4. Gesicht im Himmel: Unterschied zwischen den Versionen

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Nun sind DIE Himmel gesäubert. Der Verkläger, der Unruhebringer, der Lügner, Verderber und Mörder von Anfang an, hat von der Erde aus keinen Zutritt mehr zu den Himmeln. Auch seine Engel sind ausgestoßen. Das ist eine Verwirklichung des Sieges Jesu von Golgatha. Das löst Jubel aus! Aber wie lange hat Gott diesen Feind in den Himmeln gewähren lassen. Und das sicherlich nach den Rechten des Heiligtums!
 
Nun sind DIE Himmel gesäubert. Der Verkläger, der Unruhebringer, der Lügner, Verderber und Mörder von Anfang an, hat von der Erde aus keinen Zutritt mehr zu den Himmeln. Auch seine Engel sind ausgestoßen. Das ist eine Verwirklichung des Sieges Jesu von Golgatha. Das löst Jubel aus! Aber wie lange hat Gott diesen Feind in den Himmeln gewähren lassen. Und das sicherlich nach den Rechten des Heiligtums!
  
"O Israel... Ich vertilge deine Übertretungen wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. ...JUBELT,  frohlocket, IHR HIMMEL,  denn Jehova hat es getan. Jehova hat Jakob erlöst und verherrlicht sich an Israel" ('''Jes 44:22'''.23)
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"O Israel... Ich vertilge deine Übertretungen wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. ...JUBELT,  frohlocket, IHR HIMMEL,  denn Jehova hat es getan. Jehova hat Jakob erlöst und verherrlicht sich an Israel" ([[Jes 44:22]].23)
  
 
Aber auf der Erde ist es noch nicht so weit Von da an übt die teuflische Dreieinigkeit: Satan, Antichrist und falscher Prophet, 3 1/2 Jahre lang ihr Schreckensregiment auf der Erde aus. Ein namenloses "Wehe" kommt über die Erdenbewohner und alle Kreatur. Nicht nur die teuflische Trinität quält die Menschen. Auch Gottes Zornschalengerichte bringen unsägliche Leiden über alle, die das Tier und sein Bild anbeten. Der auf die Erde hinabgeworfene Satan hat nur noch kurze Zeit, nämlich 3 1/2 Jahre. Dann wird er gebunden und in den Abgrund geworfen werden. Das weiß er. Darum entfaltet er seinen ganzen, grimmigen, diabolischen Zorn. Weil er ein Menschenmörder ist von Anfang an, wird auch in dieser Zeit viel Märtyrerblut fließen.<br/><br/>
 
Aber auf der Erde ist es noch nicht so weit Von da an übt die teuflische Dreieinigkeit: Satan, Antichrist und falscher Prophet, 3 1/2 Jahre lang ihr Schreckensregiment auf der Erde aus. Ein namenloses "Wehe" kommt über die Erdenbewohner und alle Kreatur. Nicht nur die teuflische Trinität quält die Menschen. Auch Gottes Zornschalengerichte bringen unsägliche Leiden über alle, die das Tier und sein Bild anbeten. Der auf die Erde hinabgeworfene Satan hat nur noch kurze Zeit, nämlich 3 1/2 Jahre. Dann wird er gebunden und in den Abgrund geworfen werden. Das weiß er. Darum entfaltet er seinen ganzen, grimmigen, diabolischen Zorn. Weil er ein Menschenmörder ist von Anfang an, wird auch in dieser Zeit viel Märtyrerblut fließen.<br/><br/>

Aktuelle Version vom 28. Juni 2020, 16:38 Uhr

Abschrift des Buches: Offenbarung Jesu Christi von August Fuhr
erschienen 1950 im Philadelphia Verlag, August Fuhr, Reutlingen

Inhaltsübersicht des Buches:
Kapitel davor:
3. Gesicht im Himmel (Offb 11:15-19a)

4. Gesicht im Himmel

Offb 12:1-12

Ein Weib, bekleidet mit der Sonne

Offb 12:1 Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel, ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupte eine Krone mit zwölf Sternen.
Johannes schaut ein ZEICHEN. Das heißt, dass in dem Weib nicht eine Einzelperson gemeint ist. Das Weib ist nur ein Zeichen, das etwas anderes darstellt. Gott selbst BEZEICHNET das Volk Israel als Weib: "Der Herr wird dich berufen wie ein verlassenes ... Weib" (Jes 54:6). Er nennt Israel auch eine Jungfrau, und das treulose Volk eine Hure.

Es ist ein großes Zeichen. Großes, Bedeutendes, Entscheidendes im Rat Gottes wird durch dieses Zeichen kund und offenbar gemacht. Es umfasst Himmel und Erde. Johannes sieht ein Weib im Himmel und ein Weib, das auf Erden einen Sohn gebiert (Offb 12:5.6). Das Weib im Himmel und das Weib auf Erden sind eine organische Einheit, sind ein bestimmter Teil des Volkes Israel. Beide zusammen sind ein Ganzes, und der schon im Himmel angekommene Teil wirkt wesentlich mit am Werden des noch auf Erden weilenden Teiles des Ganzen. Der himmlische Teil ist eine entscheidende Hilfe für den noch irdischen Teil dieses Organismus. Trotzdem beim himmlischen Teil des Weibes das schon vollendet ist, was beim irdischen Teil jetzt erst geboren werden soll, so muss er doch warten, bis es auch bei seinen Brüdern auf Erden zum Durchbruch kommt, denn kein Teil kann ohne den anderen zur ganzen Fülle kommen (Hebr 11:39.40).

Was soll nun das große Zeichen kundmachen? Die Antwort kann uns nur die Schrift selbst geben. Die einzige Stelle der Schrift, die etwas Ähnliches berichtet, ist 1Mo 37:9-11; "Und er (Joseph) hatte einen anderen Traum und erzählte ihn seinen Brüdern und sprach. Sehet mir hat wieder geträumt und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne verneigten sich vor mir!" Jakob erkannte also bald, wer und was damit gemeint war: die ganze Familie Israels in den kommenden Geschlechtern. "Aber nicht alle aus Israel, die sind Israel! Auch sind nicht alle, weil sie Abrahams Same sind, dessen Kinder, sondern in Isaak soll dir ein Same berufen werden"; das heißt: "nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden ALS SAME gerechnet" (Röm 9:6-8). Der GLÄUBIGE, GESETZESTREUE, DEN MESSIAS ERWARTENDE TEIL ISRAELS IST DAS WEIB. Darum kann das Weib auch das Knäblein gebären.

Von diesem Weib gilt auch: "Wer ist sie, die hervorglänzt wie die Morgenröte, schön wie der Mond, rein (oder - klar - auserwählt) WIE DIE SONNE, furchtbar wie Bannerscharen?" (Hl 6:10). Bekleidet MIT DER SONNE IST SIE, DENN "Gott der Herr, ist (ihr) Sonne und Schild. Jehova gibt Gnade und Herrlichkeit" (Ps 84:12). Euch aber, die ihr Meinen Namen fürchtet, soll aufgeben die Sonne der Gerechtigkeit mit Heil in ihren Flügeln", das sind ihre Heilung auswirkenden Strahlen (Mal 3:20).

Der Heiland ist die Lichtweltsonne,
Mit aller Herrlichkeit erfüllt,
Der immer Leben, Licht und Wonne
Von sich ausströmet, strahlt und quillt.

Die Erkenntnis des Heils im Aufgang (der Lichtweltsonne) aus der Höhe ist, durch die herzliche Barmherzigkeit Gottes, dem himmlischen Teil des Weibes schon zuteil geworden (Lk 1:78). Dem irdischen Teil soll sie auch geschenkt werden durch eine neue ERKENNTNIS, die GLEICH einer GEBURT zum Durchbruch kommt.

Der Herr aller Herren hat den Mond und die Sterne gemacht zu BEHERRSCHUNG DER NACHT (Ps 136:9).

In den Tagen Samuels versammelten sich ALLE ÄLTESTEN in Israel und kamen zu Samuel gen Rama und sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen, so SETZE nun einen KÖNIG über uns, der uns richte, wie alle Heiden haben (1Sam 8:5-7). In seiner inneren Not betete Samuel darüber zum Herrn. Da sprach der Herr zu Samuel: "Gehorche der Stimme des Volkes...., denn sie haben nicht dich, sondern Mich VERWORFEN, dass ICH NICHT soll KÖNIG über sie sein."

Das war ein Tag der Finsternis, ein Sieg Satans. "Israel, du bringst dich ins Unglück, denn dein HEIL steht ALLEIN BEI Mir!" (Luther). "Das ist dein Verderben, Israel, dass du gegen Mich, deine Hilfe bist!" (Schlachter). "Wo ist nun dein König, dass er dir helfe, und deine Fürsten, dass sie dich richten? Denn du hast ja gesagt: Gib mir einen König und Fürsten! Ich gab dir einen König in Meinem Zorn, und nehme ihn hinweg in Meinem Grimm!" (Hos 13:9-11). In dieser Entscheidung liegt auch die Wurzel, deren Frucht jene spätere Entscheidung ist: "Hinweg mit diesem... gib uns Barabbas los! Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!" (Lk 23:18; Lk 19:14).

Da Israel in seiner Unbußfertigkeit und Halsstarrigkeit verharrte, gab es Jehova dann hin in die Babylonische Gefangenschaft. Mit der Wegführung verschwand auch die Bundeslade aus dem Tempel. Sie war der Thron Jehovas inmitten Seines Volkes. Dadurch bekundete der Herr, dass Er sich von diesem Volk zurückgezogen habe.

So hat Israel seine Sonne, seine Lichtweltsonne, von sich gestoßen. Damit versank es in Nacht und Finsternis. Zwar blieben Gesetz und Prophetie. Aber Israel kann nicht mehr die Wunder in Seinem Gesetz sehen. Es hat nur noch den Buchstaben, der tötet. Und die Prophetie bleibt ihm verhüllt und verschlossen, ein mattes "Mondlicht" im Dunkel der Nacht. Israel wurde zum Volk, das im Finsteren wandelt, das in Finsternis und im Schatten des Todes sitzt (Jes 9:1; Lk 1:19).

Da geht in Bethlehem die Lichtweltsonne vor dem ganzen Israel noch einmal auf. Aber: "Das Licht leuchtete in der Finsternis, und die Finsternis hat es (wiederum) nicht begriffen" (Joh 1:5). "Die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse" (Joh 3:19). In der Kreuzigung Jesu vollenden sie ihre bösen Werke. Sei verwerfen ihre "Sonne" abermals. Daraufhin verwirft Gott sie und stößt sie hinaus in die Nacht der Heidenwelt, in die Zerstreuung, unter die seit dem Turmbau zu Babel "dahingegebenen" Nationen. Ein großer Teil des Volkes assimiliert sich mit diesen Nationen, geht in ihnen auf und verleugnet sein Judentum. Ein kleiner Teil aber hält fest am Gesetz und Prophetie und wartet auch in der Zerstreuung auf den Messias. DAS SIND DIE ORTHODOXEN JUDEN, DAS WEIB. Aber auch bei ihnen bleibt die Decke Moses auf der Vorlesung des Alten Testaments und wird nicht aufgedeckt, weil sie nur in Christo beseitigt wird.

Nur das die Nacht beherrschende Dämmerlicht des Mondes beleuchtet ihnen Gesetz und Prophetie, ja die ganze Heilsgeschichte Gottes mit Israel. Aber jetzt, am Abschluss, und an der Wende des Äons, erscheint "das Weib mit der Sonne bekleidet und der Mond unter ihren Füßen". Das Dämmerlicht der Nacht weicht dem aufgehenden Morgenstern und der siegenden Sonne. Das hellstrahlende Licht der göttlichen Prophetie die im Gesetz, in den Propheten und in den Psalmen von "Christus" zeugt, geht dem Weib jetzt auf (Lk 24:44; Joh 5:39).

"Auf ihrem Haupte hat sie eine Krone mit zwölf Sternen." Das sind die 12 Stämme Israels. Seine 12 Jünger gehören organisch zu diesen 12 Sternen; ihnen verspricht der Heiland: "Wahrlich, Ich sage euch: Ihr, die ihr MIr nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn des Menschen Sohn auf dem Thron Seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf 12 Thronen sitzen und die 12 STÄMME ISRAELS RICHTEN" (Mt 19:28). Nach diesem Wort Jesu haben die 12 Jünger auch im Himmel ihre Aufgabe und ihren DIENST AN ISRAEL, wie auch das Weib, und dienen EINEM Organismus. Sie sind das gekrönte, königlich-priesterliche Geschlecht, die Krone auf - oder: ÜBER - dem Haupt des Weibes.

Mit welch einer Inbrunst heiliger Liebe hängt auch der Apostel Paulus an seinem Volk Israel, trotz der vielen Leiden, die ihm gerade dieses Volk zugefügt hat. "Ich habe große Traurigkeit und unablässigen Schmerz in meinem Herzen. Ich habe gewünscht, selbst verbannt zu sein von Christo für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch, welche Israeliten sind!" (Röm 9:2.3), bezeugt ihm sein Gewissen im Heiligen Geist. So sind auch diese zwölf Königspriester aus Israel aus Israel zutiefst priesterlich an der Geburt des männlichen Sohnes beteiligt.

Das Weib ist schwanger

Offb 12:2: Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.
Auch diese Geburt gehört zum "großen Zeichen". Es geht um DEN GEBURTSMÄSSIGEN DURCHBRUCH EINER Erkenntnis. Jede Erkenntnis ist eine Zeugung des Heiligen Geistes und bewirkt eine Geburt, wenn die Zeugung - oder das Zeugnis - im Herzen aufgenommen, d.h. EMPFANGEN wird. Die Schrift nennt die Zeugung ein "Erkennen". "Adam ERKANNTE sein Weib Eva; sie aber empfing und gebar den Kain" (1Mo 4:1).

Paulus schreibt (1Kor 8:3): "Wenn aber jemand Gott liebt, der ist VON GOTT erkannt." Das heißt: Gott hat ihn ERKANNT, indem Er durch den Heiligen Geit Seine Liebesnatur in ihn hinein gezeugt hat, so dass er nun Gott lieben kann. Das Erkennen Gottes ist also eine Zeugung aus Seiner Liebesnatur; und was heraus geboren wird, ist Liebe Gottes.

Meist gehen einer solchen Geistgeburt, dem Durchbruch einer neuen Erkenntnis im Herzen, große Kämpfe, das sind Wehen, voraus.

Als die Brüder Josephs zum ersten Mal in der Hungersnot nach Ägypten zogen, wurden sie dort in eine noch größere Not gebracht. Joseph, der sie sogleich erkannte, GEDACHTE DER TRÄUME, die er von ihnen hatte, und sprach: "Kundschafter seid ihr; zu sehen, wo das Land offen ist, seid ihr gekommen" (1Mo 42:21.22). Alle gegenteiligen Beteuerungen halfen nichts. Da brach unter inneren Wehen zuerst DIE Erkenntnis durch: "Wahrlich, das haben wir an unserem Bruder verschuldet, dessen Seelenangst wir sahen, da er uns um Erbarmen anflehte; wir aber hörten nicht auf ihn. Darum ist diese Not über uns gekommen!" Noch größer wurden die Wehen bei ihrer zweiten Reise. Sie bewirkten, dass eine Selbst- und Sündenerkenntnis, und ein umfassendes Bekenntnis und Geständnis bei den Brüdern Josephs heraus geboren wurden. Nun konnte sich Joseph vor allen, die um ihn her standen, nicht länger zurückhalten, und er rief (1Mo 45:1.2): "Tut jedermann von mir hinaus" Und es stand kein Mensch bei ihm, als Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gab. Und er weinte laut, also dass es die Ägypter und das Haus Pharaos hörten."

Auch bei Joseph ging es durch innere Wehen und Schmerzen der Geburt, bis die Offenbarung seiner selbst zum Durchbruch kam und er sich seinen Brüdern zu ERKENNEN gab.

"Und Joseph sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt" (1Mo 45:4). Jetzt ERKANNTEN sie den von ihnen Verworfenen in seiner Herrscherwürde - durch Wehen hindurch. Wie von neuem geboren steht der Totgeglaubte vor ihnen, als der Höchste nach Pharao, als ihr Lebensretter.

Diese göttlichen Begebenheiten im Leben Josephs und seiner Brüder sind die prophetische Vorausdarstellung dessen, was sich in dem GROSSEN ZEICHEN erfüllt.

Israel hat in dem Jesus von Nazareth nicht seinen Messias und Retter erkannt. Es hat ihn gehasst und verworfen gleich wie die Brüder ihren Joseph. Es wollte ihn aus der Welt schaffen, gleichwie die Brüder Josephs. Aber Er lebt, gleichwie Joseph, in einem fernen Land.

Inzwischen gehen im Himmel und auf der Erde gewaltige Dinge vor sich.

Die Sehnsucht nach dem Messias ist in dem orthodoxen, gesetzestreuen Judentum durch die vielen Jahrhunderte hindurch immer lebendig geblieben, wenn es auch eine kleine Schar war. Mit der Rückkehr Israels in das Land der Väter sind auch diese gesetzestreuen, ihren Messias erwartenden Israeliten heimgekehrt. sie haben den Tempel (Offb 11.) wieder gebaut, und in Jerusalem den ganzen mosaischen Gottes- und Opferdienst wieder eingeführt. Durch einen Bund hat der König des jüdischen Weltreichs (das 7. Haupt, Offb 17:10), ihnen die Freiheit und ungestörte Ausübung ihres Gottesdienstes garantiert. Er selbst, der gottlose Jude, hat ja eine eigene Religion und einen falschen Propheten. In der ersten Hälfte der 70. Jahrwoche, aber nach 3 1/2 Jahren bricht er ihn.

In diesen ersten 3 1/2 Jahren des "Tages des Herrn" sind die zwei bevollmächtigten Zeugen in Jerusalem. Sie werden Judenchristen sein, die in Jesus von Nazareth den Sohn Gottes, und den Messias Israels erkannt haben. Das bezeugen sie in Vollmacht. Zugleich stellen sie die Geschichte, den ganzen Opfer- und Gottesdienst, in der Stiftshütte und im Tempel, ins helle Licht der göttlichen Prophetie, und zeigen, wie alle diese Schattenbilder in Jesus von Nazareth ihre Erfüllung gefunden haben.

Während diejenigen Glieder des Weibesorganismusses, die schon im Himmel sind, Klarheit haben über den Messias, wird der Teil des Weibes, der in der Endzeit am "Tag des Herrn" in Jerusalem und im Heiligen Land lebt, besonderes durch den Dienst der zwei Zeugen schwanger von einer neuen Erkenntnis. Diese Erkenntnis ist zunächst unsagbar schmerzlich für das Weib. Es kann's nicht fassen, dass es wahr sein soll, dass dieser Jesus von Nazareth der Messias ist. Es will nicht zum Durchbruch kommen, einen zweitausendjährigen Irrtum einzusehen und preiszugeben. Darum windet es sich und schreit in Wehen der Geburt.

Erschütternd haben die Propheten diese Wehen und die Geburt vorausgeschaut. "Herr, in der Drangsal suchen sie Dich, ergossen leises Flehen, als Deine Züchtigung sie traf. Wie, wenn eine in Hoffnung ist, und dem Gebären nahe kommt, sich windet und vor Schmerzen schreit, so waren auch wir, Herr - von Dir aus geschah es" (Jes 26:16.17).

Noch ehe es zur Geburt kommt, erscheint ein ANDERES ZEICHEN:

Ein großer feuerroter Drache

Offb 12:3: Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner, und auf seinen Köpfen sieben Kronen.
Wiederum ist es ein ZEICHEN. Der Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel, ist der Satan. Seine Beschreibung ist ähnlich der des Tieres, das in Offb 13:1 und Offb 17:3.7 charakterisiert wird. Zwar sind der Drache und das Tier nicht ein und dasselbe, wie auch Gott, der Vater, und der Sohn nicht dasselbe sind. Wie nun aber der Vater und der Sohn "eins" sind, so sind auch der Teufel und das Tier eine Einheit.

Der Satan ist der Gott und Fürst dieser Welt, der in der Luft herrscht (Eph 2:2). Sein Geist wirkt jetzt in den Kindern des Unglaubens. Wie sie die Luft einatmen, so atmen sie auch den in der Luft herrschenden Zeitgeist ein, der sie dann in all ihrem Tun beherrscht und bestimmt. Ganze Geistesbewegungen "liegen in der Luft". Sein sind auch alle Reiche der Welt. Zm Herrn Jesus sprach er: "Dir will ich alle diese Herrschaft und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will" (Lk 4:5.6). Der Herr bestritt dies nicht.

"Er ist ein MENSCHENMÖRDER von Anfang an und besteht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht IN ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben" (Joh 8:44).

Offb 12:4: ...Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde.....
Satan ist im Himmel (Hi 1:6; Hi 2:2.3). Wie hartnäckig er sich dort festhält, werden wir noch in Offb 12:7 sehen. Ein Drittel der Sterne des Himmels, das sind Engel, die mit ihm in den Abfall von Gott hineingezogen wurden, hängt an ihm. Sie wirft er nun hinab auf die Erde. Was er im Himmel tut, das sollen diese Sterne wider den Teil des Weibes, der auf Erden ist, tun: den Geburtsdurchbruch des männliches Sohnes verhindern. Das könnte geschehen, wenn durch Beeinflussung zu Unglauben und Zweifel die Erkenntnis nicht zum sieghaften Durchbruch käme.

Geburt des männlichen Sohnes

Offb 12:4: ...Und der Drache stand vor dem Weib, das gebären sollte, auf dass, wenn sie geboren hätte, er ihr Kind verschlänge.
Satan kennt diesen männlichen Sohn. Er hat ihn schon einmal in den Tagen Seines Fleisches verfolgt. In bethlemischen Kindermord (Mt 2:16) schon wollte er Ihn verschlingen. Durch den Sturm auf dem Meere (Mt 8:24) wollte er Ihn ersäufen. Und im Garten Gethsemane musste Er, der Sohn, mit dem Tode ringen. Der, welcher des Todes Gewalt hat, wollte Ihn umbringen, damit Er ja nicht am Kreuze sterbe. Aber gerade durch Seinen Kreuzestod hat Er dem die Macht genommen, der des Todes Gewalt hat, das ist der Teufel (Hebr 2:14). Von da her kennt er den, der ihm den Kopf zertreten hat. Ihm gilt auch jetzt des Drachen Grimm.

Offb 12:5: Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, den, der alle Völker weiden soll mit eisernem Stab.
"So spricht der Herr: Wir haben ein Wehgeschrei vernommen, Schrecken gibt's und kein Wohlsein! Warum sehe ich denn, dass alle Männer ihre Hände an den Hüften haben wie eine Gebärende, und dass aller Angesichter totenbleich geworden sind! Wehe, denn dieser Tag ist GROSS, so dass ihm keiner gleicht, und eine Zeit der Angst ist das für Jakob; aber er soll daraus errettet werden!" (Jer 30:5-11). "Ihr Fürst wird von ihnen sein und ihr Herrscher aus ihrer Mitte hervorgehen. Den will Ich herzutreten lassen, und Er wird Mir nahen" (Jer 30:21).

Auf Erden ist es die Zeit der Posaunengerichte. Gleichzeitig üben die zwei Zeugen ihr vollmächtiges Zeugnis in Wort und Taten aus. Durch dieses Zeugnis im gesetzestreuen, den Messias erwartenden Teil Israels, wächst die Erkenntnis, dass der Jesus von Nazareth, den ihre Väter gekreuzigt haben, der Sohn Gottes, ihr Messias ist. Noch kämpft in ihnen der Zweifel an dieser Erkenntnis. Es will ihnen zu furchtbar sein. Besonders den Männern in Israel (sie gehören auch zum Weib!) bereitet diese aufbrechende Wahrheitserkenntnis solche innere Not, dass ihre Angesichter vor Schrecken und Furcht totenbleich werden. Wenn das wahr ist, was wird dann auf uns warten? mag wohl ihre bange Frage sein.

Wahrlich, dieser Tag ist groß, also dass ihm keiner gleicht. Darum ist es auch ein großes Zeichen. Bricht diese Erkenntnis durch, dann ist für das Weib der männliche Sohn geboren. Das ist eine entscheidende Wende in der Geschichte Israels.

"Es wird aber IN DEN LETZTEN ZEITEN geschehen, dass der Berg des Hauses des Herrn fest gegründet sein wird als der höchste der Berge... Von Zion wird die Lehre ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem" (Mi 4:1.2). "Und du, Bethlehem Ephrata, du bist zwar zu klein, um unter den Hauptorten Judas zu sein; aber AUS DIR soll mir hervorgehen, der ein Herrscher über Israel werden soll, dessen Ausgang von Anfang, von Ewigkeit her gewesen ist" (Mi 5:1-3).

Micha schaut die Ereignisse der letzten Zeit (Mi 4:1). Aber wie das bei den Propheten meist der Fall ist, sieht Micha den Ablauf nicht in genau chronologischer (zeitgeschichtlicher) Reihenfolge. Eines ist aber klar: Es wird immer nur von EINEM geweissagt, der geboren und hervorkommen soll, nämlich von dem, der ein Herrscher über Israel werden soll.. dessen Ausgang von Anfang, von Ewigkeit her gewesen ist (Mi 5:1). In dem geringen, kleinen Bethlehem wird Er in Niedrigkeit und in der Ähnlichkeit des sündigen Fleisches von einem Weibe als Mensch geboren (Mi 5:1; Röm 8:3). Über seinen Niedrigkeitsweg, das Verworfenwerden und Seinen Kreuzestod hat Micha keine Offenbarung. Oder vielleicht doch? Denn er fährt fort: "Darum gibt Er sie hin bis zu der Zeit, da DIE, so GEBÄREN soll, wird geboren haben und die übrigen Seiner Brüder wiederkehren werden zu den Kindern Israels (Mi 5:2). Warum gibt Er sie dahin? Weil sie - Israel - Ihn verworfen hat.. Er sieht also die Verwerfung und Zerstreuung (Mi 4:7) Israels. Der in Behtlehem Geborene existierte also für sie nicht. Von ihnen aus gesehen ist Er für sie nicht gestorben.

Damit stimmt die Weissagung des Propheten Micha überein, die lautet: ... denn nun musst du zur Stadt hinaus und auf dem Felde wohnen und nach Babel kommen" (Mi 4:10b).

Flucht des Weibes

Der Antichrist hat sich in den Tempel Gottes in Jerusalem gesetzt, indem er vorgibt, er sei Gott. Auf der Zinne des Tempels werden Gräuel des Verwüsters aufgestellt. Den Bund, den er mit den gesetzestreuen Juden gemacht hat, bricht er jetzt, in der Mitte der Jahrwoche. Schlacht- und Speisopfer müssen aufhören (Dan 9:27). Die beiden Zeugen lässt er töten. Das sind Warnsignale für das Weib. Sie weiß um sie, denn der Heiland sagte: "Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von welchem gesagt ist durch den Propheten Daniel, werdet stehen sehen an heiliger Stätte (wer es liest, der merke darauf!) alsdann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Berge; wer auf dem Dache ist, der steige nicht hinab, etwas aus seinem Hause zu holen (er fliehe sofort, so wie er ist); und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht wieder zurück, sein Kleid zu holen" (Mt 24:15-18).

Zunächst flieht das Weib in die Berge Judäas, wo sie auf dem Felde wohnen muss (Mt 24:16; Mi 4:10). Darum soll sie schon vorher darum bitten, dass ihre Flucht nicht im Winter, noch am Sabbat geschehe (Mt 24:20). Von dort geht die Flucht in die Wüste nach Babel, wo sie einen Ort hat, von Gott bereitet, dass man sie daselbst ernähre während der letzten 3 1/2 Jahre.

Der Antichrist hat seine Residenz Babylon verlassen und sich in den Tempel Gottes in Jerusalem gesetzt. Jetzt wird Babel eine Zuflucht für die (gewiss, eine nicht allzu große Zahl der) Glieder des Weibes, die noch auf der Erde sind. "Daselbst sollst du gerettet werden, daselbst wird dich der Herr erlösen aus der Hand deiner Feinde (Mi 4:10).

Ehe dann Babylon zerstört wird, ergeht aus dem Himmel eine Stimme, die spricht: "Gehet aus von ihr, Mein Volk, damit ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, und damit ihr nicht von ihren Plagen empfanget" (Offb 18:4).

Ein Kampf im Himmel

Offb 12:7: Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; auch der Drache stritt, und seine Engel.
Wie wir oben sahen, und wie wir aus Hi 1:6.7 wissen, sind Satan und seine Engel im Himmel, wo er unter den Söhnen Gottes vor Gott erscheint, und Gott Rechenschaft geben muss über sein Tun.

Paulus schreibt, dass wir nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen haben (auch dort nicht, wo wir uns mit Menschen auseinander zu setzen haben), sondern wider die Fürstentümer. wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den Himmeln (Eph 6:12). Satan ist eine Majestät, wenn auch eine gefallene. Er hat Rechte an allen und an jedem, der nicht seine Zuflucht in Gott gefunden hat.

Der Herr gewährt dem Propheten Sacharja einen Blick in den Himmel. "Er ließ mich sehen den Hohenpriester Josua, stehend zu seiner Rechten, dass er ihn anklagte. Da sprach der Herr zum Satan: "Der Herr schelte dich, Satan; ja der Herr schelte dich, der Jerusalem erwählt hat! Ist dieser nicht ein Scheit, das aus dem Brand gerissen ist?" (Sach 3:1.2). Josua hatte unreine Kleider an; das hat Satan Rechte zur Anklage gegeben.

Ist es aber nicht zum Nachdenken und Verwundern, dass der Herr Jesus den Satan nicht schilt, sondern spricht: "Der Herr (Mein Vater) schelte dich", und dass der Erzengel Michael, als er mit dem Teufel in Streit geriet und verhandelte über den Leib des Moses, kein Urteil der Lästerung zu fällen wagte, sondern sprach: "Der Herr strafe dich" (Jud 1:9). Und wie leichtfertig, höhnisch, lächerlich machend, gehen dagegen viele Menschen mit dem Satan um, gerade, als ob er eine Puppe oder ein schwächliches Geschöpf sei, über das man sich lustig machen könne.

Satan ist auch in seinem besiegten Zustand noch eine zu fürchtende Majestät. Er ist auch der Verursacher aller Kriege, der große und mächtige Verderber, der Durcheinanderwerfer (diabolos).

Jetzt ist seine Zeit im Himmel abgelaufen. Darum beginnt nicht Satan, sondern Michael, der große Fürst, der über den Kindern des Volkes Israel steht (Dan 12:1), den Kampf. Dieser Fürst ist der himmlische Engelfürst des Volkes Israel, von dem der, welcher einem Menschen glich, zu Daniel sagte: "Und nicht einer hält es mit mir gegen jene, als nur EUER Fürst Michael" (Dan 10:18.21). Michael, einer der vornehmsten Fürsten, ist dem Satan kein Unbekannter. Er hat schon einmal einem Lichtfürsten zum Sieg über den "Fürsten des Königreichs Persien", der ein Finsternisengel ist, verholfen (Dan 10:13).

Was der Heiland prophetisch, im Geiste, geschaut hat, das erfüllt sich jetzt. Als die Griechen Ihn sehen wollten, redete Er von Seinem Sterben. "Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viele Frucht." Das machte Seine Seele betrübt. Was soll Ich sagen? Vater, hilf Mir aus dieser Stunde? Doch darum bin Ich in diese Stunde gekommen." Dann brach das Licht wieder durch. "Vater, verherrliche Deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe Ihn verherrlicht und will Ihn wiederum verherrlichen." Im Geiste durfte Er die Frucht Seines Sterbens gleich schauen: "Jetzt ist das Gericht dieser Welt! Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen WERDEN" (Joh 12:24-31). Nicht: er wird hinausgeworfen, sondern: er wird hinausgeworfen WERDEN. Wann das ist, sagt der Herr nicht. Aber hinausgeworfen aus dem Himmel wird Satan auf Grund des Opfertodes Jesu. Auf Golgatha ist der Sieg längst vollbracht. Wie lange kann Er doch warten, bis Er diesen Sieg offenbar macht! O wunderbarer Gott, mit welcher Geduld trägst Du die Gefäße des Zornes und auch Deine Kinder!

Wir stehen bei diesem "Gesicht" am Abschluss der ersten Hälfte vom Tage des Herrn. Der Antichrist herrscht als sterblicher Mensch bereits seit 3 1/2 Jahren. Seine Residenz war Babylon am Euprat. Noch ist er nicht offenbar als der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens. Im Gegenteil: Er ahmte den wahren Christus so verblüffend ähnlich nach, dass ihn beinahe die Auserwählten aus Israel für den wahren Messias gehalten hätten. Er hat ein Pseudoparadies auf Erden geschaffen. Der Krieg ist abgeschafft. "Friede, Sicherheit", "nie mehr Krieg" ist die Parole jener Tage. Der Anstatt-Christus wird gefeiert, Ihm jubelt man zu. Die Versuchung in den Irrtum ist groß; viele erliegen ihr.

In dieser Atmosphäre kann der Mensch der Sünde, das Geheimnis der Gesetzlosigkeit (2Thes 2:6) nicht klar geoffenbart werden. Es sind noch etliche Dinge da, die es auf- und zurückhalten.

Paulus hat den Thessalonichern, als er bei ihnen war, alles darüber gesagt. Trotzdem kamen sie in große Not, als sie hörten, der "Tag des Herrn" sei schon da.

Die ersten 3 1/2 Jahre

Über die ERSTE HÄLFTE dieses Tages berichtet die Schrift sehr wenig. Sie ist bestimmt von "Friede und Sicherheit". In seinen Nachtgesichten schaut Sacharja Ereignisse, die denen am "Tage des Herrn" ähnlich sind. Entweder sind sie schattenhafte Vorläufer dieses Tages, oder sie weisen hinüber und hinaus auf die "letzte Zeit". "Ich schaute diese Nacht, und siehe, ein Mann ritt auf einem rötlichen Pferd... und hinter ihm her rötliche, fuchsrote, und weiße Rosse (vgl. Offb 6:2.4). Den fragte ich: Mein Herr, was bedeuten diese?... Und der Mann, der zwischen den Myrten hielt, sprach: Das sind die, welche der Herr gesandt hat, die Erde zu durchstreifen! Und sie antworteten dem Engel des Herrn: Wir haben die Erde durchstreift, und siehe DIE GANZE ERDE SITZT STILL UND RUHIG" (Sach 1:8-11). In jener Zeit werden die Nationen noch einmal reich von Babylon, das heißt durch das Aufblühen der Wirtschaft unter der Herrschaft des Antichristen (Offb 18:15). Das macht sie sicher, sorglos und übermächtig, womit sie den Zorn Jehovas reizen (Sach 1:15).

Die Trübsal, die große

Ganz anders wird dies in der ZWEITEN HÄLTE, in der die teuflische Dreieinigkeit unverhüllt, ohne Tarnung auf Erden herrschen, ja wüten wird. Dann ist die "Trübsal, die große" da. Die Zornschalengerichte ergießen sich ohne Atempause auf die Erde und ihre Bewohner.

Diesen Teil vom "Tag des Herrn" meint auch Paulus, wenn er seinen Thessalonichern wegen der "Ankunft unseres Herrn Jesu Christi und unseres Versammeltwerdens hinauf zu Ihm" schreibt: "Lasset euch nicht so schnell beunruhigen und von Sinnen bringen oder erschrecken, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief, als durch uns (gesandt), als sei der Tag des Herrn schon da" (2Thes 2:1). Warum sind die Thessalonicher so voll innerer Unruhe geworden, so erschrocken, dass sie fast von Sinnen waren, als sie hörten, der "Tag des Herrn" sei schon da, sei schon angebrochen? Nach 2Thes 2:1 hängt dies mit der Ankunft des Herrn zur Hinaufversammlung Seiner Leibesgemeine zu Ihm, also mit der Entrückung, zusammen. Sie waren sich demnach völlig im Klaren darüber, dass diese Hinaufversammlung der Erstlings-Leibesgemeine, derer, die in Christo Jesu sind, stattfindet vor der Trübsal, der großen, also bevor der Mensch der Sünde GEOFFENBART wird. Wäre dieser Tag schon da, wie etliche sagen, dann wäre die Entrückung ja schon geschehen. Sie aber wären zurückgelassen worden, hätten also an der Entrückung nicht teilhaben dürfen. Das hieße, dass sie um das Erbe der Erstlinge gekommen wären. Kein Wunder, dass sie fast von Sinnen waren!

Den so tief bekümmerten und beunruhigten Thessalonichern kann Paulus aber sagen: "Lasset euch von niemand auf irgendeine Weise irreführen, denn (der Tag des Herrn kommt nicht) es sei denn, dass ZUERST der Abfall komme und geoffenbart (enthüllt) worden ist, der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, also dass ER sich in den Tempel Gottes setzt, indem er vorgibt, ER SEI Gott" (2Thes 2:3.4).

Die Hinaufversammlung, oder Entrückung der Leibesgemeine findet demnach statt zu der Zeit, in welcher der bis dahin verhüllte ANSTATT-(NACHÄFFER)CHRISTUS seine Hülle, seine Larve ablegt, und als der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens, der WIDERSACHER Gottes, der Wider-(Anti)christ unverhüllt sein innerstes Wesen herausstellt. Am deutlichsten wird dies, wenn er sich in den Tempel in Jerusalem setzt, den Bund bricht, den er am Anfang seiner Herrschaft mit den gesetzestreuen, und den Messias erwartenden Juden, gemacht hat, auf Grund dessen sie ungehindert den alttestamentlichen Gottes- und Opferdienst in diesem Tempel ausüben durften. Das muss jetzt alles aufhören, es wird verboten.

Offenbarwerden des Gesetzlosen

In einer seiner biblischen Betrachtungen über 2Thes 2:3-8 mit der Überschrift "WANN KOMMT DER ANTICHRIST?" schreibt Pfarrer Böhmerle u. a.: "Der Heiland kommt nicht wieder, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme, und der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, geoffenbart werde... So ist denn für uns diese Frage von großer lebensentscheidender Bedeutung: Wann kommt der Antichrist?... Nicht der Antichrist macht und schafft den antichristlichen Geist, sondern der antichristliche Geist schafft dem Antichristen Raum und Bahn. ... Ein Kenneichen der dem Antichristen vorausgehenden Zeit ist also, DASS DER ABFALL ZUERST KOMMEN MUSS. So käme denn für eine richtige Beurteilung der letzten Zeit, und ihrer Nähe oder Ferne, alles darauf an, klar zu erkennen: WAS IST DER ABFALL?... Der Antichrist heißt (Offb 12:3) der MENSCH DER GESETZLOSIGKEIT und: DER GESETZLOSE: Das kann aber doch nur ein Jude sein. Den Heiden ist das Gesetz gar nie auferlegt. Sie sind die Jahrhunderte vor Christus ohne Gesetz gelaufen, nur die Juden waren unter dem Gesetz. Die Juden heißen darum auch in der Schrift: "die unter dem Gesetz", die Heiden aber heißen "die ohne Gesetz". Auch nach der Menschwerdung des Gottessohnes ist den Heiden das Gesetz nicht auferlegt, sondern das EVANGELIUM, und die Predigt vom Kreuz, sucht die Eigentumsgemeinde aus allen Nationen heraus. Das jüdische Volk aber steht heute noch unter dem Gesetz. So kann der Mensch der Gesetzlosigkeit nicht aus den Heiden, sondern nur aus den Juden kommen. Dort allein kann sich der Widerspruch gegen das Gesetz steigern, dass die völlige Gesetzlosigkeit herauskommt; dort allein kann im Widerspruch gegen das Gesetz der GESETZLOSE offenbart werden.

Von da aus geht dann die Verführung zur Ungerechtigkeit, wie Offb 12:10 des Kapitels sagt, aus auf alle Heiden, die durch inneres Absterben vom göttlichen Wahrheitsgefühl empfänglich werden für die Verführung. das wird sich noch mehr offenbaren. Daraufhin weist auch die Bezeichnung des Antichrists als "Widersacher" oder wörtlich: "der sich dagegen auflehnt" - der AUFLEHNER. Den Juden ist das Gesetz auferlegt, bei ihnen allein kann DER Auflehner, der Revolutionär im vollen, einzigartigen Sinn aufkommen.

Der Abfall kann sich also nur auf das jüdische Vok beziehen. Die anderen Völker können gar nicht abfallen, weil mit ihnen Gott keinen Bund gemacht hat. Sie können nur das Evangelium, wonach aus den Heiden eine Vollzahl herausgerufen werden soll, annehmen oder ablehnen, ABFALLEN kann nur Israel. Ihm ist vertraut, was Gott geredet hat. Israel wird die Völker in seinen Abfall mit hineinziehen, und sie in ihrem heidnischen Leichtsinn werden ihm folgen in seiner Gesetzlosigkeit, und in einer Messiasverwerfung - aber ABFALLEN WIRD NUR ISRAEL ...Ein großer Teil der Zionisten ist schon in diesem letzten, großen Abfall begriffen. Sie wollen das Judenvolk zur großen WELTNATION machen, zur NATION UNTER DEN NATIONEN mit Zentralsitz in Palästina-Jerusalem. Was es nicht sein SOLL, das WOLLEN diese. Und damit reißen sie Israel aus seiner eigentlichen Gottesbestimmung heraus. Israel wird KULTURNATION, anstatt OFFENBARUNGSNATION. Es will, wie die Heiden, glänzen in Weltwissen und Weltwesen. Will Israel das werden, so muss es sein Gesetz immer mehr abstreifen, und seinen Messiasglauben aufgeben..." So weit Böhmerle.

An die Stelle von Gesetz und Prophetie tritt der Gräuel der Verwüstung oder der Götze des Verwüsters. Die Trübsal, die große beginnt.

Wer und was aufhält

Paulus schreibt seinen Thessalonichern, dass dies ja alles noch nicht so weit sei. "Und nun wisset ihr, was aufhält (wörtlich: das Aufhaltende), dass ER geoffenbart werde ZU SEINER ZEIT; denn das GEHEIMNIS der Gesetzlosigkeit ist schon wirksam; nur ist zu warten, bis der, welcher festhält (wörtlich: der Festhaltende), heraus aus der Mitte (geworden) ist, und dann wird der Gesetzlose enthüllt werden" (2Thes 2:6-8).

Was der Apostel den Thessalonichern klar und deutlich gesagt hat, und was sie wussten, müssen wir erst aus dem Wort erforschen.

Nicht von ungefähr hat sich Gott der griechischen Sprache zur Offenbarung Seiner Ratschlüsse und Geheimnisse bedient. In dieser Sprache hat EIN Wort oft mannigfaltige Bedeutung. Dadurch kann Er mit EINEM solchen Wort VIELES und MANCHERLEI kundmachen. So ist es auch hier.

Das griechische Wort "katecho" bedeutet: "AUFHALTEN", "ZURÜCKHALTEN" und auch "FESTHALTEN".

Dann schreibt Paulus (2Thes 2:6): "Ihr wisset das Aufhaltende", das ist etwas Sächliches. Und 2Thes 2:7 schreibt er von einem, der festhält. Das ist also eine Person. Es sind demnach verschiedene Faktoren, die das Offenbarwerden des Antichristen in seinem wahren Wesen noch verhindern.

Aus dem Buch Daniel (Dan 10.) wissen wir, dass die Ereignisse auf Erden die Auswirkungen der Entscheidungen sind, die in der unsichtbaren Welt bereits gefallen sind. Von diesem Zeugnis ist die Schrift voll. So hat auch das Offenbarwerden des Menschen der Sünde seinen entscheidenden Vorgang in der unsichtbaren Engelwelt. Dort ist vor allem das, "WAS" AUFHÄLT, wie wir oben schon sahen, dabei gehören 2Thes 2 und Offb 12 zusammen. Beide Schriftstellen beziehen sich auf Vorgänge, die in der Mitte des "Tages des Herrn" geschehen, also am ENDE DER ERSTEN 3 1/2 Jahre, und zu BEGINN DER ZWEITEN 3 1/2 Jahre. Zu dieser Zeit entsteht auch der Kampf im Himmel zwischen Michael und dem Drachen. Nach Offb 12:7 will der Satan nicht hinaus aus dem Himmel. Das zeigt der notwendige Kampf, den der Engelfürst Michael entfachen muss. Solange der Satan am Himmel FESTHÄLT, kann der Mensch der Sünde auf der Erde noch nicht OFFENBART werden. Er muss mit seiner letzten Offenbarung noch ZURÜCKHALTEN. Er kann es noch nicht riskieren, sein wirkliches Wesen offen darzulegen. Das ist erst möglich, wenn der Satan seinen Thron in Pergamus aufgeschlagen hat.

Er darf es aber auch von Gott und Christus aus nicht, weil der Herr die Glieder Seines Leibes zuvor erretten wird, weg von dem zukünftigen Zorn (1Thes 1:10) "Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern zum Besitz des Heils - oder der Errettung - durch unseren Herrn Jesum Christ". (2Thes 2:9). Er muss, und wird sie deshalb wegrücken von dem Ort der zukünftigen Zornesoffenbarung in den Zornschalengerichten. Solange sie aber auf Erden ist, gehören sie zu dem, was AUFHÄLT.

So wären es also vier Faktoren, die das Offenbarwerden des Antichristen, als des Menschen der Sünde, aufhalten.

  1. Die WELT und das Reich der LICHTENGEL. Sie haben der Finsternis das Feld noch nicht völlig preisgegeben.
  2. Der SATAN, der noch am Himmel FESTHÄLT, aus dem er durch Michaels Kampf hinaus- und hinabgeworfen wird auf die Erde.
  3. Der ANTICHRIST, der so lange noch ZURÜCKHALTEN muss, bis Satan auf Erden seine Alleinherrschaft ausüben darf.
  4. Die GLIEDER SEINES LEIBES, die noch auf der Erde sind als "lautere. untadelhafte Gotteskinder mitten unter einem verdrehten und verkehrten Geschlecht, unter welchen sie scheinen als LICHTER IN DER WELT" (Phil 2:15). Alle solche HALTEN sie das Hereinbrechen der Finsternis AUF.

Nun aber ist die Zeit erfüllt, dass die Glieder Seines Leibes entrückt, und der Satan und seine Engel aus dem Himmel ausgestoßen werden. Darum heißt es von ihnen:

Der Herabwurf Satans

Offb 12:8.9: Aber sie siegten nicht, und es wurde für sie keine Stätte mehr gefunden im Himmel. Und es wurde für sie keine Stätte mehr gefunden im Himmel. Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, der wurde geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen.
Gott tut alles zu Seiner Zeit. Alles ist schon vor Grundlegung der Welt im Rat Gottes festgelegt auf Stunde und Tag und Monat und Jahr (Offb 9:15). Ist die Zeit erfüllt, dann bricht es mit elementarer Kraft und Machtentfaltung durch und heraus in die Sichtbarkeit.

Der nunmehr auf die Erde geworfene Satan schlägt seinen Sitz und Thron in Pergamus auf. "Ich weiß, wo du wohnst, dort wo der Thron des Satans ist..., wo Antipas, Mein treuer Zeuge, getötet wurde bei euch, dort wo der Satan wohnt (Offb 2:13).

Proklamation des Sieges Jesu

Offb 12:10: Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unsers Gottes und die Macht Seines Gesalbten gekommen!
Im HIMMEL wird zuerst der Sieg über den Satan, die alte Schlange, den großen Verführer, mit LAUTER Stimme proklamiert. Was auf der Erde in Erscheinung tritt, wird in der unsichtbaren Welt ZUVOR entschieden.

Auf der Erde ist dieser Sieg noch nicht offenbar. Im Gegenteil, da beginnt mit dem Hinabsturz Satans erst die schrecklichste aller Zeiten, die Trübsal, die große, eine Trübsal, wie von Anfang der Welt bis jetzt noch keine gewesen ist und auch nicht mehr kommen wird.

Mit dem geburtsmäßigen Erkenntnisdurchbruch (Offb 12:5) hat eine Auswahl aus Israel Jesus von Nazareth als ihren Messias-Retter an- und aufgenommen. Das ist ein heiliger Anbruch des Volksganzen. "Ist aber der Anbruch heilig, so ist es auch der Teig, und ist die Wurzel heilig, so sind es auch die Zweige (Röm 11:16). Jetzt ist die Erfüllung von Dan 2:44 und Dan 7:14 auf Erden nur noch eine Frage der Zeit. "In den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das ewiglich nie untergehen wird. Seine Gewalt ist eine ewige Gewalt, die nicht vergeht, und Sein Königreich wird nie vernichtet werden."

Was bis dahin der Verkläger im Himmel tat, wird uns am Hohenpriester Josua, der für das ganze Israel vor Gott steht, gezeigt (Sach 3:4.5). Aus der Trübsal, der großen, wird der Anbruch (die Erstlinge) aus Israel, auch wie ein Scheit aus dem Brand gerissen werden.

Aber nun hat Gott selbst dem Verkläger der Brüder ein Ende gemacht, denn

Offb 12:10: gestürzt ist der Verkläger unserer Brüder, der sie verklagt vor unserem Gott Tag und Nacht.
Bis dahin hatte Satan Rechte als Verkläger, weil Israel im Unglauben, der Grundsünde, in der Verwerfung des Messias verharrte. Das ganze Kapitel Offb 12. handelt ja von Israel, dem Weib und seinem Samen.

Gewiss versucht dieser Verkläger auch in der gegenwärtigen Gemeinehaushaltung die Kinder und Söhne Gottes, die Glieder der Erstlings-Leibesgemeine, vor Gott zu verklagen. Aber da kommt er bei Gott nicht mehr an. Sie haben in ihrem Herrn und Haupt einen treuen Hohenpriester, der immerdar lebt, um für sie einzutreten, einen Fürsprecher beim Vater, Jesum Christum, den Gerechten (1Jo 2:1). Nach Röm 8:31-34 kann niemand mehr Anklage gegen sie erheben, denn Gott selbst rechtfertigt sie. Auch kann sie niemand mehr verdammen, denn der für sie gestorbene, durch die Herrlichkeit des Vaters auferweckte, zur Rechten Gottes sitzende Christus vertritt sie. "IN IHM", ihrem Haupt, sind sie heilig und vollendet (Hebr 10:10.14.29).

Da sieht Gott keine Sünd an mir,
Er sieht nur Christi Schmuck und Zier.
Das wirkt die Kraft im Blute, vergossen uns zugute
Die Gotteskraft im Namen, der Jesus heißet, Amen.

Bei Israel ist das noch nicht so. Solange es seinen Messias nicht in Buße und Glauben angenommen hat, solange hat Satan Rechte zum Verklagen. Die Sünde der Väter Israels bleibt auf ihren Kindern, weil sie nur in Christo weggenommen und getilgt werden kann.

Offb 12:11: Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.
Während im Himmel der Sieg über den Verkläger schon bezeugt wird, muss er in den folgenden 3 1/2 Jahren von den Märtyrern auf der Erde erst erkämpft, erlitten und verwirklicht werden, indem sie sich unter die Besprengung Seines Blutes stellen, wie Israel sich hinter dem blutbestrichenen Türpfosten barg.

Zuerst ist zu allen Zeiten das blutige Opfer Jesu allein Grund und Ursache jedes Sieges über den Satan und sein Reich. Dieser Feind ist auch von den Gläubigen aller Zeiten, nicht nur von den Märtyrern, in allen ihren Versuchungen, Anfechtungen und Kämpfen nie anders überwunden worden als durch das teure Blut Jesu Christi, das immer besser redet als Abels Blut. Es zeugt von dem vollbrachten und vollkommenen, allgenügsamen Heil im Opfer Jesu. Wo immer man sich Gott gegenüber auf dieses Blut beruft, bewirkt es Reinigung von aller Sünde und Schuld und bringt den Verkläger der Brüder zum Schweigen.

Dies Blut sei all mein Leben lang
Die Quelle meiner Lust.
Das bleibt mein ew'ger Lobgesang
An meines Heilands Brust.
Es quilt für mich das teure Blut,
Das glaub und fass geich.
Es macht auch meinen Schaden gut,
Denn Christus starb für mich.

Aber was Johannes schaut, ERFÜLLT sich erst in der letzten Zeit. Das ist ein Sieg Jesu, wenn dem so lange verblendeten Israel das Licht der Erkenntnis wird: die Verblendung, den Hass, den Mord und die Sünde unserer Väter hat Gott so transformiert, indem das Blut des unschuldigen Gotteslammes die Siegeskraft über den Satan und das Allheilmittel des ganzen Falles geworden ist. Aus dankerfülltem, nunmehr in heiliger Liebesbrunst zu Jesus glühenden Herzen, bezeugen sie es einer untergehenden Welt. "Es ist in keinem anderen das Heil, es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem sie können gerettet werden, als allein der Name "JESUS"" (Apg 4:12). Und so besiegen sie den Satan durch des Lammes Blut.

Ein Glaubensblick auf Jesu Leiden
Gibt auch dem ärgsten Herzen Mut;
Die Quelle wahrer Geistesfreuden
Ist Sein vergoss'nes teures Blut.
Wenn Seine Kraft das Herz durchfließt,
Sein Leben unsern Geist umschließt
Und uns Sein Anblick Frieden bringt.

Offb 12:12: Darum seid fröhlich, ihr Himmel und die darin wohnet! Wehe der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.
Nun sind DIE Himmel gesäubert. Der Verkläger, der Unruhebringer, der Lügner, Verderber und Mörder von Anfang an, hat von der Erde aus keinen Zutritt mehr zu den Himmeln. Auch seine Engel sind ausgestoßen. Das ist eine Verwirklichung des Sieges Jesu von Golgatha. Das löst Jubel aus! Aber wie lange hat Gott diesen Feind in den Himmeln gewähren lassen. Und das sicherlich nach den Rechten des Heiligtums!

"O Israel... Ich vertilge deine Übertretungen wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. ...JUBELT, frohlocket, IHR HIMMEL, denn Jehova hat es getan. Jehova hat Jakob erlöst und verherrlicht sich an Israel" (Jes 44:22.23)

Aber auf der Erde ist es noch nicht so weit Von da an übt die teuflische Dreieinigkeit: Satan, Antichrist und falscher Prophet, 3 1/2 Jahre lang ihr Schreckensregiment auf der Erde aus. Ein namenloses "Wehe" kommt über die Erdenbewohner und alle Kreatur. Nicht nur die teuflische Trinität quält die Menschen. Auch Gottes Zornschalengerichte bringen unsägliche Leiden über alle, die das Tier und sein Bild anbeten. Der auf die Erde hinabgeworfene Satan hat nur noch kurze Zeit, nämlich 3 1/2 Jahre. Dann wird er gebunden und in den Abgrund geworfen werden. Das weiß er. Darum entfaltet er seinen ganzen, grimmigen, diabolischen Zorn. Weil er ein Menschenmörder ist von Anfang an, wird auch in dieser Zeit viel Märtyrerblut fließen.

Lies weiter:
4. Gesicht auf Erden (Offb 12:13 - Offb 13:18}