimme: fürchtet Gott und gebt Ihm die Ehre; denn die Stunde Seines Gerichts ist gekommen; und betet Den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.
Die STUNDE des Gerichts ist gekommen. Der GERICHTSTAG neigt sich seinem Ende zu.

Von Gnade, vom Kreuz, vom Blut und vom Opfer Jesu wird kein Wort mehr bezeugt. "Die Gnade hat Schranken und Zeit." Ergreife sie, solange sie noch angeboten wird, ehe es zu spät ist. "Jetzt ist die angenehme Zeit, JETZT IST DER TAG DES HEILS" (2Kor 6:2). Das äonische Evangelium ist die Botschaft vom Schöpfergott, dessen Schöpfermacht und Schöpferherrlichkeit wahrgenommen werden kann an den Werken der Schöpfung. Sein Inhalt ist: "Fürchtet Gott und gebt Ihm die Ehre!" vgl. Röm 1:18-25! Das Evangelium ist für die Gemeine zu wenig. Auch sie fürchtet Gott und gibt Ihm die Ehre, aber sie tut dies aus einer ganz anderen Perspektive.

Botschaft des zweiten Engels

Offb 15:8: Und ein anderer, zweiter Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große, die getränkt hat mit dem Zornwein ihrer Hurerei alle Heiden!
Die Botschaft ist kurz, aber um so wichtiger: Dreimal wird Babylons Fall in der Offenbarung gedacht. Das ersten mal hier, dann Offb 16:9 und ausführlich in Offb 17. und Offb 18. Das ist verständlich, wenn man seine Bedeutung für die Menschheits- und Reichgottesgeschichte kennt. Wir werden uns später eingehend damit beschäftigen.

Botschaft des dritten Engels

Offb 14:9.10: Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand nimmt, so wird auch er trinken von dem Zornwein Gottes, der unvermischt eingeschenkt ist in den Becher Seines Zornes, und er wird gepeinigt werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.
Dieser Engel verkündigt die schrecklichen Folgen der Annahme des Malzeichens und der Anbetung des Tieres. Das ist eine der feierlichsten und ernstesten Warnungen der ganzen Schrift. Mit welcher Langmut müht Gott sich um die Rettung Seiner Menschenkinder. "So wahr Ich lebe, spricht der Herr Jehova, Ich habe kein Verlangen nach dem Tode des Gottlosen, sondern danach, dass der Gottlose sich bekehre von seinem Weg und lebe" (Hes 33:11). Gott warnt die Menschen jener Tage, doch ja das Tier und sein Bild nicht anzubeten und das Malzeichen doch ja nicht anzunehmen. Es ist eine große Täuschung und ein schrecklicher Betrug, wenn Menschen meinen, sie könnten dadurch, dass sie das Tier anbeten, ihr Leben auf dieser Erde erleichtern. Nein, die Tieranbeter haben viel furchtbarere Plagen und Gerichte zu erleiden als diejenigen, die das Malzeichen nicht annehmen. Die es nicht annehmen, werden in jenen Tagen viele Wunder Gottes erleben dürfen. Und wenn sie schließlich auch den Märtyrertod erleiden müssen, so wird der Herr sie stärken und ausrüsten mit einer Leidens- und Sterbewilligkeit und -freudigkeit, die sie zuvor nicht gekannt haben. Sterben ist ein Gewinn.

Den Tieranbetern aber schenkt Gott den Zornwein lauter und unvermischt ein in den Becher Seines Zorns. "Sollten sie sich aber weigern, den Kelch aus deiner Hand zu nehmen und daraus zu trinken, so sollst du also zu ihnen sagen: So spricht Jehova Zebaoth: ihr müsst dennoch trinken!" (Jer 25:28). Sie werden gepeinigt mit Feuer und Schwefel, die in jenen Tagen vom Himmel fallen werden, und gegen die sich niemand wehren kann. Nicht erst nach dem Tod, sondern hier schon, werden sie also gequält.

Offb 14:11b: Und der Rauch ihrer Qual steigt auf hinein in die Äonen der Äonen.
Die Qual geht also dann nach dem Tode weiter in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt.

Die ernste Warnung aber muss gegeben werden, bevor die Versuchung über die Menschen kommt, damit, wenn sie kommt, sie Bescheid wissen und keine Entschuldigung haben. Deshalb muss das, was hierher in Offb 14. berichtet wurde, zeitlich vor Offb 13., also vor dem Offenbarwerden des Tieres und des falschen Propheten, schon geschehen sein. Was jetzt noch verkündigt wird, erfüllt sich während der Herrschaft der teuflischen Dreieinigkeit auf ERDEN. Die Ereignisse von Offb 13. und Offb 14. laufen neben- und ineinander.

Offb 14:11b: Und keine Ruhe haben Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt!
Sie meinen, die könnten sich gute Tage machen; sie können ja kaufen und verkaufen, wenn sie das Malzeichen des Tieres annehmen. Ja, das können sie. Aber sie rechnen nicht mit Gottes Zornschalengerichten, die ja gerade sie treffen werden. Nein, ihnen geht es wahrlich nicht besser als denen, die das Tier nicht anbeten. Im Gegenteil: wenn jene keine Ruhe haben bei Tag und bei Nacht, dann werden die Getreuen des Herrn es erfahren dürfen: "Du hast mir Freude in mein Herz gegeben,mehr denn sie haben, wenn ihres Kornes und Mostes viel geworden ist. Ich liege und schlafe ganz in Frieden, denn Du, Herr, lässt mich auch, wenn ich allein (einsam) bin, sicher wohnen" (Ps 4:4-9), sogar im Gefängnis (Apg 12:6).

Offb 14:12: Hier ist die Geduld der Heiligen, welche die Gebote Gottes bewahren und den Glauben Jesu.