4. Gesicht auf Erden: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Bibelwissen
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Nebukadnezar = 666)
 
Zeile 303: Zeile 303:
  
 
Lies weiter:<br/>
 
Lies weiter:<br/>
5. Gesicht im Himmel
+
[http://www.bibelwissen.ch/wiki/5._Gesicht_im_Himmel '''5. Gesicht im Himmel'''] ([[Offb 14:1]]-5)

Aktuelle Version vom 10. November 2019, 10:30 Uhr

Abschrift des Buches: Offenbarung Jesu Christi von August Fuhr
erschienen 1950 im Philadelphia Verlag, August Fuhr, Reutlingen

in Bearbeitung

Inhaltsübersicht des Buches:
Kapitel davor:
4. Gesicht im Himmel (Offb 12:1-12)

4. Gesicht auf Erden

Offb 12:13 - Offb 13:18

Der Drache und das Weib

Offb 12:13: Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er das Weib, welches den männlichen (Sohn) geboren hatte.
So also wirkt sich der im Himmel errungene Sieg auf Erden aus. Satans Hass und Zorn gilt vor allem dem Weib. Das ist der Teil Israels, der zu der geburtsmäßigen Erkenntnis durchgedrungen ist, dass der gekreuzigte und auferstandene Jesus von Nazareth der Sohn Gottes und der Messias Israels ist. Wir haben darüber ausführlich bei Offb 12:5.6 geschrieben.

Offb 12:14: und es wurden dem Weibe die zwei Flügel des großen Adlers gegeben, dass sie in die Wüste flöge an ihren Ort, woselbst sie ernährt wird eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der Schlange.
Der Herr selbst nimmt dieses Weib in Seine Hut. Wie einstmals, als Er die Völker aus Ägypten in die Wüste führte, so führt Er jetzt diese Auswahl in die Wüste der Völker. Schon durch den Propheten Zephania lässt Er im Blick auf den "Tag des Herrn" Seinem Volk sagen: 'Suchet den Herrn, alle ihr Demütigen dim Lande, die ihr Sein Recht übt! Suchet Gerechtigkeit, befleißiget euch der Demut; vielleicht werdet ihr Bergung finden am Tage des Zornes Jehovas!" (Zeph 2:3). Ja, dem Demütigen gibt Er Gnade. Dieser Anbruch aus Israel ist schon das, was einmal das Ganze sein wird, nämlich "ein demütiges und geringes Volk, die auf des Herrn Namen vertrauen werden" (Zeph 3:12).

Israels Geschichte kehrt zu ihrem Anfang zurück. Nach dem Liede Moses (5Mo 32:9-12) beginnt diese Geschichte in der Wüste. "Denn Jehovas Teil ist Sein Volk, Jakob ist das Los Seines Erbteils (d.h. Sein eigenes und besonderes Besitztum(. Er fand ihn in der Wüste, in der Einöde, unter den Schrecken der Wlldnis, Er beschützte ihn, ga acht auf ihn und behütete ihn wie einen Augapfel. Wie ein ADLER sein Nest zerstört, über seinen Jungen schwebt, also breitete ER SEINE FLÜGEL AUS, nahm ihn und TRUG ihn auf SEINEN SCHWINGEN" (5Mo 32:13 schildert dann die wunderbare Versorgung durch den Herrn).

Auch als Jehova dem Mose auf Sinai begegnete, sprach Er: "Also sollst du zum Hause Jakob sagen und den Kindern Israels verkündigen: Ihr habt gesehen, was Ich den Ägyptern getan, und wie ICH euch auf ADLERSFLÜGELN GETRAGEN habe" (2Mo 19:4).

Er selbst hat Seine Flügel über sie ausgebreitet und hat sie auf Seinen ADLERFLÜGELN getragen.

Israel hat diesen Adler und seine schützenden und tragenden Flügel nicht gesehen und nicht gespürt. Aber sie waren da und in Tätigkeit. Was geschieht doch nicht alles in der unsichtbaren Welt für die auserwählten des Herrn, damit Er mit ihnen Sein Ziel erreicht! "Knaben werden müde und matt, und Jünglinge fallen, aber die auf den HERRN HARREN, kriegen neue Kraft, dass sie AUFFAHREN MIT FLÜGELN WIE ADLER, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden" (Jes 40:30.31) Diese Schwingen des Geistes, der KRAFT AUS DER HÖHE, tragen, wenn es sein muss, mit Windeseile über das brausende Völkermeer der Zeit, über Berge und Täler und Gründe, nicht nur hinein in die Ewigkeit, sondern auch hinein in die Wüste. So hat einst der Geist des Herrn den Philipus plötzlich entrückt, so dass der Kämmerer aus Äthiopien ihn nicht mehr sah; und er wurde an einem ganz anderen Ort, nämlich zu Adod, gefunden (Apg 39:40).; vgl. Hes 11:1). Und so kann auch das Weib mit den mächtigen Schwingen der übernatürlichen Kraft (dynamis) Gottes aus der Höhe hinweggetragen werden an den Bergungsort.

Die Flucht hat ja große Eile. Man darf weder vom Dach noch vom Felde ins Haus zurückkehren, um noch etwas zu holen (Mt 24:17.18) Da reichen die natürlichen Kräfte nicht mehr aus Es geht von Jerusalem aus zunächst in die Berge Judäas, von dort aus dann in die Wüste. Gleichwie Israel einstmals in der Wüste des Landes Ägypten 40 Jahre lang durch lauter Wunder Gottes versorgt und erhalten wurde, so wird das Weib in den folgenden 3 1/2 Jahren auf übernatürliche Weise von Gott ernährt. Da wird sich das Psalmwort erfüllen: "Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde, Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein" (Ps 23:5). Denn "so spricht der Herr: Ein Volk, das dem Schwert entronnen ist, hat Gnade gefunden in der Wüste" (Jer 31:2), fern von dem Angesicht der Schlange.

Offb 12:15: Und die Schlange spie aus ihrem Munde hinter dem Weibe her Wasser, wie einen Strom, damit sie von dem strom fortgerissen würde.
Merke, es heißt nicht: "WIE ein Wasser," sonder "WASSER wie einen Strom". Beim ersten Zug in die Wüste musste Israel durchs Wasser des Meeres. Jetzt will Satan das Weib ersäufen mit Wasser. Satan war nach Hes 28:14 ein schützender Cherub. Als solcher kann er auch noch in seinem gefallenen Zustand in die Natur einwirken und vernichtende Naturereignisse hervorbringen. Es wäre durchaus möglich, dass er in einem schrecklichen Gewitter mit einem Wolkenbruch wie einem Strom, das ist durch eine satanische Naturkatastrophe, das Weib zu vernichten trachtet. Zu derselben Stunde geschieht ohnehin nach Offb 11:13 ein großes Erdbeben in Jerusalem. Es könnten wohl Ereignisse eintreten, wie sie Ps 18:4-18 beschrieben sind.

Offb 12:16: Und die Erde half dem Weibe, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, welchen der Drache aus seinem Munde gespien hatte.
Beim Auszug aus Ägypten half das Meer dem Weibe und verschlang die Feinde. Jetzt, in der letzten Drangsal, öffnet die Erde ihren Mund und verschlingt den Verderben und Tod bringenden satanischen Wasserstrom. Auch das ist nichts Neues unter der Sonne. Als die Rotte Korahs sich wider Mose empörte, da tat auch die Erde ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Familien und samt allen Menschen, die bei Korah waren, mit aller ihrer Habe (4Mo 16:32).

Offb 12:17: Und der Drache ergrimmte über das Weib und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu Christi haben.
In diesem Kapitel, das heißt: in jenen Tagen, in denen die Zeichen dieses Kapitels sich erfüllen im Himmel und auf eRden, löst eine Niederlage Satans die andere ab. Zuerst will er den männlichen Sohn verschlingen. Aber dieser wurde entrückt zu Gott und zu Seinem Thron. Dann will er das Weib, das ist den gesetzestreuen, den Messias erwartenden Teil Israels, vernichten; aber Gott bringt es an den Bergungsort in der Wüste. Solche Niederlagen reizen und steigern die Wut Satans.

Der Überrest und das Tier

Ein Überrest "ihres Samens" also Juden, ist noch da, wie ja auch noch die große, unzählbare Schar aus allen Nationen auf der Erde lebt, deren große Leidenszeit nun beginnt. (siehe Offb 7:14).

Mit diesen "Übrigen ihre Samens", die in Jerusalem und im antichristlichen Judenstaat leben,nimmt es Satan zuerst auf. Alle Ereignisse, welche die Offenbarung schildert, nehmen ja ihren Anfang und Ausgang im Orient, im Judenstaat, im Volk Israel. Von dort aus breiten sie sich aus über die ganze Erde und über die ganze Völkerwelt. Jetzt beginnt die Trübsal, die große, welche 42 Monat, das sind 3 1/2 Jahre, dauert. Das ist die schrecklichste aller Zeiten.

"Sie halten die Gebote Gottes und haben das Zeugnis Jesu." Wenn wir nur an die 10 Gebote denken, dann ist wohl zu verstehen, dass sie mit den Gesetzen des Antichristen in die schwersten Konflikte kommen müssen. Er wird ja Zeit und Gesetz Gottes ändern und wird als "Gott" all das für sich beanspruchen, was Gott allein gebührt.

Sie haben aber auch das Zeugnis Jesu, das ist nach Offb 19:10 der "Geist der Weissagung"- Das gibt Ein- und Durchblick in Gottes Rat unD Wege. Und wenn sie auch vom Antichristen viel leiden müssen, so werden sie doch viel Bewahrung und Verschonen Gottes erleben dürfen, wenn die Zornschalengerichte DIEJENIGEN treffen werden, die das TIER und sein Bild ANBETEN.

Offb 12:18: Und er stellte sich auf den Sand des Meeres.
Seine Pläne und Anschläge hat Gott vereitelt. Aber er kapituliert noch nicht. In seiner Verblendung schmiedet er neue, furchtbare und dämonische Pläne.

Offenbarwerden des Tieres

Offb 13:1-3: Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah, war gleiche einem Panther, und seine Füße wie Bärenfüße und sein Mund wie eines Löwen Mund. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht. Und ich sah seiner Häupter eines wie auf den Tod verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.
Das ist die prophetische Schau des geisterleuchteten Sehers. Er sieht hinter den Vorhang, hinein ins Unsichtbare. Der Mensch auf eRden sieht nicht ein Tier, sondern einen bezaubernden Weltherrscher in menschlicher Gestalt.Hier haben wir die erste Charakterisierung des Tieres in der Offenbarung. Sein Heraustreten und Offenbarwerden aus dem "Unsichtbaren" ins Sichtbare der Weltgeschichte ist wachstümlich.

Daniel schaut vier Raubtiere, einen Löwen, einen Bären, einen Panther und ein unbeschreibliches und gewalttätiges Tier. Hier bedeuten die Tiere vier WELTREICHE, die in großen Zeiträumen aufeinander folgten und von denen eines das andere ablöste.

Obschon der Antichrist auch ein Reich hat, ja das größte und umfassendste, so beschäftigt sich die Offenbarung doch in der Hauptsache nicht mit seinem Reich, sondern mit seiner PERSON. Hatte jedes der früheren Weltreiche mehrere Herrscher, so hat das letzte nur EINEN, den Antichristus. Wir haben es also bei dem Tier der Offenbarung nicht mit einem REICH zu tun, etwa dem wiedererstandenen vierten, dem römischen, sondern mit einer Person, dem letzten WELTHERRSCHER, in dem das Tier Fleisch geworden ist. Ein Reich kann nicht reden (Offb 12:6) oder sich in den Tempel setzen; das kann nur ein Individuum tun. Alle Dinge und Personen und alles Geschehen der sichtbaren Welt stehen in einem ursächlichen Zusammenhang mit der unsichtbaren Licht- oder Finsterniswelt. Jeder Mensch hat seinen ihn begleitenden Engel. Jedes Volk und Reich hat auch seinen Engel. Michael ist der Engelfürst Israels (Dan 10:21; Dan 12:1). Auch das Königreich Persien hat einen Engelfürsten, aber einen aus dem Finsternisbereich (Dan 10:13). der dem Lichtfürsten entgegen ist. Zwischen ihnen wurde 21 Tage lang ein harter Kampf gekämpft, bis der Lichtfürst mit Hilfe Michaels den Sieg gewann. Aber gleich setzte der finstere Engelfürst Griechenlands den Kampf fort (Dan 10:20).

Die Macht der Finsternis oder der Satan, der mit dem Herr der bösen Geister in der Finsternis dieser Welt herrscht, erhält eine jede Seele, die darunter steht, in der Unwissenheit der geistlichen Dinge. Er verhütet alle Eindrücke des Wortes Gottes oder löscht sie wieder aus. Er stellt der Seele das Böse als gut und das Gute als böse vor. Er erhält sie in einer beständigen Neigung, Böses zu denken, zu reden und zu tun und Gott zu hassen. Zum rechten Verständnis der Völker und ihrer Geschichte ist es von größter Wichtigkeit, solches zu wissen und zu beachten.

In der Offenbarung ist das TIER also ein Individuum, welches das Raubtierwesen der früheren Weltreiche und ihrer Herrscher in sich vereinigt, verkörpert und zur Entfaltung bringt.

Endlich, endlich hat Satan im Völkermeer - das ist in der Völkerwelt - sein Opfer entdeckt und den nach der Weltherrschaft gierigen Menschen gefunden, der dies Ziel um jeden Preis erreichen will.

Dieser Mensch wird zunächst als einfacher Politiker auftreten. In seiner politischen Laufbahn wird er Erfolg haben. Da packt ihn der Größenwahn. Der Appetit kommt beim Essen. Er wird gierig nach der Weltherrschaft. Das liegt dann in der Luft. Das Opfer ist reif. Die Luft kann empfangen. Der Mensch der Sünde kann geboren werden.

Da tritt der am Sand des "Völkermeeres" lauernde Satan an ihn heran und macht dem kommenden Antichristus sein Angebot: ALLE REICHE DER WELT, ihre Herrschaft und ihre Herrlichkeit will ich dir geben, denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn Du nun vor mir niederfällst und mich anbetest, so soll alles Dein sein (Mt 4:8.9; Lk 4:6.7). Einstmals hatte er dem Herrn Christus dieses Angebot gemacht, Der Christus Gottes hat ihn abgewiesen. Jetzt ist der da, der bereit ist, den Preis der SATANSANBETUNG zu bezahlen. Denn um keinen anderen Preis übergibt er einem Menschen ALLE Reiche der Welt.

Eines Menschen Wille und Begehren wird eins mit Satans Willen und Begehren. Das gibt eine Satansgeburt. Socherweise gibt der Drache dem Tier seine Kraft.

Schon immer war es so, dass der Geist des Fürsten dieser Welt, der in der Luft herrscht, in den Kindern des Unglaubens wirkte (Eph 2:2). Aber vor einer bewussten Anbetung Satans schrecken auch die Kinder des Unglaubens noch zurück. Im Antichristus sind alle Schranken gefallen. Er tut mit Wissen und Willen, was der Christus von sich wies. Christus überwand so den Satan. Der Antichristus wird ja ein Sohn und Offenbarungsorgan Satans.

Der Heiland,mit Seinem untrüglichen Blick in die Vorgänge der unsichtbaren Welt, zeigt in Mt 12:45 wie die unsauberen Geister darauf ausgehen, vom Menschen Besitz zu ergreifen und in ihm zu wohnen, dass es mit ihm immer ärger wird. Besonders sieht Er diese Entwicklung im argen Geschlecht Israels, aus dem der Antichristus kommen wird.

Der falsche Christus

Die ersten 3 1/2 Jahre wird er es noch zu verbergen wissen. Wie der Satan sich gerne in einen Engel des Lichts verstellt, so wird auch sein Offenbarungsorgan sich als der "Christus" verstellen und Ihn in allem nachäffen. Wie wäre es sonst möglich, dass auch die Auserwählten (allerdings die Auserwählten aus Israel) fast betrogen und verführt werden? Er wird sehr religiös sein. Es wird ihm gelingen, vorbildliche soziale und wirtschaftliche Verhältnisse zu schaffen und die Menschen werden sich freuen, dass "Friede und Sicherheit" herrschen. Und doch ist dies alles nur Schein und Trug, satanische Verführungskunst. Das wahre innere Wesen wird eines Tages hervorbrechen und Furcht und Schrecken verbreiten.

Alles Geschehen in der ganzen sichtbaren Welt, auch in der Völkerwelt, hat seinen Ausgang in der unsichtbaren Geisterwelt. Ist doch alles Geschehen im ganzen All im letzten Grunde ein ununterbrochenes Ringen zwischen Licht und Finsternis, zwischen Gott und Satan und ihren himmlischen und höllischen Herren.

Der Mensch handelt nicht selbstständig aus sich selbst. Er wird vielmehr in seinem Tun und Lassen bestimmt von irgendeiner unsichtbaren Macht oder einem Geist, für dessen Einfluss er offen ist.

Weder Adam noch Eva hätten von sich aus nach der verbotenen Frucht gegriffen. Der Einfluss Satans hat sie dazu gebracht. Als Saul zum König Israels erwählt wurde, da wurde er von dem Propheten Gottes gesalbt und Samuel sprach: (1Sam 10:6): "Da wird der Geist des Herrn über dich kommen, dass du mit ihnen weissagest, und du wirst in einen anderen Mann verwandelt werden." Saul wurde also durch den Geist Gottes in einen anderen Mann verwandelt. Nachdem Saul sich dann wiederholt durch Ungehorsam gegen Gott versündigt hatte und deshalb von Gott verworfen wurde, da lesen wir (1Sam 16:14): "Aber der Geist des Herrn wich von Saul, und ein böser Geist von dem Herrn schreckte ihn." Von da an trachtete Saul dem David nach dem Leben.

Lügengeister

Als der gottlose König Ahab gen Ramot in Gilead in den Krieg ziehen WOLLTE, veranlasste ihn sein Kampfgenosse Josaphat, der König von Juda, zuvor nach dem Wort des Herrn zu fragen. Da versammelte Ahab "seine" Propheten, etwa 400 Mann, und sprach zu ihnen: "Soll ich gen Ramot in Gilead ziehen, zu streiten, oder soll ich es unterlassen? Sie sprach: Zieh hinauf, und der Herr wird sie in des Königs Hand geben!" Aber Josaphat, der König Judas, schien diesen Propheten nicht zu trauen, denn er sprach zu Ahab: "Ist sonst kein Prophet JEHOVAS hier, den wir fragen könnten?" Der König Ahab sprach zu Josaphat: "Es ist noch EIN Mann, durch den man JEHOVA fragen kann aber ich hasse ihn, denn er weissagt mir nichts Gutes, sondern eitel Böses, Micha, der Sohn Jimlas." Nun wurde Micha, der Prophet Gottes gerufen. (Man lese den ganzen wichtigen Vorgang in 1Kö 22.). Auf Ahabs Frage, ob er in den Krieg ziehen soll, antwortete Micha zuerst wie die 400 Propheten: Zieh hinauf! E$s soll dir gelingen, und der Herr wird sie indes Königs Hand geben. Er muss es aber in einer Art undWeise gesagt haben,dass selbst ein Ahab merkte, dass das nicht des Propheten Ernst war. Darum sprach er zu Micha:"Wie oft muss ich dich beschwören, dass du mir nichts anderes als die Wahrheit sagest im Namen des Herrn?" Und nun sprach der Prophet Jehovas, Micha: "Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und Jehova sprach: Diese haben keinen Herrn (Der König ist gefallen.). Ein jeder kehre heim im Frieden. Da sprach der König Israels zu Josaphat: Habe ich dir nicht gesagt, dass er mir nichts Gutes weissagt, sondern eitel Böses? Er sprach: Darum höre nun das Wort des Herrn! Ich sah den Herrn sitzen auf Seinem Stuhl und alles himmlische Heer neben Ihm stehen ui Seiner Rechten und Linken. Und der Herr sprach: Wer will Ahab überreden, dass er hinaufziehe und falle zu Ramot in Gilead? Und einer sagte dies, der andere das. Da ginb ein GEIST heraus und trat vor den Herrn und sprach: Ich will ihn überreden? Der Herr sprach zu ihm: Womit? Er sprach: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein in aller SEINER Propheten Mund. Er sprach: Du sollt ihn überreden und sollst's ausrichten; gehe aus und tue also. Und nun siehe, der Herr hat einen FALSCHEN GEIST gegeben in aller dieser 'DEINER' Propheten Mund; und der Herr hat Böses über dich geredet.

Da trat herzu Zedekia, der Sohn Kaenas, und schlug Micha auf den Backen und sprach: Wie? ist der Geist des Herrn von mir gewichen, dass er mit dir redete? Micha sprach: Siehe, du wirst's sehen an dem Tage, wenn du von einer Kammer in die andere gehen wirst, dass du dich verkriechest."

Die 400 Propheten "AHABA" waren alle von einem Lügengeist inspiriert und weissagten deshalb einmütig Lüge Das wollt Ahab hören.

Aber nun das ganz Merkwürdige: Er hörte nicht auf Gottes Warnung durch Micha. Im Gegenteil, er sprach zum Obersten der Stadt: "Diesen leget in den Kerker und speiset ihn mit Brot und Wasser der Trübsal, bis ich im Frieden wiederkomme." Trotdem Micha dem Ahab es offen gesagt hatte, dass "SEINE" Propheten ihm Lügen geweissagt haben und dass er von Ramot nicht mehr zurückkehren werde, zog er doch in den Krieg. Ahab liebte die Lüge mehr als die Wahrheit. Darum wurde er ein Opfer des Lügengeistes. Er konnte nicht mehr handeln n ach klarem Urteil. Er musste tun, wozu der LÜGENGEIST IHN TRIEB, also das, was in der unsichtbaren Welt über in beschlossen war. Auch seine Tarnung und Verkleidung, auf die Ahab sich verließ konnten es nicht hindern. Er und zwar er ganz allein, musste das Leben lassen (lies 1Kö 22:29-38).

In der Weissagung über Ägypten (Jes 19:14) lesen wir: "Jehova hat unter sie einen Schwindelgeist ausgegossen, also dass sie Ägypten irreführen in all seinem Tun wie ein Trunkener herumtaumelt in seinem Gespei."

Der von dem lebendigen Gott gelöste, in sich selbst gestellte, hochmütige Mensch lebt in dem Wahn, sein eigener Herr zu sein und nach eigenen Entschlüssen und Plänen zu handeln und weiß nicht, dass er als Sklave jener unsichtbaren Macht dienen muss, der er sich innerlich zugewandt und geöffnet hat. "Wisset ihr nicht, dass wem ihr euch darbietet als Knecht zum Gehorsam, dem seid ihr verschrieben als Knechte zum Gehorsam, sei es der Sünde zum Tod oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?" (Röm 6:16)- Hat der Mensch sich vom lebendigen Gott und seinem Sohn Jesus Christus abgewandt, dann gibt es nur noch eine Macht, die ihn beeinflussen und bestimmen kann, und das it die Macht der Finsternis, der Geist des Fürsten der Finsternis, der in der Luft herrscht und wirket in den Kindern des Unglaubens. Was so im Lauf der Weltgeschichte immer wieder in die Erscheinung trat, das findet potenziert im !chmenschen! (666) der Endzeit, im Antichristus, seine Ausgeburt.

Das Tier

Sechs ist des Menschen Zahl, Wurden die Menschen und Weltherrscher von solchen Mächten mehr oder weniger regiert und in ihrem Handeln bestimmt, ihnen selbst meist unbewusst, so geschieht dies im Antichristus bewusst. Er weiß, dass er seine Macht vom Drachen bekommen hat dafür, dass er ihn anbetet.

Das Tier nun, das Johannes schaut, ist nicht ein auf Erden lebendes, sichtbares, menschliches Wesen. Es ist vielmehr ein übernatürliches, unsichtbares, finsteres GEISTWESEN des Abgrunds. Es gibt einmal auf Erden nicht ein Tier mit sieben Häuptern und zehn Hörnern, das auf einem Thron sitzt und die Welt regiert. Es wird aber einmal einen von diesem GEISTWESEN besessenen Menschen geben, in dessen Sein und Wesen, Gesinnung, Reden, Tun und lassen sich das Tier auswirkt. ES ist die Fleischwerdung (Inkarnation) des Tieres aus dem Abgrund.

Dieses Tier offenbart und entfaltet sich wachstümlich. Zuerst in den vier Weltreichen. Jedesmal in einer anderen Tierart. Zuerst in Löwenart im babylonischen Weltreich, dann in Pantherart im medisch-persischen Weltreich. In einer unbeschreiblichen Tierart mim römischen Weltreich. Danach wirkt es in den sieben Häuptern. Und schließlich kommt es als Achtes, das eines von den sieben ist, zur Weltherrschaft. In diesem Achten sind alle vorausgegangenen Tierraten zugleich verkörpert. Darum ist der Achte die Inkarnation des Tieres als Ganzes, d.h. das Tier mit seinen 10 Häuptern. Äußerlich ist es immer einmenschliches Wesen. Innerlich aber, in seinem Wesen und in seiner Gesinnung und den daraus fließenden Handlungen,ist es belebt, bewirkt, bestimmt und regiert von dem Tier aus dem Abgrund.

Wiedererstehen des griechisch-mazedonischen Reiches

Das Tier der Offenbarung ist gleich einem PANTHER. Das heißt der GRUNDCHARAKTER seines Wesens und seines Reiches ist der des GRIECHISCH-MAZEDONISCHEN Reiches.

Man könnte also vielmehr von dem Wiederstehen dieses Reiches reden, als dem des römischen. Griechische Philosophie, Menschenweisheit, ist die herrschende und bezaubernde Geistesmacht seines Wesens und Reiches. "Das griechische WESEN hat die Art einer Weltmacht erlangt. Griechisches Wesen hat das ganze Altertum beherrscht und war auch im römischen Reich tonangebend. Rom wurde später Inhaber der der politischen Macht, aber vor dem griechischen Geist hat es sich gebeugt. Als geistige Größe ist das griechische Wesen noch nicht am Ende seiner Wirksamkeit angelangt. Die abendländische Welt zehrt heute noch vom griechischen Gedanken (Thaidigsmann).

Ein scheinbar unbedeutendes Zeichen für den Einfluss griechischen Geistes auf das Bildungsziel ist die Tatsache, dass in den höheren Schulen immer noch die griechische Geschichte den eigentlichen Anfang der Beschäftigung mit der Geschichte bildet, während die Geschichte Vorderaseiens udn Israels in den Hintergrund tritt. Die letztere erscheint kaum als Geschichtsfach und wird in der Hauptsache in den Religionsunterricht verwiesen, während sie tatsächlich das Rückgrat der ganzen Weltgeschichte bildet.

Das Griechentum als geistige Größe

Was ist das Besondere des Griechentum? Da hat der Mensch sich selbst erfasst und freut sich an sich selbst und schmückt sich selbst. "Vieles Gewaltige lebt, doch nichts ist gewaltiger als der Mensch" - dieses stolze Wort ist in Griechenland gedacht und ausgesprochen worden. Und es ist kein zufälliges Wort, sondern ein Ausdruck griechischen Wesens.
Ein gewaltiges Selbstvertrauen erfüllte die griechische Art. In eigener Kraft traute sich der griechische Geit zu, denkend bis in die letzten Tiefen der Wirklichkeit vorzudringen. Ebenso traute sich der griechische Wille zu, die Welt zu gestalten und schön zu machen. Das Griechentum ist erfüllt von der Überzeugung, dass der Mensch im Grunde gut sei. Sünde im strengen Sinn des Wortes kennt der Grieche nicht. Humanität, Bildung, Kultur, Kunst, Optimismus sind griechische Gedanken, griechische Ideale.
Es soll nicht bestritten werden, dass das Griechentum vieles Liebenswerte an sich hatte und an sich hat. Es hat auch in der Kirche, wie vorher schon in Israel, eine große Wirkung ausgeübt, im Altertum, im Mittelalter, in der Neuzeit. Es hat sich auch kräftig geregt in der Reformationszeit und hat um Einfluss gerungen auf die Reformatoren. Aber so viel ist klar, dass das griechische Wesen etwas ganz anderes ist als die Art, die dem Volk Israel durch seine Berufung durch das Gesetz und durch die Propheten eingepflanzt worden ist. Für die Griechen steht der Mensch im Vordergrund, für das rechte Israel, Gott. Das Israel nach dem Geit nimmt seinen Standort bei Gott; der Grieche beim Menschen. Dort heißt es: Gott ist groß und heilig, Sein Wille muss gelten, Sein Reich soll kommen - der Mensch ist klein, denn er ist nur Geschöpf, und zudem hat er ob seiner Sünde allen Grund zur Beugung, zur Buße. Hier formt der Mensch seine Götter nach Menschenbild und ist von seiner eigenen Größe und Herrlichkeit, von seinem eigenen Gutsein überzeugt. Was soll bei solchen Gedanken Sünde heißen? Hier formt der Mensch seine Götter nach Menschenbild und ist von seiner eigenen Größe und Herrlichkeit, von seinem eigenen Gutsein überzeugt. Was soll bei solchen Gedanken Sünde heißen?
Der Vergleich zwischen Israel und dem Griechentum wäre aber noch nicht vollständig, wenn dabei nur ein Unterschied wahrgenommen würde. Es handelt sich vielmehr um einen Gegensatz, der nicht mehr ausgeglichen werden kann. Eine Verschmelzung von Altem Testament und Griechentum ist nicht möglich; auch Christsein und Griechesein ist nicht miteinander möglich. Eins ist des anderen Gegner. Feuer und Wasser vertragen sich nicht. Wird versucht, Christentum und Griechentum zu verschmelzen, so leidet das Christentum Not. Es sei auf einige geschichtliche Tatsachen hingewiesen: der Weg des Apostels Paulus wurde nicht bloß durch das Judentum, sondern auch durch das Griechentum erschwert. Beide widersetzten sich der Botschaft vom gekreuzigten. Für das eine war der jüdische Stolz, der sich nicht schuldig geben wollte, das Hindernis, für das andere die griechische Weisheit (1Kor 1:18-25). Eine Erinnerung aus der Reformationszeit: es ist kein Wunder, das Erasmus sich von Luther löste. Es war schwerlich nur Menschenfurcht; sondern sein Wesen war zu tief im Griechentum verankert. Es ist kein Wunder, dass der gebildeten Welt des 18. und 19. Jahrhunderts das Verständnis des Evangeliums nahezu verloren ging; denn damals feierte griechisches Wesen eine Auferstehung im Abendland, wie schon vorher in der Zeit der Renaissance.
Was hier griechisches Wesen genannt wird, ist allerdings nicht nur das geistige Merkmal des Griechen, sondern es ist tief verankert im menschlichen Wesen, sofern es sich nämlich von Gott löst und auf sich selbst zurückzieht. Solches Wesen wurde bereits den ersten Menschen im Paradies eingeflüstert, beigebracht, suggeriert, eingeimpft. "Ihr bracht die gehorsame Bindung an Gott zu eurem Wohlergehen nicht; wenn ihr euch selbst von Gehorsam gegen Gott entbindet, kommt ihr weiter - dann müsst ihr nicht mehr unter Gott stehen, sondern kommt neben Ihn; ihr werdet sein wie Gott" (1Mo 3:5). Das Besondere des Griechentums ist es aber, dass es ein derartiges menschliches Wesen, das im Grunde Gottesferne, ja Gottlosigkeit ist, in schönem Gewande zeigt und anpreist und unter der gefälligen Außenseite das Sündige solchen Wesens verbirgt. Insofern hat das griechische Wesen etwas Verführerisches an sich; es schmeichelt dem natürlichen Menschen. Dieses Einschmeichelnde ist dem Griechentum auf allen Gebieten des Geistes eigen: sei es auf dem Gebiet des Denkens als Weltweisheit oder Philosophie; oder auf dem Gebiet des Wollens als Idealismus, bald in ernsterem, bald in leichterem Gewand; auf dem des Gefühls als feines Empfinden oder als Ästhetik. In der Lebenshaltung äußert sich das Griechentum als maßvoller Lebensgenuss; es braucht keine Leichtfertigkeit damit verbunden sein, aber auch beim feinen Lebensgenuss handelt es sich um ein Genießen des Lebens. Sogar der Gottesdienst wird in den Lebensgenuss mit einbezogen: der Gottesdienst, der Kultus, dient zur Weihe des Lebens; er wird zum Schmuck des menschlichen Lebens, der das Leben schön macht, zur Dekoration.
Rein menschlich gesprochen sind die alten Griechen die feinsinnigsten Vertreter der Japhetiten, gewissermaßen Japhets geistige Blüte. Aber gleichzeitig wird an diesem Punkt Japhets Armut neben Sems Reichtum offenbar. Sem hatte Gott; Japhet hatte den Menschen. Sem hatte die Wahrheit mit ihrer Härte, mit dem Ernst des heiligen, gebietenden Schein. Der Schein hat eine Schwester: die Lüge. Ein Menschenwesen, das sich schmücken will und schmücken zu können meint, ohne Gott, hat sich auf das Gebiet der Lüge begeben. Aber die Lüge kommt nicht von Gott; der Vater ist der Teufel. So hat die schöne Menschlichkeit einen unheimlichen Hintergrund. Der letztere kommt dem sich selbst schön machenden Menschenwesen, der Humanität, nicht oder lange nicht zum Bewusstsein. Aber wenn solche Humanität in ernste Berührung kommt mit göttlichem Wesen, dann wird ihr Widerwille gegen das Göttliche wach, und derselbe kann sich steigern bis zum Angriff auf das letztere. Deshalb musste es zum Zusammenstoß zwischen dem Reich Gottes und dem griechischen Wesen kommen. Der Zusammenstoß erfolgte erst, als das Evangelium der griechisch empfindenden Welt angeboten wurde (Paulus sagt dafür kurzerhand: die Griechen), sondern bereits, als eine nähere Berührung des Griechentums mit Israel stattfand.

Der Griff nach dem Gottesvolk

Dass unter diesen Umständen das griechische Wesen sich der Finsternis als geeignetes Werkzeug zur Verfolgung ihrer widergöttlichen Pläne darbot als das Perserreich, liegt auf der Hand. Darum ließ sie das Perserreich fallen und benutze das Griechentum zur Förderung ihrer Absichten. Ohne Gottes Zulassung geschah das freilich nicht. Letzten Endes kann ja auch der Satan Gottes Werk nicht hindern, sondern muss es fördern; so musste auch das Griechentum, trotzdem es unbewusst zum satanischen Werkzeug wurde, Gottes Reich fördern. Gott hat die schmiegsame und ausdrucksstarke griechische Sprache zu Gefäß des Evangeliums gemacht; und das Christentum musste die Wiege der heidenchristlichen Kirche werden.
Griechenland hat tiefe Wirkungen auf Israel ausgeübt. Durch die griechische Herrschaft kam griechisches Wesen überall hin, auch in das Heilige Land. Israel lernte griechische Art kennen. Und nicht wenige fühlten sich von der freien Art des Denkens, Wollens und Lebens angezogen,namentlich die oberen Schichten des Volkes; die freiere Art drang bis in das Priestertum ein. Auf diese geistigen Eroberungen des Griechentums weist Dan 11:32 hin, wo klar ausgesprochen wird, dass Übernahme griechischen Wesens nur möglich war durch Lösung von Gott und durch Übertretung des Bundes. Auch 1.Makkabäer 12-16 bezeugt die die innere Spaltung, welche die Berührung mit dem Griechentum in Israel hervorrief. Die frei griechische Art wirkte noch zur Zeit Jesu und der Apostel nach bei den Sadduzäern, also in den Priesterschaft, wiewohl sie da nicht mehr so offen an den Tag trat; noch mehr bürgerte sie sich ein in weiten Kreisen der im griechischen Einflussgebiet zerstreut wohnenden Juden.

Das kleine Horn

Tiefernst für Israel wurde das Griechentum, als es zum Angriff auf Israels göttlich geordnet Sonderstellung überging, ermutigt durch die oben genannten geistigen Eroberungen. Seinen Vorkämpfer fand es in einem syrischen König, in Antiochus Epiphanes. Er ist das kleine Horn, das Daniel von einem der vier Hörner des Ziegenbocks - gemeint sind die ursprünglichen vier Teile des auseinander fallenden Reichs Alexanders - heranwachsen sah (Dan 8:9). Dieses kleine Horn ist zu unterscheiden von dem kleinen Horn, das zwischen den zehn Hörnern des 4. Tieres hervorschoss und deren drei verdrängte (Dan 7:8.20). Der rasche Ziegenbock in Dan 8. entspricht dem geflügelten Panther in Dan 7. Der Ziegenbock ist das griechische Reich. Das zuerst vorhandene eine Stoßhorn ist Alexander der Große die an seiner Stelle gewachsenen vier Hörner sind die Nachfolgereiche, von denen zwei sich behaupteten, das "Nordreich", nämlich Syrien, und das "Südreich", nämlich Ägypten - beide Benennungen müssen vom Standort des Heiligen Landes aus verstanden werden. Das kleine Horn am Ziegenbock verdrängt keins der schon vorhandenen, sondern ist eher als eine Ausgeburt von einem derselben zu bezeichnen. Anders dagegen steht es mit dem kleinen Horn des 4. Tieres, das Daniel als ein unbenennbares Ungestüm erschien mit zehn Hörnern. Dieses kleine Horn erscheint gewissermaßen als elftes Horn zwischen den zehn und verdrängt drei schon vorhandene. Dies Unterscheidung der kleinen Hörner ist wie schon gesagt, wichtig für das Verständnis des prophetischen Wortes und des Geschichtsablaufs.
Antiochus ist der vorchristliche Antichrist. Er war bestimmt das neuerstandene Israel, das dem Kommen seines Königs entgegenging, innerlich und äußerlich zugrunde zu richten. Die Gefahr war so groß, ja noch größer als in der Richter- und Königszeit Israels. Zwar hat das Heidentum auch damals verführerische Wirkung auf das Gottesvolk ausgeübt; aber hinter dem gefährlichen Reiz stand kein Zwang, demselben nachzugeben. Unter Antiochuns handelte es sich darum, dem Gottesvolk, von dem ein Teil schon innerlich überwunden war, das Weltwesen aufzuzwingen. Nun handelte es sich nicht mehr darum, sich innerlich gegen die Versuchung zu wappnen, sondern auch um die Bereitschaft zum Opfer des Lebens zum Märtyrertum.
Antiochus hat nicht gesiegt. Aber der Kampf war hart. Das "Tier" hatte seine Krallen gezeigt. Und zwar gerade in seiner geschmeidigen griechischen Gestalt. Die persischen Könige waren im Vergleich zu diesen griechischen Machthabern rauh, aber ehrlich; des Antiochus seine Art war nur Schein. In Antiochus kam der unheimliche Hintergrund des griechischen Wesens zutage. Bezeichnend ist, dass ihm seine Zeitgenossen neben dem Beinamen "Epiphanes" - "der Erlauchte, der Glänzende - den anderen gaben "Epimanes" - "der Rasende". Ob sie ahnten, was diesen König trieb, dass er nämlich von der Hölle entzündet war? Es ist gut, die Gestalt des Antiochus im Auge zu behalten. Er ist eine Vorausdarstellung des Mannes, der als Werkzeug der Finsternis den Versuch machen wird, mit List und Gewalt alles zu beseitigen, was an Christi Namen erinnert.
(aus G. Thaidigsmann: "Rom, Babel, Jerusalem" Seite 51-56).

Der moderne, von Jehova und Seinem Gesetz erlöste Jude wirft alle göttlichen Ordnungen über Bord. Der freie, ungebundene Geist des Griechen imponiert ihm mehr. Unter den Japhetiten hat er ihn kennengelernt und eingesaugt. So wird er der schöngeistige Gesetzlose. Semitische Blut und japhetitisch-griechischer Geist, das gibt echtes antichristliches Wesen.

Der andere Zug des Griechentums ist der Sport, der seinen Höhepunkt in den "Olympischen Spielen" fand und findet. Welch einen Raum und Einfluss findet er in der gesamten Völkerwelt! Schöngeistige Geisteskultur und sportliche Körperkultur verdrängen weithin das "Eine, das not ist". Selbst in der christlichen Jugendarbeit ist dies schon zu einer großen und verhängnisvollen Tatsache geworden. WACHET!

Ein dritter Zug ist die Verachtung sowohl des geistig als auch des körperlich Schwachen und Kranken. Er wird "ausgesetzt". Der Mensch ist nicht viel mehr wert als ein Tier. Das alles aber wird proklamiert und propagiert im Namen des höchsten Menschentums. Man sagt, es sei Barmherzigkeit diesen "armen" Menschen ihr Leiden abzukürzen, und greift dabei in die Majestätsrechte des Herrn über Leben und Tod ein.

Von ganz besonderer Bedeutung aber ist es, dass aus diesem Reich der ausgeprägteste Typus des kommenden Antichristus aufstand: Antiochus Epiphanes. "Er wagte sich bis an das Heer des Himmels und warf von dem Heer des Himmels und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie. Ja, bis an den Fürsten des Heeres wagte er sich: das beständige Opfer ward ihm entzogen und seine heilige Wohnung verworfen. Und das Heer war wegen des ständigen Opfers der Strafe verfallen, und die Wahrheit wurde zu Boden geworfen, und sein Tun gelang ihm" (Dan 8.10-12)- "er wird stark sein, aber (in der Kraft des Tieres) NICHT IN EIGENER KRAFT; er wird erstaunliches Verderben anrichten und wird Gelingen haben in seinem Tun, wird Gewaltige verderben und auch das heilige Volk (Israel). Und ob seiner Klugheit, und weil ihm der Betrug in seiner Hand gelingt, wird er sich in seinem Herzen erheben und wider den Fürsten der Fürsten auftreten, aber ohne Menschenhand zusammenbrechen" (Dan 8:24.25).

Die Schrift aber sagt, dass dieser "Griechengeist" aus der Finsternis und dem Abgrund stamme, dass die Nationen wandeln in der EITELKEIT ihres Sinnes, ihr Verstand verfinstert sei und sie entfremdet seien von dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit (über göttliche Dinge), die in ihnen sei (Eph 4:18).

Dieser Griechengeist ist also der Grundcharakter des Tieres, des Antichristen.

SEINE FÜSSE, das ist sein Auftreten und Einhergehen, seine Handlungen, haben das Gepräge des medisch-persischen Reiches (Bärenfüße). Dieses Reich wird (Dan 8:2-4) in einem Widder dargestellt. Dan 8:20 zeigt, dass das Reich der Meder und Perser damit gemeint sei. Das besondere Kennzeichen aber ist: "Ich sah, wie der Widder gegen Westen, Norden und Süden stieß und dass kein Tier vor ihm bestehen und niemand aus seiner Gewalt erretten konnte, sondern er tat, was er wollte und ward groß." Dann ist die unersättliche Ländergier zum Ausdruck gebracht. Das Tier frisst die ganze Erde, soweit Menschen wohnen. Alles muss unter seine Herrschaft und Gewalt.

SEIN MAUL aber, das ist seine Sprache, ist das des babylonischen Reiches (Löwe).

Daniel deutet Nebukadnezar den Traum des Standbildes und sagt: "Du, o König, bist ein König der Könige, da dir der Gott des Himmels königliche Herrschaft, Reichtum, Macht und Glanz gegeben hat. Überall, wo Menschenkinder wohnen, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels, hat er sie in deine Hand gegeben und dich über sie alle zum Herrscher gemacht: du bist das goldene Haupt" (Dan 2:37.38).

Um dieses gewaltige Reich musste ein Band geschlungen werden, das diese vielerlei Völker zusammenhielt. Was aber bindet mehr und fester zusammen als Religion? So sollten die Völker dieses Riesenreiches durch eine "Einheitsreligion" zusammen gehalten werden. Was lag näher, als im Gedanken an seinen Traum ein übergroßes, goldenes Standbild aufzustellen, das von allen angebetet werden MUSSTE? Hatte nicht der Gott des Himmels selbst ihm die Größe seiner Herrschaft unter einem solchen Standbild geoffenbart? Als aber die drei jüdischen Jünglinge dies nicht taten, da sperrte Nebukadnezar sein LÖWENMAUL auf und sprach: "Habt ihr, Sadrach, Mesach und Abednego, vorsätzlich MEINEM Gott nicht gedient und das goldene Bild nicht angebetet, das ich habe aufrichten lassen? Seid ihr jetzt bereit, dass ihr zu der Zeit, da ihr hören werdet Flöten, Zithern Harfen, Psalter und Dudelsackpfeifen und aller Art von Musik, niederfallet und das Bild anbetet, das ich gemacht habe? Wenn nicht, so sollt ihr augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden!" - Und jetzt kommt der grenzenlose Hochmut: UND welcher Gott WIRD EUCH AUS meiner HAND ERRETTEN?" Damit stellt er sich über jeden Gott, auch über den Gott des Himmels (Dan 2:37), den er selbst (Dan 2:47) den Gott der Götter genannt hat. Die wunderbare Errettung aus dem glühenden Ofen erschüttert und beugt Nebukadnezar vor dem Gott Sadrachs, Mesachs und Abednegos. Aber zerbrochen hat es ihn nicht,, und demütig ist er auch nicht geworden. Und dieser höchste Gott (Dan 3:32) wurde nicht SEIN Gott. Der Gott "Bel" blieb sein Gott (Dan 4:5). Und der Hochmut und sein LÖWENRACHEN blieben ihm auch. Er hatte im Grunde aus allem nichts gelernt. Als er sich dann eines Tages auf seinem königlichen Palast zu Babel erging, da hob der König an und sprach: "Ist das nicht die große Babel, die ich mir erbaut habe zur königlichen Residenz, kraft meines Reichtums und zu Ehren meiner Majestät?" Da stieß ihn der Gott des Himmels in den Wahnsinn.

Ein merkwürdiges Gemisch, dieser Mann! Erlebt er Gottes Wundermacht, dann macht er Ihm eine demütige Geste und gibt Ihm Anerkennung und Ehre. Im Grunde aber bleibt er hochmütig und überhebt sich über diesen Gott.

Das ist das Löwenmaul des Tieres: Erzwungene Staatsreligion und Überheblichkeit über alles, bis ER sich in den Tempel Gottes setzt, indem er vorgibt ER sei Gott (2Thes 2:4). Seine Reden sind bezaubernd, bezwingend, überzeugend, schimmern von Gold. Die Macht der Rede, das in Versammlungen und Radio gesprochene und das gedruckte Wort wird die Massen mitreißen. Was nicht aus Gott geboren ist, hat ja kein Licht und kein Urteil. Die Rhetorik nimmt sie alle gefangen. Was richtet die Propaganda nicht alles aus, gar noch, wenn hinter ihr eine physische Macht steht`Sie ist gewaltiger als alle technischen Waffen.

Auffallend und bezeichnend aber ist es, dass dieser letzte Weltherrscher nichts vom römischen Reich an und in sich trägt, von diesem außerordentlich abstoßenden schrecklichen und gewalttätigen Tier. Er ist vielmehr anziehend, gewinnend in seiner griechischen, schöngeistigen, geschmeidigen Art, seinem Auftreten und seinem Handeln. Zeichen und Wunder wird er tun. ER wird es fertigbringen, dass alles geschieht unter einem "freiwilligen Zwang!" Als der Anti-, das ist der ANSTATT-CHRISTUS oder Messias wird er das Schein-Messiastum zur höchsten Blüte bringen. Er wird den Gesalbten in allem nachäffen.

Wir erkennen daraus, dass mit einem Wiedererstehen des römischen Reiches nicht gerechnet werden darf. Das Reich des Tieres in seiner Ganzheit umfasst die ganze Erde, wo Menschen wohnen. Von dem Gemisch aus Eisen und Ton, das nicht zusammenhält ist nichts mehr da (Dan 2:41-43). Dieses Reich wird, wie wir oben sahen, durch List, Lüge und geheime Macht fest zusammen gehalten, und zwar so lange, wie es nach Gottes Rat sein soll.

Johannes schaut dieses Tier, dieses finstere GEISTWESEN immer als Ganzes. Ein Tier mit sieben Häuptern und zehn Hörnern. auf Erden tritt es in den verschiedenen einzelnen Welt- und Nationalherrschaften nicht von Anfang an als Tier in seiner Ganzheit auf, sondern in einzelnen Tieren und Häuptern, die einander ablösen. Weil sie aber immer Bestandteile des Tieres sind, haben sie alle des Tieres Wesen. Erst im letzten Häupterkönig, wenn er nach seiner Ermordung als Achter vom Satan aus dem Abgrund heraufgeholt wird, tritt dann das Tier als Ganzes auf.

Mit Offb 13:3 werden wir schon an den Abschluss der ersten 3 1/2 Jahre und den Anfang der zweiten 3 1/2 Jahre geführt. Über die Tätigkeit des Tieres in den ersten 3 1/2 Jahren wird uns hier nichts berichtet. Darüber erfahren wir mehr in Offb 17., wie auch über die sieben Häupter und die zehn Hörner. In Offb 17. gehen wir näher darauf ein. Dort werden wir auch zurückgeführt in ein früheres Auftreten des Tieres, in seinen sieben Häuptern, vor dem Tag des Herrn. Darin haben wir eine weitere Bestätigung, dass die Ereignisse sich nicht in der chronologischen Reihenfolge abwickeln, wie sie in der Offenbarung nacheinander geschildert werden.

Dafür aber sind hier in Offb 13. die letzten 3 1/2 Jahre viel eingehender enthüllt als in Offb 17. Nachdem das 7. Haupt die Todeswunde erhalten hat, oder wie es Offb 17:10 heißt, gefallen ist, fährt es in den Abgrund.. Das heißt, der vom Tier besessene Mensch fährt dorthin, wo das eigentliche Tier, das Geistwesen selbst, ist. Von dort holt es der Satan wieder herauf (Offb 17:8). Dann ist es wieder da als "Achter" und als das Tier selbst; jetzt aber it er nicht mehr getarnt, sondern tritt auf als der GEOFFENBARTE Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich überhebt über alles, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, und setzt sich in den Tempel Gottes in Jerusalem, indem er vorgibt, er sei Gott (2Thes 2:4). Diese Nachäffung der Auferstehung des Herrn Christus setzt die ganze Erde in Erstaunen und Bewegung. So etwas war noch nie da. Jetzt ist endlich einmal einer von den Toten wieder auf die Erde gekommen, und alle Welt kann's sehen. Kein Wunder, wenn nun alle Welt verwundert nach dem Tier hinsieht.

Anbetung des Drachen

Offb 13:4: Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gegeben, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer vermag mit ihm zu streiten?
Der aus dem Himmel auf die Erde geworfene große Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, hat seinen Sitz und Thron genommen in Pergamus (Offb 2:13). Das ist bis heute noch nicht geschehen. Auch diese Tatsache ist ein Beweis, dass die Offenbarung endgeschichtlich aufzufassen ist. Das Ende kehrt zu seinem Anfang zurück. War der Anfang gleich dem Samen, so ist das Ende gleich der ausgereiften Frucht. Pergamus war einst der Sitz der alten Mysterien. Nicht nur einzelne Menschen und ganze Völker stehen unter besonderen Einflüssen der unsichtbaren Welt, sondern auch einzeln Gegenden und Orte. Ich kenne Orte, in denen es trotz Evangelisationen und dem Dienst treuer Gottesknechte nie zu einer Erweckung gekommen ist. Wie viele Städte und Gegenden gibt es in unserem Land, wo kaum noch jemand zur Kirche geht, wo mehr heidnisches oder antichristliche als christliches Leben zu finden ist, während in der nächsten Nachbarschaft lebendige Gemeine Jesu Christi ist! Äußere Umstände mögen mitspielen, aber mehr als Begleiterscheinungen. Die Ursache liegt darin, was für eine unsichtbare Macht dort hinein wirkt. Am deutlichsten wird das vom Anfang derGeschichte bis zu ihrem Abschluss offenbar an Babel und Jerusalem. So ist Pergamus wohl von Anfang an qualifiziert, der Ort zu sein, wo Satan einmal seinen Thron aufschlagen wird.

Das wird in jenen Tagen kein Geheimnis sein. Die Menschen jener Tage wissen, dass Satan in Pergamus thront, denn sie beten ihn an (wörtlich: verehren ihn kniefällig). Was das Tier tut, das tun auch die Untertanen. Was es bis dahin auf Erden nicht gab, das gibt es jetzt, eine Menschheit, die bewusst und mit Willen den Satan anbetet, ihm lebt und dient. der Anti-Gott hat sein Ziel in der Menschheit erreicht. Seine Macht gibt er dem von ihm auferweckten Tier, seinem "Sohn", dem Ansttt-Christus. Er wird alles in sich vereinigen und alles tun, was den natürlichen, seelisch-fleischlichen Menschen befriedigt. Er wird den Menschen nicht schrecklich oder abstoßend sein. Im Gegenteil: die Zeit des reinen Menschentums isst endlich da. Der Mensch kommt auf allen Gebieten zur Geltung und zum Recht. Der griechische "Geist" hat gesiegt. Der Gesetzlose zerbricht alle göttlichen Schranken und Ordnungen. Ungehemmt kann der Mensch der Sünde frönen und sich ausleben. Die abscheulichsten Hurereisünden werden zum religiösen Kult erhoben.

Gewaltige Erfindungen werden aus der Finsterniswelt herausgegeben. Under in der Natur werden geschehen. Die Welt ist beglückt über die Zeit des Friedens und des Fortschritts auf allen Lebensgebieten. Staunen erregendes wird der Antstatt-Christus in der Macht des Drachen vollbringen. Darum wird ihn die Menschheit gerne und willig, mit Verlangen und Wonne anbeten, ihn kniefällig verehren. Wie nahe waren wir in Deutschland in den letzten Jahren schon diesem Ziel gekommen! Es ganz zu erreichen, lag durchaus im Plan und Willen gewisser Menschen. Noch war es nicht Zeit, denn der Antstatt-Christus selbst war noch nicht da. Es war erst sein ausgeprägtester Vorläufer.

Gegen eine solche Macht ist mit menschlich-ntürlichen Mitteln nicht anzukommen, auch mit drr modernsten Technik nicht. Da kann auch kein Mensch und kein Volk revolutionieren. Einen solchen Abgrundgeist kann nur ein anderer Geit der unsichtbaren Welt bezwingen. Ist das in der unsichtbaren Welt geschehen, dann, und nur dann und erst dann, kann das auch in der sichtbaren Welt zum Durchbruch kommen. Die Gegner Deutschlands haben nicht gesiegt, weil sie technisch überlegen waren, sondern weil sie eine positive Aufgabe für Israel zu erfüllen hatten. Davon mehr bei Offb 17.

Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kriegen? Mit seinen Vorläufern konnte man es noch. Aber wir haben einen Vorgeschmack jener unheimlichen Mächte der Finsternis in Menschengestalt bekommen. Da ist nach der gemachten öffentlichen Meinung alles in bester Ordnung. Da wird immer nur "Fortschritt" verkündet. Alles wird von allen freiwillig geleistet, wenn schon es in Wahrheit unter verhülltem Zwang geschieht. Niemand hat eine Möglichkeit, eine andere Meinung zu äußern. Die Lüge wird zur Wahrheit gestempelt und die Wahrheit zur Lüge. Und weil die Menschen die Liebe zur Wahrheit, die im eigentlichen Sinn ja Gottes Wort ist, längst weggeworfen haben, so sendet ihnen Gott kräftigen Irrtum, dass sie der Lüge glauben. Sie glauben also und nach und nach selbst an ihre Lügen, belügen sich selbst und andere. Weil es aber der Menschenmasse dabei äußerlich gut geht, und sie in einer gewissen Ruhe und Sicherheit leben kann, so ist sie für den Anstatt-Christus begeistert. Sie preist ihn als den größten Wohltäter der Menschheit, als das klügste udn begabteste Genie. Selbst Könige und Fürsten werden seine überragende Größe anerkennen und sich ihm beugen. Sie beten ihn an, verehren ihn kniefällig; hinter allem steht jedoch Stan als treibende Kraft. weil die Menschen Gott und Seinen Christus verworfen, sich also dem Licht verschlossen haben, so sind sie den Finsterniseinflüssen offen und preisgegeben. Der Fürst dieser Welt, der nun ganz auf die Erde verbannt ist, und das Heer seiner finsteren Geister, das die Luft erfüllt, wirken jetzt ungehemmt in den Kindern des Unglaubens. Sie sind seine inspirierten, willigen Werkzeuge, die ihm mit Lust und Wonnen, mit Herzen, Mund und Händen dienen.

Offb 13:5.6: Und es wurde ihm ein Maul gegeben zu reden große Dinge und Lästerungen, und es wurde ihm Macht (Gewalt, Befugnis) gegeben es zu treiben zweiundvierzig Monde. Und es tat sein Maul auf in Lästerungen gegen Gott, zu lästern ÖSeinen Namen und Seine Hütte und die im Himmel wohnen.
Eine seiner mächtigsten und erfolgreichsten Waffen ist sein Maul, sein Löwenmaul, das Gift und Galle speit gegen alles Göttliche. Welch eine bezaubernde und bezwingende Macht hat das gedruckte und erst das mit Fanatismus gesprochene Wort, die von der Hölle entflammte Zunge! Durch die moderne Technik im Radio können von dem Wort EINES Mannes auf einmal in Millionen Herzen flammende Begeisterung und blinder Fanatismus, Zorn und Rache, sowie entsetzlicher Hass gegen Gott und Menschen entzündet werden. David sagt (Ps 52:4-6): "Deine Zunge trachtet nach Schaden; wie ein scharfes Schermesser ist sie, du Heimtückischer. Du ziehst das Böse dem Guten vor, sprichst lieber schlecht als recht! #Du liebest Reden, welche alles verschlingen. du Zunge der Lüge!"

Sein Hass und sein Kampf gilt Gott und Seinem Heiligtum, der Stätte Seiner Offenbarung. "Er wird SICH erheben und überheben über jeglichen Gott und wird gegen den Gott aller Götter unerhörte Worte ausstoßen, und es wird ihm gelingen, bis das Maß des Zornes voll sein wird, denn was beschlossen ist, wird ausgeführt (Dan 11:36). Es ist der uralte und ewige Kampf zwischen Licht und Finsternis, Gott und Satan. Das ist doch der letzte Sinn des ganzen Weltgeschehens, seitdem sich Luzifer erhoben und von Gott, der Quelle des Lichts, gelöst hat. Ob a die Menschen politische oder wirtschaftliche, soziale oder weltanschauliche und religiöse Kämpfe ausfechten, ob Krieg, Revolution, Verfolgung oder Martyrium über die Menschen hereinbricht, ob Volk gegen Volk oder Klasse gegen Klasse innerhalb eines Volkes kämpfen, immer ist es letztlich der Kampf zwischen Gott und Satan. Engel und Menschen sind immer nur Werkzeuge Gottes oder Satans in diesem furchtbaren Ringen, das jetzt in die entscheidende Phase gekommen ist.

Gott wird verhöhnt und verlästert. Der Mensch wird vergöttert, "denn er spricht: durch meine eigene Kraft habe ich's vollbracht und durch meine Weisheit - denn ich bin klug; ich verrücke die Grenzen der Völker und plündere ihre Vorräte und stürze als ein Gewaltiger die Thronenden zu Boden. Meine Hand hat nach dem Reichtum der Völker gegriffen wie nach einem Vogelnest; und wie man verlassene Eier wegnimmt, also nahm ich alle Länder weg, und es ist keiner, der eine Feder regen dürfte, der den Schnabel auftätet und zwitscherte" (Jes 10:13.14). "Und wie ich Samaria und ihren Götzen getan, sollte ich nicht auch so Jerusalem und ihren Göttern tun? (Jes 10:11).

Maul und Macht (Befugnis oder Freiheit oder Berechtigung - das griechische Wort bedeutet dieses alles) aber ist dem Tier, dem Menschen der Sünde, GEGEBEN. Einmal ist's ihm gegeben vom Drachen (Offb 13:2), denn er ist sein Offenbarungsorgan. Wenn der Mensch der Sünde auch sagt: "Durch meine eigene Kraft habe ich's vollbracht", so ist das doch nicht wahr. Er belügt und betrügt sich selbst. Der Satan hat ihn total in seiner Gewalt. Er ist in ihm Mensch geworden.

Dann aber ist es ihm auch gegeben vonGott. Gott, den er hasst und bekämpft, hat ihm die Berechtigung und Freiheit dazu gegeben. Das kann Gott sich leisten. Wenn "die Nationen toben, und die Völker eitle Pläne ausbrüten; wenn die Könige der Erde zusammenstehen, und die Fürsten unter ihrem Fürsten der Finsternis sich verabreden wider den Herrn und Seinen Gesalbten und sprechen: Wir wollen ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen, dann lacht und spottet ihrer der Herr, der im Himmel thront. (Ps 2:1-4).

Ja, es muss Ihm alles dienen,
Auch des Feindes Widerspiel.
Das zeigt schon das Kreuzversühnen,
Wie des Teufels Macht zerfiel.
Hier ist Weisheit ohne Grund
Mit der Liebe Macht im Bund.

Nach Deinen Verordnungen stehen sie heute da, denn das ganze Weltall muss Dir dienen (Ps 119:91).

Er, der Gott des Himmels und der himmlischen Heerscharen, hat auch dem Drachen und dem Tier seine Zeit festgesetzt. 42 Monde dauert die Herrschaft des Tieres in übermenschlicher Gestalt. Also nur die letzten 3 1/2 Jahre dieses Äons wird die Ausgeburt der Hölle auf Erden sich auswirken und austoben dürfen.

Die Trübsal, die große

Offb 13:7: Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es ward ihm Macht gegeben über alle Stämme und Völker und Zungen und Nationen.
Als die zionistischen Juden ihren Staat von Ägypten bis zum großen Strom Euphrat einrichteten, wie Gott es schon Abraham (1Mo 15:18), dann Mose (5Mo 11:24) und Josua (Jos 1:4) verheißen hatte, mit dem Zentrum Babylon, da bekamen die orthodoxen, gesetzestreuen und den Messias erwartenden Juden das Gebiet des Heiligen Landes (Palästina). Ihr Zentrum war Jerusalem mit dem Tempel. Die ersten 3 1/2 Jahre übten dort die zwei Zeugen in göttlicher Vollmacht unter gewaltigen Zeichen und Wundern ihr göttliches Zeugnis aus. Das war dem Antichristen während seiner 3 1/2 jährigen Herrschaft in Babylon schon ein Ärgernis. Nach seiner Auferweckung durch den Satan geht er als übermenschliches Wesen nach Jerusalem, um sich in den Tempel Gottes zu setzen und sich als Gott auszugeben. Das erste , was er tut, , ist die Ermordung der beiden Zeugen. Damit beginnt der Krieg, die Verfolgung, das Martyrium der Heiligen, ausgehend von Jerusalem. Das ist der Anfang der Trübsal, der großen, die 3 1/2 Jahre dauert. Die Gemeine, die da ist Sein Leib ist entrückt worden. Sie war bis dahin das, was aufhielt. Die Heiligen (aus Israel) werden überwunden. Sie können die Aufrichtung des Gräuels des Verwüsters an heiliger Stätte und die Abschaffung des Schlacht- und Speiseopfers nicht verhindern. Die Brautgemeinde aus Israel ist am Bergungsort in der Wüste.

Alle aufhaltenden Dämme sind beseitigt. Die Flut des Gottes- und Christushasses ergießt sich von Jerusalem hinaus in die ganze Völkerwelt, wo die große, unzählbare Schar aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen (Offb 7:9) ihr Martyrium durch die Trübsal, die große, antritt und mit dem Märtyrertod besiegelt. Wieviel Blut mag da fließen 3 1/2 Jahre lang! Die gottfeindlichen, antichristlichen Mächte und Menschen aber werden in derselben Zeit von Gott gestraft mit den furchtbaren Zornschalengerichten.

Offb 13:8: Und anbeten werden IHN alle Bewohner der Erde, deren Namen nicht geschrieben sind im Lebensbuch des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an.
Hier ist zum ersten mal für den bisher als "Tier" bezeichneten Mann das Fürwort "ihn" gebraucht. Damit ist bekundet, dass unter dem Tier nicht eine Sache, nicht ein Reich, sondern einmännliches Individuum gemeint ist, der Anstatt-Christus. Ein Reich könnte man ja auch nicht kniefällig anbeten.

Welch eine bezaubernde, alles in ihren Bann zwingende Macht von diesem Manne ausgeht, mag daran erkannt werden, dass ihn alle Bewohner der Erde anbeten. Niemand wird sich diesem Einfluss entziehen können. Nur diejenigen werden davor bewahrt, deren Namen im Lebensbuch des geschlachteten Lammes geschrieben stehen. Die Worte "von Grundlegung der Welt an" können sich sowohl auf das "Lebensbuch" beziehen als auch auf das "geschlachtete Lamm". Beides ist wahr und richtig. Auch Daniel bezeugt es (Dan 12:1): "es wird eine Zeit der Not sein, wie noch keine war, seitdem ein Volk besteht, bis zu dieser Zeit. Aber zu der Zeit soll dein Volk gerettet werden, alle, die man im Buche eingeschrieben findet." "Die Leute, die ihren Gott kennen, werden zu jener Zeit fest bleiben und Taten vollbringen" (Dan 11:32). Sie lassen sich nicht durch Schmeicheleien zum Abfall verleiten. darum wird ihr Name nicht getilgt aus dem Buch des Lebens (Offb 3:5). in das er eingeschrieben ist von Grundlegung der Welt an.

Der andere ist aber auch wahr und richtig, dass der Heiland ist "das geschlachtete Lamm von Grundlegung der Welt an". Das bezeugt Petrus (1Petr 1:19.20), wenn er schreibt: "Ihr seid losgekauft mit dem kostbaren Blut Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar vorausersehen war vor Grundlegung der Welt, aber geoffenbart worden am Ende der Zeiten."

Beide Zeugnisse bestätigen, dass Gott der Vater in Christo Jesu, dem Sohn der Liebe, vor äonischen Zeiten schon in einem ewigen Gnaden- und Liebesplan alles bis auf ein Haar vorherbestimmt und festgelegt hat (2Tim 1:10). Er wird von nichts überrascht. Da ist alles so weise bis ins Kleinste kalkuliert, das ihm kein Freund und kein Feind, kein Mensch und kein Engel etwas verderben kann.

Offb 13:9.10: Hat jemand ein Ohr, der höre! Wer in Gefangenschaft führt, geht in die Gefangenschaft; wer mit dem Schwert tötet, muss mit dem Schwert getötet werden. Hier ist Geduld und der Glaube der Heiligen.
Eine außerordentlich wichtige Mahnung für eine schreckliche und gefährliche Zeit, in der die Ungerechtigkeit ihren Höhe- und Siedepunkt erreicht und die Liebe in vielen erkaltet ist. Wenn die Bedrückung, der Hass, der Verrat, der Mord (Mt 24:9-12), das Unrecht und die Verführung so wüten, dann lauern auch für Heilige große Versuchungen und gefahren der "Selbsthilfe" und Rache. In jenen Tagen erfüllt sich blitzschnell: Mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden (Mt 7:2). Höret, meine Lieben, rächt euch nicht selbst! Vergeltet nicht Böses mit Bösem! Suchet nicht euer Recht! Bedenket, dass es Gnade ist, so jemand um des Gewissens willen vorGott Beschwerden erträgt, indem er ungerecht leidet. Dazu seid ihr berufen (1Petr 2:19). Das gehört zur Jesusähnlichkeit. Euch geziemt jetzt drunten bleibendes Ausharren. "Sitze allein und schweige, wenn Gott es auflegt. Lege deinen Mund in den Staub und schweige" (Kla 3:28.29); aber "befiehl dem Herrn deine Wege und warte auf Ihn so wird Er handeln" (Ps 37:5). "euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht!! Glaubet an Gott und glaubet an mich" (Joh 14:1). Auch jetzt darf kein Haar auf eurem Haupte gekrümmt werden ohne Gottes Willen. Das macht stille und getrost.xv

Ein anderes Tier aus der Erde

Offb 13:11: Und ich sah ein anderes Tier aufsteigen aus der Erde, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm, und redete wie ein Drache.
Während das erste Tier aus dem VÖLKERMEER heraufsteigt, steigt das andere Tier aus der Erde auf. Es wird (Offb 16:13; Offb 19:20; Offb 20:10) der "falsche Prophet" genannt. auf. Aus der Erde steigt es auf; die Erde ist sein Element. Und zwar die gefallene, verderbte Erde, denn "die Erde war verderbt vor Gott und mit Frevel erfüllt" (1Mo 6:11). War das schon zu Noahs Zeit so, so ist das im Laufe der Menschheitsgeschichte nicht besser, sondern noch viel schlimmer geworden. Welche einen Geist der Auflehnung gegen Gott hat nur das unter Gottes Gericht und Fluch zerstreute Menschengeschlecht vonBabel aus in die Welt hinausgetragen! Von diesem Babelgeist sind alle Völker trunken geworden. Das wird jetzt am Ende der Tage, wo alles zu seiner Reife kommt, erst recht offenbar. Selbst das erwählte Volk Gottes ist immer wieder von ihm ergriffen worden. Es hat lieber die heidnischen Götter angebetet und ihnen gedient als dem lebendigen Gotte, der sich so mächtig an ihm erwiesen hat.

"Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker" (Jes 60:2). Aus diesem Element steigt das andere Tier herauf. Erdgebunden ist es. Erdgebunden und irdisch-fleischlich-seelisch-menschlich ist auch seine Botschaft und seine Religion. "Der aus dem Himmel kommt, ist über alle, und was Er gesehen und gehört hat das bezeugt Er, und SEIN Zeugnis nimmt niemand an. Wer aus der Erde ist, der ist heraus aus der Erde und redet heraus aus der Erde" (Joh 2:31.32). Nicht der Gott des Himmels ist der Mittelpunkt seiner Botschaft und Religion, sondern der vergottete "Ichmensch". Nicht den allerhöchsten Gott soll man anbeten, sondern das Tier, den Antichristus. Nicht das Bild und Siegel Gottes sollen die Menschen tragen, sondern das Malzeichen des Tieres. Nicht Gottes Reich soll ihreSehnsucht sein, sondern das Weltreich des Tieres.Im Sichtbaren, im Vergänglichen sollen sie leben und walten. lm Essen und Trinken, Kaufen und Verkaufen, Planzen und Bauen sollen sie aufgehen. Die arme, elende, verderbte, im Argen und unter dem Fluch liegende, in Wehen seufzende, dem Gerichtsfeuer verfallene Erde soll sie ganz gefangen nehmen, als ob der Mensch für diese Erde geschaffen wäre. Das alles wird man "Lebensbejahung" nennen. Die Erde ist kein Jammer und Tränental. Das Tier und der falsche Prophet gestalten es zum Paradies. Alles ist Trug und Schein, Tarnung, Täuschung. Und der Betrug wird gelingen.

Und zwei Hörner hat es. Das Horn ist in der Schrift das Symbol der Macht. Was bedeuten sie? Die Auslegung geben die folgenden Verse selbst. Es ist die Macht der Sprache und die Macht der großen Zeichen, die es tut.

Es redet wie der Drache, schlau, verführerisch, wie die Schlange im Paradise. Das ist ja nichts Neues. Paulus schon muss seinen Korinthern schreiben: "Ich fürchte aber, wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, so möchten auch eure Sinne verdorben werden, hinweg von der Einfalt gegen Christus" (2Kor 1:3). Es ist nur ausgereifter. Viel gefährlicher als die Gewalt ist die Verführung durch das gesprochene oder geschriebene Wort. Man redet in der Sprache der Bibel und säkularisiert (verweltllcht) die Begriffe. Man redet von der Vorsehung, vom Allmächtigen, vom positiven Christentum und meint etwas ganz anderes. Nur von Christus redet man nicht, man schweigt Ihn tot, Da wird im Namen der Wissenschaft die Offenbarung des lebendigen Gottes in der ganzen Bibel des Alten und Neuen Testaments verdächtigt, als unecht und unwahrhaftig abgetan. Auch das ist nicht neu.

Der im Jahre 1914 heimgegangene Professor der Naturwissenschaft F. Better schreibt in seinem Heftchen "Glaube und Kritik":

Auf religiösem Gebiet macht sich eine Verwirrung der Begriffe, ein Missbrauch der heiligsten Worte, ein willkürliches udn unwahres Deuten und Verkehren der einfachsten Wahrheiten, ein Beschönigen der größten Irrlehren breit, die jeden ernsten Menschen, geschweige Christen,, tief betrüben müssen. Und Geister der Lüge benützen geschickt den Wirrwarr der Ansichten und die daraus entstehende Charakterlosigkeit vieler Gebildeten, um ihre Saat mit vollen Händen auszustreuen und die Unselbstständigen für allerlei moderne Religionen zu gewinnen... Und alle diese Angriffe auf die Bibel und das biblische Christentum rühren fast ausnahmslos von Theologen her."

Das war in den letzten Jahren etwas besser. Aber es wird alles in nicht fernen Tagen wieder kommen, nur noch verführerischer.

Die ganze Welt liegt prinzipiell im Argen (1Jo 5:19). Das wird in diesem Äon grundsätzlich nie anders. Das bedeutet aber auch, dass die Masse der Menschen ein von Gott gelöste, also gottloses Leben führt. Und wir "wissen, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, Prahler, Unmündige, Lästerer, GOTTLOS, der Wahrheit widerstehen" (2Tin 3:1-8). Wie sich die Gottlosen aufführen, sagt Asaph (Ps 73:8): "Sie achten alles für nichts (außer sch selbst) und reden übel davon und lästern hoch her. Was sie reden, muss vom Himmel herunter geredet sein; was sie sagen, das muss gelten auf Erden (sonst nichts). Darum fällt ihnen der Pöbel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser".

So wird es sein in weltumfassender Weise und höchster Steigerung in den Tagen der beiden Tiere.Und zwar die gefallene, verderbte Erde, denn "die Erde war verderbt vor Gott und mit Frevel erfüllt"

Offb 13:12: Und es übt alle Macht des ersten Tieres aus vor demselben und macht, dass die Erde und die darauf wohnen das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde.
Die Macht des ersten Tieres liegt auf politisch-wirtschaftlichem Gebiet. Seine wunderbare Auferweckung durch den Drachen wird vom anderen Tier, dem falschen Propheten religiös ausgewertet. Was der Heiland so klar voneinander geschieden hat, das haben die Beherrscher der Welt unter Regie Satans immer wieder zusammenschweißen wollen. Der Heiland hat gesagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt". Auch Paulus hat sich nie in politische Dinge eingelassen.

Seine Politik war ganz einseitig und konsequent das "Reich Gottes". "Unser Gemeinwesen, wo wir Bürgerrecht haben, ist in den Himmeln" (Phil 3:20). "ir sind hier unten auserwählte Fremdlinge" (1Petr 1:1), gehasst von allen Völkern und von den eigenen Volksgenossen. Wir werden selbst von den eigenen Familienangehörigen empfunden als ein Fremdkörper und sin och das Licht in einer finsteren Welt, das Salz in einer der Fäulnis verfallenen Erde. Da gibt es keine Verquickung von Politik und Evangelium.

Aber die Weltherrscher begnügten sich nie mit Politik allein. Sie wollten immer zugleich auch eine artgemäße Staatsreligion und selber göttliche Verehrung. Das wird im letzten Weltreich in einem noch nie dagewesenem Ausmaß durchgeführt werden. Wo beides vereinigt wird, politische und religiöse Macht, das wird die Tyrannei unheimlich teuflisch. Das Wunder der Auferweckung des Antichristus wird vom anderen Tier zu einer raffinierten Religion ausgebaut.

Seine Macht empfängt es vom ersten Tier. Die teuflische Dreieinigkeit tritt in die Erscheinung. Wie der Vater Seine Fülle in den Sohn legt und der Heilige Geist der Licht- und Lebensausfluss des Vaters und des Sohnes ist, so gibt der Drache seine finsteren Kräfte dem ersten Tier, dem Antichristus, und dieser gibt sie weiter dem anderen Tier, dem falschen Propheten.

Und letzterer "macht", dass die Erde und die auf ihr wohnen, anbeten das erste Tier, dessen Todeswunde geheilt wurde. Darauf läuft es also hinaus, auf die Anbetung des "Menschen". So scheint es. In Wirklichkeit aber wird das im Menschen fleischgewordene Tier des Abgrunds, wird der Drache angebetet. Und nicht nur von den Bewohnern der Erde, vom Menschen, nein, von der ganzen Erdenkreatur (Hes 28:14). Ihm gehört jetzt noch die ganze gefallene Schöpfung. Er ist ihr Fürst und ihr Gott (2Kor 4:4). Er kann sie in seinen Dienst zwingen. Nicht nur den gefallenen Menschen und die gefallenen Engel, auch alle anderen gefallenen Geschöpfe. Da wirkt das ganze Finsternisreich zusammen, die unsichtbare Geisterwelt, die Kinder des Unglaubens, in denen der Geist des Fürsten dieser Welt wirkt (Eph 2:2) und die im Finsternis- und Todeswesen verhaftete Kreatur. Alles wirkt zusammen zur Anbetung des "Tieres".

Von solchem Teilnehmen der Kreatur am LOBE Gottes lesen wir (Ps 96:12): "Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist, alle Bäume im Walde sollen alsdann jubeln vor Jehova. Denn Er ist im Kommen, ja im Kommen ist Er, die Erde zu richten." Und Jes 55:12 spricht der Herr (beachte wohl: der Herr, nicht der Prophet): "Berge und Hügel sollen vor euch in Jubel ausbrechen und alle Bäume des Feldes in die Hände klatschen." Jes 44:23: "Jauchzet, ihr Himmel, denn der Herr hat es getan; rufe, du Erde hier unten; ihr Berge frohlocket mit Jauchzen, der Wald und alle Bäume darin! denn der Herr hat Jakob erlöst und ist in Israel herrlich." Soll das nur orientalische Bildersprache sein? Wir glauben, dass es göttliche Realitäten sind, für die uns Erdenwürmern nur die Augen und Ohren noch gehalten sind. Jetzt, wo es um die letzten Offenbarungen Satans und Gottes geht, bietet gewiss der Erzfeind alles auf, was ihm zu Gebote steht im Kampf gegen Gott und Seinen Gesalbten.

Große Zeichen und Wunder

Offb 13:13: Und es tut große Zeichen , dass es selbst Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen macht for den Menschen.
Zur Macht der Rede kommt die MACHT DER WUNDERTATEN. Vom Herrn Jesus heißt es: "Und Jesus ging umher im ganzen galiläischen Land, lehrte in ihren Schulen und predigte das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Gebrechen im Volk" (Mt 4:23). Auch Sein Wirken auf der Erde ist gekennzeichnet von der MACHT DER REDE (Er predigte mit Vollmacht, und nicht wie die Schriftgelehrten, Mt 7:29) und der MACHT DER ZEICHEN UND WUNDER.

Jetzt ist die Stunde seines Gegenspielers und die Macht der Finsternis gekommen,die Ihn in allem nachäfft. Auch das ist nicht neu. Als Mose seine Zeichen auf Gottes Geheiß vor Pharao tat, da berief Pharao auch die Weisen und Zauberer (Janes und Jambres, 2Tim 3:8). Und auch sie, die ägyptischen Zauberer, taten also mit ihrem Beschwören (2Mo 7:11). Wie oft antwortete Jehova mit Feuer vom Himmel zum Zeichen, dass das Opfer Ihm angenehm und von Ihm angenommen worden ist. Bei Abraham (1Mo 17:17); beim ersten Ganzopfer Aarons (3Mo 9:24); als David sein Opfer auf der Tenne Ornans darbrachte (1Chr 21:26) und Elia auf dem Karmel (1Kö 18:38) gerichtlich bei den Boten Ahabs (2Kö 1:10.12).

Auch von den beiden Zeugen ging Feuer aus und tötete jeden, der sie schädigen wollte (Offb 11:5).

Die teuflische Dreieinigkeit bietet alles auf, um dem Menschen vorzugaukeln, sie sei "wie Gott". Was dieser könne, das könne sie auch, ja noch mehr. Nicht umsonst hat der Herr Sein Volk so ernst vor solchen falschen Propheten gewarnt und geboten: "Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch aufstehen wir und gibt dir ein Zeichen der Wunder vor, und das Zeichen der Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und spricht: Lasst uns anderen Göttern nachwandeln und lasst uns ihnen dienen, - so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder Träumers nicht gehorchen, denn der Herr, euer Gott, versucht euch, dass Er erfahre, ob ihr den Herrn, euern Gott, liebet von eurem ganzen Herzen und von eurer ganzen Seele. Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr nachwandeln und Ihn fürchten und Seine Gebote halten und Seiner Stimme gehorchen und Ihm dienen und Ihm anhangen" (5Mo 13:2-5).

So geschieht die Zukunft des Gesetzlosen, das ist dessen, der sich vom Gesetz GOTTES gelöst hat, nach der Wirkung (Energie) des Satans, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder (2Thes 2:9). Wer Wunder tut, ist damit noch in keiner Weise als Bote und Werkzeug des lebendigen Gottes legitimiert. Das ist ein aufgehobener Finger Gottes für alle wundersüchtigen Frommen.

Was der Heiland als den Sohn Gottes legitimiert hat, das waren nicht die Wunder, die Er tat, sondern die Übereinstimmung Seines ganzen Lebens mit der Schrift. Bei Ihm hieß es immer: "Auf dass die Schrift erfüllt würde."

Die Wunder der teuflischen Dreieinigkeit werden die Welt betrügen und verführen. Aber die Heiligen jener Tage haben ein festes, prophetisches Wort als ein Licht, das da scheint an einem dunklenOrt, bis der Morgenstern aufgeht: auf dieses sollen sie achten (2Petr 1:19) und nicht auf Zeichen und Wunder.

Ein Bild, das redet

Offb 13:14.15: Und es führt, die auf Erden wohnen, in die Irre durch die Zeichen, die ihm gegeben sind, vor dem Tier zu tun, indem es die Bewohner der Erde beredet, dass sie ein Bild machen sollen dem Tiere, welches die Wunde des Schwertes hat und lebendig wurde. Und es wurde ihm verliehen, dem Bild des Tieres Geist (Odem) zu geben (einzuflößen), dass das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.
Das ist der Gipfel des satanischen Betruges. Wir sehen, wie unheimlich in jenen Tagen die unsichtbare finstere Geisterwelt herein wirkt. Die ganze Atmosphäre ist schwanger von Geistern aus dem Abgrund.

Das, was bis dahin aufhielt, ist weggenommen. Die Leibesgemeine ist hingerückt zu ihrem Haupt. Wahrscheinlich haben auch in der unsichtbaren Welt die Lichtengel sich zurückgezogen. Nun kann die Finsternis sich völlig entfalten und auswirken. Satan weiß, dass er nur noch wenig Zeit hat, nämlich 3 1/2 Jahre. Schon beim ersten babylonischen Weltreich musste im Tal Dura ein Standbild angebetet werden (Dan 2.) Unter der Masse jener Völker waren nur drei Jünglinge, die standhaft blieben und zum König sprachen: "Ob unser Gott, dem wir dienen, uns aus dem glühenden Feuerofen zu erretten vermag - und er wird uns aus deiner Hand, o König, erretten - oder ob nicht, so sollst du wissen, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und das goldene Bild, welches du aufgerichtet hast, nicht anbeten werden" (Dan 3:17.18). Auch römische Kaiser haben ähnliche Anstalten getroffen.

Das Tier und sein Bild überschatten von nun an das ganze Geschehen der letzten 3 1/2 Jahre. Noch an sieben Stellen begegnen wir ihm in den folgenden Kapiteln. Viel Märtyrerblut wird in jenen Jahren fließen. Wäre die Zahl der an den Herrn Christus Gläubigen so klein, dann wäre die teuflische Dreieinigkeit wohl bald mit ihnen fertig. Ist aber während dieser 3 1/2 Jahre dauernden Trübsal, die nachdrücklich die "große" genannt wird (Offb 17:4), die große Schar, die niemand zählen kann, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen auf Erden, dann versteht man, dass die Trübsal so lange dauern kann.

Das Malzeichen des Tieres

Offb 13:16.17: Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte, dass man ihnen ein Malzeichen (Prägung) gebe an ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Das ist das Ende aller Menschenwürde. Der Mensch, der Gotte Wohlordnungen, Gottes Gebote, von sich warf und sprach: "Lasset uns zerreißen ihre (Jehovas und Seines Gesalbten) Bande und von uns werfen ihre Seile," der ist jetzt gefesselt in den Banden der teuflischen Dreieinigkeit. Unter Gott und Seinen heiligen, guten Willen wollte er sich nicht beugen. Jetzt muss er unter den satanischen Willen des ANTICHRISTUS. Ein Untertan des Königs aller Könige wollt er nicht sein. Jetzt ist er ein Sklave des Teufels, wogegen die Sklaven des Altertums noch freie Herren waren. Alle Regierungssysteme, aller Sozialismus, die der armen Menschheit das Heil ohne Gott und Christus bringen sollten, sind verschwunden. Ein Despotismus ohnegleichen ist zur furchtbaren Geisel der Menschheit geworden.

An die Stelle der mit großen Worten gepriesenen Freiheit und Menschenrechte tritt die Totalität des Staates. Das Recht der "freien" Arbeit und des "freien" Handels wird umgemünzt in die Pflicht der Zwangsarbeit und dem Boykott unbeliebter Volksgenossen. Alles wird staatlich "gelenkt". Der Reiche ist so schlimm dran wie der Arme, wenn er nicht das Malzeichen annimmt. Keiner von ihnen kann kaufen noch verkaufen. Verräterei und Denunziantentum werden in höchster Blüte stehen. Statt Recht gelt die Gewalt des Rechtes. Aber nicht gleiches Recht für alle, sondern jedem das Seine. Das bedeutet Seelenqualen, Armut, Hunger, Elend, Heimatlosigkeit, Tränen und Tod. In diesem Gewand seiner geringsten Brüder geht der Heiland in jenen Tagen über die leidgetränkte Erde. Da kann man Ihn speisen, tränken, beherbergen, kleiden, als Kranken und Gefangenen besuchen. Und vor Seinem Thron wird Er dann sagen: "Was ihr getan habt einem unter diesen Meiner geringsten Brüdern, das habt ihr Mir getan".

Das Wort für "Malzeichen" ist charagma, Brandmal. In den Papyrusurkunden steht das charagma immer in Verbindung mit dem Kaiser und enthält zuweilen seinen Namen und sein Bild mit dem Jahr der Regierung. Es war notwenig zum Kaufen und Verkaufen. Es ist auf allen Arten von Dokumenten zu finden und machte sie erst rechtskräftig. Charagma ist also das amtliche Siegel. Dieses Malzeichen werden die meisten weit lieber annehmen, als dass sie durch Gewalt oder Not Todesqualen erdulden (Bullinger).

Die Zahl des Tieres

Wie viele Versuchte sind schon unternommen worden, den Namen des Tieres ausfindig zu machen. Die meisten setzen für einen Buchstaben des Namens den Buchstaben des entsprechenden griechischen, hebräischen oder römischen Zahl. So hat man schon den Namen mancher Herrscher gefunden, die auch wirklich ein Typus und Vorläufer des Antichristus gewesen sind. Aber das ist ja kein Berechnen. Und noch keiner hat den Namen des kommenden Tieres errechnet. Eines dürfte aber vielleicht auch in dieser Zahl liegen. Sechs (6) ist des Menschen Zahl, die Zahl der ruhelosen Mühsal. Am 6. Tag wurde der Mensch erschaffen. Die Zahl erscheint zum ersten mal in der Schrift in Verbindung mit dem Menschen. Beide gehören also zusammen. Ausgeprägte "Ichmenschen" stehen auch in Verbindung mit der Sechs (6). Goliath war sechs Ellen hoch; das Eisen seines Spießes wog 600 Lot, und er war mit sechs Waffenstücken ausgerüstet. Nebukadnezars Standbild war 60 Ellen hoch und sechs Ellen breit, und sechs Musikinstrumente riefen die Anbeter herbei. Im 6. Jahrtausend kommt der potenzierte Ichmensch zur Ausgeburt. Sein Reich ist das 6. Weltreich. "Die große Bedeutung der Zahl jedoch können wir daran erkennen, dass das geheime Symbol der großen heidnischen Mysterien SSS oder 666 war" (Bullinger).

Nebukadnezar = 666

Dr. Friedrich Weber-Finckh, Überlingen, schreibt in einem seiner Rundbriefe "Ins Wort" u. a.:
"Wer Verstand hat, der zähle ab (berechne) die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl, und dessen Zahl ist 666". Wieviel ist über diese Zahl schon philosophiert und spekuliert worden, Ganze Bücher sind darüber geschrieben, und Bände könnte man füllen mit all den scharfsinnigen Kombinationen und Vermutungen über dies Zahl. Nun steht aber hier: DER ZÄHLE AB! Es ist hier dasselbe Wort gebraucht, das abstimmen, Stimmen zählen bei Volksabstimmungen bedeutet, ein einfaches Abzählen. Nun hat jeder hebräische Buchstabe (auch der aramäische Danielteil ist mit hebräischen Buchstaben geschrieben) zugleich die Bedeutung einer Zahl, weil es keine besonderen Zahlzeichen gibt.

Ich wurde nun bei meinen Studien in diesen Tagen "unwillkürlich" daraufhin geführt, die Buchstaben, bzw. die Zahlenzeichen des Namens Nebukadnezar abzuzählen. Da ergab sich zuerst, dass die in anderen Büchern bei Jeremia, Hesekiel gebräuchliche Schreibweise des Namens Nebukadrezar die Zahl 663 ergab. Aber ich suchte bei Daniel, welcher stets Nebukadnezar schreibt. Das Nun steht im Alphabet weiter vorne und bedeutet 50, während Resch 200 bedeutet, so ergab sich bei Daniel nur 513. Wenn wir nun Dan 1:1, wo Nebukadnezar erstmals genannt ist, lesen: Nebukadnezar (genauer: Nebukadnezzar), der König von Babel, und die Buchstaben bzw. Zahlen zusammenzählen, so ergibt sich 637. Das Wort für Tier, das Daniel an allen Stellen unseres Textes gebraucht, hat die Zahl 29 (bzw. in Schreibweise ohne Waw = 23). 637 und 29 ergeben aber die Zahl 666. Die vier Worte hebräisch bzw. aramäisch, die als Zahlenwert diese obige Zahl ergeben, können in hebräisch-aramäisch auch bedeuten:

NEBUKADNEZAR, DER KÖNIG VON BABEL, (IST DAS) TIER.

Denn die in Klammern stehenden Worte werden in diesen Sprachen nur ergänzt, nicht eigens geschrieben. Aber es bleibt auf jeden Fall die höchst bedeutsame Tatsache, dass die vier Worte "Nebukadnezar - König - Babel - Tier" ganz ungezwungen und natürlich die Zahl 666 ergeben, wenn man die Zahlenwerte der Buchstaben "abzählt".

Ich will diese Buchstaben mit ihren Zahlenwerten hierher setzen, damit sie jeder prüfen kann:

NeBUKaDNEZZaR: Nun (50), Beth (2), Waw (6), Kaph (20), Daleth (4), Nun (50), Aleph (1), Zadej (90), Zadej (90), Resch (200) = 513
MäLäKh: (König): Mem (40), Lamed (30), Kaph (20) = 90
BaBheL: Beth (2), Beth (2), Lamed (30) = 34
ChaJaWH: (Tier) = Chet (8), Jod (10), Waw (6), He (5) = 29 (mit Waw nur Dan 7:5.7)

In Daniel 2:38 heißt es zwar, Nebukadnezar sei König und überall, wo Menschenkinder wohnen, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels, seien sie in seine Hand gegeben. Dies dürfte aber in jenen Tagen noch nicht im Vollsinn des Wortes so gewesen sein. Aber am Ende der Tage wird es bei dem letzten König von Babel seine Vollerfüllung finden. Damals wurde Daniel, ein Frommer aus Israel, Kanzler. Am Ende wird ein gottloser Jude König sein in Babylon.

Lies weiter:
5. Gesicht im Himmel (Offb 14:1-5)